Anbei finden Sie unsere monatlich erscheinenden Einschätzungen zur Wirtschaft und Börse: Für unsere mittelständisches Klientel aus dem produzierenden Gewerbe ist für die Kapazitätsplanung ein fundierter Ausblick in die Zukunft wichtig und für alle Kunden im Rahmen ihrer Vermögensplanung eine Einschätzung der Kapitalmärkte, denn sie nehmen zunehmend die Strukturierung ihrer Altersversorgung selber in die Hand und sind hierbei auf neutrale Informationen angewiesen.

Börsentipps September 2015

Wer selber mal mit Nato-Draht Sperren errichtet und nun Enkel im Alter der Flüchtlingskinder hat, die sich durch den gefährlichen Draht zwängen, wird unsicher, wenn er in die Gesichter dieser Kinder blickt, in denen sich der Albtraum der Vergangenheit, die Gefahr der Situation und die Hoffnung an die Zukunft wiederspiegeln. Sperren müssen gesichert werden, sonst bringen sie nichts, dieses merkt nun auch Ungarn. „Merkeln“ ist ein Modewort unter Jugendlichen für das Politikverhalten unserer Kanzlerin, das stets zum richtigen Ergebnis führt. Obwohl das Flüchtlingsthema schon vor der Urlaubszeit jedermann als Krisenthema bekannt war, hörte man von Merkel nichts, sie fuhr seelenruhig in Urlaub und meldete sich erst vor wenigen Tagen zu Wort, als die erhoffte Lösung längst in der Bild nachzulesen war: Europäische Standards und schnellere Abschiebung der Balkanflüchtlinge. Das Thema hat die Kraft, die EU zu sprengen: Der Euro wackelt nach wie vor, Schengen und Dublin funktionieren nicht, der französische Finanzminister Sapin fordert, was ja von Frankreich nicht neu ist, den Weg in eine Transferunion und selbst Weidmann fordert in der Tradition seiner Vorgänger ein wirtschaftliches Fundament für den Euroraum. Kohl, der den Euro als wirtschaftliche Klammer sah und anderen ökonomischen Stuss, wie die Rettung industrieller Kerne in Ostdeutschland verzapfte, war kein Mann der Wirtschaft. Das Flüchtlingsthema kann auch kurzfristig unsere Gesellschaft spalten. Der Krozinger Bürgermeister hat es treffend formuliert: „Von jetzt auf gleich für immer“. Die publik gewordenen Kostenschätzungen liegen zwischen t€ 15 bis t€ 60 pro Jahr und Flüchtling, die Mitte dürfte wohl richtig sein. Die Probleme werden wie immer von oben nach unten durchgereicht: Vom Bund auf die Länder und von diesen an die Gemeinden, die die Ehrenamtlichen einbinden. Das bange machende Hauptproblem wird noch nicht offen diskutiert: Wie viele kommen noch? Die Zahlen steigen jedenfalls. Gaddafi hatte Recht: Nach ihm werde Europa schwarz. Ein Saunabruder, ein verlässlicher Badenweiler Gastronom, will bereits mehrfach blonde Frauen mit schwarzen Männern in den Reben gesehen haben, jedoch nicht beim Herbsten. Harz IV steht den Flüchtlingen zu, es handelt sich um das Arbeitslosengeld II. Arbeitslosengeld I wird maximal für 24 Monate gezahlt. In Berlin wird das Taschengeld an Flüchtlinge bereits im Voraus gezahlt. Hier tun sich riesige Gerechtigkeitslücken auf. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen Göring-Eckhardt, die ihr Studium noch nicht beendet hat, forderte von Merkel ein Bekenntnis zur uneingeschränkten Willkommenskultur. Das geht offensichtlich nur bei einem verbeamteten Wählerklientel, bei dem das Geld schlicht aus dem Bankautomaten kommt. Die Kosten der Völkerwanderung fallen an: Nahles hat weiteren nach oben offenen Bedarf bei Schäuble „angemeldet“, der glücklicherweise (Progression) auf einem Haufen Mehreinnahmen sitzt. Die Länder fordern Kostenübernahme vom Bund und die Gemeinden erhöhen die Gewerbesteuern: Die Willkommenskultur hat ihren Preis, den die Engländer nicht zahlen und die Illegalen bestrafen wollen. Im Übrigen sind auch die Herkunftsländer nicht glücklich: In Albanien und Serbien, so beschweren sich deren Regierungen, sind mittlerweile ganze Landstriche leergefegt, bis auf Alte und Kranke. Aus den Krisenländern Nordafrikas und des Nahen Ostens flüchten die Wehrfähigen, anstatt sich dem Terror in den Weg zu stellen, so dass diese Aufgabe der Westen direkt mit übernehmen muss. Das alles kostet reale Opfer oder Geld. Ein Glück für die Leser dieser Kolumne, dass sie rechtzeitig aus der Börse ausgestiegen sind und damit ihr Geld behalten haben. Die Nichtleser wurden bestraft. Wo diese Zeilen geschrieben werden steht der DAX bei genau 10.000 mit Fahrtrichtung Süden und kommt von 12.400 Mitte Mai; Glückwunsch, wenn Sie diese Verluste nun risikoscheu mit dem Sparbuch wieder auffüllen wollen, Sie müssen sehr gesund sein und sehr alt werden. Wir alle wissen: Der Grundstein für große Vermögen wird in Krisenzeiten gelegt. Die Finanzmarktkrise im Jahr 2008 war die letzte große Gelegenheit, Qualitätsaktien zu einem Schnäppchenpreis zu kaufen. Der Ausbruch der europäischen Schuldenkrise sorgte im Jahr 2011 für eine weitere Kaufchance. Die Frage ist hier schlicht, ist die aktuelle Krise an den Börsen beendet, so dass man wieder einsteigen kann oder sollte man eine Bodenbildung abwarten. Niemand weiß das genau, aber es gibt in der Wirtschaftsgeschichte ja Muster und die aktuelle Lage kann man analysieren. Nehmen wir 2008: Der sich Mitte 2007 anbahnende Rücksetzer dauerte bis Anfang 2009, also eineinhalb Jahre. Die Schuldenkrise von 2011, die ja noch nicht beendet ist, dauerte charttechnisch von Anfang 2011 bis Ende 2012, also rd. zwei Jahre. Aktuell korrigiert der DAX ab Anfang/Mitte April. Zur Lage: Die US-Zinswende steht vor der Tür, der Dollar wird tendenziell stärker und die Schwellenländer können ihre Dollarschulden kaum tilgen. Wie die Sache ausgeht kann man nachlesen bei der Asienkrise Ende der 90er Jahre. Auch in der Wirtschaftsgeschichte wiederholt sich alles. In China ist Gott sei Dank nun die Ursache für den Kursrutsch gefunden: Ein Redakteur einer Wirtschaftszeitung hatte das Gerücht veröffentlicht, der Staatsfonds würde keine Aktien mehr kaufen, was ja nach einem Anstieg des Shanghai Composite über 150 % in Jahresfrist durchaus möglich gewesen wäre. Er wird nun hart bestraft, ebenso wie Spekulanten, die auf fallende Kurse gesetzt hatten. Vorher waren die USA als Ursache ausgemacht worden: Die anstehenden Zinserhöhungen hatten den Renminbi mit in die Höhe getrieben, wollte man doch eine feste Dollarparität halten. Es folgten heftige Abwertungen. Börsenkurse werden von den Erwartungen an die Zukunft bestimmt. Alte Theorie. Neue Theorie: Auch von der Vergangenheit: Die chin. Banken haben jede Menge Leichen in ihren Büchern aus Krediten an ehem. nicht rentable Staatsbetriebe und neuerdings aus Immobilienkrediten. Also nicht nur die Deutsche Bank hat Altlasten. Der Sänger Jack White setzt auf pflegeleichte Indexfonds. Klar, man kauft auch Schrott mit. Aber ein globaler Indexfonds hat seinen Reiz, da jetzt viele Indizes korrigieren. Also: Weiter warten, jetzt bei einem aktuellen Tagesverlust des DAX von 2,8 % einzusteigen wäre grob fahrlässig.

Wie stets an dieser Stelle diesmal einige kritische, aber auch humoristische Lebens- und Börsenweisheiten:

  • „Wette nie gegen die Notenbank“, vgl. oben.
  • „Greife nie in das fallende Messer, vgl. oben.
  • „Geld stinkt nicht, sondern nur verlorenes Geld.“

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikativeUnternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer von 17. 12. 2014 haben wir auf unserer Home-Page veröffentlicht: Bis zum 30. 6. 2016 bleibt alles beim Alten, was danach gilt, bestimmt der Gesetzgeber, der erklärtermaßen um Kontinuität bemüht ist. Mehr oder minder dürfte aber auch dann die Erbschaftsteuer für den Normalfall bei Unternehmensübergaben im kleineren und mittleren Bereich entfallbar gestaltet werden. Für große Unternehmen wird es in jedem Fall teurer, kleine Unternehmen unter 20 Mitarbeitern müssen dann aber auch die Kriterien für Erleichterungen erfüllen und damit wohl Arbeitsplatzgarantien geben. Den aktuellen Gesetzesentwurf der Bundesregierung vom 8. 7. 2015 haben wir in unsere Home-Page eingestellt.

Börsentipps August 2015

Was machen wir mit unserem Geld? Die Probleme Griechenlands werden mittlerweile der Größe des Landes angemessen betrachtet und Italien rückt in den Fokus der Betrachter: Fehlende Reformen können durch den niedrigen Zins auch hier zunächst ausgesessen werden, fraglich ist nur wie lange noch. Die allgemeine Inflationsrate liegt in der Eurozone nahe bei null, jedoch ist ein Anstieg der Kerninflationsrate auf rd. 1 % zu verzeichnen. Die Inflation sollte uns daher nicht verleiten, vorschnell zu investieren. Die sich für die USA ankündigende Zinserhöhung trifft schon jetzt die Schwellenländer, die von Abwertungen geplagt werden und nicht wissen, wie sie ihre Dollarkredite tilgen wollen. Die Eurozone ist nach den Schätzungen der Einkaufsmanager weiter auf Wachstumskurs, jedoch scheinen die Anleger nervös zu sein. Die Rohstoffpreise einschließlich derer für Gold und Rohöl sind im Keller, also Vorzeichen einer konjunkturellen Abkühlung. Was die deutschen Autobauer schon erfahren mussten und die Kurse auch schöner Werte wie Daimler in den Keller schicken ließ ist jetzt Gewissheit geworden: Das Industriewachstum in China ist zum Stillstand gekommen. Waren dort die Kurse in Jahresfrist um 150 % gestiegen hat nun der Rückgang um 30 % für Panik gesorgt. Chinesen sind risikofreundlich; wem das Geld für die Kasinos in Macao fehlt, geht mit kleinem Geld an die Börse oder in den Wohnungsbau und das reichlich mit Kredit, so dass sich Arbeitgeber genötigt sahen, ihrer Belegschaft mehrere Monatsgehälter im Voraus zu überweisen, damit diese ihre Wertpapierkredite glatt stellen konnten. Aber auch der Staat griff ein, weiß er doch, wie Marktwirtschaft geht oder auch nicht geht: Notierungen wurden ausgesetzt, um die Kursverluste nicht sichtbar werden zu lassen und Brokerhäuser wurden gezwungen, nicht zu verkaufen bzw. zu kaufen, um die Verluste der Privaten zu begrenzen, um den Konsum und damit die Produktion hoch zu halten. Gleichwohl ist das Wachstum zu Stillstand gekommen. Da in der globalisierten Welt alles mit allem zusammenhängt, behält zunächst Piech recht, der die Abhängigkeit von VW von dem wackligen Markt Chinas im Auge hatte, aber auch andere Autowerte und Kurse von Zulieferern kommen unter die Räder. Fondsverluste müssen durch Verkäufe anderer Werte mit Gewinn kompensiert werden. Per Saldo ist davon auszugehen, dass die aktuelle Korrektur noch nicht beendet ist und der Einstiegszeitpunkt für Aktien noch nicht gegeben ist, das gleiche gilt für Festverzinsliche wegen der anstehenden Leitzinserhöhung in den USA, die Geld in die USA zieht und die Kurse in anderer Währungen nach unten zieht. Bleiben Sie also weiterhin in Cash. Die Wartezeit bis zum Einstieg können Sie nutzen, um Ihre Strategie zu überarbeiten. Waren doch einige Zeitgenossen überrascht lesen zu müssen, dass die Gesamtkosten einer Immobilienanlage nur zu 20 % von dem Preis der Immobilie beeinflusst werden, der Rest sind im wesentlichen weiche Kosten. Auch bei der Geldanlage sind es die weichen Kosten, die dafür sorgen, dass der Gewinn bei der Finanzindustrie und nicht beim Anleger landet. Allgemein bekannt ist, dass die Vorortbanken richtig zuschlagen, also mehr als 1 % für eine Transaktion, für € 50.000 müssen bei der Bank Ihres Vertrauens also gut € 500 hingeblättert werden. Daneben fallen noch Depotgebühren und andere Kosten an. Gängige Internetbanken machen das schon für etwas mehr als 1/10 dieser Summe ohne Depotgebühr. Den Vogel schießt aber ein Anbieter ab, der dem Endkunden Großhandelspreise in Rechnung stellt. Besagter Trade kostet hier nur € 10 ohne jegliche Nebenkosten. Wenn Sie also eine heiße Position haben und gleichzeitig ruhig schlafen wollen, können Sie bei den Preisen abends glatt stellen und morgens neu setzen oder auch eben nicht.

Wie stets an dieser Stelle diesmal einige kritische, aber auch humoristische Lebens- und Börsenweisheiten:

  • „Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen“; wenn die Transaktionskosten gering sind, können Sie enge stop-loss-orders setzen.
  • „Verliebe Dich nie in eine Aktie“; viele Zeitgenossen haben nur wenige Aktien auf dem Schirm, klar: Spekulation ist harte Arbeit, die man ja vermeiden will. Irgendwann kommen diese zum Ergebnis, dass die persönliche Meinung gar nicht zählt, sondern dass man sich über die Meinung andere eine eigene Meinung bilden muss. Hilfreich sind hier die Rennlisten in den einschlägigen Portalen.
  • „Kein gutes Geld dem schlechten hinterherwerfen“; läuft eine Aktie nicht wie gewünscht was tun? Nachkaufen und den Einstandspreis verbilligen ist wohl die falsche Strategie. Raus aus dem Titel bei geringen Transaktionskosten und geringen Verlusten ist die wohl richtige.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikativeUnternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer von 17. 12. 2014 haben wir auf unserer Home-Page veröffentlicht: Bis zum 30. 6. 2016 bleibt alles beim Alten, was danach gilt, bestimmt der Gesetzgeber, der erklärtermaßen um Kontinuität bemüht ist. Mehr oder minder dürfte aber auch dann die Erbschaftsteuer für den Normalfall bei Unternehmensübergaben im kleineren und mittleren Bereich entfallbar gestaltet werden. Für große Unternehmen wird es in jedem Fall teurer, kleine Unternehmen unter 20 Mitarbeitern müssen dann aber auch die Kriterien für Erleichterungen erfüllen und damit wohl Arbeitsplatzgarantien geben.


Börsentipps Juli 2015

Die heute aktuelle Entwicklung in Griechenland haben wir vor einem Monat vorhergesagt. Genauso ist es gekommen. Klar wird, dass die griechische Regierung gem. ihrem Wahlkampfprogramm Europa in der jetzigen Form nicht will und alles tut, um Wirtschaftsunion und den Euro zu zerstören, ohne Rücksicht auf ihre eigene Bevölkerung. Wir erinnern uns hier mal wieder an den großen österreichischen Ökonomen Böhm-Bawerk, der 1914 das Verhältnis von „Macht oder Ökonomisches Gesetz?“ betrachtete. Tsipras mag die Massen manipulieren können, doch die € 60 am Tag lassen die Massen wach werden und die Begeisterung der Jungen für einen Neuanfang mit der Drachme schwindet nach Umfragen von Tag zu Tag. Noch haben die Befürworter der Regierungspolitik die Mehrheit für das Referendum gegen das Angebot der anderen 18 Länder. Eines muss man Tsipras zugestehen, er hat der Politik eine andere Dimension gegeben: Wie bei Boxkämpfen oder bei Fußballspielen wird das Publikum der „Liveticker“ informiert. Die griechische Tragödie wird zu Komödie und diese zur Realsatire. Es ist nicht mehr weit bis zu größeren Unruhen in der Bevölkerung. Wenn die staatlichen Löhne nicht ausgezahlt werden können, bricht der Staat zusammen und die Flüchtlinge dringen über die offenen Grenzen weiter nach Westeuropa und damit auch zu uns. Obama hat das Problem erkannt und Merkel und Hollande vermittelt, der nunmehr auch noch vor dem Referendum eine Einigung sucht. Bricht die EU-Gruppe auseinander, bricht auch die Ostflanke der Nato weg. Ungarn könnte hier den Schulterschluss mit Griechenland suchen und die europäischen Schwachländer fragen sich, wieso sie Sparprogramme durchziehen und den Griechen großzügig und erpressbar geholfen wird. Wie geht das Spiel aus und welche Anlagestrategie resultiert hieraus? Das zweite Rettungspaket ist am 30. 6. ausgelaufen. Ein drittes muss neu verhandelt werden, was Zeit dauert. Drachmen zu drucken dauert rd. 15 Monate. Die griechische Wirtschaft und das Staatswesen brechen ohne ELA-Kredite der EZB kurzfristig zusammen. Das Referendum dürfte für Tsipras unter dem Druck des Leides der 60 € pro Tag verloren gehen, der zurück tritt und den Weg für Neuwahlen frei macht. Nach dem Referendum wird die EZB ihre Notkredite erhöhen und der Weg für Neuwahlen geebnet werden und damit der Weg für ein drittes Hilfspaket öffnen. Was machen die Aktien? Je nach Informationslage des Livetickers bewegt sich der DAX. Der Euro verliert etwas aber das nicht wegen Griechenland, sondern wegen der Zinsdifferenz zu den USA und hier liegt auch der Grund für Vorsicht am Aktienmarkt: Raus aus Finanztiteln, auch wegen Griechenland, und ansonsten die Liquiditätsposition hoch halten, also weiter short gehen und die Sonne genießen: Man muss nicht immer investiert sein.

Wie stets an dieser Stelle diesmal einige kritische, aber auch humoristische Lebens- und Börsenweisheiten:

• „Die Börsenspekulation ist wie eine Skatpartie. Man muss mit guten Karten mehr gewinnen als man mit schlechten Karten verliert.“

• „Aktienkurse werden nicht nur von Erwartungen in der Zukunft beeinflusst, sondern auch von den Erwartungen an diese Erwartungen.“

• „Analysten haben 9 der letzten 5 Rezessionen richtig vorausgesagt“.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikativeUnternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer von 17. 12. 2014 haben wir auf unserer Home-Page veröffentlicht: Bis zum 30. 6. 2016 bleibt alles beim Alten, was danach gilt, bestimmt der Gesetzgeber, der erklärtermaßen um Kontinuität bemüht ist. Mehr oder minder dürfte aber auch dann die Erbschaftsteuer für den Normalfall bei Unternehmensübergaben im kleineren und mittleren Bereich entfallbar gestaltet werden. Für große Unternehmen wird es in jedem Fall teurer, kleine Unternehmen unter 20 Mitarbeitern müssen dann aber auch die Kriterien für Erleichterungen erfüllen und damit wohl Arbeitsplatzgarantien geben.

Börsentipps Juni 2015

Die Börseninformation für den Vormonat schloss mit der begründeten Empfehlung ab, die Cash-Position zu erhöhen. Wenn man sich einige Muster-Depots oder Fondsvermögen ansieht sind auch andere hierauf gekommen. Der DAX tritt seit einem Monat auf der Stelle. Der Euro wurde im Verlauf des Monats Mai teilweise stärker und damit der Dollar schwächer, so dass die exportorientierten Unternehmen keine weitere Unterstützung bekamen und unsere Dollaraktionäre den weiteren Verfall des Euro abwarten wollten. Der BUND-Future sackte von Mitte April mit rd. 160 auf rd. 153 Mitte Mai, was mit steigenden Zinsen einhergeht, so dass die EZB-Politik mit ihren vorgezogenen Anleihekäufen im Sande verlief, was ja tröstlich ist: Die Zinsen werden vom Markt und nicht von den Notenbanken gemacht. Über Griechenland ist jeder informiert: Der IWF bekommt kalte Füße und will nicht weiterfinanzieren, genauso Schäuble. Anders sehen es die Amerikaner, die das Ganze geostrategisch betrachten, denn mit einer Pleite verliert die Nato einen Partner an der Ostflanke, auch ist nicht auszumachten, wie sich die Flüchtlingsströme bei einem Zusammenbruch des griechischen Grenzsystems beim Wegfall der Gehaltszahlungen entwickeln. Syrien und Libanon lassen grüßen; stellte doch Gaddafi klar, sollte man ihn stürzen, würde Europa schwarz. Der Mann hatte Recht.Auf der anderen Seite ist EU-intern nicht zu verkaufen, dass ein Partner auf Dauer durchgefüttert werden muss und dieses auch von Ländern, in denen das Pro-Kopf-Einkommen niedriger ist. Die Geldgeber haben hier wie die Banken oft bei Mittelstandskrediten eine Hand im Fleischwolf: Der Schuldner diktiert zunächst die Spielregeln, die hier wie folgt lauten: Gib mir weiteren Kredit, dann kann ich damit die fälligen Raten für die Altkredite bezahlten und zudem die Staatsdefizite aus Wahlkampfversprechen. Zwischenzeitlich lässt sich die EZB mit weiteren Notkrediten aus dem ELA-Programm vorführen. Wie wird die Geschichte enden? Wie auf der Titanic, wo die Kapelle weiterspielte, bis sie von den Fluten erfasst wurde. Griechenland wird danach weiterverhandeln bis die Beamten wegen fehlenden Gehaltszahlungen die Straßen fluten und die öffentliche Ordnung bereits in Auflösung ist. Dann können auch Kredite nicht mehr an einen „zuverlässigen“ Schuldner gezahlt werden. Es ist dann zu spät für alles. Hinter diese Macht des Faktischen tritt die politisch von wem auch immer geschätzte Austrittswahrscheinlichkeit von 25 %, die aktuelle durch die Medien geistern, zurück. Ukraine ist nicht gelöst und in Spanien gab es einen Linksruck. Cameron bespricht mit Merkel die Bedingungen für einen weiteren Verbleib seines Landes in der EU, die in einer Stärkung der Nationalstaaten mündet, was ja auch den Franzosen bei ihrem Defizithandling entgegen kommt, und leistet nebenbei auch einen Beitrag zur Lösung der FIFA-Korruptionsaffäre, indem er das Elfmeterschießen durch Weiterspielen bis zu einer Entscheidung ersetzen will. Die FED wird die Zinsen wohl im September oder wegen der nachlassenden Konjunktur etwas später nach oben setzen. Danach verbleibt es bei der Vormonatsempfehlung, short zu gehen, also auf einen Kursrückgang bei Aktien und Festverzinslichen zu setzen. Der Normalanleger bleibt also im Geld; Leerverkäufe sind für ihn nicht angezeigt. Wie steht es mit Immobilien? Zu lesen war, dass hier die Preise im ersten Quartal um 5 % gestiegen waren. Bekannt ist ja, dass es nicht nur einen Schweinezyklus, sondern auch einen Immobilienzyklus gibt. Ist der Schweinepreis oben, wird der Schweinebestand erhöht, um den Gewinn zu maximieren, es fällt aber durch das Überangebot der Preis und die Bauern reduzieren das Angebot bis der Preis wieder steigt; genau so läuft es bei den Immobilien und anderen Wirtschaftsgütern, das Phänomen wir allgemein als Konjunkturzyklus beschrieben, per Saldo ändern sich die Erwartungen und führen zu einem auf und ab. Immobilien sind als langlebige Wirtschaftsgüter stark zinsreagibel. Im Nachgang auf obige Bemerkungen zur Zinsentwicklung ist die Brancheneinschätzung einfach verständlich: „Der Immobilienzyklus endet vermutlich dann, wenn die Hypothekenzinsen wieder steigen“. Bis Ende dieses Jahres dürfte es noch bergauf gehen, dann zeigt die Immobilienuhr aber nach Süden. Also auch hier lautet die Empfehlung short zu gehen. Mit Camerons englischem Humor käme man zum Ergebnis, das Eigenheim schnell zu verkaufen und ein paar Jahre später wieder zurück zu kaufen. Für das Eigenheim ist das natürlich Unfug, wer aber aus spekulativen Gründen Wohnungen oder Anteile an Wohnungsgesellschaften günstig erworben hat, für den ist das Shorten eine Handlungsempfehlung, will er doch nach Marx schlicht aus Geld mehr Geld machen.

Wie stets an dieser Stelle diesmal einige kritische, aber auch humoristische Lebens- und Börsenweisheiten:

  • „Die Börsenspekulation ist wie eine Skatpartie. Man muss mit guten Karten mehr gewinnen als man mit schlechten Karten verliert.“ (André Kostolany)
  • „Risiko entsteht dann, wenn Anleger nicht wissen, was sie tun.“ (Warren Buffett)
  • „Für den Erfolg an der Börse braucht es die vier G: Geld, Gedanken, Geduld und Glück. Wer langfristig immer die ersten drei G befolgt, der hat früher oder später auch das notwendige Glück. Dem ‚Zittrigen‘ fehlt eines der ersten drei G.“ (André Kostolany)

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer von 17. 12. 2014 haben wir auf unserer Home-Page veröffentlicht: Bis zum 30. 6. 2016 bleibt alles beim Alten, was danach gilt, bestimmt der Gesetzgeber, der erklärtermaßen um Kontinuität bemüht ist. Mehr oder minder dürfte aber auch dann die Erbschaftsteuer für den Normalfall bei Unternehmensübergaben im kleineren und mittleren Bereich entfallbar gestaltet werden. Für große Unternehmen wird es in jedem Fall teurer, kleine Unternehmen unter 20 Mitarbeitern müssen dann aber auch die Kriterien für Erleichterungen erfüllen und damit wohl Arbeitsplatzgarantien geben.

Börsentipps Mai 2015

Die Zinspolitik der Zentralbanken ist offensichtlich in einer Sackgasse und damit auch die Staaten und Privaten. Das Analysehaus Morgen & Morgen hat festgestellt, dass Neukunden der Lebensversicherer heute selbst bei einer klassischen Rentenpolice im Durchschnitt der Versicherer 23 Jahre sparen müssen, um garantiert im Plus zu landen. Trotzdem macht die Branche gute Geschäfte auf dem Rücken der Ahnungslosen mit ihrem Strukturvertrieb, bei dem Argumente durch persönliches Vertrauen in den Anlageberater, der seine Provision im Auge hat, ersetzt werden. Der „Anleihekönig“ genannte amerikanische Fondsmanager Bill Gross setzt auf eine Baissespekulation bei zehnjährigen Bundesanleihen und nennt diese eine Gelegenheit, wie sie nur selten im Leben vorkomme. Gross setzt auf sinkende Kurse und damit im Gegenzug auf steigende Renditen. Dieses vor dem Hintergrund von in den USA steigenden Zinsen. Mr. DAX, Dirk Müller, prophezeit: "Ein Crash ist jederzeit möglich". Auf die Frage nach dem mittelfristig wahrscheinlichsten Börsenszenario stellt er fest, dass sich die Anleger in den kommenden Monaten auf sehr heftige Schwankungen einstellen müssen. Wir haben innerhalb kürzester Zeit ein Plus von 30 Prozent nach oben gesehen, vor diesem Hintergrund ist es eher wahrscheinlich, dass es auch wieder 20 Prozent nach unten geht - das ist die Definition für einen Crash. Aber auch 30, 40 oder gar 50 Prozent nach unten kann in diesen verrückten Zeiten niemand ausschließen. Wer hier long-only ist, der geht natürlich ein hohes Risiko ein. Andererseits gibt es aber auch wenige Alternativen zu Aktien.“ Der neue Bericht des IWF über die globale Finanz-Stabilität ist ein Eingeständnis des Scheiterns der Alchimisten des Geldes: Schon die kleinste Krise in der Welt kann zu einem Crash führen, fürchten die Finanz-Eliten. Lösungen haben sie keine. Ab sofort gilt das Prinzip „Rette sich, wer kann“. Die Sparer, Steuerzahler und Bank-Kunden sollten höchste Wachsamkeit walten lassen. Der Bericht hält fest: Die Risiken im globalen Finanzsystem sind seit Oktober 2014 gestiegen und haben sich auf Teile des Finanzsystems verlagert, wo sie schwerer zu erkennen und noch schwerer zu bekämpfen sind. Die entwickelten Volkswirtschaften sind einerseits noch abhängiger von der Politik der jeweiligen Zentralbank und müssen zugleich die unerwünschten Nebeneffekte einer globalen Niedrigzinspolitik in den Griff bekommen. Die niedrigen Ölpreise setzen, gemeinsam mit dem starken Dollar, vor allem die Schwellenländer unter Druck. Sie müssen, so fordert es der IWF, ihre Finanzsysteme widerstandsfähiger machen, indem sie ihre eigenen Verletzlichkeiten bekämpfen. Die fast manische Fixierung auf die Griechenland-Krise zeigt, dass die Vernetzung im weltweiten Finanzsystem so komplex geworden ist, dass ein Kollaps in Griechenland entgegen allen offiziellen Beschwörungen das weltweite Finanzsystem sehr wohl gefährdet. Dasselbe gilt für die Russland-Krise. Besonders bedrohlich scheint demnach die Lage der Eurozone zu sein. Der IWF stellt fest, dass die Banken der Eurozone auf faulen Krediten in Höhe von 900 Milliarden Euro sitzen. Dagegen nehmen sich die 250 Milliarden Euro, die die internationalen Gläubiger an Griechenland vergeben haben und im Fall einer Pleite Griechenlands verloren wären, als überschaubare Größe aus. Die Berechnungen des IWF zeigen, dass der Großteil dieser faulen Kredite bei den italienischen und spanischen Banken sowie in Irland, Zypern und Griechenland lagert. In diesem Zusammenhang ist auch die Bemerkung von US Präsident Barack Obama an Griechenland von Bedeutung: Obama hat den Griechen empfohlen, härter beim Eintreiben der Steuern vorzugehen. Auch der IWF fordert, dass zur Lösung der Schuldenkrise höhere Steuern das vermutlich einzige probate Mittel sind. Der Gedanke, über die Besteuerung oder eine Zwangsabgabe auf Sparguthaben und Vermögen das Schuldenproblem zu lösen, sickert unterdessen weiter in das Finanzsystem ein. Der Bericht des IWF stellt in entwaffnender Offenheit fest, dass das bisherige weltweite Gelddrucken offenbar ohne jegliche Wirkung auf die Finanzmärkte geblieben ist. Mehr noch: Das Gelddrucken hat noch eine weitere, äußerst gefährliche Nebenwirkung. Der IWF stellt fest, dass die niedrigen Zinsen eine erhebliche Bedrohung für die Versicherungswirtschaft in Europa darstellen. Die Lebensversicherer halten in der EU ein Portfolio von 4,4 Billionen Euro, welches von den niedrigen Zinsen akut bedroht ist. Der IWF betont, dass dieses Problem keinesfalls nur isoliert in der Versicherungsbranche besteht. Die Schwierigkeiten der Lebensversicherer könnten wegen der hohen Vernetzung mit dem gesamten Finanzsystem zu einer Ansteckung führen. Der IWF sieht darin einen Beleg, dass die Risiken des Finanzsystems von den Banken zu anderen Institutionen gewandert sind. Beherrschbar sind sie dort nicht geworden, ganz im Gegenteil. Eines ist klar, dass Griechenland nicht zu retten ist. Zugleich ist klar, dass die Eurozone Griechenland nicht fallen lassen kann. Bundesfinanzminister Schäuble hat dazu vor einigen Tagen einen Plan präsentiert, wonach Griechenland zwar pleitegehen soll, jedoch in der Eurozone verbleibt. Diese Idee greift auch die Stimme der Londoner City, die FT, auf, und vertritt die Auffassung, dass Griechenland am besten seine Zahlungsunfähigkeit gegenüber dem IWF und der EZB erklären sollte. Dies wiederum würde bedeuten, dass die Verluste von den europäischen Steuerzahlern getragen werden müssen. Die Vorstellung, dass die europäischen Regierungschefs tatsächlich vor ihre Wähler treten und eingestehen, dass sie mit dem politischen Projekt einer Gemeinschaftswährung ohne dem dazugehörigen fiskalischen Überbau 250 Milliarden Euro Verlust gebaut haben, erscheint heute als weltfremd. Die Euro-Retter werden versuchen, das Spiel so lang als möglich hinauszögern. Die nüchternen Erkenntnisse des IWF bleiben von den kurzfristigen Winkelzügen der europäischen Politik unberührt. Die Schulden sind weltweit außer Kontrolle geraten, das System funktioniert nicht mehr. Die enge und unübersichtliche Vernetzung aller Finanzinstitutionen macht eine Steuerung gerade in einer Krise faktisch unmöglich. Zugleich kann jede kleine politische Krise – etwa um Russland – das ganze System zum Einsturz bringen. Die Staaten haben wegen des Gewalt- und Geldmonopols die Möglichkeit, jede Art der finanziellen Repression durchzusetzen. In vergleichsweise sanften Worten empfiehlt der Bericht des IWF zur globalen Finanzstabilität den Staaten nichts anderes, als dies schnell und entschlossen zu tun. Für Sparer und Anleger ist die Zeit gekommen, sich genau zu überlegen, was sie mit ihrem hart erarbeiteten Geld machen. Sie müssen sehr intelligent vorgehen. Über kurz oder lang wird ihnen jeder Ausweg abgeschnitten werden. Der Crash ist systemimmanent. Und es wird sein wie immer in der Geschichte: Die Folgen von politischem Versagen baden niemals jene aus, die für ein Desaster verantwortlich sind. Was tun? Cash-Position erhöhen.

Wie stets an dieser Stelle diesmal einige kritische, aber auch humoristische Lebens- und Börsenweisheiten, diesmal vom Altmeister Kostolany:

  • An der Börse muss man Watschen bekommen, denn nur so kann man lernen, was die Börse ist. Hinfallen wird man an der Börse immer wieder. Die Kunst dabei ist, so zu fallen, dass man wieder aufstehen kann
  • Das wenige, was ich über Wirtschaft und Finanzen weiß, habe ich nicht an den Universitäten oder aus Fachbüchern, sondern im Dschungel gelernt. Bestimmt habe ich mehr Schulgeld bezahlt, als es mich in Harvard gekostet hätte.
  • Die einzigen Zeugen für den Erfolg eines Börsenspekulanten sind seine Erben.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Kapitalanlage in oder Finanzierung aus der Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer von 17. 12. 2014 haben wir auf unserer Home-Page veröffentlicht: Bis zum 30. 6. 2016 bleibt alles beim Alten, was danach gilt, bestimmt der Gesetzgeber, der erklärtermaßen um Kontinuität bemüht ist. Mehr oder minder dürfte aber auch dann die Erbschaftsteuer für den Normalfall bei Unternehmensübergaben im kleineren und mittleren Bereich entfallbar gestaltet werden. Für große Unternehmen wird es in jedem Fall teurer, kleine Unternehmen unter 20 Mitarbeitern müssen dann aber auch die Kriterien für Erleichterungen erfüllen und damit wohl Arbeitsplatzgarantien geben.

Börsentipps April 2015

Der Zins spielt in der Wirtschaft und für die Vermögensanlagen eine überragende Rolle. Deshalb kommen wir hier immer wieder auf ihn zurück. Durch die geldpolitischen Verwässerungen geht der Zins gegen Null und alle Anleger haben Angst, dass die sich in den USA und Großbritannien ankündigenden Zinserhöhungen den Anlegern eine gewaltigen Strich durch die Rechnung machen, der auch nach Europa überschwappt und die unendlich erscheinende Hausse von nunmehr mehr als sechs Jahren abrupt beendet und die Neuanleger, die gerade zur Börse zurückfinden oder von ihren Vermögenverwaltern dorthin geführt wurden, vorführt. So die allgemeine Sichtweise. Eine andere Sichtweise kommt zum Ergebnis, dass es nicht sinnvoll ist, auf steigende Zinsen zu warten sondern, sich auf langfristig niedrige Zinsen einzustellen. Der Aufschwung in den USA ist noch nicht selbsttragend, weshalb die von allen erwartete dortige Zinserhöhung nicht sicher ist. Falls die Konjunktur in den USA kippt, kippt die europäische Konjunktur mit. Also: US-Zinssteigerungen sind Gift für die europäischen Börsen und das Kippen der US-Konjunktur ebenfalls. Somit zunächst Finger weg von Aktien, denn eine der beiden Situationen tritt ein. Fraglich erscheint in diesem Zusammenhang, ob die Zentralbanken überhaupt für die niedrigen Zinsen verantwortlich sind. Die niedrigen Zinsen werden auch schlüssig vor dem Hintergrund der älter werdenden Bevölkerung und dem damit verbunden Anstieg des Sparvermögens, dem keine renditeträchtigen Anlagemöglichkeiten gegenüber stehen, so dass die Blasenbildung gegeben ist.

Der DAX hat allein seit Jahresbeginn um 20 % zugelegt, so dass die Frage schon berechtigt ist, ob das so weiter gehen kann. Die Hausse hat den DAX in sechs Jahren um etwa 230 Prozent nach oben befördert.

Festzuhalten ist auch, dass sich der DAX von den US-Börsen bereits (im Vorfeld der erwarteten Zinserhöhung) entkoppelt hat, so tanzt der S & P seit Jahresbeginn auf der Stelle.

Was sind die Gewinntreiber für den DAX? Der schwache Euro, die Zinspolitik der EZB mit ihrem Aufkaufprogramm, das zu einem Anlagenotstand für uns Anleger führt und die Amerikaner bei uns den DAX billig einkaufen lässt.

Die Frage ist jedoch, wie geht es weiter: Griechenland nähert sich Russland an und ist durch seine Außenpolitik an der Reorganisation des Staates gehindert, so dass es vielleicht noch ein weiteres Hilfsprogramm geben könnte, auf Dauer bleibt mit Sinn nur ein Austritt aus der Euro-Zone, was die Kurse wegen der Unsicherheit zerbröckeln lässt. Die schwelende Ukraine-Krise ist nicht gelöst.

Das KGV beim DAX liegt bei rd. 15 und damit beim langfristigen Durchschnitt.

Die Stimmung, so empirischen Untersuchungen, an den Finanzmärkten ist gut: Eine Konsolidierung wird erwartet, aber eine Trendwende wird nicht gesehen.

Per Saldo verbleibt es bei der Vormonatseinschätzung: Wenn das Papiergeld nichts mehr wert ist, muss man in Sachwerte gehen. Ein Ende der Aktienhausse ist nicht erkennbar und wir von Banken für den DAX bei 12.500 Zählern gesehen: Zum Einstieg ist es für ältere Zeitgenossen zu spät, ein Rücksetzer wird kommen. Nachdenken zum wenn auch späten Einstieg in Dollar und Gold ist angebracht.

Wie stets an dieser Stelle diesmal einige kritische, aber auch humoristische Lebens- und Börsenweisheiten:

  • An Gewinnmitnahmen ist noch niemand gestorben.
  • Analysten haben 9 der letzten 5 Rezessionen richtig vorausgesagt
  • Ängstliche Spekulanten können ihrem Leben nicht viel abgewinnen, weil sie ihre ganze Kraft dafür einsetzen müssen, nicht zu verlieren.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer von 17. 12. 2014 haben wir auf unserer Home-Page veröffentlicht: Bis zum 30. 6. 2016 bleibt alles beim Alten, was danach gilt, bestimmt der Gesetzgeber, der erklärtermaßen um Kontinuität bemüht ist. Mehr oder minder dürfte aber auch dann die Erbschaftsteuer für den Normalfall bei Unternehmensübergaben im kleineren und mittleren Bereich entfallbar gestaltet werden. Für große Unternehmen wird es in jedem Fall teurer, kleine Unternehmen unter 20 Mitarbeitern müssen dann aber auch die Kriterien für Erleichterungen erfüllen und damit wohl Arbeitsplatzgarantien geben.

Börsentipps März 2015

Klar, wir werden von den Griechen erpresst. Klar, die Griechen können ihre Prokopfverschuldung über € 29.000,00 einschließlich Säuglingen und Rentner nie und nimmer zurückzahlen. Alle Beteiligten wissen, dass aber mehr als der Euro auf dem Spiel steht. Unsere Ostfront wackelt erheblich und Putin, der reichste Oligarch unter der Sonne, hat nach wie vor sein neues altes Russland im Sinn. Das Baltikum hat Angst und die Ukraine und Griechenland sind keine funktionierenden Staaten. Die Frage ist jedoch, ob man mit der Notenpresse hier nachhaltig gegenhalten kann. Nein! Hauptländer des Wirtschafts- und Militärbündnisses halten ihre Haushalte nicht in Ordnung und haben nicht erkannt, dass der kalte Krieg vorbei ist. Man muss sich stellvertretend nur vor Augen halten, dass die Anzahl der deutschen Panzer von rd. 2.500 auf rd. 250 heruntergefahren wurde. Die Arbeitslosenzahlen in den USA gehen zurück und im Euroraum stagnieren diese auf Höchstniveau. Die skizzierten Verhältnisse werden im Zins wiedergespiegelt, der wiederum den Wechselkurs beeinflusst und die Aktien- und Anleihekurse bestimmt. Zusätzlich wird in den USA das Nahen der Leitzinswende erwartet. Steigende Zinsen sind für Aktienkurse Gift und für Wechselkurse gut. So liegt auf der Hand, dass Buffet und Kollegen nach Europa und hier insbesondere nach Deutschland kommen. Durch den Euro-Verfall kaufen diese Großinvestoren hier billig ein und treiben den DAX in schwindelerregende Höhen. Wer den nötigen Mut hat, kann in einem Tag mit seinen Aktien mehr verdienen als mit Festgeld in zwei Jahren. Der Kursindex des DAX liegt heute bei sicheren Nullzinsen erst leicht über dem letzten Vorkrisenhoch von 2007 und Draghi beginnt erst jetzt mit seiner Dicken Berta, dem Kauf von Staatsanleihen, um die Inflation anzufachen. Hier werden ihm der Mindestlohn und der wieder anziehende Ölpreis helfen. Die schlichte Frage, die er sich stellen muss ist jedoch, wo soll der Zins denn noch hin? Die Zinsmanipulationen haben bekanntermaßen Risiken und Nebenwirkungen. Die Renten betragen heute nur noch 40 % von ehemals 60 % der Aktivbezüge. Das Sparen, die Zukunftsvorsorge, hat ihren Sinn verloren. Klar, dass Nahles wieder was Neues erfindet, nachdem Rürup und Riesterer gescheitert sind: Überbetriebliche Pensionskassen, um die Arbeitgeber weiter zu schröpfen. Nach all dem muss man Schwarzsehen, nicht jedoch für den DAX und die Anleihekurse; die Umverteilung von unten nach oben wird weiter gehen. Der marktorientierte Ölpreis steigt langsam wieder, möglicherweise nicht in alte Höhen, der planwirtschaftliche Zins wird auf lange Sicht unten bleiben müssen, um nicht die Staaten in den finalen Ruin zu treiben; dass hierüber die Investitionen nachhaltig belebt werden können, glaubt niemand mehr. Aus dieser Nummer kommen Draghi und die Regierungen nicht mehr raus. Was hat die Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland, Italien oder Frankreich mit dem Zins zu tun? Nur was in den Lehrbüchern, tatsächlich aber nichts. Wie von Greenspan vorhergesagt, wird sich der Euro nicht halten können, die Eurozone dürfte in der jetzigen Form nicht weiter bestehen. Der Zerfall der Eurozone wird auch die Nato schwächen. Den Rest können wir uns hier im Hinblick auf die aktuellen Vorgänge im Kreml ersparen. Wenn das Papiergeld nichts mehr wert ist, muss man in Sachwerte gehen. Ein Ende der Aktienhausse ist nicht erkennbar: Zum Einstieg ist es für ältere Zeitgenossen zu spät, ein Rücksetzer wird aber kommen. Nachdenken zum wenn auch späten Einstieg in Dollar und Gold ist angebracht.

Wie stets an dieser Stelle diesmal einige kritische, aber auch humoristische Lebens- und Börsenweisheiten:

  • Aktienkurse werden nicht nur von Erwartungen in der Zukunft beeinflusst, sondern auch von den Erwartungen an diese Erwartungen.
  • Aktionärsregel: Dividende gut, alles gut.
  • Steigen die Kurse, kommen die Privatanleger. Fallen die Kurse, gehen die Privatanleger.
  • Die Börse heißt in Frankreich „la bourse“ und auch in der deutschen Sprache ist sie weiblich. Sie ist und bleibt weiblich, unergründlich, unberechenbar, launisch, von Gefühlen und Neuigkeiten stark abhängig, aber auch ganz besonders faszinierend.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Die nachhaltige Verschärfung bei den Selbstanzeigen, vgl. unsere Home-Page wurde zum 1. 1. 2015 wirksam. Daher nehmen die von uns bearbeiteten Selbstanzeigen leicht ab. Die Banken machen weiterhin Druck und verlangen zeitnah den Nachweis, dass die Erträge hieraus dem Glossary Link Finanzamt gemeldet werden und kündigen die Beendigung der Geschäftsbeziehung an für den Fall, dass dieses nicht geschieht. Verfügungen über Konten, die möglicherweise in bar errichtet wurden, werden nur unbar, also durch Überweisung zugelassen. Wir sind in der Beratung von Selbstanzeigen und der Niederhaltung von Strafverfahren seit Jahren erfolgreich tätig. Beachten Sie bitte, dass auch eine abgestufte Glossary Link Selbstanzeige, wie im Fall Hoeneß vergeblich versucht, Zeit beansprucht. Wird die erste Schätzung zu niedrig angesetzt, greift die Straffreiheit nicht. Auch zu beachten: Am 29. Oktober 2014 unterzeichnen mehr als 30 Finanzminister in Berlin ein internationales Abkommen über den automatischen Informationsaustausch in Steuersachen. Durch den jährlichen automatischen Austausch von Steuerinformationen wird es für die Finanzbehörden deutlich einfacher, Finanzinformationen aus dem Ausland zu erhalten und so für eine gerechte Besteuerung zu sorgen. Steuerhinterzieher haben es erheblich schwerer, Einkommensquellen vor dem Fiskus zu verbergen und sich auf Besteuerungshindernisse bei anonymen Vermögen zu verlassen.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer von 17. 12. 2014 haben wir auf unserer Home-Page veröffentlicht: Bis zum 30. 6. 2016 bleibt alles beim Alten, was danach gilt, bestimmt der Gesetzgeber, der erklärtermaßen um Kontinuität bemüht ist. Mehr oder minder dürfte aber auch dann die Erbschaftsteuer für den Normalfall bei Unternehmensübergaben im kleineren und mittleren Bereich entfallbar gestaltet werden. Für große Unternehmen wird es in jedem Fall teurer, kleine Unternehmen unter 20 Mitarbeitern müssen dann aber auch die Kriterien für Erleichterungen erfüllen und damit wohl Arbeitsplatzgarantien geben

Börsentipps Februar 2015

Zunächst wohl dem, der der hier vor Monaten gegebenen Empfehlung gefolgt ist, und vom Euro in den Dollar gegangen ist, nur in Dollar, mehr nicht, obwohl die Wirtschaft in den USA mehr als anzieht. Die Arbeitslosenquote lag zum Jahresende 2014 mit 5,6 % um satte 1,1% unter Vorjahresniveau. Einzig die bisher schwache Lohnentwicklung trübt das Bild ein wenig ein und lässt die US-Fed in einem Umfeld sinkender Inflationsraten derzeit noch „geduldig“ bleiben, was potentielle Leitzinsanhebungen betrifft. Diese kommen aber so sicher wie das Amen in der Kirche. Das Anleihenkaufprogramm wurde in den USA eingestellt und wird bei uns im März aufgenommen, so dass nach den Auguren spätestens für 2016 mit der Parität der Währungen zur rechnen ist. Stand heute sind also noch rd. 13 % drin und das relativ sicher, denn das Geld wird nach den USA wandern, nicht nur aus Deutschland, wo die Staatsanleihen keinen Zins mehr abwerfen, sondern auch aus den Schwellenländern, da man das hohe Anlagenrisiko dort nicht mehr fahren muss. Daß aktuell Griechenland den Euro-Kurs nicht weiter schmälert, ist nur damit zu erklären, daß die Krawallpolitik der neuen Regierung bereits eingepreist ist. Die Griechen selbst glauben nicht an den Erfolg der neuen Regierung, denn querbeet werden die Euro-Konten geplündert und vor der drohenden Bankenpleite in Sicherheit gebracht, genau wie in Russland, einem neuen Notpartner, beim Rubel. Insgesamt kein Wunder, daß der Franken durch die Decke geht und die dortigen Banken mitreißt, die bei der Immobilienfinanzierung nicht nur bei uns, sondern auch in Polen und anderen Ländern fleißig mitgespielt haben und nun auf notleidenden Krediten sitzen, die die Bankenlandschaft neben dem Selbstanzeigenfiasko belastet und zur weiteren Konsolidierung zwingt. Man muss schon erhebliche fehlende volkswirtschaftliche Kenntnisse haben, wenn man über Jahrzehnte hinweg davon ausgeht, dass es eine Zinsdifferenz ohne Kosten bzw. Risiko gibt. Die Schweizer Nationalbank ist eine Privatbank, deren Aktien jedermann über die Börse erwerben kann. Dass sich diese Bank vor dem oben erläuterten Hintergrund die schlecht werdenden Euros bis zum Sanktnimmerleinstag ins Depot legt und damit die Verluste der Exportindustrie aufnimmt, war nicht nur von großen Sehern der Ökonomie nicht zu erwarten. Die Schweiz ist für unsere Volkswirtschaft nicht relevant, wohl der Spaltpilz der Griechen. Klar, die dortigen Sozis haben mit Wettbewerb nichts im Sinn, wohl aber weitere internationale Umverteilung im Euro-Raum. Syriza sucht also Verbündete bei den Euro-Schwachländern, um Vorteile für sein Volk und wohl auch für sich und sein Umfeld zu erlangen. Die Euro-Krise wird also Dauerthema bleiben und sich selber verstärken. Geldgeber werden sich vom Euro abwenden müssen. Der Euro ist und bleibt eine Kohlsche Fehlkonstruktion bis zu seinem Ende. Mundell hat schon vor reichlich 50 Jahren nachgewiesen, dass ein einheitlicher Währungsraum sagen wir hier strukturgleich sein muss und das ist hier bis heute nicht der Fall. Die Löhne sind in Griechenland zu hoch und bei uns zu niedrig, dort stimmt eben die Produktivität nicht. Analog sieht es beim Kapital aus. Für Deutschland ist der Einheitszins zu niedrig und dort zu hoch. Diesen negativen Segnungen des Euro kann man nur begegnen, wenn Griechenland wieder zur Drachme zurückkehrt. Dieses Fanal wird aber andere Länder inspirieren, das Experiment Euro zu beenden, was man in Berlin nicht will, denn Deutschland ist das einzige Land, dass mit dem Euro Erfolg hat. Die Gemengelage ist für einen Anleger ist aktuell kaum zur Durchschauen, die Kursanstiege des DAX sind ohne Zweifel liquiditätsgetrieben durch Draghi. Bill Gross, der Festverzinslichenpapst, der von Allianz/Pimco gefeuert wurde und nun dort Geld abzieht und bei JANUS verwaltet, sieht schwarz. Interessant ist seine Begründung: Ende 2015 würden viele Anlageklassen gegenüber heute im Minus liegen. Gleichzeitig schränkt Gross dies aber auch mit dem Hinweis ein, dass es schwierig sei, das Ende eines mehrjährigen Bullenmarktes einzuschätzen. In jedem Falle ist die Argumentation des Amerikaners interessant. Zunächst einmal erwartet Gross, dass die Fed ihren Leitzins später erhöhen wird, als viele Marktteilnehmer bislang erwarten. Der Grund ist im Rückgang des Olpreises und der Aufwertung des Dollar am Devisenmarkt zu suchen, die dämpfend auf die Inflationsentwicklung wirken. Die Zinsen werden folglich niedrig bleiben — und dies ist für Gross eine schlechte Nachricht. Das Problem ist aber, dass viele Anleger angesichts der niedrigeren Zinsen der Hoffnung auf attraktivere Renditen ihr Geld in riskantere Anlageklassen investiert haben. Riskantere Anlageklassen wie Aktien leben aber gewöhnlich von einer Verbesserung der Wirtschaftslage. Falls aber, wie Gross annimmt, eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung ausbleibt, werden sich riskante Anlagen als sehr hoch bewertet erweisen. Anleger könnten sich dann veranlasst sehen, solche riskanten Anlagen zu verkaufen, um Wertpapiere zu erwerben, die im Vergleich als sicher gelten. Hierzu zählt Gross Staatsanleihen, aber auch Unternehmensanleihen mit guter Bonität. Per Saldo liegt Gross auf der Linie der hier bereits seit Monaten propagierten Normstrategie, das Risiko zur Zeit nicht zu erhöhen.

Wie stets an dieser Stelle diesmal einige kritische aber auch humoristische Lebens- und Börsenweisheiten:

  • „Werde nie emotional wegen einer Aktie“ und „Gier ist gut. Gier ist richtig. Gier funktioniert“ sagte einst die Filmfigur Gordon Gekko im Kinohit „Wall Street“ von 1988.
  • Die Arbeitswerttheorie von Karl Marx mit „Kapital ist geronnene Arbeit“ klingt dagegen antiquiert.
  • Der Wahrheit kommt Kostolany schon näher wenn er festhält, Spekulation sei harte Arbeit uns insbesondere fragt: „ Wenn ein Mann dir erzählt er sei durch harte Arbeit reich geworden, frag ihn: "Durch wessen?“.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Kapitalanlage in oder Finanzierung aus der Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Die nachhaltige Verschärfung bei den Selbstanzeigen, vgl. unsere Home-Page wurde zum 1. 1. 2015 wirksam. Daher nehmen die von uns bearbeiteten Selbstanzeigen leicht ab. Die Banken machen weiterhin Druck und verlangen zeitnah den Nachweis, dass die Erträge hieraus dem Glossary Link Finanzamt gemeldet werden und kündigen die Beendigung der Geschäftsbeziehung an für den Fall, dass dieses nicht geschieht. Verfügungen über Konten, die möglicherweise in bar errichtet wurden, werden nur unbar, also durch Überweisung zugelassen. Wir sind in der Beratung von Selbstanzeigen und der Niederhaltung von Strafverfahren seit Jahren erfolgreich tätig. Beachten Sie bitte, dass auch eine abgestufte Glossary Link Selbstanzeige, wie im Fall Hoeneß vergeblich versucht, Zeit beansprucht. Wird die erste Schätzung zu niedrig angesetzt, greift die Straffreiheit nicht. Auch zu beachten: Am 29. Oktober 2014 unterzeichnen mehr als 30 Finanzminister in Berlin ein internationales Abkommen über den automatischen Informationsaustausch in Steuersachen. Durch den jährlichen automatischen Austausch von Steuerinformationen wird es für die Finanzbehörden deutlich einfacher, Finanzinformationen aus dem Ausland zu erhalten und so für eine gerechte Besteuerung zu sorgen. Steuerhinterzieher haben es erheblich schwerer, Einkommensquellen vor dem Fiskus zu verbergen und sich auf Besteuerungshindernisse bei anonymen Vermögen zu verlassen.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer von 17. 12. 2014 haben wir auf unserer Home-Page veröffentlicht: Bis zum 30. 6. 2016 bleibt alles beim Alten, was danach gilt, bestimmt der Gesetzgeber, der erklärtermaßen um Kontinuität bemüht ist. Mehr oder minder dürfte aber auch dann die Erbschaftsteuer für den Normalfall bei Unternehmensübergaben im kleineren und mittleren Bereich entfallbar gestaltet werden. Für große Unternehmen wird es in jedem Fall teurer, kleine Unternehmen unter 20 Mitarbeitern müssen dann aber auch die Kriterien für Erleichterungen erfüllen und damit wohl Arbeitsplatzgarantien geben.


Börsentipps Januar 2015

Inventur kurz vor Weihnachten: Geldpolitik: USA weiter leicht bis Mitte 2015, Europa bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag; in den USA zieht die Konjunktur an, in Europa werden die angebotsorientierten Reformen ad infinitum verschoben, wobei zugegebenermaßen in Italien, Frankreich und Griechenland Ansätze erkennbar sind. Russland: Der Rubel säuft ab, Putin hat seinen Landsleuten die Ursachen erklärt, nur ein Teil entfällt auf die Sanktionen des Westens wegen der Ukraine, Russland hat so gut wie kein verarbeitendes Gewerbe, entscheidend ist aber der Ölpreis. Dass hier die USA und Saudi Arabien gemeinsame Sache machen ist denkbar, aber ausschlaggebend ist, dass die Araber ihren Marktanteil konstant halten wollen und über den hiermit verursachten Preisverfall einige Wettbewerber vom Markt vertreiben wollen, wobei hier auch die Frackingindustrie unter die Räder kommt. Ein Wort zu Öl: Die Endlichkeit der fossilen Energieträge ist als Naturgesetz gegeben, aber bis heute hat jede Generation mehr erschlossene Ölquellen hinterlassen als sie vorgefunden hat. Und: Die Nachfrage wächst langsamer als erhofft. Das volkswirtschaftliche Problem ist, dass nicht nur Russland unter die Räder kommt, sondern auch andere Länder, die bequem über den von anderen bezahlten Ölpreis gelegt haben und deren Devisenvorrat nun aufgezehrt wird. Klar im Erstrundeneffekt wirkt der sinkende Ölpreis konjunkturbelebend, in der zweiten Runde wird aber klar, weshalb die Autobauer in Russland nicht mehr liefern und unsere Maschinenbauer Löscher in ihre Auftragsbücher bekommen. In seiner Pressekonferenz gab sich Putin als Staatsmann, der innenpolitische Druck wird aber zunehmen und Merkel hat beschrieben, wie er seinen Druck auf die ehemaligen Länder der Sowjet Union aufbaut. Hinsichtlich der Frage, wie unsere Indices sich entwickeln ist hier also Vorsicht geboten aber bekannter maßen laufen diese parallel zu der Entwicklung der Zentralbankbilanzsummen. Mitte 2015 dürfte also spätestens Schluss mit lustig sein. Die Konjunkturlage in Deutschland hellt sich auf, aber die hohe Arbeitslosigkeit in Europa bleibt mangels Reformen, die Wählerstimmen kosten. Ob sich die Gewinne auf die Staatenkrisen weiter steigern lassen, erscheint fraglich. Die KGVs bewegen sich im oberen Bereich. Die Volatilität, die die Angst der Anleger ausdrückt, ist auf Höchstniveau. Die Indices sind ab der letzten Krise auf Höchstniveau. Die Privatanleger sind irritiert: Es gibt keine Zinsen mehr und das begünstigt das Eingehen von Risiken, die der Normalanleger nicht würdigen kann und von den Bank- und Versicherungsvertretern mit dem Blick auf die Abschlussprovision klein geredet wird. Wenn der DAX am Tag 2 % macht, wer wird dann wohl für 0,125 % ins Festgeld gehen? Nur der, der das Tal der Tränen mehrfach durchschritten hat. Es verbleibt bei der hier seit einigen Monaten verkündeten Normstrategie für den Normanleger, der im Geld ist: Im Geld bleiben und Rücksetzer abwarten, für den der in Aktien investiert ist, Gewinne teilweise mitnehmen und mit Dividendenwerten im Markt bleiben und hier den Finger am Abzug lassen, falls es zum Einbruch kommt. Die Researchabteilungen der Banken sehen den DAX Ende 2015 zwischen 9.000 und 11.500. Wir auch aber mit erheblichen Schwankungen in den nächsten 12 Monaten, die man zu Einstieg nutzen sollte. Baron Rothschild war mit der Devise „Kaufen wenn die Kanonen donnern, verkaufen wenn die Violinen erklingen“ erfolgreich. Die Höchststände der Indices deuten auf Violinenklang hin, die Russlandmaneuver auf künftigen Kanonendonner, aber malen wir den Teufel kurz vor Weihnachten nicht an die Wand.

Wie stets an dieser Stelle diesmal einige kritische aber auch humoristische Lebens- und Börsenweisheiten:

  • „Regel Nr. 1: Verliere nie Geld, Regel Nr. 2: Vergiss nie Regel Nr. 1.“ Der Mann, der das angeblich mal gesagt hat, ist heute der drittreichste Mensch der Welt – Warren Buffett.
  • „Buy on bad news, sell on good news“, vgl. obige Ausführungen.
  • „Wenn selbst die Milchmädchen Aktien kaufen, dann ist es Zeit, sich von der Börse zurückzuziehen,“ vgl. obige Ausführungen, die Bankberater verleiten in diesen Tagen zu Käufen.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen. Auch prüfen wir gerne, ob Sie steuerlich richtig aufgestellt sind. Beachten Sie, dass erbschaftsteuerliche Vergünstigungen für Betriebsvermögen auf dem Prüfstand stehen und wahrscheinlich nach der Bundestagswahl reduziert werden.

Die nachhaltige Verschärfung bei den Selbstanzeigen, vgl. unsere Homepage, wird zum 1. 1. 2015 wirksam. Daher nehmen die von uns bearbeiteten Selbstanzeigen weiterhin zu. Weiterhin machen die Banken Druck und verlangen zeitnah den Nachweis, dass die Erträge hieraus dem Glossary Link Finanzamt gemeldet werden und kündigen die Beendigung der Geschäftsbeziehung an für den Fall, dass dieses nicht geschieht. Verfügungen über Konten, die möglicherweise in bar errichtet wurden, werden nur unbar, also durch Überweisung zugelassen. Wir sind in der Beratung von Selbstanzeigen und der Niederhaltung von Strafverfahren seit Jahren erfolgreich tätig. Beachten Sie bitte, dass auch eine abgestufte Glossary Link Selbstanzeige, wie im Fall Hoeneß vergeblich versucht Zeit beansprucht. Wird die erste Schätzung zu niedrig angesetzt, greift die Straffreiheit nicht.

Auch zu beachten: Am 29. Oktober 2014 unterzeichneten mehr als 30 Finanzminister in Berlin ein internationales Abkommen über den automatischen Informationsaustausch in Steuersachen. Durch den jährlichen automatischen Austausch von Steuerinformationen wird es für die Finanzbehörden deutlich einfacher, Finanzinformationen aus dem Ausland zu erhalten und so für eine gerechte Besteuerung zu sorgen. Steuerhinterzieher haben es erheblich schwerer, Einkommensquellen vor dem Fiskus zu verbergen und sich auf Besteuerungshindernisse bei anonymen Vermögen zu verlassen.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer von 17. 12. 2014 haben wir auf unserer Home-Page veröffentlicht: Bis zum 30. 6. 2016 bleibt alles beim Alten, was danach gilt, bestimmt der Gesetzgeber, der erklärtermaßen um Kontinuität bemüht ist. Mehr oder minder dürfte aber auch dann die Erbschaftsteuer für den Normalfall bei Unternehmensübergaben im kleineren und mittleren Bereich entfallbar gestaltet werden. Für große Unternehmen wird es in jedem Fall teurer, kleine Unternehmen unter 20 Mitarbeitern müssen dann aber auch die Kriterien für Erleichterungen erfüllen und damit wohl Arbeitsplatzgarantien geben.

Börsentipps Dezember 2014

Wo geht die Reise vom DAX hin? 10.000 ist so gut wie wieder geknackt und Auguren rufen für 2015 schon 10.500 bis 11.500 aus. Gresham hat im 16. Jahrhundert schon erkannt, dass gutes Geld schlechtes verdrängt. Wer die Zukunft des Euro auslotet, kann nicht übersehen, dass die EZB mit ihrer bereits vollzogenen und für die Zukunft angekündigten Geldmengenausweitung den Preis des Euro in den Keller treibt: Die EZB will ihr eigenes Geld nicht mehr bzw. positiv verzinsen und ihr folgen die Banken zunächst gegenüber Firmen und künftig wohl auch gegenüber Privaten. Schnell weg mit dem schlechten Geld in alternative Anlagen und in andere Währungen. Bekannt ist, dass der DAX mit der Geldmengenausweitung der EZB korreliert, insoweit ist die aktuelle Jahresendrallye weniger der wirtschaftlichen Entwicklung, als vielmehr bekannten Zusammenhängen geschuldet. Von der Entwicklung sind alle betroffen, auch die Lebensversicherungen, deren Anlagen aus der Zeit der Hochzinsphase noch im Schnitt 3,1 % abwerfen, wogegen die Neuanlagen zumindest in sicheren Bundesanleihen noch nicht mal die Verwaltungskosten einfahren. Gleichwohl soll in der Stunde der Ertragsnot die Aktienquote hochgefahren werden, die bei rd. 3 % liegt, und das in einer Zeit, wo die Höchststände der Indices eine Gefahr vor Kursverlusten signalisieren. Die EZB muss sich mit Weidmann von der Bundesbank und Fahrenschon vom Sparkassen- und Giroverband schon fragen, was der Quatsch soll; Draghi wird als Fehlbesetzung bezeichnet, was mit Blick auf die Entwicklung in Japan verständlich wird. Wer jetzt auf einem Haufen Geld sitzt, hat einen Anlagenotstand: Der sichere Zins liegt bei null und die Anlageberater der Banken versprechen trotzdem Traumrenditen. Deren Renditen sind die Provisionen ohne eigenes Risiko, wogegen der Anleger mit den eingekauften hohen Vermögenspreisen schnell im Regen steht. Was mit diesem Hintergrund in Frage kommt, ist ein Wechsel der Währung ohne Anlage in Realgüter. Die Parität zum Dollar wird gesehen mit dem Hintergrund der dort anziehenden Zinsen, verhaltener Inflation und guten Arbeitsmarktdaten. Die dort für Anfang 2015 erwarteten Zinsanhebungen der Fed dürften die Indices nach dem jahrelangen guten Lauf zurücknehmen und hierbei auch den DAX unter die Räder kommen lassen. Dass sich der DAX vom Dow abkoppelt wäre untypisch, gleichwohl nehmen die Aktienkäufe der Amerikaner in Europa zu, sind hier die Kurse noch angemessen und der harte Dollar mindert die Einkaufspreise. Dafür, dass der DAX noch weiterläuft spricht die besagte Geldmengenausweitung und die sich verbessernden Geschäftszahlen, wie der Ifo-Index auswirft; der Rest von Europa, insbesondere die Südländer haben Probleme, da sie ihre Reformen nicht durchziehen und sich mit dem niedrigen Zins haushaltsmäßig über Wasser halten können. Was tun? Der DAX läuft seit 2009 bis heute mit mehr oder minder großer Volatilität nach oben von 3.700 bis 10.000 und das, ohne dass die Folgen der schon vergessenen Lehman-Krise behoben sind. Auch China gefällt nicht mehr: Die Banken sitzen nach wie vor auf einem größer werdenden Haufen fauler Kredite, zum einen aus der Vorzeit an staatlich gelenkte Unternehmen und zum anderen aktuell aus faulen Immobilienkrediten bei rückläufigen Immobilienpreisen und leeren Geisterstädten, in denen niemand wohnen will, so dass die Nationalbank flugs den Zins senkte, um den Kreditnehmern die Verschuldung zu erleichtern. Per Saldo bleiben wir bei unserer Normstrategie der letzten Monate: Aktienquote nicht erhöhen, ggf. Altgewinne realisieren und wie Buffet mit hoher Kassenquote auf den eigenen „big pitch“ vorbereitet sein. Der DAX dürfte in Bälde bis auf 7.000 oder noch tiefer runter laufen, die für Weihnachten avisierten 10.000 sind schon aufgelaufen. Und: Gewinne mitnehmen, hat noch nie geschadet. Den reinen Währungsswitch in Dollar sollte man sich spätestens unter dem Weihnachtsbaum mal durch den dann ausgeruhten Kopf gehen lassen, eine schöne Parkmöglichkeit bis zu akzeptablen Wiedereinstiegskursen.

Wie stets an dieser Stelle diesmal einige kritische aber auch humoristische Lebens- und Börsenweisheiten:

  • „Risiko entsteht dann, wenn Anleger nicht wissen, was sie tun“; Warren Buffett, Investmentlegende.
  • „Es ist nicht möglich, ein überragendes Anlageergebnis zu erzielen, es sei denn, man macht etwas anderes als die Mehrheit“; John M. Templeton, Gründer des Templeton Growth Fund, dem weltweit größten Investmentfonds.
  • „Für den Erfolg an der Börse braucht es die vier G: Geld, Gedanken, Geduld und Glück. Wer langfristig immer die ersten drei G befolgt, der hat früher oder später auch das notwendige Glück. Dem ‚Zittrigen‘ fehlt eines der ersten drei G“; André Kostolany, Börsenaltmeister.
Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen. Auch prüfen wir gerne, ob Sie steuerlich richtig aufgestellt sind. Beachten Sie, dass erbschaftsteuerliche Vergünstigungen für Betriebsvermögen auf dem Prüfstand stehen und wahrscheinlich nach der Bundestagswahl reduziert werden.

Die nachhaltige Verschärfung bei den Selbstanzeigen, vgl. unsere Homepage, wird zum 1. 1. 2015 wirksam. Daher nehmen die von uns bearbeiteten Selbstanzeigen weiterhin zu. Weiterhin machen die Banken Druck und verlangen zeitnah den Nachweis, dass die Erträge hieraus dem Glossary Link Finanzamt gemeldet werden und kündigen die Beendigung der Geschäftsbeziehung an für den Fall, dass dieses nicht geschieht. Verfügungen über Konten, die möglicherweise in bar errichtet wurden, werden nur unbar, also durch Überweisung zugelassen. Wir sind in der Beratung von Selbstanzeigen und der Niederhaltung von Strafverfahren seit Jahren erfolgreich tätig. Beachten Sie bitte, dass auch eine abgestufte Glossary Link Selbstanzeige, wie im Fall Hoeneß vergeblich versucht Zeit beansprucht. Wird die erste Schätzung zu niedrig angesetzt, greift die Straffreiheit nicht.

Auch zu beachten: Am 29. Oktober 2014 unterzeichneten mehr als 30 Finanzminister in Berlin ein internationales Abkommen über den automatischen Informationsaustausch in Steuersachen. Durch den jährlichen automatischen Austausch von Steuerinformationen wird es für die Finanzbehörden deutlich einfacher, Finanzinformationen aus dem Ausland zu erhalten und so für eine gerechte Besteuerung zu sorgen. Steuerhinterzieher haben es erheblich schwerer, Einkommensquellen vor dem Fiskus zu verbergen und sich auf Besteuerungshindernisse bei anonymen Vermögen zu verlassen.

Zur Erbschaftsteuer: Fällt die günstige Steuerregelung für Betriebsvermögen? Ab dem 8. Juli verhandelt hierüber das Bundesverfassungsgericht. Ein Grund für viele Mittelständler, die aktuelle Regelung zu nutzen, da hohe Steuerzahlungen kaum zu finanzieren sind und die Regelungen eine steuerfrei Übertragung erlauben.

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