Existenzgründung

Wer den Schritt in die Selbständigkeit gehen will, wird von diversen - mehr oder weniger seriösen - Informationsangeboten überhäuft. Die Fördermöglichkeiten sind vielfältig. Sogar der Businessplan lässt sich scheinbar im Internet per Knopfdruck erledigen. Die Existenzgründer, die dann mit einem solchen Businessplan zu Banken und Fremdkapitalverhandlungen gehen, erreichen das gewünschte Ziel jedoch oftmals nicht. Auch deshalb wird mittlerweile von den einschlägigen Förderinstitutionen und Banken eine Prüfung des Businessplans verlangt. Die Unkelbach Treuhand GmbH als Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist hierfür qualifiziert.

Weiterhin sind wir in der KfW-Beraterbörse gelistet, im Rahmen des Gründercoachings ist unsere Beratung förderungsfähig. Als lizensierte Beratungsinstitution haben wir Zugriff auf leistungsstarke Tools zur effizienten Begleitung der Existenzgründung. Auch eine Förderung über die RKW Baden-Württemberg wird von uns regelmäßig geprüft.

Die optimale Rechtsform lässt sich, genauso wie ein Businessplan, nur nach genauer Analyse des Vorhabens bestimmen. Die Kriterien reichen von haftungsrechtlichen Gesichtspunkten über Anzahl der Gesellschafter bis hin zu steuerlichen Aspekten.

Das Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) enthält als weiteres Novum auch die Möglichkeit, eine Gesellschaft mit einem Stammkapital von 1 € zu gründen. Sie darf sich zwar nicht GmbH nennen, sondern Unternehmergesellschaft oder UG, wobei der Zusatz „haftungsbeschränkt“ stets zu führen ist. Erst wenn das Stammkapital auf das Mindestkapital von € 25.000 erhöht wurde, steht der Name GmbH zur Verfügung. Erkennbar ist, dass der Gesetzgeber Kleinunternehmern eine Alternative zur Limited oder der französischen SA bieten will.

Die UG ist sicherlich die bessere Alternative zur Limited, deren Handling offenbar ungeahnte und nicht beworbene Nachteile bietet. So ist nach Untersuchungen mehr als die Hälfte der Limiteds bereits gelöscht, ohne dass es die Gesellschafter gemerkt haben. Werden Fristen nicht eingehalten, wird unverzüglich, mit erheblichen Haftungsfolgen für die Beteiligten, das Register bereinigt. Weitere unvorhergesehene Risiken entstehen durch die grundsätzliche Anwendung des englischen Rechts, das nur wenige Berater beherrschen. Insbesondere bei Streitigkeiten zwischen den Gesellschaftern wirkt dies kostentreibend. Hinzu kommt das schlechte Image.

Bei vorhandenen unternehmerischen Risiken ist nach wie vor bei kleineren und mittleren Unternehmen meist eine Personengesellschaft in der Rechtsform der GmbH & Co. KG die geeignete Rechtsform, da hier die haftungsrechtlichen Vorteile einer Kapitalgesellschaft mit den steuerlichen Vorteilen einer Personengesellschaft kombiniert werden.

Die Betreuung von Existenzgründern ist bei uns Chefsache. Wir verfügen über die notwendige langjährige Erfahrung sowohl hinsichtlich Errichtung einer Gesellschaft als auch über die notwendigen Beziehungen zu Kapitalgebern (Mezzaninekapital oder klassische Kreditfinanzierung). Weiterhin verfügen wir über umfangreiche Datenbanken, um anhand von Branchenvergleichen und geschätztem Umsatzvolumen eine neutrale Beurteilung ihrer Geschäftsidee abgeben zu können.

Für die Betreuung von Gründungen aus dem universitären Umfeld und Spin-Offs von Universitäten sind wir zudem in das Partnernetzwerk des „Freiburger Wissenschafts-Forum e. V.“ aufgenommen worden.

Seit 2009 sind wir darüber hinaus Beratungspartner des Gründerverbundes Campus Technologies Oberrhein (CTO). Hier stehen wir Existenzgründern auf Veranstaltungen und den regelmäßig stattfindenden Existenzgründerstammtischen für aufkommende Fragen gerne zur Verfügung. Unsere Aktivitäten als Business Angel leisten wir im Rahmen des Business Angels Netzwerk Deutschland e.V. Wir referieren auch bei Veranstaltungen der IHK und dem Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald.


Für eine Terminvereinbarung bitten wir um Kontaktaufnahme per e-Mail oder Telefon. Im Rahmen eines kostenfreien Erstgespräches erläutern wir Ihnen dann, wie wir Sie auf Ihrem Weg in die erfolgreiche Existenzgründung unterstützen können. Hierbei binden wir selbstverständlich Beratungsförderungen der KfW und der RKW Baden-Württemberg ein, um den Eigenanteil des Gründers zu reduzieren.

Gründungszuschuss bei Arbeitslosigkeit ab 2012

(Hinweis: Wir stellen nachfolgend den Rechtsstand ab dem 28.12.2011 dar.)

Die Bundesagentur für Arbeit gewährt bei Gründung aus Arbeitslosigkeit heraus einen Gründungszuschuss zur Förderung einer selbständigen Tätigkeit.

Der Zuschuss wird in zwei Phasen gewährt.

  • Phase 1: Höhe des zuletzt bezogenen Arbeitslosengeldes zur Sicherung des Lebensunterhalts und weitere 300 € für sechs Monate
  • Für weitere 9 Monate: 300 € pro Monat, falls eine intensive Geschäftstätigkeit und hauptberufliche unternehmerische Tätigkeit besteht

Voraussetzung ist unter anderem der Anspruch auf Leistungen nach SGB III und ein Restanspruch auf Arbeitslosengeld von mindestens 150 Tagen.

Während vor der neuen Rechtslage die Tragfähigkeit der Existenzgründung, welche durch den Business-Plan begründet wird, maßgeblich für die Gewährung des Zuschusses bestimmend war, kommt nach der neuen Grundlage erschwerend hinzu, dass sich Zweifel über das Existenzgründungsvorhaben negativ auf den Zuschuss auswirken bzw. dieser dann nicht gezahlt wird. Im Ergebnis handelt es sich nach neuer Rechtslage um eine Entscheidung mit hohen Ermessensspielräumen. Vor der Beurteilung der Tragfähigkeit gilt es weitere Hürden zu meistern. So muss unter anderem gegen den Vermittlungsvorrang einer abhängigen Beschäftigung und gegen den Vorrang anderer Leistungen argumentiert werden.

Durch die Änderungen, die seit dem 28.12.2011 in Kraft getreten sind, ist eine professionelle Begleitung in diesem Bereich daher noch wichtiger als zuvor.

Als Glossary Link Steuerberater und Glossary Link Wirtschaftsprüfer sind wir dazu berechtigt die sogenannte Tragfähigkeitsbeurteilung zu erstellen. Mit unserer Erfahrung bei der Beratung von Existenzgründern verfügen wir über ein umfangreiches Know-How, um die Stellungnahme kurzfristig durchzuführen.

Zur Beurteilung der fachlichen und persönlichen Eignung benötigen wir unter anderem folgende Unterlagen

  • Aussagefähige Beschreibung des Existenzgründungsvorhaben
  • Lebenslauf
  • Umsatz- und Rentabilitätsvorschau
  • Bei Kreditbedarf: Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan
  • Sofern für das Gründungsvorhaben notwendig: Zeugnisse und Zulassungen

Ferner ist es natürlich auch möglich, dass wir Sie bei der Erstellung Ihres Business-Plans unterstützen. Mehr dazu erfahren Sie in der Rubrik „Gefördertes Gründercoaching“.

Dr. Philipp Unkelbach WP/StBDr. Philipp Unkelbach ist Wirtschaftsprüfer und Steuerberater sowie Geschäftsführer der Unkelbach Treuhand GmbH in Freiburg. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Beratung von Existenzgründern und mittelständischen Unternehmen. Zusammen mit den Gründern erstellt er aussagekräftige Businesspläne und eröffnet damit den Zugang zu Kreditprogrammen, Innovationskapital oder Fördermitteln. In der Gründungsphase steht er Ihnen auch als Coach zur Seite.

Kontaktieren Sie uns unverbindlich

Gefördertes Gründercoaching

Alleine im 1. Halbjahr 2008 haben laut einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung in Bonn über 200.000 Existenzgründer den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt.

Insbesondere in der Startphase sieht sich der Existenzgründer dabei mit vielfältigen Fragen konfrontiert, wie z. B.:

  • Hat meine Idee Marktpotential und wie erschließe ich dieses?
  • Stimmt mein Businessplan und wie kann ich diesen optimieren?
  • Welche Vor- und Nachteile hat die von mir ausgesuchte Rechtsform?
  • Wie verhalte ich mich bei Verhandlungen bei der Bank? Gibt es alternative Finanzierungsquellen, die ich nutzen kann?

Für diese (und weitere) Fragen stehen wir als Gründercoach gerne zur Verfügung. Als Glossary Link Wirtschaftsprüfer und Glossary Link Steuerberater verfügen wir über fundiertes Fachwissen, über 20 Jahre Erfahrung in der Unternehmensberatung und leistungsstarke Tools.


Zu beachten ist in diesem Zusammenhang die Möglichkeit der Förderung des Gründercoachings durch die KfW und den europäischen Sozialfonds ESF. Seit dem 1. Oktober 2008 wird zudem eine besondere Förderung für Gründerinnen und Gründer aus der Arbeitslosigkeit angeboten. Die Förderhöhe kann der untenstehenden Tabelle entnommen werden.

Als gelisteter Berater in der KfW-Beraterbörse ist unsere Beratung förderfähig. Den Antrag füllen wir gerne zusammen mit Ihnen aus und leiten Ihn dann an die entsprechenden Stellen zur Prüfung weiter. Im Rahmen einer Erstberatung ist dieser Service selbstverständlich kostenfrei.

Gründungen generell

Zuschuss prozentual

Max. Tagessatz (8h)

Max. Zuschuss/Tag

Max. BMG

alte Bundesländer + Berlin

50%

800 €

400 €

6.000 €

neue Bundesländer

75%

800 €

600 €

6.000 €

Der Zuschuss kann bis 5 Jahre nach Gründung in Anspruch genommen werden,

maximale Laufzeit: 1 Jahr

Gründungen aus der Arbeitslosigkeit

Zuschuss prozentual

Max. Tagessatz (8h)

Max. Zuschuss/Tag

Max. BMG

ges. Bundesgebiet

90%

800 €

720 €

4.000 €

Der Zuschuss kann nur im ersten Jahr nach der Unternehmensgründung beantragt werden.

zuschuesse

News zum Thema Gründercoaching Freiburg

Verlängerung der Laufzeit des "Gründercoaching Deutschlands"

UG (haftungsbeschränkt)

Die Unternehmergesellschaft („Mini-GmbH“) als Alternative für Existenzgründer - insbesondere zur Limited

Das am 26.06.08 vom Bundestag beschlossene ,,Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG)“ bringt ab dem 01.11.08 für Existenzgründer die lang ersehnte Unternehmergesellschaft (auch „Mini-GmbH“ genannt), eine auf kleine und mittlere Unternehmensgründungen abgestimmte Version der bisherigen GmbH, sowie eine komplette Novellierung des geltenden GmbH-Rechts.

Nach § 5a GmbHG gibt es künftig die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft, welche ohne Mindeststammkapital gegründet werden kann. Der Start ist also ohne Kapital möglich, das Mindeststammkapital einer üblichen GmbH in Höhe von 25.000,- €  darf nach und nach angespart werden, indem Gewinne nur zu höchstens ¾ an die Gesellschafter ausgeschüttet werden dürfen. ¼ des Jahresüberschusses, gemindert um den Verlustvortrag des Vorjahrs, muss in gesetzl. Rücklagen eingestellt werden und zwar solange, bis das GmbH-Mindeststammkapital erreicht ist.
Die ,,Mini-GmbH“ besitzt im Gegensatz zur GmbH keine eigene Rechtspersönlichkeit, d.h. für sie gelten (auch in steuerlicher Hinsicht) grundsätzlich die Vorschriften des GmbH-Rechts.

Firmenzusatz

Auf die Haftungsbeschränkung ist hinzuweisen. Firmieren dürfen wird die UG deshalb nur mit dem Zusatz ,,UG bzw. Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)“.

Start mit 1 €

Die  Stammeinlage jedes Gesellschafters, bisher in Höhe von mind. 100,- €, wird in Zukunft nur noch 1,00 € betragen und bei der Errichtung der GmbH darf ein Gesellschafter, anders als bisher, mehrere Geschäftsanteile übernehmen.

Eigenkapitalersatz

§ 32a, 32b GmbHG werden ganz aufgehoben, d.h. künftig wird nicht mehr zwischen eigenkapitalersetzenden Darlehen und „normalen“ Gesellschafterdarlehen unterschieden. Damit verbunden ist eine Änderung der Insolvenzordnung, die einen Rangrücktritt aller Rückzahlungsansprüche aus Gesellschafterdarlehen in der Insolvenz vorsieht.
In der Konsequenz sind bei der Feststellung, ob die Gesellschaft überschuldet ist und damit ein Insolvenzgrund vorliegt, die Gesellschafterdarlehen nicht mehr passivierungspflichtig, sofern ein Rangrücktritt erklärt wird (§19 (2) S.1 InsO und §39 (1) Nr.5 InsO).

Änderung der Überschuldungsprüfung in der Insolvenzordnung

Die bislang bestehende zweistufige Überschuldungsprüfung wird aufgegeben. Zunächst bis 2011 befristet reicht das Vorliegen einer begründeten positiven Fortbestehungsprognose aus, um die Insolvenzantragspflicht abzuwenden. Es muss nachgewiesen werden, dass die Fortführung des Unternehmens nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich ist. Damit kommt der Fortbestehensprognose deutlich höheres Gewicht zu.

Kostengünstige Standardgründung

Für unkomplizierte Standardgründungen werden zwei beurkundungspflichtige Musterprotokolle als Anlage zum GmbHG zur Verfügung gestellt. Darin werden Gesellschaftsvertrag, die Bestellung des Geschäftsführers und die Gesellschafterliste in einem Dokument zusammengefasst.
Dies führt zu erheblichen Kosteneinsparungen.
Nachteil: Abweichungen und Änderungen am Musterprotokoll sind nicht möglich (§ 2 Abs. 1 a GmbHG).
Es ist also im Einzelfall zu prüfen ob einem fachmännisch erstellten Gesellschaftsvertrag der Vorzug zu geben ist. Die Kosten hierfür sind in der Regel überschaubar, bei späteren Differenzen ist dies den „Aufpreis“ sicherlich wert.

Fazit:

Sinnvoll ist die GmbH in Form der haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft wohl für alle Existenzgründer, die reine Dienstleistungen anbieten, diese persönlich ohne Angestellte erbringen und ihre etwaigen „Handwerkszeuge“ schon im Privatbesitz haben, also kein Kapital bzw. großes Geschäftsführergehalt benötigen, etwa weil der Ehepartner für den Lebensunterhalt sorgen kann.

Aufgrund der großen Nachfrage haben wir unsere Seminarunterlagen zur Unternehmergesellschaft als Download bereit gestellt.

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Kontaktdaten

Unkelbach Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfer
Steuerberater

Gartenstraße 30
79098 Freiburg im Breisgau

0761/385420
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