Anbei finden Sie unsere monatlich erscheinenden Einschätzungen zur Wirtschaft und Börse: Für unsere mittelständisches Klientel aus dem produzierenden Gewerbe ist für die Kapazitätsplanung ein fundierter Ausblick in die Zukunft wichtig und für alle Kunden im Rahmen ihrer Vermögensplanung eine Einschätzung der Kapitalmärkte, denn sie nehmen zunehmend die Strukturierung ihrer Altersversorgung selber in die Hand und sind hierbei auf neutrale Informationen angewiesen.

Börsentipps Juli 2016

Eine gute Börse braucht ein ruhiges Umfeld. Das Brexit-Votum mit seiner Begleitmusik weist auf Unruhe hin. Nicht nur, dass Großbritannien Opfer eines im reifen Alter fortgesetzten Debattierwettbewerbs einer Studentenverbindung wurde, sondern auch die vermeintlichen Sieger wie Johnson und Farage entziehen sich der Verantwortung der Umsetzung. Für die EU stellt sich die Frage der weiteren Zentralisierung, wie sie Schulz fordert ober Rückgabe der Gestaltung an die einzelnen Länder wie von Merkel und Schäuble favorisiert, zumindest auf Zeit gefordert. Diejenigen, die eine schnelle Verabschiedung forderten schwant mittlerweile, dass es mit dem Vereinigten Königreich auch unverzichtbare Allianzen in der Außen- und Verteidigungspolitik gibt, daneben spielt die Ökonomie eine überragende Rolle. Spanien und Portugal werden wegen ihrer Haushaltsdefizite nicht hart genug angegangen, Italien will seine maroden Banken mit Hilfe der anderen Staaten sanieren. Der Dollar wird wieder stärker, obwohl die nächste Zinserhöhung wohl verschoben wird. Seit Bekanntwerden der Niedrigsteuerpläne des britischen Finanzministers George Osborne ist klar: Die Insel will aus der EU ausscheiden, aber im globalen Poker um Jobs und Direktinvestitionen keineswegs die Karten ablegen. Als europäisches Offshore-Zentrum mit Niedrigsteuersätzen, geringen Sozialstandards und einer deregulierten Finanzindustrie hätte das Land womöglich sogar eine Chance, dem übrigen Kontinent Marktanteile abzujagen. Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff meint, der Brexit könnte sich für Großbritannien noch als genial und für die EU als gefährlich erweisen. Die Regierungschefs der sechs Balkanländer Albanien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Kosovo, Montenegro und Serbien wollen, was Großbritannien nicht mehr will: in die EU. Dänen und Niederländer wollen und Griechenland muss aus der EU raus. Sinn warnt, dass die südeuropäischen Staaten nach einem Brexit in der EU zu viel Macht bekommen könnten. Italien, Frankreich und Spanien könnten nach einem Austritt Großbritanniens die Vergemeinschaftung von Schulden vorantreiben. Daher müssten die EU-Verträge dringend überarbeitet werden. Mit einem Austritt Großbritanniens sei die bislang geltende Sperrminorität der freihandelsorientierten Länder dahin. "Das ist nicht mehr das Europa, mit dem Deutschland groß geworden ist, das können wir nicht akzeptieren", warnt Sinn. Die südeuropäischen Länder, die Interesse an einer Vergemeinschaftung von Schulden haben, seien dann in der Mehrheit. Doch gerade die französischen Wünsche nach Einlagensicherung seien unerfüllbar. Deutschland könnte "Anhängsel des mediterranen Raums" werden. "Wir müssen den Maastrichter Vertrag im Sinne einer Veränderung kündigen, damit die Entscheidungskriterien angepasst werden", erklärte der Star-Ökonom. In vielen Bereichen müssten die Konstruktionsprinzipien der EU überprüft und nachjustiert werden. Fakt sei, dass es eine Armutszuwanderung in Europa in die Staaten mit den ausgeprägtesten Sozialsystemen gebe. Greenspan seit Jahren: „Der Euro wird scheitern“; aktuell: „Die Ablehnung des Status Quo durch die Briten sei zurückzuführen auf eine "massive Verlangsamung" der Wachstumsraten der Realeinkommen, quer über Europa zu beobachten. Das schaffe ernste politische Probleme, die nicht einfach zu lösen seien. Hinter der Wachstumsverlangsamung stecke ein Rückgang der Arbeitsproduktivität. Die Regierungen müssten die Ansprüche senken, um darauf zu reagieren. Das größte Problem sei nicht eine Rezession, sondern Stagnation.“ Oder mit Draghi gesprochen: Die Zeit der niedrigen Zinsen muss genutzt werden für Reformen, die ja nicht stattfinden, Oettinger wird nicht mehr wahrgenommen wenn er für Portugal und Spanien wegen der Nichtbeachtung der Defizitkriterien Strafen anmahnt. Steinmeier warnt, es müsse neben den Regeln der EU auch die jeweilige Situation der Staaten beachtet werden. Dass unser DAX in dieser Situation durch die Anleger gestützt wird, erscheint weiterhin fraglich. Auf der anderen Seite ist ja Lord Rothschild´s Tipp: „Kaufen wenn Kanonen donnern!“ bekannt. Fraglich nur, ob man jetzt schon einsteigen oder das Pulver noch einige Zeit trocken halten sollte. Eine alte Kaufmannsregel sagt, dass im Einkauf der Gewinn liegt und das ist bei Aktien nicht anders. Roemheld, Kapitalmarktstratege bei Fidelity International, hat aktuell festgestellt, dass 10 Tage in den letzten 17 Jahre für den Börsenerfolg entscheidend waren. „Die vergleichsweise hohe Rendite einer Aktienanlage ist auf relativ wenige Tage mit hohen Kurssteigerungen zurückzuführen. Da niemand vor hersagen kann, wann diese Tage sind, ist es im Allgemeinen sinnvoller, durch Marktzyklen hindurch voll investiert zu sein.“ Satz 2 ist wohl dem Fondsgeschäft seines Arbeitgebers geschuldet, in das Stabilität gebracht werden soll. Der geläuterte Anleger weiß dagegen den ersten Satz zu schätzen, der seine Erfahrungen und die Logik des Systems bestätigt. Der DAX kommt von 12.500 und liegt jetzt gerade bei 9.622 und ein Blick auf den Langfristchart signalisiert einen intakten Abwärtstrend ohne Bodenbildung. 8.500 sollten kommen. Gleichwohl eine Daimler für € 54 dürfte sich langfristig wohl nicht als Fehlkauf erweisen, Zittrige können ja einen engen stop loss setzen. Was tun in der Zwischenzeit bis zum Einstig. Negativzinsen werden wohl auch bei den Sparkasse und Volksbanken bei höheren Beträgen bald fällig, so dass ein Schließfach seinen Reiz eröffnet. Was machen die Lebensversicherungen, die wir hier regelmäßig, da der Deutschen liebste Fehlanlage, ins Visier nehmen. Wolf kam aktuell in der FAZ zum Ergebnis: „Die Zinsen der Lebensversicherungen rutschen unaufhaltsam, eine reale Kapitalerhaltung scheint bei neuen Verträgen unmöglich. Und bei alten Verträgen wird sieimmer problematischer.“ Existenzbedrohend sind damit alle indirekten Tilgungsmodell: Festbetragsdarlehen, also keine Tilgung und nur Zinsen und Tilgung über Lebensversicherungen. Zum einen ist jeweils zu prüfen, ob die Modelle steuerlich halten, was die Vertriebsleute versprochen haben, wobei der versprochene Sonderausgabenabzug regelmäßig gar nicht wirkt, da der Anleger vor den Beträgen schon an der Obergrenze der Abziehbarkeit liegt. Das böse Erwarten wird sein, dass der Anleger das Festbetragsdarlehen mit der Lebensversicherung nicht wird tilgen können. Wenn er dann in Rente ist, ist guter Rat gefragt. Untersucht wurde auch wie sich die Gesamtkosten der deutschen Lebensversicherungen 2014 in % der Beiträge bewegen. Den Vogel schoss eine Gesellschaft mit 32,6 % ab, bekannt war, dass die Kostenquote bei rd. knapp 20 % liegt. Mit diesen Zahlen kann bei einer Lebensversicherung nichts heraus kommen. Besser ist es offensichtlich, Allianz-Aktien zu kaufen als Allianz-Lebensversicherungen abzuschließen. Das aktuelle durchschnittliche Kursziel liegt bei € 163 bei einem Kurs von € 123 und einer Dividendenrendite von 6 %.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien:

  • „Die aktuelle Krise ist die Schlimmste!“
  • „Zum Einstieg an der Börse wird nicht geklingelt!“
  • „An Gewinnmitnahmen ist noch keiner gestorben!“

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Kapitalanlage in oder Finanzierung aus der Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Die Koalition hat sich bei der Reform der Erbschaftsteuer geeinigt. Der geänderte Gesetzesentwurf wurde am Freitag 24. Juni 2016 vom Bundestag verabschiedet. Ob der Bundesrat am 8. Juli 2016 in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause zustimmen wird ist offen. Das Gesetz soll rückwirkend zum 1. Juli 2016 in Kraft treten. Den Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes haben wir auf unserer Home-Page veröffentlich. Linke, Grüne und SPD haben Änderungswünsche angemeldet. Der Gesetzesentwurf dürfte damit wohl im Vermittlungsausschuss landen.

Börsentipps Juni 2016

Es ist nun Ende Mai und festzustellen, dass der DAX die 10.000 genommen hat. Fraglich erscheint, ob nachhaltig mit Aufwärtstendenz oder nicht. Also gilt nach wie vor: „Sell in May and go away“? Vermögensmanager, Volkswirte und EZB warnen vor heißen Wochen an Europas Börsen: Die Experten rechnen mit heftigen Kursverlusten. Profis sorgen bereits vor und ziehen Milliarden ab. Die Investoren seien für einen „Sommer von Schocks“ positioniert, heißt es denn auch weiter in einer aktuellen Umfrage der Bank of America Merrill Lynch. Denn die Barmittelquoten der Fondsmanager seien inzwischen nochmals gestiegen — von 5,4 Prozent im April auf nun 5,5 Prozent. Nur 12 Prozent der befragten Fondsmanager würde derzeit ein höheres Risiko übernehmen als üblich. Die meisten Investoren würden zudem langfristig in Qualität investieren; so ging Warren B. bei Apple voll rein. Als größtes Marktrisiko bewerten die befragten Fondsmanager derzeit einen Brexit, also den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Hier ist das Rennen offen: Eine aktuelle Umfrage für den "Daily Telegraph" sieht die Brexit-Anhänger im Aufwind. Zwar behaupten die Befürworter eines EU-Verbleibs mit 51 gegen 46 Prozent die Mehrheit, doch schmolz der Vorsprung binnen einer Woche von 13 auf fünf Punkte zusammen. Als zweitgrößtes Risiko gilt für ein Fünftel der befragten Fondsmanager China (Banken, Immobilien, Statistiken). Zu den anderen Gründen: In den USA werden in diesem Jahr noch zwei bis drei Zinserhöhungen erwartet, Zinsen oben, Preise unten. Wird in den USA Trump neuer Präsident, dürften die USA künftig wie ein Unternehmen geführt werden mit voller Konzentration auf nationale Interessen, wirtschaftlich und militärisch. Die Aktienrückkäufe in den USA liegen im 1. Quartal deutlich über den Vorjahren, was ein Reflex des dortigen verhaltenen Konjunkturaufschwungs ist. Kein Wunder, dass bekannte Hedge-Fonds-Manager – allen voran George Soros – extrem negative Börsenkommentare (Verkauf eines Großteils des Aktienbestandes und turmhohe Goldkäufe) veröffentlichten. Dazu kommen die größten Aktienfondsrückgaben global seit 2008, die Fondsmanager zu kursdrückenden Verkäufen zwingen. Man spricht zwar inzwischen weniger von einer kommenden US-Rezession, wenn man aber bedenkt, dass der US-Produktionsausstoß heute nicht höher ist als im August 2008 und die Investitionsgüteraufträge gerade einmal auf dem Niveau von Februar 2006 liegen, kann kein großer Konjunkturoptimismus aufkommen. Vor dem Hintergrund deutlich gestiegener Benzin- und Heizölpreise sind die Lebenshaltungskosten in Deutschland im Mai auf nationaler Basis um 0,3 % gg. Vm. gestiegen (HVPI: 0,4 %). Dadurch kehrte die Jahresrate der Konsumentenpreise mit 0,1 % (HVPI: 0,0 %) wieder in den positiven Bereich zurück. Die gestiegenen Zinserwartungen bringen den Goldpreis wieder unter Druck. Der Ifo-Index, das wichtigste Stimmungsbarometer für die deutsche Wirtschaft, stieg im Mai von 106,7 auf 107,7 Punkte. Es ist der höchste Wert seit Dezember 2015. Auf der Karte haben sollte man auch die Flüchtlingsproblematik: Gut 3 Millionen hält Erdogan zur Erpressung bereit und über das Mittelmeer kommen täglich tausende. Hilfe bietet hier der Dalai Lama, weder brauche Deutschland nicht ein arabisches oder nordafrikanisches Land zu werden, noch brauche man das fremde nicht über das eigene zu erheben. Deutschland darf nicht daran scheitern, dass sich CDU/CSU nicht über einen Verhandlungsort zur Klärung der existentiell wichtigen nationalen Fragen einigen können. Was tun mit unserem schönen Geld? An der Seitenauslinie weiterhin im Festgeld auch ohne Zins warten, bis die Kurse unten sind. Auch der Blick auf den langfristigen DAX-Chart zeigt, dass weiterhin noch jede Menge Luft nach unten ist. Die oben besprochene Bankumfrage sollte zur weiteren Vorsicht mahnen.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien:

  • „Das Geheimnis des erfolgreichen Börsengeschäfts liegt darin, zu erkennen, was der Durchschnittsbürger glaubt, das der Durchschnittsbürger tut“, John Maynard Keynes (1883 - 1946), englischer Volkswirt.
  • „An der Börsen muss man sich verhalten wie beim Baden in kaltem Wasser: Hineinspringen und rasch wieder heraus“, Carl Meyer Rothschild (1788-1885), Bankier.
  • „Wenn die Korrektur zu Ende ist, können wir wieder alle billig kaufen“,Ralph Acampora, Analyst, vgl. oben.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Kapitalanlage in oder Finanzierung aus der Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer von 17. 12. 2014 haben wir auf unserer Home-Page veröffentlicht: Bis zum 30. 6. 2016 bleibt alles beim Alten, was danach gilt, bestimmt der Gesetzgeber, der erklärtermaßen um Kontinuität bemüht ist. Mehr oder minder dürfte aber auch dann die Erbschaftsteuer für den Normalfall bei Unternehmensübergaben im kleineren und mittleren Bereich entfallbar gestaltet werden. Für große Unternehmen wird es in jedem Fall teurer, kleine Unternehmen unter 20 Mitarbeitern müssen dann aber auch die Kriterien für Erleichterungen erfüllen und damit wohl Arbeitsplatzgarantien geben. Den aktuellen Gesetzesentwurf der Bundesregierung vom 8. 7. 2015 haben wir in unsere Home-Page eingestellt. Wollen Sie Ihr Unternehmen steuerneutral auf Ihre Kinder zu alten Bedingungen übertragen, wird es zeitlich langsam eng: Während CDU/CSU weitere Entlastungen für Familienunternehmen einfordern, gehen die geplanten Regelungen der SPD zu weit: In diesem Jahr dürfte das geänderte ErbStG daher kaum noch verabschiedet werden. Eine Gegenüberstellung der aktuellen Regelungen mit dem Regierungsentwurf und der Bundesratsdrucksache vom 25. 9. 2015 lassen wir Ihnen gerne zukommen. Also für Unternehmer besteht Handlungsbedarf vor spätestem Fristende für die Neuregelung bis 30. 6. 2016. Mittlerweile verzögert sich die Neuregelung. Welches Recht gilt, falls die Neufassung nicht bis zum 30. 6. 2016 in Kraft tritt? Das Verfassungsgericht äußerte sich wie folgt: Das alte Erbschaftsteuerrecht gilt notfalls weiter. Der politische Prozess stellt sich aktuell wie folgt dar: Derzeit stockt die Neuregelung, weil der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer zusätzliche Erleichterungen zugunsten der Unternehmenserben verlangt, obwohl sich die Koalitionsfraktionen auf der Ebene der stellvertretenden Vorsitzenden schon auf einen Kompromiss verständigt hatten. Die SPD ist offenbar nicht gewillt, weitere Zugeständnisse zu machen. „Die Normen sind dann erst einmal weiter anwendbar“, sagte der Sprecher des Karlsruher Gerichts am 30. 3. 2016 der FAZ und verweist auf Ausführungen in Urteil und Tenor: „Das bisherige Recht ist bis zu einer Neuregelung weiter anwendbar. Der Gesetzgeber ist verpflichtet, eine Neuregelung spätestens bis zum 30. Juni 2016 zu treffen.“ Diese beiden Aussagen seien getrennt zu betrachten. Bis zu einer Neuregelung dürften also sämtliche Vorschriften weiter angewendet werden. Glossary Link Selbstanzeige ist nach unserem Beratungsanstieg in diesem Bereich nach den jüngsten Datenkäufen von NRW Anfang November wieder aktuelles Thema, gerade bei unserer Lage in Grenzgebiet.

Börsentipps Mai 2016

Das Intro der letzten Einschätzung war, dass der DAX die 10.000 nicht nachhaltig knacken kann. Leider ist diese Aussage zu wiederholen mit der Konsequenz, das Pulver trocken zu halten. Mit der Konjunkturdynamik ist es aktuell nicht zum Besten bestellt, der IWF hat im April die Prognose für die globale Wachstumsrate in 2016 um 0,2 Prozentpunkte auf 3,2 % nach unten revidiert. Die USA haben gerade ein enttäuschendes Plus von lediglich 0,5 % für die ersten drei Monate vermeldet, im Gesamtjahr rechnet der IWF noch mit 2,4 % (-0,2 %). Besonders steil abwärts geht es trotz aller Belebungsversuche aber mit Japan, hier liegt die Revision sogar bei -0,5 Prozentpunkten auf ein Wachstum von 0,5 %, für 2017 sieht der IWF sogar eine Schrumpfung voraus. Das ohnehin hoch verschuldete Japan könnte damit langsam aber sicher auf eine ernsthafte Krise zusteuern und damit einen Hinweis an die EZB geben. Etwas besser sieht es dagegen dank einer robusten Konjunkturdynamik in der Eurozone aus. Das durchschnittliche staatliche Budgetdefizit ist im letzten Jahr von 2,6 auf 2,1 % gesunken. In den Krisenländern im Süden ist aber nicht wirklich Land in Sicht, ohne Bereinigung um Hilfen für die Banken waren die Defizite in Griechenland (7,2 %), Spanien (5,1 %) und Portugal (4,4 %) trotz jahrelanger Sparbemühungen weiter sehr hoch. Das könnte Europa noch mal zu einem Krisenherd machen, vor allem dann, wenn die EU nach einem möglichen Austrittsbeschluss der Briten (Brexit) ohnehin angeschlagen wäre. In China beobachten wir seit vielen Jahren den Aufbau einer riesigen Schuldenblase und einer Investitionsquote jenseits von Gut und Böse. Während der vergangenen 15 Jahre beliefen sich die Investitionen auf durchschnittlich 50 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung. Selbst in Japans Boom-Zeiten in den 1960er- und 70er-Jahren waren die Investitionen nie auf mehr als 30 Prozent der Wirtschaftsleistung gestiegen. In Deutschland liegt die Investitionsquote unter 18 %. China baut also irgendwo Straßen, nur damit das Bruttoinlandsprodukt gesteigert wird und viele Chinesen ihren Job behalten können. Am Ende kommt aber das dicke Ende der Schuldensause unweigerlich. Besorgniserregend ist nicht zuletzt die gigantische Immobilienblase, die zuletzt verstärkt von den Schattenbanken finanziert wurde. Ein Anteil von 50 Prozent für Investitionen stellt die größte Orgie an Fehlinvestitionen und Müll aller Zeiten dar. Seit 1995 ist das Kreditvolumen von 500 Mrd. Dollar auf mehr als 30 Billionen Dollar angewachsen. Eine Schuldenexplosion um das 60fache in gerade mal zwei Jahrzehnten widerspricht jeglicher ökonomischer Vernunft und dem normalen Menschenverstand. Die größte Fehlallokation von Kapital ist die chinesische Stahlindustrie. Gegenüber 1990 ist die Produktion von 70 Mio. Tonnen auf 825 Mio. Tonnen im Jahr 2014 explodiert. Nachdem die Stahlproduktion 2015 leicht geschrumpft sei, will die Regierung die Kapazitäten bis 2020 um 100 bis 150 Mio. Tonnen drosseln. Es wird befürchtet aber, dass sich die jährliche Nachfrage auf lediglich rund 400 Tonnen belaufen werde. Fast eine halbe Mrd. Tonnen an Produktionskapazität muss abgebaut werden. In dem Fall wäre die Zerstörung größer als die Stahlindustrie in Japan, Europa und den USA insgesamt an Kapazitäten hat. Die Schuldensause der vergangenen Jahre und die aktuell schwache Konjunktur bringe viele Unternehmen schwer in die Bredouille. So reicht inzwischen der operative Gewinn der Unternehmen aus vielen Branchen, wie Autos oder Bergbau, inzwischen längst nicht mehr aus, um die Zinszahlungen für die Kredite zu leisten. In den vergangenen drei Jahrzehnten herrschten außergewöhnlich gute Rahmenbedingungen für die Kapitalanlage. Diese Epoche ist vorbei. Wie sieht die Zukunft aus? Wer auf unsere Welt mit niedrigem Wachstum, niedriger Inflation und niedrigem Zins, aber gleichzeitig hoher öffentlicher und privater Verschuldung blickt, findet zwei Erwartungshaltungen. Eine lautet, dass der deutsche Sparer die Zeche für Verschuldungsorgien im Ausland und eine Geldpolitik zahlt, die im Interesse hochverschuldeter Länder betrieben werde. Die zweite Erwartungshaltung lautet: Wir leben inmitten eines wirtschaftlichen und demographischen Epochenbruchs, in dem eine auch für Kapitalanleger schöne Vergangenheit unwiderruflich vorbei ist. Und selbst wenn Politikfehler zur aktuellen Situation beigetragen haben mögen und künftig eine bessere Politik betrieben würde, kommt die Vergangenheit nicht zurück. Der Fokus auf Draghi verstellt nach dieser Sichtweise den Blick auf das Wesentliche. In den 30 Jahren zwischen 1985 und 2014 ließen sich mit amerikanischen wie mit europäischen Aktien im Durchschnitt 7,9 Prozent im Jahr verdienen. Mit anderen Worten: Man brauchte gar keinen versierten Vermögensverwalter, sondern musste einfach in Standardaktien investieren und durchhalten, um Vermögen zu bilden. Aber auch für Anleger in Anleihen waren die Zeiten toll: In den vergangenen 30 Jahren ließen sich mit europäischen Anleihen im Durchschnitt 5,9 Prozent im Jahr und mit amerikanischen Anleihen im Durchschnitt 5 Prozent im Jahr verdienen. Auch hier brauchte man keinen versierten Anlageberater, man musste nur sichere Anleihen aufeinanderstapeln. Vermögensanlage mit langem Atem und dynamischem Zinseszins war einfach. Was waren die wesentlichen Begleiterscheinungen dieser im Nachhinein goldenen Epoche der Kapitalanlage? Erstens ein scharfer Rückgang der Inflation und damit auch der Zinssätze, der hohe Kursgewinne auf Anleihen bescherte. Zweitens ein kräftiges Wachstum der Weltwirtschaft, befördert durch die Demographie, Produktivitätsgewinne und das schnelle Wachstum Chinas, das vor rund 25 Jahren in die Weltwirtschaft eintrat. Drittens ein die Aktienkurse beflügelndes sehr starkes Wachstum der Unternehmensgewinne, das vom Wirtschaftswachstum getrieben wurde, aber auch von der Eroberung neuer Märkte in Schwellenländern, von sinkenden Unternehmenssteuern und von Gewinnen aus der Automatisierung, die eine Kostendisziplin beförderten sowie eine zunehmende staatliche und private Verschuldung, mit deren Hilfe einem allmählich nachlassenden Wirtschaftswachstum neue Flügel verliehen werden sollten. Am Ende belief sich alleine die Privatverschuldung in den Industrienationen auf rund 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Niemand kennt die Zukunft, und es mag sein, dass sich auf längere Sicht die Rahmenbedingungen für das Wirtschaftswachstum und die Kapitalanlage wieder spürbar verbessern werden. Aber nichts führt an der Erkenntnis vorbei, dass eine Reihe von Faktoren, die zwischen 1985 und 2014 der Kapitalanlage zugutekamen, so nicht mehr existieren. An erster Stelle ist der Rückgang der Inflationsraten und damit der Zinsen zu nennen. Bei Inflationsraten und Zinsen nahe null ist ein weiteres deutliches Absinken über Jahrzehnte, das Anleiheinvestoren Kursgewinne in die Depots spült, wenig wahrscheinlich. Sollten Inflationsrate und Zins noch längere Zeit so niedrig wie jetzt bleiben, gäbe es kaum Zinserträge und Kursgewinne auf sichere Anleihen. Sollten aber im Laufe der Zeit die Inflationsraten und die Zinskupons leicht steigen, drohen Anleiheinvestoren Kursverluste auf ihre Anleihebestände, während sie für neue Anleihen höhere Zinserträge vereinnahmen könnten. Professionelle Anleger können mit steigenden Zinsen umgehen, aber es wäre nicht leicht, hohe Renditen mit Anleihen zu erzielen. Aber nicht nur die Inflationsrate und der Zins sind niedrig, sondern im Vergleich der vergangenen Jahrzehnte auch die Raten wirtschaftlichen Wachstums in den Industrienationen. Damit haben sich die längerfristigen Rahmenbedingungen für den Aktienmarkt gegenüber der Epoche von 1985 bis 2014 verschlechtert. Und über allem lastet eine hohe staatliche und private Verschuldung. Für den Fall eines langsamen Wirtschaftswachstums in den kommenden 20 Jahren schätzt McKinsey jährliche Renditen am amerikanischen Aktienmarkt auf 4 bis 5 Prozent und am Anleihemarkt auf 0 bis 1 Prozent. Das ist nicht nichts, aber deutlich weniger als in den vergangenen Jahrzehnten. Was tun? An der Seitenauslinie im Festgeld auch ohne Zins warten, bis die Kurse unten sind. Auch der Blick auf den langfristigen DAX-Chart zeigt, dass noch jede Menge Luft nach unten ist.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien:

  • „Es ist nicht möglich, ein überragendes Anlageergebnis zu erzielen, es sei denn, man macht etwas anderes als die Mehrheit.“ (Sir John Templeton, Gründer des Templeton Growth Fund, dem weltweit größten Investmentfonds)
  • „Für den Erfolg an der Börse braucht es die vier G: Geld, Gedanken, Geduld und Glück. Wer langfristig immer die ersten drei G befolgt, der hat früher oder später auch das notwendige Glück. Dem ‚Zittrigen‘ fehlt eines der ersten drei G.“ (André Kostolany)
  • „Wette nie gegen die Notenbank.“ Die Börsenweisheit beruht auf der Tatsache, dass Notenbanken am längeren Hebel sitzen als die übrigen Marktakteure.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer von 17. 12. 2014 haben wir auf unserer Home-Page veröffentlicht: Bis zum 30. 6. 2016 bleibt alles beim Alten, was danach gilt, bestimmt der Gesetzgeber, der erklärtermaßen um Kontinuität bemüht ist. Mehr oder minder dürfte aber auch dann die Erbschaftsteuer für den Normalfall bei Unternehmensübergaben im kleineren und mittleren Bereich entfallbar gestaltet werden. Für große Unternehmen wird es in jedem Fall teurer, kleine Unternehmen unter 20 Mitarbeitern müssen dann aber auch die Kriterien für Erleichterungen erfüllen und damit wohl Arbeitsplatzgarantien geben. Den aktuellen Gesetzesentwurf der Bundesregierung vom 8. 7. 2015 haben wir in unsere Home-Page eingestellt. Wollen Sie Ihr Unternehmen steuerneutral auf Ihre Kinder zu alten Bedingungen übertragen, wird es zeitlich langsam eng: Während CDU/CSU weitere Entlastungen für Familienunternehmen einfordern, gehen die geplanten Regelungen der SPD zu weit: In diesem Jahr dürfte das geänderte ErbStG daher kaum noch verabschiedet werden. Eine Gegenüberstellung der aktuellen Regelungen mit dem Regierungsentwurf und der Bundesratsdrucksache vom 25. 9. 2015 lassen wir Ihnen gerne zukommen. Also für Unternehmer besteht Handlungsbedarf vor spätestem Fristende für die Neuregelung bis 30. 6. 2016.

Selbstanzeige ist nach unserem Beratungsanstieg in diesem Bereich nach den jüngsten Datenkäufen von NRW Anfang November wieder aktuelles Thema, gerade bei unserer Lage in Grenzgebiet.

Börsentipps April 2016

Der Dax kann die 10.000 nicht nachhaltig knacken. Die Luft wird dünn. Das Wirtschaftswachstum der Welt ist nicht stark genug, um die Gewinne der Firmen weiter zu steigern. Daneben ist die geopolitische Lage von großer Unsicherheit geprägt. All das kann die Börse nicht brauchen. Ein paar große Hausnummern: Im Juni wird über Brexit entschieden, der Verbleib ist keine ausgemachte Sache, aber klar ist, dass ein Ausscheiden der Briten aus der EU diese nachhaltig schwächt und ein weiterer Sargnagel ist. Der Nato-Partner Türkei unterstützt nachgewiesenermaßen den IS mit Waffen, etc., und ist gleichzeitig Partner zur Bändigung des Flüchtlingsstroms, mit ausgelöst eben durch den IS. Die Schwellenländer berappeln sich wieder leicht dank gestiegener Rohstoffpreise und den Verzicht der FED auf schnelle Zinserhöhungen. Dass die Reichen und Mächtigen mit Einsicht in die Zusammenhänge nach Panama ausweichen macht nicht Wunder, zeigt aber Kurzsichtigkeit bei begrenzter Lebenserwartung. Wie bei der hier üblichen Steuerhinterziehung wird vergessen, dass man erpressbar wird. Bei der allgemeinen Unsicherheit sind die Spekulationen über das sog. Abkommen von Schanghai von Interesse. Demnach hatten sich mit der amerikanischen Fed, der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank des chinesischen Volkes die drei großen Notenbanken der Welt in Schanghai formell darauf geeinigt, im Interesse der Stabilität der Weltwirtschaft die internationalen Finanzmarkte durch eine Abstimmung ihrer Politik zu beruhigen. Aussehen soll die Übereinstimmung wie folgt: Die Fed nimmt durch eine zeitliche Streckung ihrer Leitzinserhöhungen Aufwertungsdruck vom Dollar, die EZB nimmt durch den Verzicht auf weitere drastische Lockerungen ihrer Geldpolitik Abwertungsdruck vom Euro, und die Chinesen verzichten auf absehbare Zeit auf weitere Abwertungen des Renminbis. Ob dieses informelle Abkommen existiert, ist nicht gesichert. Aber alle Beteiligten, die Geldpolitiker ebenso wie die Finanzmarktteilnehmer, verhalten sich so, als existierte es. Den neuesten Beleg lieferte die Vorsitzende der Fed, Janet Yellen, am letzten Dienstag in einer geldpolitischen Grundsatzrede, in der sie sich mit Hinweis auf einen starken Dollar und Verunsicherung in der Weltwirtschaft für eine sehr zögerliche Straffung der amerikanischen Geldpolitik aussprach. Die jüngsten Entscheidungen der EZB wurden an den internationalen Finanzmärkten weit weniger expansiv eingeschätzt als in Deutschland: An den Märkten zählte vor allem die Ankündigung Mario Draghis, den negativen Einlagenzins zumindest auf absehbare Zeit nicht weiter senken zu wollen. Und die Bank des chinesischen Volkes steht seit Wochen mit Wort und Tat bereit, eine neuerliche Schwäche ihrer Währung zu verhindern. Die Wirkungen der geldpolitischen Beruhigungsmittel sind an den Finanzmarkten unübersehbar: Die Aktienkurse und Rohstoffpreise haben sich von ihren Schwächeanfällen in den ersten Wochen des Jahres ein Stück weit erholt. Der Euro wertet seit längerer Zeit am Devisenmarkt nicht weiter ab; gegenüber der amerikanischen Währung erscheint sein Kurs in einem Band zwischen 1,05 und 1,15 Dollar nahezu wie eingemauert. Westliche Kapitalanleger investieren wieder in die im vergangenen Jahr in Panik verlassenen Schwellenländer. Das Kalkül lautet, dass durch niedrige Zinsen das Wirtschaftswachstum stimuliert wird. Das ist eine Wette mit ungewissem Ausgang, deren Basis ein seit Krisenbeginn verstaubt wirkendes Lehrbuchwissen bildet. Ein Risiko dieser Strategie besteht in einer Unterschätzung des Inflationspotentials der amerikanischen Wirtschaft. Das zweite Risiko ist die Überschätzung der Geldpolitik als Stabilisierer der Finanzmarkte. Kritiker wie die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) halten die geldpolitische Strategie der grossen Notenbanken generell für verfehlt. Aus ihrer Sicht mussten, ausgehend von den Vereinigten Staaten, die grossen Notenbanken klar und deutlich steigende Leitzinsen andeuten. Andernfalls drohten an den Finanzmärkten und in den Realwirtschaften Verwerfungen. Und diese Verwerfungen liegen schon vor: Banken und Versicherungen verdienen nichts mehr, die private Altersvorsorge über Lebensversicherungen, etc., wird zerstört und über der niedrige Zins treibt Geldvermögensbesitzer in überteuerte Immobilien. Die EZB nimmt das Wort Helikopergeld in den Mund und trifft damit Millionen ehrenwerte Sparer in Herz und treibt sie in die Altersarmut. Kaufen, halten oder verkaufen? Im letzten Monat haben wir an dieser Stelle ausgeführt: Per Saldo sollte der Investor bis auf weiteres im Geld bleiben und eine Bodenbildung der Indices abwarten. Preiswerte Sachwerte suchen; das tun aber alle, also auch hier eher warten als überstürzt einsteigen. Die geringe Inflation ist eher zu ertragen als Kurs- und Wertverluste. Diese Auffassung vertreten wir seit Mitte letzten Jahres. Wohl dem der ihr gefolgt ist.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien:

  • „Ein aus drei Meter Höhe fallendes Messer kann man nicht auffangen ohne sich weh zu tun,“ also nachhaltige Bodenbildung abwarten.
  • "Wenn man kein Geld hat, denkt man immer an Geld. Wenn man viel Geld hat, denkt man nur noch an Geld." (Ölmilliardär Paul Getty)
  • Der einundachtzigjährige Baron Rothschild glaubte, sein jüngster Tag nahe. Doch der Hausarzt konstatierte: "Ihre Organe sind vollkommen gesund. Sie werden hundert Exzellenz!" Der Bankier schüttelte den Kopf: "Wenn Er mich kriegen kann für einundachtzig, der Herrgott, warum soll Er mich nehmen für Pari?"

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer von 17. 12. 2014 haben wir auf unserer Home-Page veröffentlicht: Bis zum 30. 6. 2016 bleibt alles beim Alten, was danach gilt, bestimmt der Gesetzgeber, der erklärtermaßen um Kontinuität bemüht ist. Mehr oder minder dürfte aber auch dann die Erbschaftsteuer für den Normalfall bei Unternehmensübergaben im kleineren und mittleren Bereich entfallbar gestaltet werden. Für große Unternehmen wird es in jedem Fall teurer, kleine Unternehmen unter 20 Mitarbeitern müssen dann aber auch die Kriterien für Erleichterungen erfüllen und damit wohl Arbeitsplatzgarantien geben. Den aktuellen Gesetzesentwurf der Bundesregierung vom 8. 7. 2015 haben wir in unsere Home-Page eingestellt. Wollen Sie Ihr Unternehmen steuerneutral auf Ihre Kinder zu alten Bedingungen übertragen, wird es zeitlich langsam eng: Während CDU/CSU weitere Entlastungen für Familienunternehmen einfordern, gehen die geplanten Regelungen der SPD zu weit: In diesem Jahr dürfte das geänderte ErbStG daher kaum noch verabschiedet werden. Eine Gegenüberstellung der aktuellen Regelungen mit dem Regierungsentwurf und der Bundesratsdrucksache vom 25. 9. 2015 lassen wir Ihnen gerne zukommen. Also für Unternehmer besteht Handlungsbedarf vor spätestem Fristende für die Neuregelung bis 30. 6. 2016. Mittlerweile verzögert sich die Neuregelung. Welches Recht gilt, falls die Neufassung nicht bis zum 30. 6. 2016 in Kraft tritt? Das Verfassungsgericht äußerte sich wie folgt: Das alte Erbschaftsteuerrecht gilt notfalls weiter. Der politische Prozess stellt sich aktuell wie folgt dar: Derzeit stockt die Neuregelung, weil der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer zusätzliche Erleichterungen zugunsten der Unternehmenserben verlangt, obwohl sich die Koalitionsfraktionen auf der Ebene der stellvertretenden Vorsitzenden schon auf einen Kompromiss verständigt hatten. Die SPD ist offenbar nicht gewillt, weitere Zugeständnisse zu machen. „Die Normen sind dann erst einmal weiter anwendbar“, sagte der Sprecher des Karlsruher Gerichts am 30. 3. 2016 der FAZ und verweist auf Ausführungen in Urteil und Tenor: „Das bisherige Recht ist bis zu einer Neuregelung weiter anwendbar. Der Gesetzgeber ist verpflichtet, eine Neuregelung spätestens bis zum 30. Juni 2016 zu treffen.“ Diese beiden Aussagen seien getrennt zu betrachten. Bis zu einer Neuregelung dürften also sämtliche Vorschriften weiter angewendet werden.

Glossary Link Selbstanzeige ist nach unserem Beratungsanstieg in diesem Bereich nach den jüngsten Datenkäufen von NRW Anfang November wieder aktuelles Thema, gerade bei unserer Lage in Grenzgebiet.

Börsentipps März 2016

Kaufen, halten oder verkaufen? Der Markt ist zurzeit sehr volatil mit Richtung nach unten von 12.500 kommend für den DAX und heute bei 9.400 Zählern liegend. Der Markt benötigt für neue Kursgewinne Sicherheit und die fehlt an allen Ecken und Enden. Fangen wir in Deutschland an. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich erneut verschlechtert. Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands sank von 107,3 Punkten im Januar auf 105,7 Punkte im Februar. Dies ist der dritte Rückgang in Folge. Die Unternehmen waren erstmals seit mehr als einem Jahr mehrheitlich pessimistisch bezüglich ihrer Geschäftsaussichten. Die aktuelle Lage wurde hingegen etwas besser eingeschätzt. Die Sorgen der deutschen Wirtschaft werden größer, insbesondere in der Industrie. Die deutsche Politik findet keinen gemeinsamen Nenner zur Flüchtlingspolitik, ein Eiertanz der Eitelkeiten. Die Pfarrerstochter Merkel steht allein in ihrer Partei und in Europa und setzt nach wie vor auf eine europäische Lösung vor dem Hintergrund eines zerfallenden Europas, in dem sich niemand mehr an Regeln hält, egal auf welchem Feld - bis auf die Verteilung von Umlagen. Gleichwohl gelingt es ihr, die öffentlichen Äußerungen der Partei und der Wirtschaft auf ihrer Linie zu halten. Die Nachhaltigkeitsdebatte wird überall geführt, nur nicht beim Flüchtlingsthema. Deutschland kann nachhaltig eben nicht jährlich 1 Mio. Flüchtlinge integrieren. Die Industrievertreter sehen doch eher die Bilanzschäden von zeitkostenden Grenzkontrollen. Europa war noch nie so gefährdet wie aktuell. Die Konjunktur in den USA lässt zu wünschen übrig und China leidet nach wie vor unter der schwachen Binnennachfrage und den Bankbilanzrisiken. Für die USA dürften aufgrund der konjunkturellen Probleme die weiteren Zinserhöhungen auf sich warten lassen. Die Verkäufe der Ölfonds zur Finanzierung der Budgetlücken gehen weiter, so dass die dort gehaltenen Finanztitel nunmehr verkauft werden und unter Kursdruck geraten. Dass die Briten und Griechenland in der EU bleiben, ist keine ausgemachte Sache. Griechenland dürfte Mitte März pleite sein und ist dem Flüchtlingsansturm nicht gewachsen. Weltweit fielen die Inve-stitionen seit 2014 durchschnittlich um 15% und stellen damit eine zentrale Belastung für die globale Konjunktur dar. Die Schwellenländer-Aktien sind zwar preiswert geworden, jedoch gehen die Gewinne weiter zurück. Interessant und amüsant ist zu lesen, dass sich Riesterer und Co. für den Anleger nicht rechnen und staatliche Vermögensverwalter für die private Altersvorsorge gefordert werden. Schröder hat doch seinerzeit seinem Freund Maschmeyer diese Art der Vermögensbildung auf dem Vertriebsteller präsentiert, nun müssen in einer künstlichen Niedrigzinsphase die überbordenden Vertriebs- und Verwaltungskosten aus den Ersparten erbracht werden. Auch kommen zunehmend Banken und Versicherungen unter Ertragsdruck. Per Saldo sollte der Investor bis auf weiteres im Geld bleiben und eine Bodenbildung der Indices abwarten. Preiswerte Sachwerte suchen; das tun aber alle, also auch hier eher warten als überstürzt einsteigen. Die geringe Inflation ist eher zu ertragen als Kurs- und Wertverluste. Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien:

  • „An der Börse gibt‘s nur Schmerzensgeld – erst kommen die Schmerzen, dann das Geld!“ (André Kostolany)
  • „Bei Pessimismus kaufen. Der Pessimismus ist die häufigste Ursache für niedrige Börsenkurse; je größer der Pessimismus desto niedriger die Kurse. Nutzen Sie diese Gelegenheit zum Kauf!“ (Gottfried Heller)
  • „Börsengurus empfehlen oft genau die Aktien, die sie selbst zu einem günstigen Kurs loswerden wollen!“ (André Kostolany)

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer von 17. 12. 2014 haben wir auf unserer Home-Page veröffentlicht: Bis zum 30. 6. 2016 bleibt alles beim Alten, was danach gilt, bestimmt der Gesetzgeber, der erklärtermaßen um Kontinuität bemüht ist. Mehr oder minder dürfte aber auch dann die Erbschaftsteuer für den Normalfall bei Unternehmensübergaben im kleineren und mittleren Bereich entfallbar gestaltet werden. Für große Unternehmen wird es in jedem Fall teurer, kleine Unternehmen unter 20 Mitarbeitern müssen dann aber auch die Kriterien für Erleichterungen erfüllen und damit wohl Arbeitsplatzgarantien geben. Den aktuellen Gesetzesentwurf der Bundesregierung vom 8. 7. 2015 haben wir in unsere Home-Page eingestellt. Wollen Sie Ihr Unternehmen steuerneutral auf Ihre Kinder zu alten Bedingungen übertragen, wird es zeitlich langsam eng: Während CDU/CSU weitere Entlastungen für Familienunternehmen einfordern, gehen die geplanten Regelungen der SPD zu weit: In diesem Jahr dürfte das geänderte ErbStG daher kaum noch verabschiedet werden. Eine Gegenüberstellung der aktuellen Regelungen mit dem Regierungsentwurf und der Bundesratsdrucksache vom 25. 9. 2015 lassen wir Ihnen gerne zukommen. Also für Unternehmer besteht Handlungsbedarf vor spätestem Fristende für die Neuregelung bis 30. 6. 2016.

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Börsentipps Februar 2016

Seit den DAX-Höchstständen von knapp 12.500 raten wir an dieser Stelle zum Exit aus Aktien und Festverzinslichen. Unsere Markteinschätzung wurde nicht von allen Auguren geteilt. Nun geht es weltweit bergab und alle die noch im Markt sind suchen den Notausgang. Wo diese Zeilen geschrieben werden, stehen wir bei rd. 8.800,00 im DAX, bei den anderen Indices sieht es nicht besser aus. Die Gründe sind überall nachzulesen. Insbesondere zu nennen ist die Weltschuldenkrise verursacht durch die Notenpressen, die die Wirtschaften eben nicht belebt haben; Japan ist das Paradebeispiel, in Europa sieht es nicht besser aus. Anstatt zu konstatieren, dass eine Zinspolitik eine wettbewerbsorientierte Politik nicht ersetzt, wird in Europa weiter die Geldpolitik bemüht. Der Wachstumsmotor China ist ins Stocken geraten, die Rohstoffpreise fallen als Ursache der sinkenden Nachfrage, aber auch politisch ist vieles in erheblicher Schieflage, ohne auf Einzelheiten hier einzugehen. Was neben Realwirtschaften und Politik zu beachten ist, ist der Markt selber, vgl. oben. Staatsfonds und Staaten, die vom Öl gelebt haben kommen ins Trudeln und müssen verkaufen und auch die Banken die diese Industrie, wie die Fracker in den USA finanziert haben, leiden mit. Ja auch das niedrig gehaltene Zinsniveau bringt Banken und Versicherungen in Not und ebenso die private Altersvorsorge und Vermögensbildung. Was tun: Auf Sicht gar nichts, im Geld bleiben. Die aktuelle Korrektur läuft ab April 2015, die letzte große Korrektur ab Beginn 2008 dauerte bis Beginn 2009. Der Vorsichtige schaut erst Mitte dieses Jahres wieder auf die Kurszettel oder vorher bei Kursen ab 6.500 mit sich abzeichnender Bodenbildung. Auch sollte man abwarten, ob sich Europa hält; Zweifel sind angebracht. Wenn man liest, dass rd. ¾ der Weltbevölkerung bei uns asylberechtigt sein sollen und man hiervon erhebliche Sicherheitsabschläge macht, so kommt man doch zum Ergebnis, dass die deutsche Politik nicht durchzuhalten ist, auch vor dem Hintergrund entlarvender Kleinkarothemen wie Bargeldbegrenzung auf € 5.000 und Familiennachzug für jugendliche Flüchtlinge. Immobilien? Kommt auf den Einzelfall an; Zinsniveau und zögerliche Baulanderschließung lassen die Preise steigen und Gewinne bei Veräußerern und Bauträger anfallen, denen es gelungen ist, Bauland zu erwerben. Und nicht zu vergessen: Immobilien sind, von teuren Fonds abgesehen, großteilig, und für Notar und Grunderwerbsteuer sind 7 % weg, Vermögensverwaltung mit Aktien und Festverzinslichen ist eleganter, wenn auch risikoreicher. Klar: In der aktuellen Notsituation steigt Geld wieder, hat aber seit den Höchstständen in 2011 erheblich korrigiert als Folge der sich ankündigenden Zinssteigerungen. Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien:

  • „Jetzt kann ich nicht mehr verkaufen, der Verlust ist schon zu groß“, Passt zur Situation, ist natürlich Stuss.
  • „Für Börsenspekulationen ist der Februar einer der gefährlichsten Monate. Die anderen sind Juli, Januar, September, April, November, Mai, März, Juni, Dezember, August und Oktober“, Mark Twain, wohl nicht zu wiederlegen.
  • „Das ist das Schöne an der Börse: Ein Spekulant kann tausend Prozent Gewinn machen, aber nie mehr als hundert Prozent verlieren“, Hermann Josef Abs.
Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer von 17. 12. 2014 haben wir auf unserer Home-Page veröffentlicht: Bis zum 30. 6. 2016 bleibt alles beim Alten, was danach gilt, bestimmt der Gesetzgeber, der erklärtermaßen um Kontinuität bemüht ist. Mehr oder minder dürfte aber auch dann die Erbschaftsteuer für den Normalfall bei Unternehmensübergaben im kleineren und mittleren Bereich entfallbar gestaltet werden. Für große Unternehmen wird es in jedem Fall teurer, kleine Unternehmen unter 20 Mitarbeitern müssen dann aber auch die Kriterien für Erleichterungen erfüllen und damit wohl Arbeitsplatzgarantien geben. Den aktuellen Gesetzesentwurf der Bundesregierung vom 8. 7. 2015 haben wir in unsere Home-Page eingestellt. Wollen Sie Ihr Unternehmen steuerneutral auf Ihre Kinder zu alten Bedingungen übertragen, wird es zeitlich langsam eng: Während CDU/CSU weitere Entlastungen für Familienunternehmen einfordern, gehen die geplanten Regelungen der SPD zu weit: In diesem Jahr dürfte das geänderte ErbStG daher kaum noch verabschiedet werden. Eine Gegenüberstellung der aktuellen Regelungen mit dem Regierungsentwurf und der Bundesratsdrucksache vom 25. 9. 2015 lassen wir Ihnen gerne zukommen. Also für Unternehmer besteht Handlungsbedarf vor spätestem Fristende für die Neuregelung bis 30. 6. 2016.

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Börsentipps Januar 2016

2016 ist ein Jahr des Feuer-Affen. Nach der chin. Astrologie ist der Affe ist ein geschickter Typ, der voller Raffinesse steckt und stets seinen Vorteil im Auge hat. Der Affe gilt als flexibel, weshalb er schnell vorwärts kommt, doch fühlt er sich nur in Gesellschaft wohl. Der Feuer-Affe ist vital und erfinderisch, er ist der ungestümteste aller Affen, eigensinnig und streitsüchtig. Im Jahr des Affen werden wir aber schnell bemerken, dass wir nur dann vorankommen, wenn wir unsere Seilschaften pflegen und nicht auf den Alleingang setzen. Flexibilität im Alltag bewährt sich und ist auch bei Partnerschaften gefragt. So kann das Jahr des Affen für diejenigen von Vorteil sein, die es verstehen, wendig und einfallsreich zu handeln, und sich auch nicht scheuen, ein bisschen Show zu machen. In Politik und Kultur sollte man deshalb besonders auf Wahrhaftigkeit und nachhaltiges Verhalten setzen, denn sehr schnell kommen die Dinge doch ganz anders als vermutet. Nicht immer ist der bestinformierte Anleger auch der erfolgreichste. Auch Ahnungslose können gewinnen. Das zeigen Experimente mit Affen. Die Tageszeitung Chicago Sun Times ließ mehrere Jahre lang Anfang Januar einen Affen fünf Aktien zu einem Portfolio zusammenstellen. Der Affe hieß Adam Monk und saß mit einem Bleistift vor dem aufgeschlagenen Wall Street Journal; die Aktien, die er ankreuzte oder umkringelte, wurden gekauft. Die meisten Jahre hat Adam Monk den Dow Jones Index geschlagen. Damit lag er weit über dem Durchschnitt aller hochbezahlten Wertpapierberater. Adam Monk hat Kollegen überall in der Welt. In Russland gab es den Schimpansen Lusha, der wählte acht aus 30 als Bauklötze verkleideten Aktien aus; das Portfolio verdreifachte sich im Jahr darauf und katapultierte Lusha in die besten fünf Prozent aller russischen Investmentfonds-Manager. Eine Artgenossin, das Schimpansenmädchen Raven, durfte Pfeile auf eine Liste mit 130 Internetunternehmen werfen; das so ausgewählte Portfolio wuchs im ersten Jahr um 79 Prozent, im zweiten Jahr um 213 Prozent, damit wäre Raven der 22. von mehreren hundert amerikanischen Investmentmanagern des Jahres 2000 gewesen. Das für Anleger auf den ersten Blick beunruhigende Fazit solcher Experimente ist: Die Affen sind verglichen mit hochbezahlten Investmentmanagern im Mittel auch nicht schlechter - ob man seine Gelder einem Schimpansen oder einem Harvard-Absolventen zum Verwalten überlässt, ist im Prinzip egal. Der einzige Unterschied: Der Affe ist billiger. Damit ist die alte These als falsch entlarvt, dass Aktionäre viel Ahnung von Wirtschaft haben und sich in die Unternehmen gut einarbeiten müssen, um die richtigen Aktien zu finden. Es reicht, das Geld richtig auf unterschiedliche Anlagen zu verteilen. Zu lange zu überlegen, ist für den normalen Kleininvestor Zeitverschwendung. Von den ganz seltenen Fällen abgesehen, in denen er durch Insiderinformationen etwas weiß, was am Markt niemand sonst weiß, kann er genauso gut ins Kino gehen. Und das muss auch in einem effizienten Aktienmarkt so sein. Auf den zweiten Blick sind diese Affenexperimente also eher ein Grund zur Beruhigung. Effizient heißt ein Kapitalmarkt immer dann, wenn der aktuelle Preis eines risikobehafteten Wertpapiers mit den erwarteten künftigen Erträgen zusammenfällt - und zwar diskontiert, das heißt: unter Berücksichtigung der Zinsen. Wenn ich genau weiß, dass ich in einem Jahr für ein Papier 100 Euro bekomme, dann zahle ich dafür heute 97 Euro (oder etwas mehr oder weniger, je nachdem, wie hoch die Zinsen gerade sind). Wenn man die künftigen Erträge nicht kennt, nimmt man den Erwartungswert davon; auch mathematisch unbegabte Börsianer sind sehr geschickt darin, diesen präzise abzuschätzen. Wenn eine Aktie in diesem Sinn zu billig ist, also der Kurs von den künftigen Erträgen nach unten abweicht, finden sich sofort Kaufinteressenten, die von dieser Diskrepanz profitieren möchten. Und genau das sorgt dafür, dass der Kurs sehr schnell wieder seinen „korrekten“ Werte erreicht. Umgekehrt ist die Situation bei Aktien, die nach dieser Rechnung überbewertet sind: Hier stoßen die Besitzer die zu teuren Papiere ab, das führt ebenfalls sehr schnell zurück zum korrekten Wert. Deshalb dürfen Anleger bei liquiden, viel gehandelten Wertpapieren getrost davon ausgehen: Auch wenn der tatsächliche Erfolg der Firma fast nie dem vorhergesagten Erfolg und dem aktuellen Kurs entspricht, ist alles aktuelle Wissen über Chancen und Risiken schon korrekt im Kurs eingepreist. Das Potential nach oben wie nach unten ist für alle Wertanlagen gleich, sichere Kandidaten für einen Anstieg oder für einen Abstieg gibt es nicht. In gewisser Weise sind also Börsenprofis ein Opfer ihres eigenen Erfolges: Genau dadurch, dass sie so fanatisch allen Gewinnmöglichkeiten nachspüren, machen sie ebendiese Gewinnmöglichkeiten zunichte. Deshalb weichen die Kursprognosen von Experten vergleichsweise unsystematisch nach oben und nach unten von den später tatsächlich realisierten Kursen ab. Sie verschätzen sich zwar immer - aber nicht so, dass man ihnen einen systematischen Fehler nachweisen könnte, den ein schlauerer Experte ausnutzen kann. Darum kann kein Investmentfonds den Dax auf Dauer schlagen. Natürlich gibt es immer wieder Investoren, die den Index eine Zeitlang schlagen, manchmal über mehrere Jahre. Sie sind wie der Krake Paul, die bei der Fußball- Weltmeisterschaft 2010 alle Ergebnisse der deutschen Mannschaft korrekt vorhergesagt hatte - ihr Erfolg ist reiner Zufall. Wenn man lange genug ins Spielcasino geht, kommt irgendwann auch zehnmal hintereinander Rot. Experten können noch ein paar Pluspunkte sammeln, wenn sie das Vermögen richtig strukturieren und wenn sie verschiedene Aktien zu einem Gesamtportfolio zusammenstellen, in dem sich Kursgewinne der einen Aktie und Kursverluste der anderen gut ausgleichen, so dass das Risiko am Ende möglichst klein ist. Aber das sind Petitessen. Für den Kleinanleger reicht die Einsicht, dass es für heiße Aktientipps nur einen Aufbewahrungsort gibt, nämlich den Papierkorb. Wie auch immer Sie Ihr Aktiendepot aus einem Universum von liquiden Standardpapieren zusammensetzen, ist im Prinzip ohne großen Belang, solange Sie auf eine gute Mischung aller Branchen achten. Der Anleger sieht sich einem Wust von Informationen gegenüber und machen folgenden Fehler: Aktionäre verbringen zu viel Zeit damit, Chancen und Risiken einzelner Firmen zu analysieren - dabei bringt ihnen der ganze Aufwand wenig, weil sie die Chancen und Risiken nicht besser einschätzen können als andere Börsenhändler. Die Gefahr dabei: Wer Aktien mit viel Bedacht auswählt, läuft Gefahr, gerade die falschen zu erwischen und am Ende sogar weniger Rendite zu machen als ein Affe. Die Abhilfe: Beim Anlegen sollten Menschen nur darauf achten, dass sie ihr Geld gut verteilen. Die Chancen und Risiken der einzelnen Aktien und Anleihen können sie getrost ignorieren - und ihre Wertpapiere auswählen wie die Affen. Altmeister Kostolany hat die Quintessenz hieraus in folgenden Sprüchen zusammengefasst:

  • Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich.
  • Betriebswirtschaft und Technik sind die größten Feinde der Börsenlogik, da die Börse ihre eigene Logik hat.
  • Die Experten sagen's, wissen's aber nicht. (Kostolany über Anlageberater)

Ein paar Bemerkungen: Der Affe ist billiger als die teuren Fondsmanager, die per Saldo nichts bringen. Also: Billiger Broker und billige Indexfonds. Die Affenökonomie funktioniert nur in liquiden effizienten Märkten, wie DAX. In kleineren Märkten, wo teilweise Liquidität fehlt, wie z. B. im SDAX, können Informationsvorsprünge entstehen. Die Affenökonomie ist also für den Normalanleger durchaus geeignet. Wichtige Erkenntnis: Der Affe ist billig, also Streuung und Kosten über Indexfonds bei Billigbanken. Das Affenerkenntnismodell ist naturgemäß begrenzt, deshalb ein bisschen Einfachökonomie: Zinsen unten, Preise oben. Die Zinsen in den USA sind nach vielfacher Ankündigung nun leicht gestiegen und der Dow Jones trat auf der Stelle: Bei Jahresbeginn stand er bei 17.500 und am Jahresende bei 17.400. Bei uns kommt die Zinswende, egal ob die EZB das will oder nicht: Geld geht nach USA und wird hier knapper, so dass die Zinsen steigen. Also in jedem Fall Finger weg von Festverzinslichen. Wie die EZB von ihrem Haufen Festverzinslichen wieder runter kommen will ohne in Insolvenz zu gehen, wird die Zukunft zeigen. Aktien USA: Finger weg. Aktien Europa: Ritt auf der Rasierklinge mit Seitwärtsbewegung, da hier die Zinsen noch niedrig gehalten werden und die Konjunkturerwartungen nicht schlecht sind. Der Durchschnitt der DAX-Schätzungen für 2016 liegt bei 11.859 bei heute rd. 10.700. Doch der Anleger, der bei der Bank seines Vertrauens Fonds auf Auge gedrückt bekommt, zahlt noch jede Menge für dieses Vergnügen, so dass ihm in seinem Depot rd. 5 % fehlen von der DAX-Schätzung. Verlässt man die Einfachökonomie und steigt tiefer ein, so wird ganz klar: Jede Kursrally geht irgendwann zu Ende. Die aktuelle läuft bereits ungewöhnlich lang. Die große Zahl an spektakulären Firmenkäufen und ein hohes Volumen bei Aktienrückkäufen amerikanischer Unternehmen zeigen ebenfalls, dass der Bullenmarkt ein fortgeschrittenes Stadium erreicht hat. Vorbote für einen Crash waren in der Vergangenheit oft Zinsanhebungen der US-Notenbank. Frühere Zyklen verdeutlichen aber auch, dass die Aktienkurse nach der ersten Zinserhöhung meist weiter steigen. Laut Daten der Citigroup waren mindestens drei Zinsanhebungen notwendig, um den Bullen zu brechen. Von 2004 bis 2006 erhöhte die amerikanische Notenbank die Zinsen sogar 17 Mal, ohne direkten Schaden an den Aktienmärkten zu hinterlassen. Ebenfalls wichtig: Auf den Wendepunkten der letzten beiden großen Bullenmärkte, in den Jahren 2000 und 2007, lag der US-Leitzins bei mehr als fünf Prozent - also deutlich über dem aktuellen Niveau. Aus dieser Perspektive dürfte die Zinswende in den USA Kursgewinnen bei Aktien in 2016 nicht im Wege stehen. Lassen Sie sich in 2016 nicht zum Affen machen!

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer von 17. 12. 2014 haben wir auf unserer Home-Page veröffentlicht: Bis zum 30. 6. 2016 bleibt alles beim Alten, was danach gilt, bestimmt der Gesetzgeber, der erklärtermaßen um Kontinuität bemüht ist. Mehr oder minder dürfte aber auch dann die Erbschaftsteuer für den Normalfall bei Unternehmensübergaben im kleineren und mittleren Bereich entfallbar gestaltet werden. Für große Unternehmen wird es in jedem Fall teurer, kleine Unternehmen unter 20 Mitarbeitern müssen dann aber auch die Kriterien für Erleichterungen erfüllen und damit wohl Arbeitsplatzgarantien geben. Den aktuellen Gesetzesentwurf der Bundesregierung vom 8. 7. 2015 haben wir in unsere Home-Page eingestellt. Wollen Sie Ihr Unternehmen steuerneutral auf Ihre Kinder zu alten Bedingungen übertragen, wird es zeitlich langsam eng: Während CDU/CSU weitere Entlastungen für Familienunternehmen einfordern, gehen die geplanten Regelungen der SPD zu weit: In diesem Jahr dürfte das geänderte ErbStG daher kaum noch verabschiedet werden. Eine Gegenüberstellung der aktuellen Regelungen mit dem Regierungsentwurf und der Bundesratsdrucksache vom 25. 9. 2015 lassen wir Ihnen gerne zukommen. Also für Unternehmer besteht Handlungsbedarf vor spätestem Fristende für die Neuregelung bis 30. 6. 2016.

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Börsentipps Dezember 2015

Die Anlagemöglichkeiten sind zur Zeit mehr Risiken als Chancen ausgesetzt: In den USA kommt wohl im Dezember die lange erwartete Zinserhöhung wenngleich in geringer Dosis, so dass der dortige Aufschwung nicht gefährdet wird. In Europa ist die Zinspolitik eine andere, die EZB wird über die Geldmengenausweitung durch den Kauf von Festverzinslichen den Zins weiter drücken. Sichere langfristige Bundesanleihen rentieren mit minus 0,3 % Zinsen. 10jährige Bundesanleihen rentieren zu Zeit mit rd. 0,5 % und in Jahresfrist wird rd. 1 % mit korrespondierenden Kursverlusten erwartet. Der Anleger muss somit entscheiden, ob er einsteigt oder nicht. Festverzinsliche bergen ein hohes Verlustpotential wegen den bereits hohen Kursen bei künftig steigenden Zinsen und bei Aktien ist der DAX schon wieder sehr hoch mit aktuell rd. 11.400. Die 200-Tage-Linie ist von unten durchbrochen, so dass charttechnisch ein Kaufsignal gegeben ist. Gleichwohl ist wegen den drehenden Zinsen das Potential nach oben begrenzt und mit hohen Schwankungen zu rechnen. So sieht in etwa die Deutsche Bank den DAX Ende 2016 bei 11.700, zu Jahresbeginn sah das Institut den DAX auf Ende 2015 bei rd. 11.500, was ja so kommen könnte. Wenn Sie sich also zurückhalten, so sind Sie nicht allein. Zur Anlagesituation in Deutschland hob Flossbach von Flossbach Storch hervor, dass hierzulande von 5.200 Milliarden Euro Geldvermögen etwa 4.000 Milliarden zinslos auf Konten schlummerten. Das Bankhaus Oppenheim weist darauf hin, dass wir fast 30 Jahre keine steigenden Zinsen mehr hatten und eine ganze Generation an den Finanzmärkten diese Situation nicht kennt. Bei deutschen und europäischen Aktien ist daher Vorsicht geboten. Vorsicht bei Fonds wegen den gewinnzehrenden Kosten und auch Vorsicht bei kostengünstigen Indexfonds, die auch zwangsläufig Verliereraktien in ihre Bücher nehmen. Was wohl eher in Frage kommt ist stock picking: Die diesbezüglichen Rennlisten lesen alle und grundsätzlich ist die dort kumulierte Markteinschätzung grundsätzlich nicht falsch. Gold hat in Dollar in den letzten 12 Monaten 12 % verloren, in den letzten 3 Jahren rd. 38 %; gegenläufig entwickelt sich für die Euroanleger der Eurokurs. Für 2016 wird das Wachstum in den USA mit 2,7 % in China mit 6,3 %, in den Industrieländern mit 2,2 % und in den Schwellenländern mit 4,5 % erwartet, also insgesamt keine schlechten Aussichten. Anlagen in Schwellenländern dürften aber mit Sicherheit Probleme bekommen: Die Firmen haben sich in Dollar finanziert und durch die Dollaraufwertung wird die Rückzahlung teurer und belastet deren Ergebnisse, so dass deren Kurse für uns zweimal unter Druck kommen: Gewinne sinken und lokale Währungsabwertungen. Europäische Aktien sind nach Metzler gegenüber amerikanischen zu bevorzugen, klar: Die dortige Zinsdämpfung und der Dollaranstieg könnten Nachfrage nach Europa verlagern, wo man erst für Mitte 2016 einen Marktzinsanstieg erwartet, EZB hin oder her. Die europäischen Firmen heben mit den Euroabwertungen ihre Erlöse und ihre Vorleistungen an Öl und anderen Rohstoffen unterliegen einem Preisverfall, so dass die Kursverluste des Euro hier kompensiert werden. Wie wird sich der belebende Euroverfall weiterentwickeln? Europäische Länder ohne den Euro wie Schweiz, Dänemark oder Schweden müssen sich was einfallen lassen, um ihre Beschäftigung zu stabilisieren. Bedingt durch die gegenläufige Zinspolitik wird der Euro auf Ende 2016 nunmehr bei 0,95 bis 0,85 Dollar gesehen, was klar für europäische Aktien spricht. Sie können also auch mit einiger Sicherheit auf den Dollar selbst (Zinsanstieg) spekulieren. Immobilien sind immer eine Option bei gutem Einstandspreis, guter Lage und guter Vermietung, wenngleich sich die Erträge wegen anderer Nebenkosten insgesamt in Grenzen halten, aber der Vermögenserhalt dürfte hier gelingen. Was also tun? Individuelle Anlageziele unter Altersaspekten definieren, Vermögensstruktur analysieren, etc. und schließlich handeln oder auch nicht.

Wie stets an dieser Stelle diesmal einige kritische, aber auch humoristische Lebens- und Börsenweisheiten:

  • „Aktionärsregel: Dividende gut, alles gut.“
  • „Alkohol kann die Phantasie stimulieren, unnütze Hemmungen beiseite räumen, und das ist sehr oft besonders günstig (André Kostolany).“
  • „Alles ist vergänglich. Nichts ist auf Dauer, weder eine Hausse noch eine Baisse. Als Faustregel gilt: Eine Hausse dauert etwa dreimal länger als eine Baisse. Vergeuden Sie nicht ihre Zeit mit Timing, sondern nutzen Sie Baissen für Käufe (Gottfried Heller).“

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

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Selbstanzeige ist nach unserem Beratungsanstieg in diesem Bereich nach den jüngsten Datenkäufen von NRW Anfang November wieder aktuelles Thema, gerade bei unserer Lage in Grenzgebiet.

Börsentipps November 2015

Das die deutsche Politik beherrschende Thema muss hier wieder aufgegriffen werden, um am Schluss die Kurve zu den Aktien zu bekommen. Nunmehr liegen Zahlen vor: 11 % Akademiker, 8 % mit Berufsausbildung und der Rest ohne alles. Die ersten beiden Gruppen benötigen noch die deutsche Sprache. Um die 81 % nach vorne zu bringen bedarf es nach Ministeriumseinschätzung eine Generation. So gab der ehem. amsterdamer Diamantenhändler Franky beim Bert im Walportzheim zum Besten, sie seien zum Herbsten erst um 9 gekommen, hätten als erstes nach Brötchen verlangt und diese auch bekommen, gleichwohl um 11 die Segel gestrichen. Migrationsforscher weisen auf begrenzte Zahlen hin für das Gelingen. Per Saldo werden in Bälde die Lohnstückkosten über die Sozialabgaben und Steuern steigen und unsere Wettbewerbsfähigkeit wird reduziert. Die Festung Europa, die sich nur um ihre Ökonomie und ihren Ethiküberhang kümmern konnte, stellt sich als auf Umverteilung ausgerichtetes Kartenhaus dar. Insbesondere die deutsche Politik, die nationale Interessen verkennt, hat keines der großen Probleme der vergangen Jahre gelöst, sondern vor sich her geschoben: Energiewende, Euro-Krise, Griechenland. Ohne Zweifel ist die EU gefährdet. Obwohl es uns unter dem Hut brennt werden auf höchster Ebene Nonsensdiskussionen über Transitzonen oder andere Einreisezentren geführt und von höchster Stelle darauf hingewiesen, wir seien doch 80 Millionen, wobei der Staat sich der Selbstaufgabe nähert. Dass Syrien eine Antwort Putins auf die EU-Sanktionen wegen der Ukraine ist, dämmert den Wenigsten. Nun mag Darghi den Zins weiter niedrig halten, um die Staatsfinanzierungen nicht zu gefährden; Investitionen hängen aber nur im Lehrbuch am Zins, ansonsten hätten wir ja eine riesige Investitionswelle um Inflation. Fakt ist, dass der Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft im Oktober leicht gefallen ist. Dass der Indikator für das Dienstleistungsgewerbe gestiegen ist, mag mit dem Eingangsproblem zusammen hängen. So prüft die Bundesrechtsanwaltskammer schon, ob ein Fachanwaltstitel für Migrationsrecht aufgelegt werden soll. Die dem Mittelstand zugewandten IHK erkennen einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität. Nun mag innerhalb der FED ein heftiger Streit über den geldpolitischen Kurs entbrannt sein, so dass die Leitzinserhöhung im nächsten Jahr erst kommt, auch mag die Wachstumsschwäche von China ein Hinweis auf sinkende Wachstumsraten sich entwickelnder Volkswirtschaften sein, aber eines bleibt: Der Haussezyklus seit 2009 ist relativ lang und die Zinsen können, wie die BIZ feststellt, nicht immer unten bleiben: Banken, Versicherungen und die Altersvorsorge kommen in Straucheln. Nicht zu übersehen ist aber, dass der DAX seit Anfang Oktober bis heute eine schöne Entwicklung von 9.400 Zählern ausgehend hingelegt hat. Wenn Sie das als Einstiegssignal deuten, dann ist zu beachten: Dem Indexanbieter S&P Dow Jones Indices ist es alljährlich eine Freude, das Versagen der Fondsmanager aufzuzeigen. Das Ergebnis ist vernichtend für die Fondsmanager. Der breitgefasste amerikanische Aktienindex S&P 500 hat sich demnach in zehn Jahren besser entwickelt als 98 Prozent der Fonds auf amerikanische Aktien. Umgekehrt haben also nur 2 Prozent der Fondsmanager durch ihre Aktienauswahl eine Mehrrendite gegenüber dem S&P 500 geliefert. Während aktiv gemanagte Fonds jedes Jahr eine Verwaltungsgebühr neben anderen Kosten von rund 1 bis 2 Prozent und einen hohen Ausgabeaufschlag verlangen, sind es bei Indexfonds (ETFs) jährlich oft nur 0,1 Prozent Gebühr. In Deutschland schafften auf Sicht von einem Jahr immerhin 36 Prozent der Fondsmanager eine bessere Rendite als der Aktienindex S&P Germany. Doch das scheinen eher Zufallserfolge zu sein, denn nach zehn Jahren können nur 17 Prozent der Fondsmanager ihre Mehrrendite aufrechterhalten. Durch Fusionen und Fondsschließungen sind nach zehn Jahren zudem 45 Prozent der aktiven Fonds aus dem Markt verschwunden, hat S&P errechnet. In Deutschland sind etwa 10 Prozent des Fondsvolumens in ETFs angelegt, aber 90 Prozent in den teuren aktiven Fonds. Zudem spielen ETFs im deutschen Filialvertrieb weiterhin keine Rolle. Auf grund ihrer günstigen Gebührenstruktur werden sie von Volksbanken, Sparkassen und auch den großen Privatbanken im Filialvertrieb nicht angeboten, weder als Direktanlage noch als Sparplan. Die Kunden müssen sie also aktiv nachfragen oder selbst an der Börse kaufen — doch das machen hierzulande ebenso wie einen Renditevergleich nur die wenigsten Anleger, so dass aktive Fonds trotz ihrer bescheidenen Anlageerfolge die Depots weiter dominieren. Halten, kaufen, verkaufen? Jüngere Zeitgenossen, die also Verluste noch durch Arbeit ausgleichen können, mögen die Entwicklung seit Oktober als Talsohle betrachten und kaufen. In den Rennlisten werden als Käufe genannt: Daimler und Telekom. Älteren Zeitgenossen, die ihr Geld behalten müssen, sei weiterhin zur Vorsicht geraten und der Hinweis auf Nullinflation wiederholt.

Wie stets an dieser Stelle diesmal einige kritische, aber auch humoristische Lebens- und Börsenweisheiten:

  • „Buchverluste sind keine Schande - aber eine große Ehre sind sie auch nicht.“
  • „Das Leben ist ein Spiel. Man macht keine größeren Gewinne, ohne Verluste zu riskieren.“
  • „Der Viehhändler David Drew ließ an seine Herde Salz verfüttern und die Tiere unmittelbar vor dem Markt, auf dem sie nach Lebendgewicht verkauft wurden, saufen. Drew wurde einer der erfolgreichsten Wall Street Spekulanten und soll zur Prägung des Begriffes "Verwässerte Aktien" angeregt haben.“

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer von 17. 12. 2014 haben wir auf unserer Home-Page veröffentlicht: Bis zum 30. 6. 2016 bleibt alles beim Alten, was danach gilt, bestimmt der Gesetzgeber, der erklärtermaßen um Kontinuität bemüht ist. Mehr oder minder dürfte aber auch dann die Erbschaftsteuer für den Normalfall bei Unternehmensübergaben im kleineren und mittleren Bereich entfallbar gestaltet werden. Für große Unternehmen wird es in jedem Fall teurer, kleine Unternehmen unter 20 Mitarbeitern müssen dann aber auch die Kriterien für Erleichterungen erfüllen und damit wohl Arbeitsplatzgarantien geben. Den aktuellen Gesetzesentwurf der Bundesregierung vom 8. 7. 2015 haben wir in unsere Home-Page eingestellt. Wollen Sie Ihr Unternehmen steuerneutral auf Ihre Kinder zu alten Bedingungen übertragen, wird es zeitlich langsam eng: Während CDU/CSU weitere Entlastungen für Familienunternehmen einfordern, gehen die geplanten Regelungen der SPD zu weit: In diesem Jahr dürfte das geänderte ErbStG daher kaum noch verabschiedet werden. Eine Gegenüberstellung der aktuellen Regelungen mit dem Regierungsentwurf und der Bundesratsdrucksache vom 25. 9. 2015 lassen wir Ihnen gerne zukommen.

Börsentipps Oktober 2015

Um abschätzen zu können wie unser DAX weiterläuft, ist es auch erforderlich, das politische Umfeld mit einzubeziehen. Sich auf den DAX zu konzentrieren reicht hier aus, denn seine Unternehmen sind wie seine Aktionäre im Wesentlichen international aufgestellt, so dass sich auch internationale Entwicklungen in den Bilanzen und Kursen niederschlagen. Die beiden Hauptthemen des letzten Monats sind bekannt. Fraglich erscheint, ob dahinter die gleichen Muster liegen. Die Flüchtlingskrise wächst uns, wie Gauck mit seiner kalten Dusche vermittelt hat, über den Kopf. 10.000 am Tag mit steigender Tendenz sind soundsoviele im Jahr. Wie konnte so was passieren? Der Merkelsche Politikansatz heißt abwarten, bis die Meinungsbildung in der Bild-Zeitung nachzulesen, also mainstream ist. Politische Grundeinstellungen spielen hier nachgeordnet eine Rolle, da man über diesen Politikansatz auch Wähler anderer Parteien erreicht. Meist funktioniert das auch, jedoch nicht in Krisensituationen, wo kurzfristig hochwertige Entscheidungen getroffen werden müssen wie Krieg oder Frieden oder hier das ungeordnete Überrennen von Grenzen wider alle Regeln rein in unser Sozialsystem. Hier ist sie Putin, der gerade unser Problem in Syrien angeht und damit seine Probleme mit dem IS, das Ukraineproblem löst und neue Strategische Allianzen mit Irak und Iran schafft, um Längen unterlegen, gleich wie man seine Politik beurteilt. Zetsche meinte noch Anfang September:“ Die meisten Flüchtlinge sind gut ausgebildet und motiviert. Solche Leute suchen wir.“ Scholz meinte vorher, rd. 1/3 sei in Arbeit zu bringen, Nahles fuhr ein wenig später auf 10 % runter. Stand heute mit internationalen Erfahrungswerten geht die Arbeitsagentur davon aus, dass rd. 8 % nach einem Jahr einen Job haben, 50 % nach 5 Jahren und nach 15 Jahren werde die durchschnittliche Arbeitslosenzahl erreicht. Bedenken sind angebracht, denn die meisten Flüchtlinge aus Krisengebieten sind Analphabeten wie ihre Eltern und ihre Kinder, kaum Berufs-, häufig Nahkampferfahrung. Wie diese in Prognosen der Arbeitsagentur auf den für Zetsche erforderlichen Industriestandard 4.0 gebracht werden können, erschließt sich nicht mit dem Rekurs auf internationale Studien ohne Qualitätskontrolle bei tatsächlichen Flüchtlingen. Schwedische Erfahrungen lassen warnen. Zetsche, dem man zugutehalten muss, dass er Ingenieur ist, erhofft sich sogar ein neues Wirtschaftswunder wie bei den Gastarbeitern in den 50er und 60er Jahren. Das ist natürlich Stuss. Keynes hatte zur Belebung der Wirtschaft zu seiner besten Zeit empfohlen, mit Geld gefüllte Flaschen vergraben und wieder ausgraben zu lassen, um Unterbeschäftigung zu beseitigen. Das kann funktionieren im Sinne eines Erstrundeneffektes bei Unterbeschäftigung qualifizierter Arbeitskräfte und gegebener Bevölkerungszahl. Bei uns sind diese Voraussetzungen nicht gegeben. Wie wird die Flüchtlingsgeschichte enden? Zerstörte innere Sicherheit, extreme Belastung der Union und sinkendes Prokopfeinkommen, da das Gros der Flüchtlinge über Generationen bis ins Rentenalter durchgefüttert werden muss. Lösung: Putin, Grenzen dichtmachen, wie in Österreich geplant, und Rückführung. Falsche Willkommenkultur, „wir schaffen das“ und Flüchtlingsselfies mit Merkel vernachlässigen sträflich deutsche Interessen vor dem Hintergrund bekannter astromonischer Zahlen von Fluchtwilligen. Offensichtlich schwenkt die deutsche Politik auf diesen Kurs ein, der natürlich verbal vorbereitet werden muss. Änderungen des Asylrechts sind aber in diese Richtung weisend. Also kein gutes Umfeld für den Industriestandort. Wie die aktuellen Umfragen erwarten lassen, hat sich Merkel mit einem Selfie als erster Mensch geköpft, da ein Nachfolger fehlt, dürfte sie aber trotzdem weiterleben. Der VW-Fall hat auch politische Ursachen: Um den Grünen Stimmen abzujagen und mainstream zu, sein werden Klimaschutzziele verabschiedet, die technologisch kaum zu erreichen sind. Die Energiewirtschaft liegt bereits am Boden und nun geht es einer weiteren Schwerpunktindustrie an den Kragen. VW-spezifisch kommen noch die starken Gewerkschaften mit einer hohen Lohnquote hinzu und Aktionäre, die auch mal Geld sehen wollen, daneben wollen die USA ihren Markt schützen, da sie keine kleine Dieselmotoren in Großserie bauen können. Wie wird diese Geschichte enden? Mit neuer Software fällt die Leistung, Schadenersatz folgt und am Schluss dürfte VW überleben. Zu hoffen ist, dass nicht andere Marken betroffen sind. International: Seit Monaten kennen wichtige Rohstoffpreise nur eine Richtung: nach unten. Bei vielen Anlegern verstärkt das die Sorgen um die globale Wirtschaft. Sie sehen den rasanten Preisverfall als Folge mangelnder Nachfrage wichtiger Schwellenländer, allen voran Chinas. Doch auch führende Rohstoffkonzerne haben ihren Teil zum Preiseinbruch beigetragen. In den vergangenen Jahren investierten die Manager in der Hoffnung auf einen andauernden Boom kräftig in neue Kapazitäten. Die drängen nun auf einen Markt mit zu geringer Nachfrage. Die Weltkonjunktur wird in den nächsten Jahren unter stark sinkenden Investitionen aus der Öl und Autoindustrie leiden. Die Zahl der US-Ölbohrtürme sank auf einen neuen Tiefstand. Die US-Unternehmensgewinne liegen aktuell auf dem Niveau von 2014. Kein Wunder, dass der größte US-Aktienindex (NYSE) auf den Stand vom 4. Quartal 2013 zurückgefallen ist. Ob und wann die Weltbörsen einen neuen monetären Schub bekommen, ist unklarer denn je. In den USA erwarten die einen Zinsanhebungen, die anderen Quantitative Easing 4 für 2016. Die Zinsanhebungen sind wahrscheinlicher, obwohl die dortige Inflation gering ist. Mit Beteiligungen an Immobilien, Schiffen, Windrädern oder Medienfonds haben Anleger in den vergangenen Jahren Verluste in Milliardenhöhe erlitten. Die Zeitschrift "Finanztest" untersuchte knapp 1140 geschlossene Fonds, die von 1972 bis heute aufgelegt wurden: Im Schnitt erfüllten nur sechs Prozent der Fonds ihre am investierten Anlegergeld gemessene Gewinnprognose. Insgesamt verbrannten die Anleger demnach 4,3 Milliarden Euro, statt einen in den Prospekten in Aussicht gestellten Gewinn von insgesamt 15,4 Milliarden Euro einzustreichen. Anleger geschlossener Fonds beteiligen sich direkt an Unternehmen, und können bei einer Pleite auch alles verlieren. Typisch sind Immobilien oder Windparks, früher waren Schiffe sehr beliebt. Laut Untersuchung von "Finanztest" bescherten 69 Prozent der Fonds den Anlegern Verluste. Immobilienfonds noch vergleichsweise stabil. Die Tester nahmen 666 bereits aufgelöste Fonds unter die Lupe, bei denen das Endergebnis also bereits feststeht. Bei den 473 noch laufenden Fonds verglichen sie laut "Finanztest" die bisherigen Ausschüttungen und die Kurse, mit denen die Fondsanteile zuletzt an der Zweitmarktbörse gehandelt wurden. Bis zum Ende der Laufzeit könne sich ihr Ergebnis noch verbessern oder verschlechtern. Im Schnitt erlitten Anleger bei 57 Prozent der Immobilienfonds, bei 62 Prozent der Umweltfonds, bei 81 Prozent der Schiffsbeteiligungen und bei 96 Prozent der Medienfonds einen vollständigen oder zumindest teilweisen Verlust ihres angelegten Kapitals, ergab die Untersuchung von "Finanztest". Ausgewertet wurden demnach Fonds mit einem Eigenkapitalvolumen von rund 37 Milliarden Euro. Ergebnis: Sich selber um seine Finanzen kümmern: Auguren sind nach dem Kursgewinn von Mittwoch hin – und hergerissen: Die LBBW sieht den DAX zum Jahresende bei 11.000. Helaba und NordLB z. B. sind da anderer Ansicht. Zinserhöhungen in den USA und Rohstoffpreisverfall dürften die Kurse nicht beleben, auch dauert der Kurseinbruch noch nicht lange genug im Vergleich zu den anderen großen Korrekturen, insbesondere ist eine ausreichende Bodenbildung der Indizes mit Blick auf die Charts noch nicht erfolgt, so dass die Strategie bis auf Weiteres im Geld zu bleiben vermögenserhaltend erscheint. Im Übrigen: Die Inflation ist bei null.

Wie stets an dieser Stelle diesmal einige kritische, aber auch humoristische Lebens- und Börsenweisheiten:

  • “Verluste begrenzen und Gewinne laufen lassen”, wenn das so einfach wäre, mit billigem Broker und stop-loss-orders geht das aber.
  • “Hin und her macht Taschen leer“, richtig, aber bei billigem Broker und hohem Zeiteinsatz geht das aber.
  • “Das Geheimnis des Börsengeschäfts liegt darin, zu erkennen, was der Durchschnittsbürger glaubt, dass der Durchschnittsbürger tut.” — John Maynard Keynes —, ein begnadeter Ökonom und erfolgreicher Zocker, ein Lebemensch par excellence.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikativeUnternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer von 17. 12. 2014 haben wir auf unserer Home-Page veröffentlicht: Bis zum 30. 6. 2016 bleibt alles beim Alten, was danach gilt, bestimmt der Gesetzgeber, der erklärtermaßen um Kontinuität bemüht ist. Mehr oder minder dürfte aber auch dann die Erbschaftsteuer für den Normalfall bei Unternehmensübergaben im kleineren und mittleren Bereich entfallbar gestaltet werden. Für große Unternehmen wird es in jedem Fall teurer, kleine Unternehmen unter 20 Mitarbeitern müssen dann aber auch die Kriterien für Erleichterungen erfüllen und damit wohl Arbeitsplatzgarantien geben. Den aktuellen Gesetzesentwurf der Bundesregierung vom 8. 7. 2015 haben wir in unsere Home-Page eingestellt.

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