Anbei finden Sie unsere monatlich erscheinenden Einschätzungen zur Wirtschaft und Börse: Für unsere mittelständisches Klientel aus dem produzierenden Gewerbe ist für die Kapazitätsplanung ein fundierter Ausblick in die Zukunft wichtig und für alle Kunden im Rahmen ihrer Vermögensplanung eine Einschätzung der Kapitalmärkte, denn sie nehmen zunehmend die Strukturierung ihrer Altersversorgung selber in die Hand und sind hierbei auf neutrale Informationen angewiesen.

Börsentipps Januar 2014

Die große Koalition steht nun, mit vielen SPD-Ministern, Gabriel hat aus der verlorenen Wahl einen persönlichen Sieg gemacht. Merkels Messlatte, dass es uns in vier Jahren besser gehen soll als heute, erscheint eingedenk der Wahlgeschenke Rente ab 63, Mindestlohn, etc., fraglich, es gibt kaum einen Sachverständigen, der die Belastungen der Wirtschaft nicht zu bedenken gibt. Dem EG-Vorwurf, dass die deutsche Binnennachfrage gestärkt werden solle, kann man mit den Wahlgeschenken begegnen, gleichwohl steigen die für die Folgejahre erwarteten Wachstumsraten für das Sozialprodukt. Auch die Unternehmensgewinne, zumindest der großen DAX-Unternehmen dürften im Folgejahr noch zunehmen, so dass aktuell für die Kurse im nächsten Jahr noch Luft nach oben gesehen wird, einige Banken halten mittlerweile einen DAX von gut 10.000 für möglich auf Ende 2014. Klar: Bei uns steigen die Zinsen schon, die Kursverluste bei den Festverzinslichen sind bereits in den Büchern, aber auch: Draghi hat seine "Dicke Berta" angekündigt, aber noch nicht wahrgemacht, er will über Bondkäufe deren Zinsen senken und damit das allgemeine Zinsniveau weiter unten lassen, um die europäische Konjunktur nicht zu gefährden. Die europäische Konjunktur hinkt hinter der US-amerikanischen hinterher, dort wird der Fuß bereits vom geldpolitischen Gaspedal genommen. Dass dieses in den USA zu Kursverlusten führt, ist daher keine ausgemachte Sache, gleichwohl dürfte aber gelten "Zinsen hoch, Kurse unten", auch läuft der Hausse-Zyklus schon lange. Für den deutschen Investor stellt sich die Frage, ob sich der europäische Markt von dem US-Markt abkoppeln kann und hier sind Zweifel angebracht, denn von dem deutschen Markt haben sich die Inländer im Wesentlichen verabschiedet, er wird von den internationalen Anlegern gemacht. Nicht zu überlesen ist jedoch, dass sich US-Investoren dem europäischen Markt zuwenden, denn hier ist mit einem KGV von rd. 13 die Welt noch in Ordnung, insbesondere wenn man im mittleren Laufzeitbereich für Bundesanleihen ein KGV von rd. 50 ausmacht. Schwer ist es, zukunftsträchtige Titel zu nennen, eine Allianz dürfte aber noch Luft nach oben haben, KGV gut 9 und DivRendite reichlich 4 %. Bei Festverzinslichen muss man beachten: Haben Sicherheitsfanatiker auf deutsche Staatsanleihen gesetzt und wurden damit in der Vergangenheit niedrige Renditen und Kursgewinne erzielt, so sitzen diese Kollegen in der Zwickmühle: Sie haben zwei Jahre auf leicht zu machende anständige Renditen mit Unternehmensanleihen und Aktien verzichtet und müssen nunmehr Kursverluste bei den Bundesanleihen einfahren vor dem Hintergrund des auch den irgendwann kippenden DAX, in den sie nun gehen müssen. Versicherungen und andere Kapitalsammelbecken müssen in dieser Notlage das Risiko erhöhen über Erhöhung der Aktienquote und der Beimischung von hochverzinslichen Unternehmensanleihen, die aber eben auch von Kursverlusten bedroht sind. Ob es eine Weihnachtsrally gibt ist offen, die Anleger sind von der Angst vor einem Vermögensverlust auf der einen Seite und von der Gier nach mehr auf der anderen Seite hin- und hergerissen. Der mäßige Zinsentscheid in den USA hat sofort zu einem kleinen Weihnachtsgeschenk geführt. Dass die Höhe des Zinses insbesondere Ausdruck des Risikos ist zeigt der Fall RENA. Gleichwohl die Kursverluste sind auch Ausdruck des sehr engen Marktes. Wünsch wir RENA und den Anlegern dass das Budget für die Folgejahre umgesetzt werden kann oder zumindest die grün-rote Landesregierung mit Bürgschaften einspringt. Eines gilt aber sicher: Weihnachten bleibt spannend.

Wie stets an dieser Stelle ein paar kritische aber auch humoristische Lebens- und Börsenweisheiten, diesmal von dem Altmeister Kostolany selbst:

  • An der Börse sagt uns oft das Gefühl, was mir machen, und der Verstand, was wir vermeiden sollen.
  • Bei jeder guten bürgerlichen französischen Familie hat man den dümmsten Sohn zur Börse geschickt. Bestimmt hat das seine Gründe.
  • Wenn die Börsenspekulation leicht wäre, gäbe es keine Bergarbeiter, Holzfäller und andere Schwerarbeiter. Jeder wäre Spekulant.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen. Auch prüfen wir gerne, ob Sie steuerlich richtig aufgestellt sind. Beachten Sie, dass erbschaftsteuerlichen Vergünstigungen für Betriebsvermögen auf dem Prüfstand stehen und wahrscheinlich nach der Bundestagswahl reduziert werden.

Börsentipps Dezember 2013

Die Politik streitet sich bei den Koalitionsverhandlungen um Themen, die die SPD-Basis zur Zustimmung zu dem Koalitionsvertrag bewegen sollen und damit die Belastbarkeit der Wirtschaft austesten wollen. Die Erfolge der Agenda 2010, die aus dem seinerzeit kranken Mann Europas, Deutschland, die führende europäische Wirtschaftsmacht, im Übrigen ja unter Schröder gemacht haben, sind vergessen, es gilt Wahlgeschenke zu verteilen. Um die Wirtschaft nicht abzuwürgen, übernimmt die Geldpolitik die Aufgabe der Stabilisierung der Wirtschaft, was ja nicht ihre Aufgabe ist. Die EG-Kommission unterstützt den Würgegriff um die deutsche Wirtschaft mit dem IWF-Hinweis, dass die Inlandsnachfrage erhöht werden muss, will heißen, die Löhne sind zu niedrig um den Konsum zu erhöhten und die Exporte abzuwürgen, damit die Schwachländer ihre Zahlungsbilanz ausgleichen können. Die Logik, die dahinter steckt ist folgende: Wenn wir unseren Arbeitskosten erhöhen, kaufen die Griechen, Portugiesen, etc., weniger deutsche Autos und Maschinen und fragen inländische Produkte nach. Vergessen wird, dass diese Länder gar keine Autos und Maschinen produzieren. David Ricardo lässt grüßen und dreht sich wahrscheinlich im Grabe um, um dieser Diskussion zu entgehen. Die geringen Zinsen bringen Lebensversicherungen und Banken an den Rand des Ruins, so dass sich diese mit Vertragskündigungen wehren, um die Zinsversprechen gegenüber ihren Kunden nicht einlösen zu müssen. Die Zeche zahlt der kleine Mann, dessen Interessen die Sozialdemokraten und Linken ja wahrnehmen wollen, die Reichen und Wissenden haben aus den Zinspolitik längst ihre Vorteile gezogen, indem sie die Vorteile der korrespondierenden Blasenbildung als Windfall Profits auf den Gütermärkten gewollt oder ungewollt ernten, Keynes lässt grüßen. Immobilien, Aktien und Festverzinsliche schießen seit geraumer Zeit über die niedrigen Zinsen in die Höhe, ein Ende schein nicht absehbar und viele, auch die großen Kapitalsammelbecken, wie die Versicherungen und Banken gehen in ihrer Not am Ende des Haussezyklus höchste Risiken ein, um vermeintlich dabei zu sein und werden ihre Kunden schlussendlich mit in die Tiefe der Baisse reißen. Nochmals: Es mag sein, dass in den USA die Zinsen noch bis Mitte nächsten Jahres und in Europa noch einige Jahre unten bleiben, die Aktienmärkte sind aber wie alle Märkte per se zyklisch, da die Marktteilnehmer über die Märkte ihre Einzelpläne abstimmen. Bezogen auf die Aktienmärkte heißt das, dass der der die Allianz wie hier empfohlen für 60 gekauft hat, bei nun 125 verkauft. Dieses Verkaufssignal nehmen andere wahr und verkaufen ebenfalls, genau wie kürzlich beim Gold. Carl Icahn, der am. Großinvestor bekommt genau aus den besagten Gründen kalte Füße und steigt nicht mehr ein und die Deutsche Bank sieht den DAX zum Jahresende nicht bei 10.000, sondern bei 8.700 und Ende 2014 bei 9.800. Also: Aktienquote reduzieren und hierbei Gewinne mitnehmen. Die Gewinne sollten reichen, um die Inflationsrate für einige Zeit zur neutralisieren. Und dann unten wieder einsteigen. Für die Zwischenzeit gibt es noch einige wenige schöne Festverzinsliche. Nach Rücksetzern kann man wieder einsteigen.

Wie stets an dieser Stelle ein paar kritische aber auch humoristische Lebens- und Börsenweisheiten.

  • Die Kurse müssen fallen, wenn sie nicht weiter steigen können.
  • Für einen Spekulanten ist es sinnvoller, über eine Sache nachzudenken, und nichts zu unternehmen, als etwas zu unternehmen, ohne nachzudenken.
  • Viel Geld an der Börse verdienen die Spekulanten, am meisten verdienen jedoch die Broker.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge  unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen. Auch prüfen wir gerne, ob Sie steuerlich richtig aufgestellt sind. Beachten Sie, dass erbschaftsteuerlichen Vergünstigungen für Betriebsvermögen auf dem Prüfstand stehen und wahrscheinlich nach der Bundestagswahl reduziert werden.


Börsentipps November 2013

Wirtschaft/Börse: Summa Summarum

Stand die Welt wegen des Budgetstreits in den USA vor wenigen Tagen noch am Abgrund, so scheinen die Ampeln für weitere Kurssteigerungen zunächst auf grün zu stehen. Zunächst. Der Budgetstreit ist nur auf Januar verschoben. Man mag der Teaparty-Bewegung Populismus vorwerfen, jedoch ist nicht die Diskussion zu übersehen, die sich mit der Frage beschäftigt, wie die ganzen Schulden der öffentlichen und privaten Haushalte bezahlt werden sollen. Ursache ist der künstlich niedrige Zins. Der natürliche Zins stimmt Sparen, Investitionen und Konsum ab und ist sozusagen die Kompassnadel der Ökonomie. Zinsen oben, Kurse unten. Durch die Notendruckmaschinen ist die Kompassnadel verbogen, alles geht nach oben und die künftige Notenbankpräsidentin der FED Yellen wird die Zinsen weiter unten lassen; im Vorgriff hierauf hat Bernanke die Reduzierung des Aufkaufprogramms an Schuldverschreibungen nicht reduziert. FED-Politik ist, die Zinsen bei nahe Null zu halten, bis die Arbeitslosenquote bei 6,5 % liegt. Die EZB will die Zinsen unten lassen bis sich die Schwachländer erholt haben. Ein überraschend guter ZEW- Index und ein von den Wirtschaftsforschungsinstituten mit 1,8 % vorausgesagtes deutsches Wirtschaftswachstum für 2014 wecken Hoffnungen, dass auch der neue Ifo-Geschäftsklimaindex gut ausfällt. Steigen die DAX-Gewinne weiter, wovon auf Sicht auszugehen ist, dürften die 9.000 zum Jahresende drin sein, auch mehr ist möglich. Gleichwohl: Zum allgemeinen Einstieg kann man nicht blasen, dafür ist das Risiko zu hoch. Es geht darum, ob man raus geht oder die Positionen stehen lässt. Immer zu beachten: Der Aktienmarkt ist nicht der Gütermarkt, es ist ein eigener Markt mit eigenen Regeln, auch wenn beide Märkte fundamental verknüpft sind. Auf dem Aktienmarkt wird die Zukunft der Gewinne gehandelt, er eilt dem Gütermarkt rd. ein Jahr voraus. Aus den Festverzinslichen ist aufgrund der Kurssteigerungen die Luft raus. Titel, die Steuern und Inflation bei akzeptablem Risiko kompensieren, muss man mit der Lupe suchen. Die 9.000 beim DAX erscheinen mittlerweile zum Jahresende drin zu sein, auch mehr, aktuell steht er schon bei gut 8.900. Wegen der angesprochenen Zinsproblematik kann es sein, dass er noch weiter läuft, aber wenn die Arbeitslosen in den USA bei 6,5 % liegen, wird die Zinsschraube angezogen und das kann wegen des Frackings und der steigenden Wachstumsraten in China Mitte nächsten Jahres sein. Dann geht es runter auf 6.000 bis 7.000. Tipp: Überlassen sie die letzten 5 % den Zockern und gehen Sie raus und steigen erst wieder ein, wenn das untere Kurstal durchschritten ist: "Never catch a falling knife".

Wie stets an dieser Stelle ein paar kritische aber auch humoristische Lebens- und Börsenweisheiten.

  • "Hinter den Fassaden der großen Finanzinstitute sitzen meist keine Musterknaben."
  • "Wenn spekulieren an der Börse leicht wäre, wäre doch jeder Spekulant."
  • "Ein Spekulant ist nervös, wenn er keine Aktien hält und die Börse beginnt zu steigen."

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen. Auch prüfen wir gerne, ob Sie steuerlich richtig aufgestellt sind. Beachten Sie, dass erbschaftsteuerlichen Vergünstigungen für Betriebsvermögen auf dem Prüfstand stehen und wahrscheinlich nach der Bundestagswahl reduziert werden.

Börsentipps Oktober 2013

Wirtschaft/Börse: Summa Summarum

Nach der gestrigen Entscheidung der FED, ihr Anleihekaufprogramm bis auf weiteres fortzusetzen, dürften die liquiditätsgetriebenen Kurssteigerungen zunächst weitergehen. Höchste Vorsicht ist jedoch angesagt, denn Kurssteigerungen hängen nicht nur von dem Zentralbankzins ab. Die Konjunktur dürfte sich in Deutschland im nächsten Jahr gut entwickeln, aber die Gewinne der DAX-Unternehmen alimentieren weitere Kurssteigerungen nur begrenzt. Wie wacklig die Situation ist, zeigt die Absage von Summers letzte Woche, nicht mehr für die Bernanke-Nachfolge kandidieren zu wollen. Schon zogen die Kurse an, denn Summers sieht wie die Kanzlerin und die Bevölkerung die Fehlallokationen, die durch das niedrige Zinsniveau ausgelöst werden. Wir haben Preisblasen bei Aktien und Immobilien und der deutsche Sparer, der traditionell sein Geld auf Sparbüchern, Festgeldern und in Versicherungen hortet, hat das Nachsehen, denn Banken und Versicherungen halten sich über Gebühren schadlos. Die Volatilität basiert auch auf den historischen Höchstständen der Indices und dem politischen Umfeld. Das Syriendebakel um einen militärischen Schlag der USA gegen das Assad-Regime ist nicht ausgestanden, sondern nur auf eine schwer zu beherrschende politische Ebene verschoben, bei der Putin aktuell die Oberhand hat. Auch steht diese Woche die Bundestagswahl an, die noch nicht entschieden ist und auf Grund der Schwächen der FDP und der Grünen eine Große Koalition nicht unwahrscheinlich macht, bei der die SPD Steuerkorrekturen zugunsten ihrer Klientel vornehmen wird. Was für steigende Kurse in Deutschland spricht, ist das Deutschland von den Ausländern als interessant bewertet wird, was bei einem DAX-KGV von gut 13 nachvollziehbar ist. Klare Favoriten sind nicht mehr zu erkennen. Man sollte daher in den Herbsturlaub auch die TANs mitnehmen. Für den Normalanleger, der an einem sicheren Investment interessiert ist, ist der Einstiegszeitpunkt eindeutig vorbei. Was bleibt sind Kurzläufer, für größeres Geld ist hier eine 4 vor dem Komma zu erzielen, so dass Steuern und Inflation noch gerade neutralisiert werden können.

Wie stets an dieser Stelle ein paar kritische aber auch humoristische Lebens- und Börsenweisheiten, diesmal von Warren Buffet himself, passend zur Situation:

  • "Der dümmste Grund eine Aktie zu kaufen, ist, weil sie steigt."
  • "Wenn jemand gute Aktien hat, wäre er verrückt, wenn er nur wegen eines Kursrückschlags verkaufen würde. Ich suche Unternehmen, die ich verstehe und von deren Zukunftsaussichten überzeugt bin."

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen. Auch prüfen wir gerne, ob Sie steuerlich richtig aufgestellt sind. Beachten Sie, dass erbschaftsteuerlichen Vergünstigungen für Betriebsvermögen auf dem Prüfstand stehen und wahrscheinlich nach der Bundestagswahl reduziert werden.

September 2013

Wirtschaft/Börse: Summa Summarum

Der Zins steht wie immer in der Diskussion. Hinsichtlich der Zinstheorien erinnert sich der Autor gerne an Erich Hoppmann, einem Vertreter der Freiburger Schule, der die Wartetheorie des Zinses, also dass man nur warten muss, bis sich der Zins auf dem Konto einstellt, mit seinem Wacheschieben in der Militärzeit erklärte: Der Zins hätte an sich kommen müssen, aber er kam nicht. Heute schlägt die Inflation dem Realzins ein Schnäppchen: Der sichere Zins wird durch die Geldentwertung unter null gedrückt. Gut für den Schuldner und schlecht für die Gläubiger. Wäre der Zins nicht durch die Zentralbanken nach unten manipuliert, wären viele Staaten und Gebietskörperschaften längst pleite. Der Realgütertransfer ist einfach erläutert: Der Gläubiger kann sich nur noch weniger kaufen und der Schuldner lebt über seine Verhältnisse. Die Frage ist nur, wie lange das noch gut geht. Börsenguru Roland Leuschel rät Anlegern in der aktuellen Marktphase zur Vorsicht: „Je höher die Kurse getrieben werden, desto größer wird dann der Einbruch“, so Leuschel. Auch wenn die Notenbanken die Märkte noch eine Weile mit der Droge Liquidität versorgen, könnte der Kater nach dem Entzug umso schmerzlicher ausfallen.“ Der in Thailand lebende Investment-Guru Marc Faber kündigt einen Börsencrash für die USA an, der die Ausmaße des Jahrhundert-Crashs vom 19. Oktober 1987 haben soll. Und Faber, der den Rückschlag erwartet, weil die Anstiege der Aktienkurse nicht länger von entsprechend steigenden Erträgen der Unternehmen getragen werden, glaubt, dass dieser Schock noch vor Jahreswechsel stattfinden wird.“ In USA ist es nur eine Frage der Zeit, wann die Bondkäufe der FED reduziert werden, die Realwirtschaft zieht jedoch noch nicht ausreichend an. In Europa wird es noch länger dauern, auch wenn man die Konjunkturwende in den Schwachländern herbeiredet. Die Börse lebt bekannterweise von der Zukunft, insoweit ist Vorsicht geboten bei Festverzinslichen und Aktien. Die Restlaufzeit der Festverzinslichen sollte daher nicht zu lang sein und das Aktienengagement sollte zumindest nicht ausgebaut werden, volatile Titel sollten verkauft und zumindest reduziert werden. In der Lehrzeit des Autors galt die Vorgabe für die Anlageberatung Vermögenserhalt durch die simple Anlageregel 1/3 Festverzinsliche, 1/3 Aktien und 1/3 Gold. Den Vermögenserhalt schaffen heute nur die wenigsten Fonds, insbesondere aufgrund ihrer hohen Kosten. Im Vorfeld wird das Blaue vom Himmel versprochen. Die Vermögenszusammensetzung muss natürlich auf die individuelle Situation abgestellt werden, wer sich aber an die einfache Regel gehalten hat, ist in der Vergangenheit nicht schlecht gefahren. Beachten Sie bitte, dass ihr Depot zu ihrem Vermögensaufbau passen muss und nicht zu den Renditezielen Ihrer Bank oder den Umsatzzielen ihres Bankberaters, individuelle und neutrale Anlageberatung ist gefragter denn je.

Wie stets an dieser Stelle ein paar kritische und auch humoristische Lebens- und Börsenweisheiten, diesmal in der Urlaubszeit von den Geissens:

  • „Einen Ausweg gibt es immer, selbst wenn es mal keine Abkürzung sein sollte“ (Carmen)
  • „Nur mit Glück wird man nicht reich“ (Robert)

Haben Sie Zinsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge  unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen. Auch prüfen wir gerne, ob Sie steuerlich richtig aufgestellt sind. Beachten Sie, dass erbschaftsteuerlichen Vergünstigungen für Betriebsvermögen auf dem Prüfstand stehen und wahrscheinlich nach der Bundestagswahl reduziert werden.

August 2013

Wirtschaft/Börse: Summa Summarum

Der exportorientierte Mittelstand bekommt die Schwäche der europäischen Auslandsmärkte zu spüren. Wie lange die Erholung noch andauert ist zweifelhaft und in der Zwischenzeit wird die Staatsverschuldung trotz anderer Bekundungen weiter hochgefahren, auch Dank der niedrigen Zinsen. Eine weitere Niedrigzinspolitik wird hier und in den USA weiter versprochen, wo bei die USA an einer Zinserhöhung näher dran sind als wir, wenngleich die Arbeitsmarkterholung dort weiter stockt. Asmussen von der EZB schätzt den Zeitraum der wirtschaftlichen Erholung auf 10 Jahre, was zu denken geben sollte aber eingedenk der Jugendarbeitslosigkeit in den Südländern nachvollziehbar ist. Die Befeuerung der Produktion durch die Auslandsmärkte dürfte daher auch in Zukunft schwach sein, auch aus den Emerging Markets. Der Anleger bekommt über die von den Zentralbanken gesteuerten niedrigen Zinsen seinen Beitrag an der Sanierung der EG-Länder zu spüren, die Kapitalmitteilungen der Lebensversicherungen sinken und die Lebenshaltungskosten steigen und liegen weit über dem Realzins. Der Realgütertransfer in die Sanierungsländer spiegelt sich in der Finanzwelt nieder. Für die Anleger also nichts Gutes. Klar, dass höhere Zinsen auch ein Ausdruck des höheren Risikos sind, das eingegangen werden muss, um zumindest Steuern und Inflation glatt zu stellen. Um eine 4 vor dem Komma bei den Unternehmensanleihen zu erzielen, sind Klimmzüge notwendig, mehr als ein Rating von B + gibt der Markt nicht her. Achtung: Viele Emittenten machen zunehmen von ihrem ausbedungenen Sonderkündigungsrecht Gebrauch, so dass die in Aussicht gestellte Rendite schlussendlich nicht erzielt wird. Mal ansehen: Kabel Deutschland und Schaeffler haben für größere Abschnitte Anleihen auf dem Markt ohne dieses Sonderkündigungsrecht. Ansonsten verbleibt es bei der Aktie, die über einen erheblichen Renditeabstand zur Anleihe verfügt. Klar, die Kurse sind durch die fehlenden Alternativen und die Geldpolitik getrieben, das KGV bewegt sich für den DAX aber noch in einem vernünftigen langfristig Durchschnitt, aber das G steht für Gewinn und der muss kommen trotz des negativen ober gezeichneten Umfeldes. Die Kurse in Deutschland dürften auf Sicht weiter steigen, insbesondere wenn sich die Risikoaversion der Deutschen mindert, ansonsten hängen wir weiter an den US-Börsen, aber auch hier dürfte es auf Sicht weiter nach oben gehen, da dort die öffentlichen Anleihekäufe weiter gehen. Man kann also auf Indexfonds setzen oder auf Einzeltitel. Die hier regelmäßig erwähnten Titel von Allianz, Post und LPKF sind gut gelaufen und dürften weiter gut laufen, da die Geschäftsmodelle schlüssig sind und auch die Analysten diese Werte vorne haben. LPKF könnte einen Rücksetzer vertragen, ist aber gut aufgestellt und keine Eintagsfliege des ehem. Neuen Marktes. Die Post ist innovativ, was deren Einstieg in den Lebensmittelmarkt dokumentiert. Allianz ist gut bewertet: KGV von 9 und Dividendenrendite von 4,3 % können sich sehen lassen. Aber auch andere bisher vernachlässigte Titel kommen in Frage. UBS hat gute Quartalszahlen und verdient wieder Geld, trotz nicht enden wollender Abarbeitung von Altlasten. Beachten Sie bitte, dass ihr Depot zu ihrem Vermögensaufbau passen muss und nicht zu den Renditezielen Ihrer Bank oder den Umsatzzielen ihres Bankberaters, individuelle und neutrale Anlageberatung ist gefragter denn je.

Wie stets an dieser Stelle ein paar kritische und auch humoristische Lebens- und Börsenweisheiten, diesmal vom Altmeister Kostolany persönlich:

  • „Inflation ist wie Nikotin oder Alkohol. In kleinem Maße stimulierend, man darf nur kein Kettenraucher werden oder Alkoholiker.“
  • „Verwenden Sie auf den Aktienkauf ebensoviel Zeit wie auf den Kauf eines Gebrauchtwagens!“
  • „Wenn die Börsenspekulation leicht wäre, gäbe es keine Bergarbeiter, Holzfäller und andere Schwerarbeiter. Jeder wäre Spekulant.“

Haben Sie Zinsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge  unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen. Auch prüfen wir gerne, ob Sie steuerlich richtig aufgestellt sind. Beachten Sie, dass erbschaftsteuerlichen Vergünstigungen für Betriebsvermögen auf dem Prüfstand stehen und wahrscheinlich nach der Bundestagswahl reduziert werden.

Juli 2013

Wirtschaft/Börse: Summa Summarum

Mal etwas zur Betriebswirtschaft: Was sind Erfolgs- bzw. Misserfolgsindikatoren? Erfolg geht langfristig nur bei hoher Qualität über hohe Preise und bzw. oder hohe Mengen.

 icon Erfolgsindikatoren

Hohe Preise kann man nach dem Value Pricing erzielen, wenn man das Produkt in seine Leistungskomponenten zerlegt und dem Kunden dessen Funktionen sichtbar macht. Bei einem Paketpreis geht vieles unter und wird preislich nicht honoriert. Lustig wird die Sache, wenn der gebeutelte Kunde den Spieß mal umdreht:

icon Audi - Kuh

Für betriebliche Misserfolge kommen viele Fehlerquellen in Betracht, hier einige Kardinalfehler:

icon Misserfolgsindikatoren

„Toilette kein Arbeitszimmer“: In einem richtungweisenden Urteil hat das oberste Steuergericht, der Bundesfinanzhof, mit Urteil vom 21. Januar 2013 entschieden, dass der Betriebsprüfer eines Finanzamts weder die Kosten für sein Arbeitszimmer noch die Renovierungskosten für die daneben liegende Toilette als Werbungskosten geltend machen kann. Der Kläger ist Fachprüfer für geschlossene Immobilienfonds. Ihm stand in den Räumen des Finanzamts ein fester Arbeitsplatz zur Verfügung. Im Streitjahr 2008 renovierte er seine Privatwohnung (4 Zimmer, Küche, Bad mit WC und Gäste-WC) und richtete sich ein häusliches Arbeitszimmer ein. Mit seiner Klage machte er insbesondere die Kosten für die Renovierung seines Arbeitszimmers sowie seines Gäste-WC als Werbungskosten geltend. Nach dem von ihm geführten Toilettentagebuch nutze er die Toilette ca. 9 bis 10 mal täglich, davon 8 bis 9 mal beruflich. Es ergebe sich daher eine berufliche Toilettennutzung von 73,58 %. Das Glossary Link Finanzgericht wies die Klage ab. Weder die Aufwendung für das Arbeitszimmer noch die Aufwendungen für die Toilette seien Werbungskosten. Die für einen Betriebsprüfer prägenden Tätigkeiten übt er außerhalb des häuslichen Arbeitszimmers im Außendienst aus. Daher ist das Arbeitszimmer nicht der Mittelpunkt seiner beruflichen Tätigkeit. Das gilt „erst recht“ für die Toilette. Bei dieser handelt es sich nicht um einen betriebsstättenähnlichen Raum, sondern um das private Gäste-WC, das der Kläger auch während seiner Dienstzeit nutzt. Aufgrund dieser Nutzung besteht kein besonderer beruflicher Zusammenhang. Quintessenz für Steuerpflichtige: Betriebsprüfer haben offensichtlich viel Zeit für Unfug übrig und bauen gerne Rechtspositionen auf, die einer näheren Nachprüfung nicht standhalten. Also in Schlussbesprechungen nicht voreilig nachgeben! Zur Börse: So weit so gut: Der Autor ist bei 8.450 ausgestiegen: Reines Buchgefühl: Der Kurs der hier schon häufig erwähnten LPKF, ein Papier, das auch von Zockern gerne gewählt wird, ging im Steilflug nach oben, dies war ein untrügliches Signal dafür, dass die Börse keine Einbahnstraße ist und ein Rücksetzer ansteht. Weitere Bauchschmerzen bereiteten die Zinserhöhungstendenzen in den USA, das Abbröckeln des DAX und der unsichere Ausgang des BGH-Prozesses um die EZB-Käufe. Mangels Alternativen erfolgte der Wiedereinstieg wieder bei 8.200 mit Allianz, Post und LPKF, was bis heute kein Fehler war: Es fehlen Alternativen. Draghi überlegt laut, den Referenzzins auf 0,25 % zu senken und die mittlerweile ausgekuckte Nachfolgerin von Bernanke ist eine Anhängerin des leichten Geldes. Weiter spielte eine Rolle, dass die Schwellenländer erheblich unter Druck geraten sind: Kursrückgänge bei engen Märkten, Inflation, Abwertungen, etc.. Das liebe Geld sucht also Anlagemöglichkeiten. Die USA kommen sicherlich in Frage, vgl. letzten Informationsbrief. Aber sicherlich auch Deutschland. Wie sagte doch immer Herr Winter, ein leider schon lange verstorbener Kunde, der ehemals die Börse in Düsseldorf leitete: „Herr Unkelbach, Sie müssen Qualität kaufen, Qualität“. Ich hatte ihn erst nach dem Debakel mit dem neuen Markt verstanden und halte seitdem seine Worte in Ehren. Auch so seine Erben, die die Früchte der soliden Anlagepolitik konsumieren. Herr Winter hatte sich auch immer auf wenige Titel konzentriert, was ich heute auch beherzige. Bekanntermaßen betreuen Analysten bei Fonds drei große Titel oder bis zu 10 kleine Titel. Wenn als ein Privatanleger 10 und mehr Titel im Depot hat, kann er den gesuchten Erfolg schon vergessen oder mit Kostolany den langfristigen Erfolg erhoffen. Auf Sicht bleibt die Börse liquiditätsgetrieben und die Richtung der „großen Rotation“ ist offen, ein Umschichten in Aktien ist bei den Unsicherheiten um die Geldpolitik nicht ausgemacht, erkennbar ist jedoch ein Kapitalabfluss aus den Schwellenländern nach den USA und Deutschland. Wir können also hoffen.

Wie stets an dieser Stelle ein paar kritische und auch humoristische Lebens- und Börsenweisheiten:

  • „Die größten Schwierigkeiten liegen da, wo wir sie suchen“, unbekannter Autor.
  • „Die größten Schwierigkeiten liegen da, wo wir sie suchen“, unbekannter Autor.
  • „Die größten Schwierigkeiten liegen da, wo wir sie suchen“, unbekannter Autor.

Haben Sie Zinsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge  unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung. Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen. Auch prüfen wir gerne, ob Sie steuerlich richtig aufgestellt sind.

Juni 2013

Wir Börsianer können zur Zeit nicht klagen, noch nicht. Die, die noch immer an der Seitenauslinie stehen und auf den großen Rücksetzer zum Einstieg warten, bekommen langsam kalte Füße. So haben die Lebensverssicherer eine ganz geringe Aktienquote und können mit der historisch niedrigen Rendite aus Staatsanleihen ihre Zinsversprechen nur über den kleiner werdenden Altbestand kaum erfüllen. Die aktuelle Rendite aus deutschen Staatsanleihen liegt unter der Inflationsrate. Die Frage, die sich stellt ist, wie lange die Rallye noch läuft oder ob es nicht besser ist, die Party zu verlassen, so lange wie die Musik noch spielt. Der, der die hier regelmäßig empfohlenen Titel eingekauft hat, kann nicht klagen, deren Dividendenrendite liegt im Schnitt beim Dreifachen der vermeintlich sicheren Staatsanleihen. Aber um die Dividenden geht es den Zockern gar nicht, sie wollen Kursgewinne sehen und die können sich insbesondere für Allianz und Post, die bei der Langfristbetrachtung noch Luft nach oben haben sollten, sehen lassen.

Performance

Name


1 Woche

1 Monat

1 Jahr

5 Jahre

ALLIANZ SE


3,13%

15,97%

59,61%

-6,89%

DEUTSCHE POST AG


5,66%

14,81%

53,24%

-8,34%

CONTINENTAL AG


4,50%

21,73%

54,01%

27,40%

LPKF LASER & ELECTRONICS


14,20%

18,09%

76,00%

406,19%

Wann ist die Party vorbei, wann sollte man aussteigen? Wie im Vormonat hier angesprochen, droht eine Zinswende, ausgehend von den USA. Morgen wird Bernake dem Kongress die wirtschaftliche Lage erläutern, die nicht blendend ist, sich aber dank Fracking, zunehmender Staatsentschuldung und junger Bevölkerung sehen lassen kann. Ebenfalls morgen veröffentlicht der Offenmarktausschuss das Protokoll seiner letzten Sitzung. Schon im letzten Informationsbrief hatten, wie hier ausgeführt, schon einige Notenbanker den weiteren Kauf von Staatsanleihen als nicht erforderlich bezeichnet. Diese Tendenz dürft sich verstärken, wenngleich mit einem abrupten Stopp nicht zu rechnen ist. Zur Zeit kauft die Fed noch monatlich für 85 Mrd. $ Staatsanleihen und Hypothekenpapiere. Die EZB hat das Geld noch leichter gemacht und den Refinanzierungssatz der Banken von 0,75 % auf 0,5 % reduziert. Die Börsenkurse sind im Wesentlichen liquiditätsgetrieben und nicht durch die Unternehmenszahlen unterlegt mit Ausnahme der deutschen Titel und einigen ausländischen, insbesondere US-Titeln. Wenn also Druck aus dem Reifen genommen wird, wird der Reifen platter, die Kurse sinken. Wohin geht das Geld? Die Rendite amerikanischer Staatsanleihen ist schon gestiegen und liegt nun bei 1,95 %. Dollar werden also nachgefragt und sein Kurs wird steigen und der Euro wird schwächer. Auch ist der Euro-Raum nicht einheitlich wie der US-Wirtschaftsraum, so dass in Europa die Zinsbremse der Zentralbank weiterhin notwendig ist. Per Saldo spricht einiges dafür, dass die Party in den USA eher zu Ende ist als in Europa, in Deutschland. Auch werden US-Anleger aufgrund des starken Dollar nach Europa gehen, so werden schon bereits mehr als die Hälfte der DAX-Unternehmen von Ausländern gehalten. Wenn der DowJones zurückgeht, dürfte der DAX noch ein paar Monate weiterlaufen. Der Anleger sollte sich schon die Verkaufsorders zu Recht legen und die TANs und das iPad für den Notfall mit in den Urlaub nehmen. Und stets im Hinterkopf zur Beruhigung behalten: Der DAX-Kursindex liegt aktuell „erst“ bei 4.500, 1999 lag er über 6.000 und 2007 über 5.000 und in der Zwischenzeit sind die Buchwerte der Unternehmen gestiegen. Uli Hoeneß hat seine Vorbildfunktion trotz aller Widrigkeiten behalten: Die Zahl der Selbstanzeigen steigt, auch bei uns. Für die Glossary Link Selbstanzeige sprechen: Der Datenankauf steigt, die Verhandlungen zur Harmonisierung der Zinsbesteuerung und der Transparenz der Kapitaleinkünfte über Datenaustausch werden stark intensiviert und was häufig vergessen wird ist, dass der Computer nicht so schnell vergisst. Selbst bei einem vermeintlich rettenden Depotübertrag bleiben die Daten zunächst noch gespeichert.

Wie stets an dieser Stelle ein paar kritische und auch humoristische Lebens- und Börsenweisheiten:

  • „Alles schien zu passen, bis auf die Details“ (unbekannter Autor zum Euro)
  • „Die Geschichte staatlichen Umgangs mit Geld ist, mit Ausnahme einiger kurzer glücklicher Perioden, eine Geschichte von unablässigem Lug und Trug.“ (Friedrich August von Hayek, Nobelpreisträger, der hier um die Ecke im Café Schmidt einige seiner Werke schrieb, die von Margaret Thatcher ihren Kabinettsmitgliedern regelmäßig um die Ohren gehauen wurden; diese haben sich erholt, die britische Wirtschaft aber nicht.)
  • „Wer allerdings auf Nummer sicher gehen will, lege sich einen anständigen Goldvorrat in den Tresor!“ (unbekannter Autor, wohl in ruhigen Zeiten geschrieben, wegen den Zinssteigerungstendenzen und weil einer verkauft hat, verkaufen momentan die anderen auch, also mit dem Kauf noch ein paar Jahre warten).

Haben Sie Zinsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung. Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen. Auch prüfen wir gerne, ob Sie steuerlich richtig aufgestellt sind.

Mai 2013

Wirtschaft/Börse: Summa Summarum

Uli Hoeneß muss es gut gehen: Von den gezahlten 6 Mio. € dürften 2 Mio. € auf die Nachzahlungszinsen zu 6 % und die Einmalzahlung von 5 % entfallen, so dass für die Kapitalertragsteuer 4 Mio. € verbleiben. Bei drei Prozent Verzinsung des Kapitals dürfte der ehem. Stürmerstar um die 50 Mio. € in die Schweiz gebracht haben. Das Geld kann kaum aus seiner Wurstfabrik kommen, dafür reicht deren Umsatz nicht aus. Wahrscheinlicher ist das Gerücht, das Geld stamme aus einem Adidas-Dreyfus-Kredit, mit dem fleißig und erfolgreich auf dem Neuen Markt gezockt wurde. Wenn dem so ist, dann dürfte Uli auch Spekulationsgewinne nicht erklärt haben, so dass das Geld tiefschwarz ist. Ab letzten Weihnachten dürfte es dem Wurstfabrikanten zunehmend schlechter gegangen sein, denn es war klar, daß das Steuerabkommen mit der Schweiz nicht mehr zu Stande kommen würde, was ein anonymes Legalisieren des Schwarzgeldes mit einer Einmalzahlung zwischen 21 % bis 41 % eröffnet hätte. Nun drücken Uli mehrere Sorgen: Wusste die Finanzverwaltung über die gekauften Datensätze von seinem Konto, greift die Glossary Link Selbstanzeige nicht mehr und er befindet sich im Steuerstrafverfahren. Da die Steuerhinterziehung mehr als 1 Mio. € beträgt, muss nach dem BGH im gesonderten Strafverfahren eine Freiheitsstrafe ausgesprochen werden: Liegt ein besonders schwerer Fall vor: 6 Monate bis 10 Jahre, ansonsten 1 Monat bis 5 Jahre oder Geldstrafe. Aber auch wenn die Selbstanzeige greift, dürfte Uli kein Glück, oder wie Beckenbauer meinte, Pech haben: Da die verkürzte Glossary Link Steuer mehr als 50.000 € beträgt, scheidet nach dem Schwarzgeldbekämpfungsgesetz eine Straffreiheit aus. Dass der Glossary Link Steuerberater von dem Schweiztransfer nichts wusste, ist bei den Summen abwegig, möglicherweise hat er geschwiegen, um die Mode mitzumachen „Reisen bildet Vermögen“, wie die Banken damals warben, auch gilt Uli als durchsetzungsstark. Steuerberater, die zur Ehrlichkeit aufriefen, hatten damals einen schweren Stand, es war schlicht chic, ein Auslandskonto zu haben, viele suchten auch nur einen Kick. Ob Ulis Geldtransfer ökonomisch Sinn machte, ist zweifelhaft. Nach unserer vieljährigen Erfahrung mit Selbstanzeigen stellen wir fest: Eine Vermögensmehrung ist in nur wenige Fällen eingetreten, meist wurden Verluste erlitten, oft wurden in der Schweiz sogar Eurokonten errichtet, so dass der Angst vor dem Zerfall des Euro gar nicht begegnet werden konnte, was ja meist beabsichtigt war. Der Grund für die geringe Verzinsung des Vermögens bei den schweizer Banken liegt in deren Kostenstruktur. In dem meisten Fällen wurden für die Steuerflüchtlinge Musterdepots geführt, die an den Ertragsbedürfnissen der Bank ausgerichtet wurden: Anlage in teuren Fonds und häufige Umschichtungen, dann wenn die Bank wieder Provisionsergebnisse brauchte. Fonds haben Kosten (ohne Transaktionskosen bei Aktien) von rd. 3 %, dazu kommen die Kosten der Bank für die Depotführung und allerlei Dienstleistungen, die sich auf rd. 1 % des Depotwertes belaufen. Der sichere Zins, gemessen an Bundesanleihen, liegt bei rd. 1 %. Aufgrund dieser Kostenstruktur der schweizer Banken können die Depots nur bei hohem Risiko der Anlagen wachsen, das geht aber über einen Zeitraum der Selbstanzeige von 10 Jahre regelmäßig nicht gut. Uli könnte hier aber dank seines Geschäftssinnes anders behandelt worden sein. Dass die Zinsen seit Jahren im Keller sind, macht zunehmend Sorgen: Wirtschaftsinstitute und der IWF weisen nunmehr darauf hin. Die EZB stellt jedoch fest, dass noch Zinssenkungsspielraum gebe, wogegen Weidmann vor der Gefahr eines Abwertungswettlaufs, ausgelöst von Japan, warnt. Worin liegt die Gefahr der niedrigen Zinsen? Es kommt zu Fehlallokationen, man tut so, als gäbe es reichlich Kapital, was ja nicht der Fall ist. Privat Haushalte kaufen oder besser kauften Gold und bauten Häuser, die Kurse von Festverzinslichen und Aktien steigen, die Staaten verschuldeten sich auf Teufel komm raus, nur die Unternehmen hielten sich zurück, denn diese machen ihre Investitionsentscheidungen nicht nur an den Zinsen, sondern insbesondere an Geschäftsaussichten fest und diese sind nach wie vor nicht rosig. RWE steht ratlos vor dem Trümmerhaufen der Tsunamikatastrophe, auch Solargewinner wie Solarworld gehen pleite und auch umsichtig geführte Firmen wie Bosch leiden durch das Einstampfen der Solarsparte. Die Aktie, insbesondere die deutsche Aktie, ist aber nicht tot, aber: Das wirtschaftliche Umfeld, unsere Auslandsmärkte, stimmen nicht, jedoch es gibt für den Anleger keine Alternative zur Aktie, sei es nur als Depotbeimischung. Ausnahmen kommen in Betracht aus Altersgründen oder weil das Vermögen zu klein ist. Der Renditeunterschied zur Anleihe, und hier kommt nur die Unternehmensanleihe in Frage, ist zu groß. Allianz und Post haben nach Analystenmeinung noch Luft nach oben. LPKF aus dem TecDAX ist sehr gut gelaufen und bekommt auch für die Zukunft noch sehr gute Noten. Empfehlungen an Unternehmensanleihen muss man an der Portfolioausrichtung festmachen: Noch ist die Inflation gering, aber auch in den USA wird eine Zinswende zunehmend diskutiert und dann kommt es zur großen Rotation, raus aus den Aktien und rein die Festverzinslichen. Dass Unternehmen nun fleißig umschulden und Ausstiegsklauseln nutzen, dürfte vermehrt auftreten. Bei Schaeffler haben die Anleihegläubiger noch mal Glück gehabt, mit der neuen Anleihe werden Bankkredite getilgt. Zeitunglesen ist also angesagt, der Schlaf dürfte unruhiger werden, genau wie bei Uli.

Wie stets an dieser Stelle ein paar kritische und auch humoristische Lebens- und Börsenweisheiten:

  • „Geld allein macht nicht unglücklich“ (Peter Falk)
  • „Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn der letzte Dollar weg ist“ (Mark Twain)
  • „An der Börse kann man nur 100 Prozent verlieren, aber 1.000 Prozent gewinnen.“ (Stammtisch)

Haben Sie Zinsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung. Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen. Auch prüfen wir gerne, ob Sie steuerlich richtig aufgestellt sind.

April 2013

Wirtschaft/Börse: Summa Summarum

John Davidson Rockefeller meinte, es sei besser, einen Tag im Monat über sein Geld nachzudenken, als einen ganzen Monat dafür zu arbeiten. Auch André Kostolany weist mit seinem auf den Börsianer umgewidmeten und ursprünglich von dem Generalfeldmarschall von Moltke für einen Feldherren ersonnen Spruch, dass dem erfolgreichen Börsianer die 4 G nicht fehlen dürfen: Geld, Geduld, Gedanken (bei Moltke noch Genie) und Glück auf die notwendigen Gedanken hin. Also widmen wir uns hier den Gedanken wohin die Reise geht, die anderen 3 G hat man oder nicht. Die Börsianer haben Zypern längst vergessen vor dem Hintergrund der nicht überwundenen Wirtschaftskrise in Europa und den USA, die viel schwerer wiegt. Der Kontensparer in Deutschland lässt sich aber von der Kanzlerin und ihrem Rivalen Steinbrück nochmals öffentlich versichern, dass hier die Sparkonten sicher sind und nicht wie in Zypern angeknabbert werden, um die ganzen Sanierungsmaßnahmen quer durch die Eurozone zu bezahlen. Der „Sparbuchindex“ liegt heute unter 0,5 %, die offizielle Inflationsrate bei gut 1,5 % und die tatsächlich gefühlte liegt wesentlich höher. Das Sparbuch wird also schon geschröpft durch die Inflation, ohne Abbuchung wie in Zypern. Die abgezogene Kaufkraft landet beim Staat über die inflationsbedingte, kalte Progression und bei den Vermögensreichen, deren Sachwerte ohne eigenes Zutun im Wert steigen (Immobilien, Aktien, Gold). Dass die Notenbanken das Geldmengenwachstum reduzieren ist nicht erkennbar, der Fuß steht also weiterhin voll auf dem Gaspedal. Ob volkswirtschaftlich richtig oder falsch interessiert den Börsianer nur zweitrangig, er will sich schlicht den Umverteilungen entziehen und ganz einfach aus Geld noch mehr Geld machen. Einige bekommen das Zittern wenn sie feststellen, dass der DAX die alten Höchststände von 8.000 überschreitet und nun die Luft dünn wird. Im Gegensatz zum Dow Jones ist der DAX aber ein Performance-Index, der auch die Ausschüttungen aufnimmt, der Dow dagegen ist ein reiner Kursindex. Wenn DAX und Dow verglichen werden, werden also offensichtlich Äpfel mit Birnen verglichen. Lag der Kursindex 2000 bei leicht über 6.000 und 2007 leicht über 5.000, so liegt er heute bei rd. 4.300, was weitere Luft nach oben signalisiert. 2000 betrug der Buchwert-Index der DAX-Unternehmen bei 2.700 Punkten, 2007 bei 4.500 Punkten und heute liegt er bei rd. 5.800 Punkten. Im Schnitt notieren die DAX-Unternehmen also unter ihren Buchwerten und die Firmen sind wertvoller, gemessen am Buchwert, geworden, was Sicherheit gibt. Der Volatilitätsindex des DAX, der die erwarteten Schwankungen in den nächsten 30 Handelstagen misst, notiert auf fast historisch niedrigem Niveau, der DAX ist also quasi fieberfrei. Was aber zunehmend schwerer wird, ist die richtigen Titel zu finden. Vor dem Hintergrund, dass alle Börsen korrelieren und mit zunehmender Entfernung die Informationsbeschaffung schwieriger wird, widmen wir uns dem DAX: Die Analysten geben Fresenius, VW, Allianz, Post, SAP und Conti gute Chancen. Nach dem Risikofilter Dividendenrendite größer 4 %, 5 % sind mittlerweile nicht mehr drin, verbleiben noch Allianz und Post. Gegenüber dem Stand von vor 5 Jahren ist die Allianz unverändert, und der Post fehlen noch 8 %. Das KGV der Allianz liegt bei 9 und das der Post bei 13, dafür hat die Post ein einfacheres Geschäftsmodell und reagiert nicht so stark auf negative Finanznachrichten wie im Fall Zypern. Wer die hier rechtzeitig empfohlene Allianz bei 60 in Depot genommen hat, hat sich ein erhebliches Fettpolster angesammelt und kann auch ein paar Rücksetzer verzeihen. Auch bei Bonds wird die Luft zunehmen dünner wenn man die Inflation nach Steuern kompensieren will. Alle stürzt sich auf die vermeintlich sicheren Titel mangels Alternativen. Als die Solarförderpraxis in 2012 auf den Prüfstand kam, schmierte die RENA-Anleihe auf 75 ab und nach Neuausrichtung des Unternehmens steht die Anleihe heute bei 102 und wirft gut 6 % ab; aber nur als Beimischung empfehlenswert.

Wie stets an dieser Stelle ein paar kritische und auch humoristische Lebens- und Börsenweisheiten, alle von Rockefeller, der sein Geschäft ja wohl verstand:

  • „Wer den ganzen Tag arbeitet, hat keine Zeit, Geld zu verdienen.“
  • „Ich habe immer versucht, jedes Problem in eine Möglichkeit zu verwandeln.“
  • „Wenn dein einziges Ziel ist, reich zu werden, wirst du es niemals erreichen.“

Sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge  unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die rückläufige Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung. Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen. Auch prüfen wir gerne, ob Sie steuerlich richtig aufgestellt sind.

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