Börsentipps September 2018

Kaufen, halten, verkaufen? Gemäß Bundesbank ist das Vermögen der Deutschen im ersten Quartal 2018 um 0,8 % gesunken. Ursachen: Keine Zinsen und keine Kursgewinne bei Aktien, die bisher hier für eine Kompensation gesorgt hatten. Das gab es vor sechs Jahren das letzte Mal. Sichere und unsichere Kapitalanlagen zu mischen erscheint somit sinnvoll und entspricht auch der Kapitalmarkttheorie. Relativ sicher sind Aktienanlagen, die breit streuen, wenig eigene Kompetenz und Zeit benötigen und kostengünstig sind. In Frage kommen somit Indexfonds die den MSCI World abbilden. Mit denen kann man auch kurzfristig mal Verluste einfahren, langfristig nach den obigen Ausführungen kaum. Den eigenen Vermögensaufbau in der konkreten Situation zu strukturieren bedarf im allgemeinen der Beratung, da die eigene Kompetenz hier im Allgemeinen nicht für ausreicht. Wie sieht der Aktienmarkt aus? Der breit gefasste amerikanische Aktienindex S&P 500 hat ein Rekordhoch erreicht. Warum hinken Dow und Dax noch hinterher? Der technologieorientierte S&P 500 wird von den Gewinnern der Digitalisierung wie Apple oder Amazon geprägt. Dow und DAX beinhalten die klassischen Werte der Industrie; der Dow liegt bei rd. 800 Zähler und der DAX rd. 1.200 Zähler unter dem jeweiligen Höchstwert. Das kommt nicht von ungefähr: Die USA haben die klassischen Industrien hinter sich gelassen und sind in der Informationstechnologie führend, die alten Industrien sind im langsamen Europa zu Hause. Amerika hat wegen oder trotz Trump eine gute Konjunktur und die langfristigen Zinsen sind noch immer akzeptabel niedrig. Dank steigender Zinsen in den USA kommen die Schwellenländer aber unter Druck, die sich im Dollar verschuldet haben wie beispielsweise die Türkei, die ja noch andere aktuelle Baustellen hat. Dollar fließen so in den US-Kapitalmarkt zurück und halten dort die Zinsen in vertretbaren Höhen und befeuern den Aktienmarkt. Die US-Konjunktur brummt, die Arbeitslosigkeit ist niedrig, die Inflation liegt nahe am Zielwert: Laut Protokoll des jüngsten Treffens sieht der geldpolitische Ausschuss der Fed den Zeitpunkt für den nächsten Zinsschritt bald gekommen - auch wenn der Präsident dagegen ist. Die Währungshüter haben den Leitzins bereits zwei Mal in diesem Jahr hochgesetzt. Zuletzt hoben sie im Juni den Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld auf die aktuell gültige Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent an. An der US-Börse wird mit einem weiteren Schritt im September gerechnet. Die Währungskrise der Türkei nur als Einzelfall zu betrachten, greift zu kurz. Sie ist vielmehr eine Folge des rückläufigen Kreditzyklus in der Weltwirtschaft, der von einem stärkeren Dollar begleitet wird. Eine wachsende Anzahl von Anlegern stellt sich auf eine neue Asien- oder Liquiditätskrise ein. Die Macht des Dollars wird zum Ärgernis. Außenminister Maas will mehr Unabhängigkeit von den Vereinigten Staaten. Deshalb fordert er eine Alternative zum Zahlungssystem Swift. Die Rolle des Dollars als Handels- und Finanzierungswährung stützt in Verbindung mit dem Ruf der Vereinigten Staaten, in Krisenzeiten ein sicherer Hafen für Kapitalanleger zu sein, die Bedeutung als Anlagewährung. Denn viele Exporteure außerhalb der Vereinigten Staaten erhalten Einnahmen in Dollar, die sie zumindest zum Teil anlegen wollen. Auf diese Weise sind in einigen ölexportierenden Staaten — zum Beispiel in Norwegen, Abu Dhabi und Saudi-Arabien — riesige Staatsfonds entstanden, die große Bestände an amerikanischen Wertpapieren halten. Außerdem halten viele Zentralbanken einen großen Teil ihrer Reserven in Dollar. Durch die hohe Bedeutung des Dollars für die Weltwirtschaft wird die Geldpolitik der amerikanischen Notenbank Federal Reserve zu einem wichtigen Einflussfaktor für die internationalen Finanzmärkte. China, die zweitgrößte Wirtschaft der Welt, träumt schon lange davon, dass seine Währung Yuan (Renminbi) den Dollar einmal als Reservewährung ablöst, der in den Augen der Chinesen Amerika einen unfairen Vorteil bringt. Solange China seinen Kapitalverkehr nicht öffnet, dürfte das aber noch dauern. Gegenüber der Zeit vor 2015, als die Regierung begann, mit insgesamt 1 Billion Dollar an Devisenverkäufen den Yuan vor massivem Wertverfall zu retten, ist die Nutzung des Yuans in der Welt sogar zurückgegangen: von einst knapp 3 Prozent Anteil an den internationalen Zahlungen auf nur noch 1,8 Prozent im Juni. Sollte das Reich der Mitte mehr und mehr den Welthandel dominieren, wird der Dollar an Dominanz stark verlieren. Auch seine Importe will China nutzen, um den Dollar anzugreifen. Im März legte Schanghais Internationale Energiebörse zum ersten Mal in Yuan notierte Öl-Terminkontrakte auf. Der Kursverlust des Yuans in den Folgemonaten von rund 10 Prozent zeigt indes, wie riskant es ist, Wetten in - chinesischer Währung abzuschließen. Quintessenz: Wenn Sie sich für einen internationalen Fonds entscheiden, sollte der neben anderen Kriterien in Dollar handeln. Was tun? Hängt von der individuellen Situation ab. Einzeltitel sind vor dem Hintergrund steigender Zinsen etwas für Könner mit viel Zeit und viel Geld. Wenn Sie dazu nicht gehören, ist ein weltweit anlegender ETF wohl das richtige. Schauen Sie sich doch mal folgenden ETF an: ISHARES CORE MSCI WORLD UCITS ETF USD (ACC) SHARE CLASS, WKN: A0RPWH / ISIN: IE00B4L5Y983, 0,20 Kosten, thesaurierend, USD, BlackRock, ein Riesendampfer. Vergessen Sie aber auch hier das Timing nicht. Eine auf Sie passende Anlagestrategie muss aber formuliert werden. Hierbei helfen wir Ihnen.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien:

  • “Ich habe wohl nicht mehr als in der Hälfte der Fälle Recht, aber ich verdiene einfach sehr viel Geld, wenn ich richtig liege und ich verliere so wenig Geld wie möglich, wenn ich unrecht habe.” — George Soros —
  • “Seien Sie ängstlich, wenn die Welt gierig ist und seien Sie gierig, wenn die Welt ängstlich ist.” — Waren Buffett –-
  • „Konzentrieren Sie Ihre Investments. Wenn Sie über einen Harem mit vierzig Frauen verfügen, lernen Sie keine richtig kennen.” — Waren Buffett — (Anmerkung: Dieses humorgespickte Börsenzitat mahnt zu Recht, dass man nicht zu viele Aktien in seinem Depot haben sollte, wenn Sie aber ETFs kaufen haben Sie das Problem nicht, entscheidend ist aber regelmäßig das Kaufdatum.)

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

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