Anbei finden Sie unsere monatlich erscheinenden Einschätzungen zur Wirtschaft und Börse: Für unsere mittelständisches Klientel aus dem produzierenden Gewerbe ist für die Kapazitätsplanung ein fundierter Ausblick in die Zukunft wichtig und für alle Kunden im Rahmen ihrer Vermögensplanung eine Einschätzung der Kapitalmärkte, denn sie nehmen zunehmend die Strukturierung ihrer Altersversorgung selber in die Hand und sind hierbei auf neutrale Informationen angewiesen.

Börsentipps Januar 2019

Kaufen, halten, verkaufen? Als vor einem Monat diese Kolumne geschrieben wurde stand der Dow-Jones-Index der Standardwerte bei 25.366 Punkten, der breiter gefasste S&P 500 bei 2.743 Zählern und der Index der Technologiebörse Nasdaq bei 7.291. Die aktuellen Zahlen lauten 23.139, 2.489 und 6.579, trotz der Kursgewinne nach dem Trump-Aufruf, doch wieder Aktien zu kaufen. Momentan steigen die Kurse wieder, alles vorbei? Der DAX kommt von 13.500 und liegt heute 3.000 Zähler niedriger. Kann man wieder kaufen oder ist die Talsohle der Indices noch nicht erreicht? 2018 gab es gewichtige Gründe für das Absacken der Kurse: Trump und seine Unberechenbarkeit gg. China, die steigenden Zinsen in den USA, so dass die dortigen Staatsanleihen mit einer Rendite von sicheren 3 % in Konkurrenz zu den Aktien treten, der Brexit ist weiter ungewiss, die italienischen Staatsschulden und ein drohender weiterer Austritt aus der EU, die diese zerstören würde, der franz. Reflex auf die Gelbwesten, der mit weiteren Staatsschulden erkauft wurde und die Gewinnwarnungen vieler Unternehmen, was in Einklang mit dem Rückgang des Ifo-Geschäftsklimaindexes seht. Die genannten negativen Einflussgrößen werden sich 2019 fortsetzen. Die Kurse werden gemacht durch die Gewinnentwicklungen und die Zinsen. In den USA werden Zinssteigerungen auf 3 % bis 3,5 % erwartet und die positiven Effekte der Steuersenkungen werden auslaufen. Aber es gibt auch Lichtblicke für steigende Kurse: Das weltweite Wirtschaftswachstum wird mit 2,5 % erwartet, die Arbeitslosenzahlen in den wichtigsten Industriestaaten sind niedrig, was den Konsum steigen lässt. Trotz USA/China wird der weltweite Handel steigen, die KGVs beim DAX sind günstig, im Schnitt liegt es aktuell bei 12,5, im langfristigen Durchschnitt bei 13,5. Vor der Finanzkrise im Jahr 2008 lag das KGV bei rund 17. Auch dürfte es sich bei der Künstlichen Intelligenz um einen Megatrend handeln, der breite Produktivitätsfortschritte generiert. Blackrock, der weltweit größte Vermögensverwalter warnt vor europäischen Aktien. Der Vermögensverwalter wendet sich aus den oben genannten Gründen von Europa ab und wendet sich verstärkt den USA, China und den Schwellenländern zu, so führt er aus: “Die Vereinigten Staaten und China ringen gerade um die Vorherrschaft in der Welt. Europa steht am Spielfeldrand und beschäftigt sich mit sich selbst“. Wohl wahr, alle alten niedergehenden Industrien befinden sich in Europa; Deutschland ist gerade dabei seine Automobilindustrie mit Erfolg selber zu ruinieren und die neuen Industrien befinden sich in Übersee, vgl. die Schwergewichte im MSCI. Der Verwalter weist zu Recht darauf hin, dass die Schutzschilder der Aktienmärkte, das starke Wirtschaftswachstum und die niedrigen Zinsen nunmehr geschwächt sind. In den USA dürften auch die Aktienrückkaufprogramme sinken, die mit rd. 650 Mrd. Dollar in 2018 die Kurse getrieben haben und Ausfluss der Steuerreform sind. Auch in 2007, also im Jahr vor Krisenbeginn waren die Aktienrückkäufe auf einem Höchststand. So ist beispielsweise die Zahl der ausstehenden möglichen Apple-Aktien etwa zwischen 0ktober 2014 und Oktober 2018 um fast 20 Prozent gesunken, was den Kursanstieg von Apple mit erklärt. Andererseits sind die Rückkäufe ein Indiz für fehlende interne Wachstumsfinanzierungen, es fehlt an Innovation. So sind bei Apple die Ausgaben für Innovation gesunken. Die britische Großbank HSBC sieht den Aktienmarkt positiv: Der niedrige Ölpreis wird als Wachstumsmotor gesehen und die geringe Inflation wird eine restriktivere Geldpolitik verhindern. Für die USA rechnet die Bank für 2019 mit einem Gewinnwachstum von fünf bis acht Prozent, in der Eurozone mit rund fünf Prozent bei anhaltend niedrigen Zinsen. Die Société Générale sieht den US-Leitindex S&P 500 Ende 2019 bei 2.400 Punkte, also niedriger als jetzt. Den EuroStoxx 50 erwarten sie bei 2.800 Punkten, ebenfalls niedriger als aktuell. Der von Trump verbal malträtierte FED-Chef Powell setzt sich zur wehr und verursachte so wohl den Kursrutsch der vergangen Tage, als er sich mit der Aussage positioniert, die FED bemesse den Zins an den Finanzierungsbedingungen der Unternehmen und nicht an Wünschen der Anleger der Wall Street. Mit einem Powell-Put, ähnlich dem Greenspan-Put von 1987 oder den Bernake-Put von 2008 ist somit nicht zu rechnen, was der Golfer Trump mit den Worten quittierte, Powells Zinspolitik sei miserabel, er könne einfach nicht putten. Ein Blick auf die Bewertungen am amerikanischen Aktienmarkt belegt, wie hoch mittlerweile die Ansprüche des Marktes an die Geldpolitik geworden sind. Als Indikator kann das von dem Nobelpreisträger Robert Shiller entwickelte „Shiller-KGV“ dienen. Es beruht wie ein traditionelles Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf dem Verhältnis von Aktienkursen und den Unternehmensgewinnen je Aktie, aber es wird nicht nur für ein Jahr berechnet, sondern als Durchschnitt für die vergangenen zehn Jahre, um eine langfristige Perspektive zu liefern. Der Blick auf das Shiller-KGV für den amerikanischen Aktienmarkt belegt, dass dort die Bewertungen im historischen Vergleich sehr hoch gewesen sind und durch die Kursverluste der vergangenen Wochen bereits ein Stück, aber nicht dramatisch zurückgegangen sind. Der amerikanische Aktienmarkt befindet sich in einer deutlichen Abwärtsbewegung, aber nicht in einem die Stabilität des Finanzsystems gefährdenden Crash. Für die Fed besteht mit Blick auf die Wall Street kein Anlass, die Börse zu stützen. Wer Aktien kauft, muss nach jahrelangen Kursgewinnen auch einmal mit Verlusten rechnen. Investments in den DAX sind aktuell zu hinterfragen, da sich die deutsche Innovationsschwäche bei den Gewinnen zeigt: Der Gewinntrend im DAX ist so schwach wie lange nicht mehr. 21 der 30 Werte sind im sinkenden Gewinntrend, 12 sogar im stark sinkenden Gewinntrend. Die meisten Dax-Konzerne hängen mit ihrem Geschäftserfolg eng an der Weltkonjunktur. Wie weit sich die EZB unter Draghi hinsichtlich einer künftigen stimulierenden Zinspolitik bei einer konjunkturellen Dämpfung bereits verrannt hat wird bei dem Nullzins sichtbar, denn hierfür hat sie 2,6 Billionen Euro in die Märkte gepumpt, indem sie Anleihen von Staaten und Unternehmen kaufte. Das ist nicht wenig Geld. Alle Dax-Unternehmen sind zusammen 1,1 Billionen Euro wert. Aktien hat die EZB nicht direkt gekauft, aber durch ihre Käufe am Anleihemarkt kam es zu Verdrängungseffekten. Das Geld privater Anleger floss zu einem Gutteil nicht mehr in die Anleihen, sondern in Aktien und den Kursen hat das genutzt. Just in der aktuellen konjunkturellen Abkühlung will die EZB ihren Anleihebestand nicht weiter aufstocken. Alte Anleihen, die auslaufen, will sie aber weiter durch Käufe neuer Anleihen ersetzen: Die Zinspolitik läuft hier in die falsche Richtung. Die Prognosen für die erste Zinserhöhung verschieben sich angesichts der konjunkturellen Eintrübung eher in das Jahr 2020. Zinssenkungen zur Konjunkturstimulierung sind kaum noch vorstellbar. Was sagen die Marktstrategen in den USA zu 2019? Im Durchschnitt rechnen die Aktienfachleute der großen Banken und Wertpapierhäuser aber immer noch mit kräftigen Kursgewinnen bis zum Ende des kommenden Jahres. Auf Basis von 21 aktuellen Prognosen beträgt die durchschnittliche Kurserwartung für den breitgefassten Aktienindex S&P 500 derzeit 2990 Punkte. Nur die oben zitierte franz. Société Générale sieht das anders. Vorsicht ist geboten, denn die Aktienstrategen sind generell eine optimistische Spezies, die von dem Geld anderer Leute leben. Von der seit fast zehn Jahren anhaltenden Hausse wird solch eine Einstellung noch gestützt. Die jüngste Kurskorrektur — die den langfristigen Aufwärtstrend allerdings noch nicht unterbrochen hat — hat allerdings auch die Wall-Street-Seher überrascht. Analysten an der Wall Street rechnen für 2019 derzeit mit einem Wachstum der Unternehmensgewinne im S&P 500 um rund 8 Prozent. Für das laufende Jahr lagen die Prognosen zuletzt bei mehr als 20 Prozent. Was tun? Der der Damenwelt nicht abgeneigt Kostolany weist bei seiner G-Punktsuche auf die nötige Geduld des Anlegers hin. Wer rechtzeitig ausgestiegen ist und hohe Verluste vermieden hat, ist nicht unter Zugzwang, er kann die für den Wiedereinstieg notwendige Bodenbildung abwarten, die zu Zeit noch nicht zu erkennen ist. Die Volatilität der Märkte wird bleiben, das hat nicht nur wirtschaftliche, sondern auch politische Gründe. Wer auch nur gelegentlich Nachrichten aufnimmt kommt nicht an der Feststellung vorbei, dass es bei den großen Regierenden dieser Welt um egomanische Idioten handelt, die nur ihren persönlichen Vorteil suchen. Im kleinteiligen Europa sieht es nicht anders aus, May, erst gegen den Brexit, nun dafür, treibt ihr Land über die Klippen von Dover, Macron fehlte wochenlang die Courage, sich mit den Gelbwesten auseinander zu setzen, Merkel schüttet alle Probleme mit Geld zu, so dass die Sozialausgaben 1/3 aller Staatsausgaben betragen, … . Per Saldo ist der Normalanleger aktuell gut beraten, im Geld zu bleiben und nicht in ein fallendes Messer zu greifen. Wenn er dann setzt, dann in weltweit anlegende kostengünstige ETF. Eine auf Sie passende Anlagestrategie muss aber formuliert werden. Hierbei helfen wir Ihnen.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zum Aktienmarkt, wiederum vom Altmeister Kostolany persönlich.

  • „Börsengurus empfehlen oft genau die Aktien, die sie selbst zu einem günstigen Kurs loswerden wollen“.
  • „Das wenige, was ich über Wirtschaft und Finanzen weiß, habe ich nicht an den Universitäten oder aus Fachbüchern, sondern im Dschungel gelernt. Bestimmt habe ich mehr Schulgeld bezahlt, als es mich in Harvard gekostet hätte.“
  • „Der Tag, an dem der sonst hartnäckige Optimist zum Pessimisten wird, ist höchstwahrscheinlich der Wendepunkt in der Kurstendenz. Und natürlich auch umgekehrt. Wenn der eingefleischte Pessimist zum Optimisten wird, muss man so schnell wie möglich aus der Börse aussteigen.“

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Kapitalanlage in oder Finanzierung aus der Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt. 

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.


Börsentipps Dezember 2018

Kaufen, halten, verkaufen? Zunächst eine Reminiszenz an den lieben Bitcoin. Als er bei 11.000 Zählern stand haben wir unserem Summa Summarum im Januar dieses Jahres im Hinblick auf Investitionen zur Vermögensbildung mit folgenden Worten geschlossen: „In Kryptowährungen jedoch nur, wenn sie zu weit von Baden-Baden entfernt wohnen.“ Aktuell liegt er bei 3.700 €. Das Ausmaß der ökonomischen Tragödie der Anleger wird durch folgende Zahlen deutlich: Heute beträgt die Marktkapitalisierung alle Kryptowährungen 128 Mrd. €, vor einem Jahr waren es noch 800 Mrd. €. Was ist der Grund für den ruinösen Preisverfall? Es sind im Wesentlichen die Marktkräfte. Anleger fürchten, dass sich dadurch der Gesamtmarkt für Kryptoanlagen destabilisiert. Auch sinkt so das Vertrauen, was wiederum einen Verkaufsdruck auslöst, der dann auch an Eigendynamik gewinnt. Diese Marktkräfte sorgen dafür, dass sich der Preis von dem inneren Wert entfernt. Steigt der Preis, folgt ein Hype, der die Nachfrage und damit das Plus verstärkt, fällt der Preis aber, sinkt die spekulative Nachfrage und die Rutschpartie beginnt. Spekulative Nachfrage beim Bitcoin? Gibt es da eine nichtspekulative Nachfrage überhaupt? Wohl kaum. Was tun? Schnell zum Ausgang bevor nichts übrigbleibt. Das Dilemma war absehbar: Protagonisten kaufen und reden den Markt schön, wenn Otto Normalverbraucher das dann verinnerlicht (ohne es zu verstehen) hat und auf den fahrenden Zug aufspringt kauft er die Coins der Protagonisten, die dann sein Geld haben. Und um das geht es bei den Kryptowährungen. Wie sieht es bei den Börsen aus? Sollte man wieder einsteigen? Nachdem der Fed-Chef Powell von Trump mehrfach öffentlich in den Senkel gestellt wurde, bewertete er am 28. d. M. die US-Zinsen nur noch knapp unter dem neutralen Niveau. Anfang Oktober hatte er die Geldpolitik der Fed von diesem neutralen Punkt noch weit entfernt gesehen. Prompt reagierten die US-Börsen. Schwindende Sorgen vor einer zu straffen US-Geldpolitik und Hoffnungen auf eine Lösung im Handelsstreit zwischen den USA und China haben die Wall Street am Mittwoch beflügelt. US-Notenbankchef Jerome Powell hatte zuvor in New York erklärt, seine Politik der stufenweisen Zinserhöhungen sei so angelegt, dass Gefahren ausbalanciert würden. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Plus von 2,5 Prozent auf 25.366 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 erhöhte sich um 2,3 Prozent auf 2743 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte knapp drei Prozent auf 7291 Stellen vor. Einen Tag vor der Powell-Äußerung hatte Trump den Armen in seiner bekannten Manier ganz massiv unter Druck gesetzt: "Bislang macht mich meine Wahl von Jay noch nicht einmal ein kleines bisschen glücklich", hatte Trump der "Washington Post" erst am Vortag erklärt. "Noch nicht einmal ein bisschen. Ich werfe das niemandem vor, aber ich sage Ihnen, ich denke, dass die Fed mit dem was sie tut, ganz falsch liegt." Da in der Ökonomie alles mit allem zusammenhängt wurden nicht nur die Kurse beflügelt. Der US-Dollar geriet nach den Aussagen unter Druck. Der Euro stieg zum Dollar auf ein Tageshoch von 1,1388 Dollar. Die Kurse der US-Staatsanleihen legten zu. Einen Blick zwischendurch nach Deutschland und auf die EZB. Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist überraschend stark gefallen. Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich weiter eingetrübt, was vor allem an schlechteren Aussichten der Industrie liegt. Im November fiel der auf einer Umfrage unter 9000 Managern beruhende Ifo-Geschäftsklimaindex von 102,9 auf 102 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag mitteilte. „Dies ist der dritte Rückgang in Folge. Die Unternehmen schätzten die aktuelle Lage schlechter ein, wenn auch ausgehend von einem noch hohen Niveau. Ihre Erwartungen trübten sich ebenfalls ein“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die deutsche Konjunktur kühlt ab“, fügte er hinzu. Die sogenannte Ifo-Konjunkturampel hat sich damit weiter verschlechtert und steht nun im roten Bereich. Damit wird die Wahrscheinlichkeit einer weiter wachsenden Wirtschaft als niedrig angesehen. Kein Wunder: Nachdem Industrieferne, also solche, die ihr Geld durch Zeitablauf verdienen, bereits die einstigen deutschen Domänen wie Energie, Stahl, Chemie erfolgreich ruiniert oder in die grünen Schranken verwiesen haben, wir nun erfolgreich an der Automobilindustrie gesägt, dem letzten in der Kohlschen Terminoligie industriellen Kern Deutschlands. EZB-Chef Draghi will es sich mit seinem Heimatland kurz vor der Rente nicht verderben. Die Europäische Zentralbank (EZB) erwägt offenbar, den Banken im Euroraum im Rahmen sogenannter langfristiger Tender wieder Liquidität für mehrere Jahre anzubieten. Auf den ersten Blick geht diese Nachricht nur Geldmarktdisponenten an. Aber das stimmt nicht. Neue langfristige Tender ständen vielmehr für eine verkappte Hilfspolitik der EZB. Während die EZB den Banken vor der Finanzkrise Geld üblicherweise nur für eine Woche lieh, weitete sie die Laufzeit solcher Geschäfte in der Staatsschuldenkrise auf bis zu vier Jahre aus. Einer dieser Kredite mit einem gewaltigen Volumen von fast 400 Milliarden Euro wird im Juni 2020 fällig; aus regulatorischen Gründen müssen einige Banken das geliehene Geld bereits ein Jahr vorher zurückzahlen. Damit die Institute bei den Anschlussfinanzierungen keine Probleme bekommen, denken einige EZB-Vertreter Agenturberichten zufolge über neue mehrjährige Kredite für Banken nach. Das alles hört sich nach einer technischen Operation an, um Liquiditätsströme zu glätten. Aber das ist nicht die ganze Wahrheit. Denn es waren vor allem Banken aus Südeuropa, die sich für mehrere Jahre Geld bei der EZB geliehen hatten. Allein ein Drittel der Mittel floss nach Italien, obwohl es nicht einmal ein Fünftel zur Wirtschaftsleistung des Euroraums beisteuert. Laufen diese Kredite aus, sollten sich italienische Banken Ersatz normalerweise von privaten Geldgebern besorgen. Aber zumindest in Italien ist die Lage nicht normal. Denn die italienischen Banken haben auf Druck der Regierung seit der Staatsschuldenkrise Unmengen italienischer Staatsanleihen. gekauft, die wegen der verantwortungslosen Haushaltspolitik nun weniger wert sind und das Eigenkapital der Banken angreifen. So geschwächt, fällt es ihnen schwer, sich bei privaten Anlegern viele Milliarden für mehrere Jahre zu leihen. In dieser Situation kämen ihnen neue langfristige Kredite der EZB gelegen. Wie sagte doch der ehem. Fed-Chef Greenspan vor der Euroeinführung: „Der Euro wird kommen, aber er wird keinen Bestand haben“. Per Saldo müssen alle aus dem Bargeld raus in Anlagen, Frage nur, wann? Lassen wir mal drei renommierte Marktteilnehmer zu Wort kommen: Dirk Müller warnt in einem Interview vor einer massiven Gegenbewegung an den Aktienmärkten. Er spricht zudem über den Kampf zwischen China und den USA, den Dollar und den Goldpreis. Vordergründig sieht nach Müller die Welt ja gar nicht mal so schlecht aus, vor allem bei uns in Deutschland: Die Wirtschaft brummt, die Auftragsbücher sind voll, die Arbeitslosenquote ist auf einem Tiefstand. Aber der Blick in die Zukunft ist für ihn entscheidender als die Gegenwartsbeschreibung. Wir sind bei den Märkten schon ziemlich weit oben am Gipfel angekommen. Auf der anderen Seite muss es in absehbarer Zeit wieder nach unten gehen; diese Zyklen laufen seit Jahrhunderten ähnlich ab. Die Crashgefahr ist aus seiner Sicht eklatant, er bewerte diese so stark wie beispielsweise im Frühjahr 2008. Aber in dieser verrückten Welt können sich die Dinge natürlich auch wieder schnell drehen: Ein "Waffenstillstand" beim Zollthema zwischen China und den USA oder eine kurzzeitige Entspannung bei den Zinsen könne die Crashgefahren wieder abflauen lassen und den Märkten für Monate oder sogar Jahre Luft verschaffen. Aber er könne nur das mit in die Bewertung einbeziehen, was momentan auf dem Tisch liegt: Und diese Gemengelage bewertet er als fatal. Sein Rat an Privatanleger: Auf jeden Fall sollten allzu große Risikopositionen vermieden werden, eine stärkere Konzentration auf Liquidität mache Sinn, auch wenn dabei natürlich die Gefahr der Inflationierung von Spareinlagen nicht verschwiegen werden dürfe. Milliardär und Bridgewater-Gründer Ray Dalio vergleicht den aktuellen Markt mit den späten 1930er Jahren. Gegenüber "Bloomberg" gab Ray Dalio, der im Jahr 1975 den inzwischen größten Hedgefonds der Welt Bridgewater Associates gründete, eine düstere Einschätzung zur aktuellen Marktlage ab, indem er Parallelen zu den späten 1930er Jahren zog. Wie vor über 80 Jahren befinde sich der Markt auch jetzt in einer späten Phase eines Zyklus. Dalio verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass die US-Fed ihre Geldpolitik strafft und die Kurse von US-Aktien Rekordniveaus erreichen. Außerdem sieht Dalio eine zunehmende politische Polarisierung und eine Erstarkung populistischer Kandidaten. Und schließlich sei die Welt wie schon damals auch jetzt von Schulden regelrecht überflutet. Für dieses langfristige Problem gebe es auch keine einfache Lösung, meint Dalio. Schließlich blieben die Zinsniveaus in vielen Industriestaaten nahezu auf einem Rekordtief, während die Zentralbanken bereits für Billionen von Dollars Anleihen aufgekauft haben. Was bedeutet das für die Anleger? Die niedrigen Leitzinsen und die Liquidität, die die Fed in den Markt gepumpt hat, hätten zu zahlreichen Fusionen und Aktienrückkäufen geführt, was die Aktienkurse in die Höhe getrieben hätte, erklärt Dalio. Doch diese Wirkung laufe nun aus. Deshalb stimmt der Hedgefondsmanager die Anleger darauf ein, dass sie nun für eine lange Zeit mit niedrigeren Renditen rechnen müssen. Die Kurse am US-Aktienmarkt hätten ein Niveau erreicht, bei dem es schwierig sei, noch mehr herauszuquetschen. Die einzige Antwort auf diese Entwicklung sei, sein Portfolio gut auszubalancieren. Goldman Sachs schreibt seinen Kunden: „Das Risiko eines nachhaltigen Abwärtstrends bei US-Aktien war fast nie größer“. Während viele Finanzprofis versuchen, Zuversicht zu verbreiten, sind die Analysten von Goldman Sachs skeptisch. „Die offensichtliche Frage ist, ob das den Beginn eines Bärenmarktes insgesamt bedeutet, oder ob es eine weniger etablierte, allerdings scharfe Korrektur ist, von der sich die Märkte schnell erholen werden“, schrieb Peter Oppenheimer, Chefaktienstratege bei Goldman Sachs. Goldman hatte zuletzt einen Bärenmarkt-Indikator entwickelt. Das können Sie in dem Beitrag vom September „Goldmans Indikator sendet stärkere Warnsignale als vor den Crashes 2000 und 2007“ nachlesen. Der Indikator setzt sich aus fünf Faktoren zusammen, wie Wirtschaftswachstum, der Bewertung am Aktienmarkt, der Zinsstrukturkurve und der Inflationsrate. Der Indikator lag zuletzt bei 73 Prozent und damit höher als selten zuvor. „Wenn der Indikator historisch betrachtet auf mehr als 60 Prozent steigt, ist es für Investoren ein gutes Signal, vorsichtig zu werden, oder um zumindest festzustellen, dass es wahrscheinlicher ist, dass auf eine Korrektur nach einer Rally eher ein Bärenmarkt folgt, als wenn dieser Indikator niedrig ist. Wenn (hingegen) dieser Indikator sehr niedrig ist, unter 40 Prozent, wie es 1975, 1982 und 2009 der Fall war, sollten Investoren jede Marktschwäche als eine Kaufgelegenheit betrachten. Das Risiko für einen Bärenmarkt war fast niemals größer (als derzeit)“, schrieb Oppenheimer. „Das Signal ist Rot.“ Diesem Satz ist hier nichts hinzuzufügen. Die paar Euro Inflationsverluste können sie locker aussitzen, nachhaltige Kursverluste sind nur langfristig wieder einzufahren. Eine auf Sie passende Anlagestrategie muss aber formuliert werden. Hierbei helfen wir Ihnen.

 Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zum Aktienmarkt, diesmal vom Altmeister Kostolany persönlich, den der Autor Ende der 80iger Jahre in Hamburg persönlich erleben durfte, als er schon fast durchsichtig war:

  •  „Oft kann man durch Zufall die glücklichsten Dummheiten begehen.“
  • „Wirtschaft kann man nicht dozieren, man muß sie selbst erleben - und überleben.“
  • „Wäre ich erst 70, also noch jung genug, würde ich die Hoffnung hegen, über die Berufspessimisten wahrhaft zu triumphieren.“

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Börsentipps November 2018

Kaufen, halten, verkaufen? Für den Vormonat haben wir hier als Normstrategie empfohlen zu verkaufen. Nicht wenige regelmäßige Leser haben sich bedankt und fragen nun, ob man wieder einsteigen solle. Klar, die Leute sitzen auf ihrem Geldsack und fahren wegen der strammen Inflation von 2,5 % Realverluste von mehr oder weniger der gleichen Höhe ein, denn die Zinsen sind vernachlässigbar bei einer Anlage im Festgeld. Einige Auguren rechnen nach den Kursgewinnen der letzten Woche mit einer Jahresendrally auf 12.000 beim DAX. Auch sehen einige, dass der DAX von knapp 13.500 Zählern kommend nun bei aktuell 11.500 wohl die Talsohle erreicht sein sollte. Die EZB lässt eine mittelfristig straffere Zinspolitik erkennen, zur Zeit bleibt der Zins aber unten, anders in den USA, wo die Inflationsrate dank Zinsen bei langfristigen Staatsanleihen von über 3 % schon wieder sinkt, von im Sommer 2,9 % auf nunmehr 2,3 %. Das konjunkturelle Umfeld ist immer noch weitgehend intakt. Zwar hat die Wachstumsdynamik etwas nachgelassen. Aber der Internationale Währungsfonds hat seine Prognose für das Wirtschaftswachstum für dieses und kommendes Jahr gerade einmal um 0,2 auf jeweils 3,7 Prozent gesenkt. Eine Rezession sieht anders aus. Aber die Politik lastet auf den Aktienmärkten, die bekannten Themen hier in Stichworten: Handelskonflikt USA mit China, Brexit, Italien, wieder Griechenland, Iran, Fortsetzung der Große Koalition oder Neuwahlen, etc.. Nicht zu vergessen: Die Hausse läuft seit 2009 und das ist ein außergewöhnlich langer Zeitraum. Die Korrektur an den Aktienmärkten hat auch eine gute Seite: Aktien werden wieder vernünftig bewertet. Das gilt vor allem für deutsche Titel. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) des Dax auf Basis der geschätzten Gewinne für 2019 liegt bei weniger als elf. Das entspricht dem typischen Rezessions-Niveau, nur dass derzeit keine Rezession herrscht. Der historische KGV-Durchschnitt beläuft sich in etwa auf 14. Wenn man sich das Renditedreieck des Aktieninstituts ansieht, so stellt man fest, dass Kursrücksetzer in der Vergangenheit nicht in wenigen Wochen ausgestanden waren, so dass die Flaute am Aktienmarkt noch 6 bis 12 Monate anhalten kann. Wer also an der Jahresendrally teilnehmen will, sollte mit Stop-Loss-Orders sein Verlustrisiko begrenzen. Das Zusammentreffen eines Anziehens der Geldpolitik und einer Abkühlung des Wachstums der Weltwirtschaft sorgen per Saldo weiter für Druck auf die Aktienmärkte. Geht man von einer längerfristigen Korrektur der Aktienmärkte aus, stellt sich die Frage der Handlungsalternativen: a) Schulden machen um den Bargeldbestand zu hedgen; z. B. durch Immobilienkauf mit hohem Kreditanteil, in der Hoffnung, dass die Preise weiter steigen. b) Amerikanische Staatsanleihen kaufen mit der 3%-Rendite; der Dollar ist aber schon kräftig gestiegen und Wechselkursvorhersagen sind kaum möglich. c) Festgeld im Ausland mit höheren Zinssätzen als bei uns; Problem, die höheren Zinsen sind ein Ausdruck höheren Risikos. Das gilt auch für d) inflationsgeschützte Unternehmensanleihen. Was tun? Wenn Sie seit 2009 an den Kurssteigerungen partizipiert haben, können Sie getrost mal ein Jahr zuschauen und absehbare Verluste vermeiden. Es kommt auf den Einzelfall an. Eine auf Sie passende Anlagestrategie muss aber formuliert werden. Hierbei helfen wir Ihnen.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zum Aktienmarkt:

  • Was ist ein Spekulant? Ein Mann, der ohne einen Pfennig Geld in der Tasche Austern bestellt, in der Hoffnung, mit einer darin gefundenen Perle zahlen zu können.
  • Kaufen Sie, wenn die Aktienpreise tief sind, und geben Sie die Papiere nicht aus der Hand. Eine große Schar von Menschen scheint diesen einfachen Grundsatz nicht zu erfassen. Sie fürchten sich vor Gelegenheitskäufen. Sie kaufen erst, wenn sie meinen. Jedes Risiko vermieden zu haben. Meistens kaufen sie zu spät. ( J. Paul Getty )
  • Kein Geld ist vorteilhafter angewandt als das, um welches wir uns haben prellen lassen; denn wir haben dafür unmittelbar Klugheit eingehandelt.( Arthur Schopenhauer )

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Kapitalanlage in oder Finanzierung aus der Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Börsentipps Oktober 2018

Kaufen, halten, verkaufen? (Wohl) (bald) Verkaufen! Die US-Notenbank Fed bleibt trotz Kritik von US-Präsident Trump ihrem geldpolitischen Kurs treu und erhöhte den Leitzins zum dritten Mal in diesem Jahr. Wie erwartet hob die Fed den Leitzins ein weiteres Mal um 0,25 Punkte auf nun 2,0 bis 2,25 Prozent an. Der Schritt war von den Anlegern erwartet worden. Dennoch macht sich an der Wall Street Ernüchterung breit. Die Währungshüter bekräftigten in ihrer Erklärung zum Zinsentscheid ihre positive Einschätzung zur wirtschaftlichen Lage. Besorgt zeigte sich Fed-Chef Jerome Powell hingegen über die Folgen einer protektionistischen Handelspolitik, wie sie gegenwärtig von den USA ausgeht. Sowohl die Währungshüter als auch die Märkte gingen zwar mehrheitlich von einem weiteren Zinsschritt im Dezember aus. Und damit ist noch längst nicht Schluss mit der Zinsspirale. Bis Ende des kommenden Jahres stellt die Notenbank vier weitere Zinsschritte in Aussicht. Ob im Dezember die nächste Anhebung folgt, ließ sie aber offen. Die Schätzung für den langfristigen Zinssatz hob die Fed minimal von bisher 2,9 auf nun 3,0 Prozent an. Trumps Wirtschaft brummt: Die Politik der Steuersenkungen lässt das Wachstum und die Lohnforderungen steigen, so dass die Zinsanhebung passt und damit wieder Luft nach unten schafft, wenn die US-Wirtschaft wieder mal lahmen sollte. Ganz anders in Deutschland: Die vier führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute korrigieren ihre Wachstumsprognose 2018 von 2,2 auf 1,7 Prozent. Die Exporte leiden. Die EZB lässt die Zinsen auch Sicht unten: Hier fehlt die Luft nach unten, wenn die Wirtschaft mal nicht läuft und die Geldpolitik unterstützen muss. Die Warnung aus der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich klingen alarmierend: Die Finanzwelt, heißt es, steht vor neuen, heftigen Erschütterungen. Sorgen bereiten der Zentralbank der Zentralbanken nicht nur der US-Präsident und die Leitzinsen. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) warnt vor neuen Turbulenzen an den Finanzmärkten. Die Ursachen für das derzeitige Risikopotenzial sehen die BIZ-Experten unter anderem in einer Überbewertung der Märkte in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften. An der Wall Street zum Beispiel bewegen sich die großen Börsenbarometer seit Monaten weiter aufwärts, obwohl die Perspektiven mit der laufenden Zinswende im Dollarraum, den Währungsschwierigkeiten aufstrebender Schwellenländer und den wachsenden protektionistischen Hürden im Welthandel von erheblichen Unsicherheitsfaktoren überschattet werden. Dazu kommen aus der Sicht der BIZ weitere gewichtige Punkte: Die Finanzierungsbedingungen seien in vielen Teilen der Welt weiterhin zu locker und die globalen Schuldenstände insgesamt zu hoch. Zuletzt hatten Währungsturbulenzen in zahlreichen Schwellenländern für Aufregung an den Finanzmärkten gesorgt. Als eine der Ursachen für den heftigen Währungsverfall in Ländern wie Indien, der Türkei oder Brasilien gilt der erstarkende Dollar in Verbindung mit steigenden Zinsen in den USA. Geld, das in den vergangenen Jahren aus den USA in die Schwellenländer geflossen war, fließt derzeit wieder zurück in die Vereinigten Staaten und bringt die dortigen Firmen an den Rand des Ruins. Als weitere Gründe für Kursturbulenzen nannte die BIZ ausdrücklich auch die angespannten Handelsbeziehungen führender Volkswirtschaften. Ausgehend von einer populistisch motivierten US-Politik kam es zuletzt zu immer neuen Eskalationsstufen im Handelskonflikt zwischen den USA und China, den beiden führenden Volkswirtschaften der Welt. Konfliktlinien hatten sich aber auch zwischen den USA und der Türkei gezeigt. Außerdem habe eine schwächere Konjunktur in China belastet, heißt es in der BIZ-Analyse. Europa ist auch von dem BREXIT-Chaos betroffen. Die jüngste Umfrage des ifo-Instituts in den Topetagen lässt erahnen, dass da womöglich bald was auf die Konjunktur zukommt. Der ifo-Geschäftsklimaindex sinkt im September leicht auf 103,7 Punkte. Die Anleger fassen die Nachricht verhalten auf. Nach Auffassung der EZB haben steigende Immobilienpreise das Potenzial, die nächste Finanzkrise in Europa auszulösen. Auch in der Vergangenheit seien viele Krisen mit dem Immobilienmarkt verknüpft gewesen. Auch die Bundesbank warnt vor Preisübertreibungen bei Immobilien. Infolge der niedrigen Kreditzinsen als Folge der langanhaltenden lockeren Geldpolitik der EZB wächst bei vielen Menschen der Wunsch nach einer eigenen Immobilie. Doch die steigende Nachfrage hat auch zur Folge, dass die Preise für Wohnimmobilien kräftig anziehen. Deshalb warnte auch die deutsche Bundesbank schon seit einiger Zeit, dass sie Eigentumswohnungen und Häuser in deutschen Städten für zu teuer hält: „Die expansive Geldpolitik drückt sich auch in einer niedrigen Verzinsung auf Bankeinlagen aus, welche viele private Haushalte dazu veranlasste, einen Teil ihrer Ersparnisse in Wohneigentum zu investieren. Dies trug zu einem kräftigen Aufschwung am Immobilienmarkt bei, bei dem es – zumindest in einigen Regionen – auch zu preislichen Übertreibungen und zu einem Übermaß an Neubauten gekommen sein dürfte“, ist im Monatsbericht für Juli 2018 zu lesen. Ähnlich hatte sie sich auch schon in vorangegangenen Berichten geäußert. Einer früheren Schätzung der Bundesbank vom Februar zufolge beliefen sich diese Preisübertreibungen im Jahr 2017 auf 15 bis 30 Prozent. Noch stärker überteuert seien Wohnimmobilien in Großstädten wie Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt am Main, Köln, München oder Stuttgart. Dort dürften die Preisabweichungen sogar bei 35 Prozent liegen. Nachdem sich die Preise für Wohneigentum in Deutschland bereits seit Jahren verteuerten, setzte sich dieser Trend laut der Bundesbank auch 2017 fort, und zwar um kräftige rund 9 Prozent. Nach dem Crashpropheten Roubini könnte es bis 2020 zu einer Finanzkrise kommen. Auch zehn Jahre nach dem Lehman-Crash scheinen die Nebenwirkungen nicht ganz aus der Welt zu sein. Der Starökonom nennt dabei zehn Gründe für eine weitere Finanzkrise ab 2020. Die derzeit noch einwirkenden fiskalpolitischen Stimulierungsmaßnahmen seien auf Dauer nicht tragfähig und würden mit einem fiskalischen Rückgang bis 2020 auslaufen. Weiterhin führt der Ökonom den Trump´schen Protektionismus, den Handelsstreit und dessen wahrscheinliche Eskalation, die Verlangsamung des Wachstums der Weltwirtschaft, eine überhitzende US-Wirtschaft und der damit einhergehende Anstieg der Inflation als weitere Gründe für ein solches Szenario auf. Die jetzt schon massiven Staatsschulden würden zudem in den nächsten Jahren den Spielraum der fiskalischen Maßnahmen weiterhin massiv begrenzen. Die nächste Krise könnte laut Roubini schlimmer und länger dauern als die letzte, vor allem da die Gesamtverschuldung beträchtlich höher sei als beim letzten Mal. Experten der US-amerikanischen Bank JPMorgan sind ebenfalls der Meinung, dass es 2020 zu einer weiteren Finanzkrise kommen könnte. Jedoch gehen die Analysten im Gegensatz zu Roubini von einem Crash aus, der die Finanzwelt nicht so stark treffen werde wie es 2008 der Fall gewesen sei. Nach "Bloomberg"-Angaben gebe es jedoch eine Wildcart, welche schwer zu spielen sei - die verminderte Finanzliquidität seit dem Crash 2008. Die Länge der wirtschaftlichen Expansion, der Grad der Verschuldung, das Niveau der Deregulierung, die Bewertungen der Vermögenswerte, die finanzielle Innovation vor der Krise und die potenzielle Dauer der nächsten Rezession würden die Grundlage für die Berechnungen des Modells der US-Bank liefern. Ben Bernanke, ehemaliger Präsident des Federal Reserve Board, warnt ebenfalls nach Angaben des Informations-Dienstleisters vor einem Wendepunkt im Jahr 2020 - viele der Stimulus-Programme nach der Finanzkrise würden in diesem Jahr auslaufen. Das Jahr 2020 könnte, in Anbetracht der Präsidentschaftswahlen, die Wirtschaft auf eine gewaltige Probe stellen. Die US-Leitzinserhöhungen sind eine schlechte Nachricht für viele Schwellenländer. Denn sie sind meist hoch in Dollar verschuldet, für neue Kredite müssen sie nicht nur höhere Zinsen aufbringen. Erschwerend kommt hinzu, dass ihre Währungen in jüngster Zeit stark abgewertet haben und damit die Dollar-Schuldenlast umgerechnet in heimischer Währung noch schwerer wiegt. Seit längerem Sorgenkinder an den Devisenmärkten sind die türkische Lira und der argentinische Peso. Die Dollar-Auslandsverschuldung Südafrikas und seiner Unternehmen beträgt fast 55 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Nur die Türkei hat noch eine höhere Dollar-Auslandsverschuldung. Die türkische Lira hat seit Jahresanfang 40 Prozent zu Euro und Dollar verloren. Auch die Türkei leidet unter den Handelssanktionen der Vereinigten Staaten, außerdem muss auch sie Energie im Ausland in Dollar einkaufen. Zudem übt Präsident Erdogan Druck auf die Notenbank aus, indem er sich niedrigere Zinsen wünscht. Wenn internationale Anleger aber trotz Zinsen von 16 Prozent und mehr ihr Kapital aus der Türkei abziehen, werden sie von Erdogan beschimpft. Doch auch Inländer ziehen Geld aus Lira-Anlagen ab, und das mit gutem Grund: Die Inflationsrate in der Türkei betrug im August 17,9 Prozent. Angemessen wären also nicht niedrigere, sondern höhere Leitzinsen. Die Allianz weist aktuell darauf hin, dass die Deutschen im internationalen Rahmen falsch sparen, da sie auf Geldvermögen, konkret Bankguthaben setzen, die sich seit Jahren nicht verzinsen, so dass hier reale Vermögensverluste nach Inflation entstehen. Der in Bonn lehrende Volkswirt Moritz Schularick zeigt, was Finanzkrisen auslöst und warum Reiche immer reicher werden - dafür erhielt er den diesjährigen Gossen-Preis. Große Finanzkrisen brechen häufig nach Perioden starken Kreditwachstums auf, oft befeuert durch eine lockere Geldpolitik. Diese Aussage ist mittlerweile ein Gemeinplatz unter Ökonomen. Ein starkes Kreditwachstum liegt zur Zeit, vgl. oben, vor. Viel beachtet wird auch seine Studie über die durchschnittlichen Real-Renditen von Aktien, Immobilien, Anleihen und Sparguthaben in sechzehn Ländern von 1870 bis 2015. Sein erstaunliches Ergebnis: Die langfristige Rendite auf Wohneigentum sei mit mehr als 7 Prozent der langfristigen Aktienrendite durchaus vergleichbar - bei geringerem Risiko allerdings. Besonders seit den 1970er Jahren haben die Immobilienpreise in den meisten Ländern kräftig angezogen. Anleihen kommen real langfristig nur auf 1,5 Prozent, Bankeinlagen bloß auf mickrige 0,3 Prozent Rendite nach Inflation. Auch zur Ungleichheitsforschung hat Schularick damit wichtige Beiträge geleistet. Die Oberschicht besitzt laut Schularick vor allem Aktien, also Beteiligungen an Unternehmen, und Immobilienbesitz, die Mittelschicht hat Eigenheime, die Unterschicht nur kleine Sparguthaben. Weil die Renditen auf Aktien und Häuser mit 8 oder 7 Prozent langfristig so viel höher sind als die Zinsen auf Sparguthaben, driften die Vermögenspositionen auseinander. „Die Sparbuch-Kultur ist gerade für Haushalte mit niedrigem Vermögen problematisch“, mahnt Schularick. Was tun? Vgl. oben! Wenn Sie Verluste durch andere Einkünfte nicht mehr ausgleichen können, raus. Wenn Sie jung sind oder andere kompensierende Einkünfte haben, können Sie noch etwas warten. Immer gilt nach Warren Buffet: Verluste vermeiden, der Rest kommt von selbst. Eine auf Sie passende Anlagestrategie muss aber formuliert werden. Hierbei helfen wir Ihnen.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien, alle von Altmeister Kostolany:

  • „Wer die Aktien nicht hat, wenn sie fallen, der hat sie auch nicht, wenn sie steigen.“ Diese Börsenweisheit geht insbesondere an die Adresse der Nicht-Investoren, die jahrelang ängstlich an der Seitenlinie stehen und auf noch weiter sinkende Kurse warten, vgl. aber obige Ausführungen.
  • „Spekulieren kann jeder. Es zur richtigen Zeit zu tun – das ist die Kunst.”, sagte Kostolany einmal. Timing ist alles, meinte der Börsenguru, wenn es um spekulative Finanzanlagen geht, vgl. oben.
  • „Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten“, gehört wohl zu den bekanntesten Börsenweisheiten von Kostolany. Damit wollte der im Jahre 1999 verstorbene Börsenaltmeister sagen, dass sich Geduld am Aktienmarkt langfristig auszahlt, aber Vorsicht, die individuelle Anlagesituation ist stets zu beachten.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Börsentipps September 2018

Kaufen, halten, verkaufen? Gemäß Bundesbank ist das Vermögen der Deutschen im ersten Quartal 2018 um 0,8 % gesunken. Ursachen: Keine Zinsen und keine Kursgewinne bei Aktien, die bisher hier für eine Kompensation gesorgt hatten. Das gab es vor sechs Jahren das letzte Mal. Sichere und unsichere Kapitalanlagen zu mischen erscheint somit sinnvoll und entspricht auch der Kapitalmarkttheorie. Relativ sicher sind Aktienanlagen, die breit streuen, wenig eigene Kompetenz und Zeit benötigen und kostengünstig sind. In Frage kommen somit Indexfonds die den MSCI World abbilden. Mit denen kann man auch kurzfristig mal Verluste einfahren, langfristig nach den obigen Ausführungen kaum. Den eigenen Vermögensaufbau in der konkreten Situation zu strukturieren bedarf im allgemeinen der Beratung, da die eigene Kompetenz hier im Allgemeinen nicht für ausreicht. Wie sieht der Aktienmarkt aus? Der breit gefasste amerikanische Aktienindex S&P 500 hat ein Rekordhoch erreicht. Warum hinken Dow und Dax noch hinterher? Der technologieorientierte S&P 500 wird von den Gewinnern der Digitalisierung wie Apple oder Amazon geprägt. Dow und DAX beinhalten die klassischen Werte der Industrie; der Dow liegt bei rd. 800 Zähler und der DAX rd. 1.200 Zähler unter dem jeweiligen Höchstwert. Das kommt nicht von ungefähr: Die USA haben die klassischen Industrien hinter sich gelassen und sind in der Informationstechnologie führend, die alten Industrien sind im langsamen Europa zu Hause. Amerika hat wegen oder trotz Trump eine gute Konjunktur und die langfristigen Zinsen sind noch immer akzeptabel niedrig. Dank steigender Zinsen in den USA kommen die Schwellenländer aber unter Druck, die sich im Dollar verschuldet haben wie beispielsweise die Türkei, die ja noch andere aktuelle Baustellen hat. Dollar fließen so in den US-Kapitalmarkt zurück und halten dort die Zinsen in vertretbaren Höhen und befeuern den Aktienmarkt. Die US-Konjunktur brummt, die Arbeitslosigkeit ist niedrig, die Inflation liegt nahe am Zielwert: Laut Protokoll des jüngsten Treffens sieht der geldpolitische Ausschuss der Fed den Zeitpunkt für den nächsten Zinsschritt bald gekommen - auch wenn der Präsident dagegen ist. Die Währungshüter haben den Leitzins bereits zwei Mal in diesem Jahr hochgesetzt. Zuletzt hoben sie im Juni den Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld auf die aktuell gültige Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent an. An der US-Börse wird mit einem weiteren Schritt im September gerechnet. Die Währungskrise der Türkei nur als Einzelfall zu betrachten, greift zu kurz. Sie ist vielmehr eine Folge des rückläufigen Kreditzyklus in der Weltwirtschaft, der von einem stärkeren Dollar begleitet wird. Eine wachsende Anzahl von Anlegern stellt sich auf eine neue Asien- oder Liquiditätskrise ein. Die Macht des Dollars wird zum Ärgernis. Außenminister Maas will mehr Unabhängigkeit von den Vereinigten Staaten. Deshalb fordert er eine Alternative zum Zahlungssystem Swift. Die Rolle des Dollars als Handels- und Finanzierungswährung stützt in Verbindung mit dem Ruf der Vereinigten Staaten, in Krisenzeiten ein sicherer Hafen für Kapitalanleger zu sein, die Bedeutung als Anlagewährung. Denn viele Exporteure außerhalb der Vereinigten Staaten erhalten Einnahmen in Dollar, die sie zumindest zum Teil anlegen wollen. Auf diese Weise sind in einigen ölexportierenden Staaten — zum Beispiel in Norwegen, Abu Dhabi und Saudi-Arabien — riesige Staatsfonds entstanden, die große Bestände an amerikanischen Wertpapieren halten. Außerdem halten viele Zentralbanken einen großen Teil ihrer Reserven in Dollar. Durch die hohe Bedeutung des Dollars für die Weltwirtschaft wird die Geldpolitik der amerikanischen Notenbank Federal Reserve zu einem wichtigen Einflussfaktor für die internationalen Finanzmärkte. China, die zweitgrößte Wirtschaft der Welt, träumt schon lange davon, dass seine Währung Yuan (Renminbi) den Dollar einmal als Reservewährung ablöst, der in den Augen der Chinesen Amerika einen unfairen Vorteil bringt. Solange China seinen Kapitalverkehr nicht öffnet, dürfte das aber noch dauern. Gegenüber der Zeit vor 2015, als die Regierung begann, mit insgesamt 1 Billion Dollar an Devisenverkäufen den Yuan vor massivem Wertverfall zu retten, ist die Nutzung des Yuans in der Welt sogar zurückgegangen: von einst knapp 3 Prozent Anteil an den internationalen Zahlungen auf nur noch 1,8 Prozent im Juni. Sollte das Reich der Mitte mehr und mehr den Welthandel dominieren, wird der Dollar an Dominanz stark verlieren. Auch seine Importe will China nutzen, um den Dollar anzugreifen. Im März legte Schanghais Internationale Energiebörse zum ersten Mal in Yuan notierte Öl-Terminkontrakte auf. Der Kursverlust des Yuans in den Folgemonaten von rund 10 Prozent zeigt indes, wie riskant es ist, Wetten in - chinesischer Währung abzuschließen. Quintessenz: Wenn Sie sich für einen internationalen Fonds entscheiden, sollte der neben anderen Kriterien in Dollar handeln. Was tun? Hängt von der individuellen Situation ab. Einzeltitel sind vor dem Hintergrund steigender Zinsen etwas für Könner mit viel Zeit und viel Geld. Wenn Sie dazu nicht gehören, ist ein weltweit anlegender ETF wohl das richtige. Schauen Sie sich doch mal folgenden ETF an: ISHARES CORE MSCI WORLD UCITS ETF USD (ACC) SHARE CLASS, WKN: A0RPWH / ISIN: IE00B4L5Y983, 0,20 Kosten, thesaurierend, USD, BlackRock, ein Riesendampfer. Vergessen Sie aber auch hier das Timing nicht. Eine auf Sie passende Anlagestrategie muss aber formuliert werden. Hierbei helfen wir Ihnen.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien:

  • “Ich habe wohl nicht mehr als in der Hälfte der Fälle Recht, aber ich verdiene einfach sehr viel Geld, wenn ich richtig liege und ich verliere so wenig Geld wie möglich, wenn ich unrecht habe.” — George Soros —
  • “Seien Sie ängstlich, wenn die Welt gierig ist und seien Sie gierig, wenn die Welt ängstlich ist.” — Waren Buffett –-
  • „Konzentrieren Sie Ihre Investments. Wenn Sie über einen Harem mit vierzig Frauen verfügen, lernen Sie keine richtig kennen.” — Waren Buffett — (Anmerkung: Dieses humorgespickte Börsenzitat mahnt zu Recht, dass man nicht zu viele Aktien in seinem Depot haben sollte, wenn Sie aber ETFs kaufen haben Sie das Problem nicht, entscheidend ist aber regelmäßig das Kaufdatum.)

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Börsentipps August 2018

Kaufen, halten, verkaufen? Trump wird zwar immer als Depp dargestellt aber seine Wirtschaft brummt und das trotz der Handelsstreitigkeiten und einem starken Dollar gegenüber einem immer schwächer werdenden chin. Huan. Die US-Wirtschaft ist im Frühjahr so stark gewachsen wie fast vier Jahren nicht mehr. Zwischen April und Juni stieg das Bruttoinlandsprodukt mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 4,1 Prozent. Es wächst aber auch die Sorge, dass die US-Ökonomie überhitzen könnte. Um dieses Risiko zu verringern, ist die Notenbank Fed zugleich entschlossen, die Zinszügel weiter zu straffen. Ökonomen gehen davon aus, dass die Währungshüter um Fed-Chef Jerome Powell in diesem Jahr noch zwei Mal nachlegen. Derzeit liegen die Leitzinsen in einer Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent. Jüngst hatte Trump mit der Tradition von US-Präsidenten gebrochen und die politisch unabhängige Fed wegen der Zinsschritte öffentlich kritisiert. Die Schelte Trumps kommt für die Fed zur Unzeit. Denn für die Notenbank rücke nun die schwierige Frage in den Mittelpunkt, wo der Gipfel sei. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat seine Prognose für 2018 gesenkt. Gründe sind der Handelskonflikt mit den USA und die Schuldenkrise in Italien. Die Ökonomen des Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung haben ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland gesenkt. In diesem Jahr wird die deutsche Wirtschaft den Einschätzungen nach um 1,9 Prozent wachsen. Vor drei Monaten hatte das DIW noch ein Wachstum von 2,4 Prozent prognostiziert. Die Probleme mit den USA und Italien führten laut DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner zu sinkenden Investitionen der deutschen Unternehmen und geringeren Exporten. Vor allem im Handelskonflikt mit den USA hat Deutschland als exportstarke Wirtschaft sehr viel zu verlieren. Beunruhigend ist auch, dass sich die Stimmung in der Industrie in Deutschland und Frankreich im Mai deutlicher eingetrübt hat. Normalisierung statt Boom – das signalisiert auch das Geschäftsklima für den deutschen Mittelstand. Im Mai verschlechterte es sich laut KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zum vierten Mal in Folge und gab um einen Zähler auf 13,9 Saldenpunkte nach. Hauptursache für den Rückgang waren wohl der protektionistische Kurs der US-Regierung und Nachrichten über die Formierung einer euro-kritischen Regierung in Italien – beides ein Risiko für die exportorientierte deutsche Wirtschaft. Insbesondere die Geschäftserwartungen haben sich abgeschwächt. Nach einem Rückgang um 1,4 Zähler liegen sie bei den kleinen und mittleren Unternehmen mit 2,1 Saldenpunkten nur noch knapp über dem langfristigen Durchschnitt. Die divergierende Konjunkturentwicklung in den USA und Europa spiegelt sich in den Anleiherenditen wider. Schwellenländer-Staatsanleihen sind zuletzt unter Druck geraten. Drohende Handelskriege, die ungelöste Migrationsfrage in Europa oder der neue Brandherd Italien mit einer euroskeptischen Regierung, die von Haushaltsdisziplin wenig hält: Insbesondere die Anleger an den europäischen Rentenmärkten steuern wieder verstärkt den sicheren Hafen bonitätsstarker Anleihen an. So hat sich die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen seit Mitte Mai zwischenzeitlich mehr als halbiert und notierte zuletzt kaum höher um 0,3 %. Keine Impulse für einen Anstieg der laufenden Verzinsung kamen im Juni von der EZB. Europas Währungshüter wollen die quantitative Lockerung ihrer Geldpolitik zwar noch 2018 beenden. Mit einer ersten Leitzinsanhebung ist aber nicht vor September 2019 zu rechnen. Die Deutsche Bank hat aufgrund der verhaltenen Aussichten für die Zinsen in der Eurozone ihre Jahresendprognose für 10-jährige Bundesanleihen von 1,25 auf 0,9% herabgesetzt. Ein ganz anderes Bild zeigt sich in den USA. Kräftiges Wirtschaftswachstum, optimis-tische Unternehmen: Die Notenbank Federal Reserve ist für die US-Konjunktur positiv gestimmt. Bis Ende 2019 wurden von Notenbankchef Jerome Powell fünf weitere Zinsschritte in Aussicht gestellt, die Deutsche Bank geht sogar von sechs Erhöhungen aus. Die Zinsstrukturkurve dürfte sich entsprechend nach oben verschieben. Die Prognose für die laufende Verzinsung 2-jähriger US-Staatsanleihen wurde auf 3%, die für Titel mit 10 Jahren Laufzeit auf 3,5% angehoben. Die Wertentwicklung von Rentenpapieren dürfte im Jahresverlauf weiter unter Druck geraten. Insbesondere die suk-zessive Abkehr der Notenbanken von ihrer expansiven Geldpolitik könnte die Kurse belasten. Die aktuellen Schwankungen an den Akti-enmärkten könnten sich über die Sommermonaten noch verstärken. Ein Handelskrieg könnte vor allem die exportorientierten Anlageregionen Europa und Japan belasten. So bleibt die Deutsche Bank aber bei ihrer grundsätzlich positiven Markteinschätzung. Aktien aus den Schwellenländern, den USA und Asien erscheinen dabei als besonders aussichtsreiche Investments für entsprechend risikobereite Anleger. Die weltweiten Immobilienmärkte dürften weiter von einer gut laufenden Konjunktur gestützt werden. Am europäischen Wohnimmobilienmarkt übertrifft insbesondere in Deutschland die Nachfrage das Angebot deutlich. Dementsprechend dürften die Preise für Wohn- und Gewerbeimmobilien weiter steigen. Die aktuellen Schätzungen des BIP-Wachstums betragen gem. Deutscher Bank:

BIP-Wachstum

in %

2017

2018

2019

Welt

3,8

3,9

3,9

USA

2,3

3,0

2,8

Euroland

2,6

2,1

1,7

Deutschland

2,2

2,0

1,8

Japan

1,7

0,8

0,5

China

6,9

6,6

6,3

Auch danach spricht vieles für die Normstrategie, in ETFs mit MSCI World-Abbildung zu investieren, die mit geringen Kosten das Risiko und damit die Chancen breit streuen. So hat beispielsweise der ComStage MSCI World TRN UCITS ETF folgende aktuelle Anlagestruktur:

Name

Anteil

USA

59,24%

Japan

9,01%

Großbritannien

6,51%

Frankreich

4,00%

Deutschland

3,69%

Kanada

3,55%

Schweiz

2,97%

Australien

2,55%

Niederlande

1,33%

Hong Kong

1,32%

Sonstige

5,83%


Was tun? Hängt von der individuellen Situation ab. Einzeltitel sind vor dem Hintergrund steigender Zinsen etwas für Könner mit viel Zeit. Wenn Sie dazu nicht gehören, ist ein weltweit anlegender ETF wohl das richtige. Eine Anlagestrategie muss aber formuliert werden. Hierbei helfen wir Ihnen.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien:

  • „Frage: Was ist der Unterschied zwischen der Börse und einer Straßenbahn? Antwort: An der Börse wird zum Ein- und Aussteigen nicht geklingelt.“
  • „Was ist ein Spekulant? Ein Mann, der ohne einen Pfennig Geld in der Tasche Austern bestellt, in der Hoffnung, mit einer darin gefundenen Perle zahlen zu können.“
  • „Fürstenberg, in der Berliner Börse nach den Toiletten gefragt: "Hier gibt es keine Toiletten. Hier besch... einer den anderen."“

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.


Börsentipps Juli 2018

Kaufen, halten, verkaufen? Stellen wir zunächst auf die deutsche Wirtschaft ab. Die Bundesbank führt in ihrem letzten Monatsbericht über die Perspektiven der deutschen Wirtschaft für die Jahre 2018 und 2019 mit einem Ausblick auf das Jahr 2020 aus, dass die Hochkonjunktur anhalten dürfte. Das Wachstum wird wegen des erreichten hohen Niveaus und des Fachkräftemangels jedoch geringer ausfallen. Die Wachstumsraten für das Bruttoinlandsprodukt werden für das laufende Jahr um 2,0%, im kommenden Jahr um 1,9% und im Jahr 2020 um 1,6% zulegen. Damit würde sich der Nutzungsgrad der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten, der bereits im ver€gangenen Jahr erheblich über dem Normalmaß lag, weiter spürbar erhöhen. Die Inflationsrate dürfte gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) im laufenden Jahr geringfügig auf 1,8% steigen und dann in den kommenden Jahren etwa auf diesem Niveau verharren. Im Vergleich zur Projektion vom Dezember 2017 wird jetzt für 2018 ein spürbar niedrigeres, für die Jahre 2019 und 2020 dagegen ein leicht höheres Wirtschaftswachstum erwartet. Im Einklang mit der Entwicklung der Weltwirtschaft wird für den Welthandel über den Projektionszeitraum eine leicht nachlassende Dynamik erwartet. Nach einer Steigerung um 5% im laufenden Jahr wird für den internationalen Handel (ohne den Euroraum) mit einem Plus von 4½% im kommenden Jahr und 4% im Jahr 2020 gerechnet. Die inzwischen unter anderem auf die EU ausgeweiteten Zollverpflichtungen der USA dürften zwar isoliert betrachtet kaum Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland haben. Zusammen mit den Ankündigungen weiterer protektionistischer Maßnahmen haben sie aber das Risiko zusätzlicher Handelshemmnisse mit negativen Auswirkungen auf die Entwicklung des Welthandels und der Weltwirtschaft erhöht. Der DAX befindet sich in den Fängen der internationalen Politik. Selten war die direkte Bindung zwischen dem DAX und den Entscheidungen auf der großen politischen Bühne so eindeutig, wie in diesen Tagen. Der Handelskonflikt dominiert das Geschehen und gibt dem deutschen Leitindex die Richtung vor. US-Präsident Donald Trump wird aktuell vorerst auf härtere Investitionsbeschränkungen für chinesische Firmen verzichten. Kurzfristig könnte dieser Impuls den deutschen Leitindex noch Schwung bis zum ersten Widerstand bei 12.600 Punkten verleihen. Mittelfristig dürften hingegen die Unsicherheiten im Ausgang in den Zoll-Fragen zwischen den USA, China und der EU, sowie die Sommer-Schwäche an den Aktienmärkten überwiegen. Somit ist spätestens im Bereich von 12.600 Punkten mit einer Kehrtwende zu rechnen, die den DAX erneut in Richtung 12.000 Punkte drückt. Die Äußerungen von Donald Trump zu den chinesischen Investitionen in den USA hat kurzfristig für Entspannung an den Börsen gesorgt. Dieser Impuls könnte der Beginn einer stärkeren Gegenbewegung werden, die den Index zuerst auf 12.600 Punkten führt und anschließend weitere Kursanstiege ermöglicht. Für die Eurozone ist nicht vor Mitte 2019 mit dem Ende der Nullzins-Politik zu rechnen. In den USA könnte die FED dagegen dieses Jahr noch dreimal an der Zinsschraube drehen. Trotz schwächerer Inflation geht die EZB davon aus, dass sich die Preissteigerungsrate weiter der Zielgröße von knapp 2% annähert. Verbraucherpreise und Einzelhan-delsumsätze signalisieren aktuell keine starke Beschleu€nigung der US-Inflation. Für die US-Notenbank gibt es keinen Grund, ihren geldpolitischen Pfad zu verlassen. Es wird damit gerechnet, dass die FED die Zinsen um 25 Basis€punkte auf die Spanne von 1,75-2,00% anheben wird. In der zweiten Jahreshälfte könnten zwei weitere Leit-zinsschritte in Höhe von jeweils 25 Basispunkten folgen. Was tun? Das hängt vom Alter und von der Höhe des Vermögens ab. Offensichtlich kommt der aktuelle sehr lange Börsenboom seit 2009 in Bälde zum Erliegen, die Negativvorzeichen sind zu ausgeprägt. Es mag sein, dass die Wirtschaft noch einige Zeit rund läuft, aber die Börse nimmt die Entwicklungen der Realwirtschaft vorweg und diese ist nachhaltig belastet: Steigende Zinsen, die EU droht auseinanderzufallen, Zollkrieg, die USA entfernen sich zunehmend von Europa und greifen in die dortige Politik ein, wie die angedrohten und berechtigten Sanktionen gegen North-Stream zeigen, der ungeklärte BREXIT, etc.. Die Börse braucht Ruhe an den Märkten und diese fehlt, das einzige was treibt, ist die Liquidität und fehlende Alternativen. Jetzt noch zu setzen ist nichts für Amateure, wenn schon, dann in ETFs mit MSCI World-Abbildung, die mit geringen Kosten das Risiko und damit die Chancen breit streuen.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien, diesmal von Warren Buffet, der wohl vor dem Einstieg in General Electric steht:

  • „Die Börsenspekulation ist wie eine Skatpartie. Man muss mit guten Karten mehr gewinnen als man mit schlechten Karten verliert“ (André Kostolany).
  • „Ein Bankier ist ein Kerl, der Ihnen bei schönem Wetter einen Regenschirm leiht und ihn zurückverlangt, sobald es regnet“ (Mark Twain).
  • „Geld allein macht nicht glücklich. Es gehören auch noch Aktien, Beteiligungen, Gold und Grundstücke dazu“ (Danny Kaye).

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Kaufen, halten, verkaufen? Stellen wir zunächst auf die deutsche Wirtschaft ab. Die Bundesbank führt in ihrem letzten Monatsbericht über die Perspektiven der deutschen Wirtschaft für die Jahre 2018 und 2019 mit einem Ausblick auf das Jahr 2020 aus, dass die Hochkonjunktur anhalten dürfte. Das Wachstum wird wegen des erreichten hohen Niveaus und des Fachkräftemangels jedoch geringer ausfallen. Die Wachstumsraten für das Bruttoinlandsprodukt werden für das laufende Jahr um 2,0%, im kommenden Jahr um 1,9% und im Jahr 2020 um 1,6% zulegen. Damit würde sich der Nutzungsgrad der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten, der bereits im ver€gangenen Jahr erheblich über dem Normalmaß lag, weiter spürbar erhöhen. Die Inflationsrate dürfte gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) im laufenden Jahr geringfügig auf 1,8% steigen und dann in den kommenden Jahren etwa auf diesem Niveau verharren. Im Vergleich zur Projektion vom Dezember 2017 wird jetzt für 2018 ein spürbar niedrigeres, für die Jahre 2019 und 2020 dagegen ein leicht höheres Wirtschaftswachstum erwartet. Im Einklang mit der Entwicklung der Weltwirtschaft wird für den Welthandel über den Projektionszeitraum eine leicht nachlassende Dynamik erwartet. Nach einer Steigerung um 5% im laufenden Jahr wird für den internationalen Handel (ohne den Euroraum) mit einem Plus von 4½% im kommenden Jahr und 4% im Jahr 2020 gerechnet. Die inzwischen unter anderem auf die EU ausgeweiteten Zollverpflichtungen der USA dürften zwar isoliert betrachtet kaum Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland haben. Zusammen mit den Ankündigungen weiterer protektionistischer Maßnahmen haben sie aber das Risiko zusätzlicher Handelshemmnisse mit negativen Auswirkungen auf die Entwicklung des Welthandels und der Weltwirtschaft erhöht. Der DAX befindet sich in den Fängen der internationalen Politik. Selten war die direkte Bindung zwischen dem DAX und den Entscheidungen auf der großen politischen Bühne so eindeutig, wie in diesen Tagen. Der Handelskonflikt dominiert das Geschehen und gibt dem deutschen Leitindex die Richtung vor. US-Präsident Donald Trump wird aktuell vorerst auf härtere Investitionsbeschränkungen für chinesische Firmen verzichten. Kurzfristig könnte dieser Impuls den deutschen Leitindex noch Schwung bis zum ersten Widerstand bei 12.600 Punkten verleihen. Mittelfristig dürften hingegen die Unsicherheiten im Ausgang in den Zoll-Fragen zwischen den USA, China und der EU, sowie die Sommer-Schwäche an den Aktienmärkten überwiegen. Somit ist spätestens im Bereich von 12.600 Punkten mit einer Kehrtwende zu rechnen, die den DAX erneut in Richtung 12.000 Punkte drückt. Die Äußerungen von Donald Trump zu den chinesischen Investitionen in den USA hat kurzfristig für Entspannung an den Börsen gesorgt. Dieser Impuls könnte der Beginn einer stärkeren Gegenbewegung werden, die den Index zuerst auf 12.600 Punkten führt und anschließend weitere Kursanstiege ermöglicht. Für die Eurozone ist nicht vor Mitte 2019 mit dem Ende der Nullzins-Politik zu rechnen. In den USA könnte die FED dagegen dieses Jahr noch dreimal an der Zinsschraube drehen. Trotz schwächerer Inflation geht die EZB davon aus, dass sich die Preissteigerungsrate weiter der Zielgröße von knapp 2% annähert. Verbraucherpreise und Einzelhan-delsumsätze signalisieren aktuell keine starke Beschleu€nigung der US-Inflation. Für die US-Notenbank gibt es keinen Grund, ihren geldpolitischen Pfad zu verlassen. Es wird damit gerechnet, dass die FED die Zinsen um 25 Basis€punkte auf die Spanne von 1,75-2,00% anheben wird. In der zweiten Jahreshälfte könnten zwei weitere Leit-zinsschritte in Höhe von jeweils 25 Basispunkten folgen. Was tun? Das hängt vom Alter und von der Höhe des Vermögens ab. Offensichtlich kommt der aktuelle sehr lange Börsenboom seit 2009 in Bälde zum Erliegen, die Negativvorzeichen sind zu ausgeprägt. Es mag sein, dass die Wirtschaft noch einige Zeit rund läuft, aber die Börse nimmt die Entwicklungen der Realwirtschaft vorweg und diese ist nachhaltig belastet: Steigende Zinsen, die EU droht auseinanderzufallen, Zollkrieg, die USA entfernen sich zunehmend von Europa und greifen in die dortige Politik ein, wie die angedrohten und berechtigten Sanktionen gegen North-Stream zeigen, der ungeklärte BREXIT, etc.. Die Börse braucht Ruhe an den Märkten und diese fehlt, das einzige was treibt, ist die Liquidität und fehlende Alternativen. Jetzt noch zu setzen ist nichts für Amateure, wenn schon, dann in ETFs mit MSCI World-Abbildung, die mit geringen Kosten das Risiko und damit die Chancen breit streuen.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien, diesmal von Warren Buffet, der wohl vor dem Einstieg in General Electric steht:

  • „Die Börsenspekulation ist wie eine Skatpartie. Man muss mit guten Karten mehr gewinnen als man mit schlechten Karten verliert“ (André Kostolany).
  • „Ein Bankier ist ein Kerl, der Ihnen bei schönem Wetter einen Regenschirm leiht und ihn zurückverlangt, sobald es regnet“ (Mark Twain).
  • „Geld allein macht nicht glücklich. Es gehören auch noch Aktien, Beteiligungen, Gold und Grundstücke dazu“ (Danny Kaye).

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Börsentipps Juni 2018

Kaufen, halten, verkaufen? Es wird unruhiger. Der Handelskrieg mit den USA spitzt sich zu mit negativen Vorzeichen für die Wirtschaften diesseits und jenseits des Atlantiks, was selbst von Trump-Beratern so gesehen wird. Nächste Baustelle Italien. Völlig offen ist, wer die Wahlversprechen zahlen soll. Am besten wohl aus italienischer Sicht die EU, die auf 250 Mrd. verzichten soll, um den Wirtschaftsverbund zu erhalten. In Spanien regieren nunmehr die Sozialisten, das Parteienbündnis, das den bisherigen Ministerpräsidenten stürzte, hat kein gemeinsames politisches Konzept. Daneben haben wir noch die Brennpunkte Korea und die Türkei mit ihrem Währungsverlust und schlechten Wirtschaftszahlen. Die Konjunkturaussichten in der Euro-Zone ist so schlecht wie seit fast sechs Jahre nicht mehr. Das entsprechende Barometer fiel im Juni um 11,3 auf minus 13,3 Punkte, wie die Investmentberatung Sentix zu ihrer Umfrage unter 920 Investoren mitteilte. Das ist bereits der fünfte Rückgang in Folge. Auch für Europas größte Volkswirtschaft Deutschland trübt sich die Stimmung der Investoren den fünften Monat in Folge ein. Hier fiel das Barometer für die Konjunkturerwartungen um 6,0 auf minus 13,8 Zähler und damit ebenfalls auf den niedrigsten Wert seit knapp sechs Jahren. Die steigenden amerikanischen Leitzinsen sind ein Belastungsfaktor: Unternehmen und Verbraucher werden belastet, die Investitionsneigung geht zurück, der Diskontsatz für Bewertungen steigt mit der Folge geringerer Preise. Es ist daher kein Wunder, dass sich die Aktienindizes in einer Seitwärtsbewegung befinden. Die wichtigen Aktienindizes der Welt befinden sich seit März 2009 unverändert in einem technischen Hausse-Zyklus. Nach den Jahren 2016 und 2017 mit zum Teil sehr ausgeprägten Kursgewinnen haben sich bei vielen Aktienindizes im bisherigen Jahresverlauf 2018 Seitwärtspendelbewegungen herausgebildet. Innerhalb dieser Seitwärtspendelbewegung entstehen kurzfristige Auf- oder Abwärtstrends. Bei dem DAX hat sich eine mittelfristige Unterstützungszone von rd. 11.700 Punkte und eine Widerstandszone bei 13.600 gebildet, in denen die Pendelbewegungen stattfinden. Sinkende Zinsen führen zu stärkeren Investments in Aktien. Steigen die Zinsen aber, werden Anleihen attraktiver und Aktien unattraktiver - so lautet die Regel. Empirische Untersuchungen für die USA zeigen, dass der Markt nicht sofort kippt, sondern erst ab Renditen zwischen 4,3 und 6,1 %. Aktuell liegen wir dort aber erst bei 3 %. Die deutsche Wirtschaft hat deutlich an Schwung verloren. Der Einkaufsmanagerindex – Industrie und Dienstleister zusammen – fiel um 1,5 auf 53,1 Punkte. Das ist der schlechteste Wert seit mehr als anderthalb Jahren, wie das Institut IHS Markit zu seiner Umfrage unter 800 Firmen mitteilte. Ökonomen hatten mit einem leichten Anstieg auf 54,7 Zähler gerechnet. Das Barometer hielt sich aber über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Wenn einsteigen, dann kommen die kostengünstigen ETF für Privatanleger in die engere Wahl. Für Privatanleger sind sie interessant, weil sie mit den Indexfonds auf größere Verdienste setzen können als mit herkömmlichen Fonds. Die Indizes, die Anleger mit Hilfe der ETF nachbilden, liefern höhere Renditen als die meisten herkömmlichen Fondsmanager, die Aktien analysieren und dann ihre Anlageentscheidung treffen. Eine Studie der Universität Berkeley kommt zum Ergebnis, dass sich ETF vor allem für Investoren lohnen, die Wert auf Sicherheit legen und nicht übermäßig viel Vermögen haben - also für die klassischen Privatanleger. Professionelle Anleger sollten dieser Studie zufolge eher auf eine professionelle Fondsauswahl setzen. Eine andere deutsche Untersuchung kommt zu folgendem Ergebnis: „In den Vereinigten Staaten sehen wir für Aktien eine jährliche Rendite zwischen 3 und 5 Prozent voraus. In Europa und Japan dürfte sie zwischen 6 und 8 Prozent liegen.“ Weniger Rendite werden von Immobilien erwartet: „Das Umfeld hat sich auch für Wohnimmobilien verschlechtert. Hier erwarten wir jährliche Renditen zwischen 3 und 4 Prozent.“ Und während er für europäische Aktien zuversichtlich ist, wird vom Anleihemarkt von europäischen Papieren dringend abgeraten. „Damit kann man auf Sicht von zehn Jahren bei realer Betrachtung ein Sechstel seiner Kapitalanlage verlieren. In den Vereinigten Staaten kann man bei einer Rendite von 3 Prozent über den Kauf von Staatsanleihen nachdenken.“ Was tun? Das hängt vom Alter und von der Höhe des Vermögens ab. Offensichtlich kommt der aktuelle sehr lange Börsenboom seit 2009 in Bälde zum Erliegen, die Negativvorzeichen sind zu ausgeprägt.


Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien, diesmal von Warren Buffet, der wohl vor dem Einstieg in General Electric steht:

  • “Gier frisst Hirn.” (Anmerkung: Einer der wichtigsten Börsensprüche. Denn Gewinn-Gier hat schon viele Anleger in starke Verluste getrieben)
  • “An der Börse muss man sich verhalten wie beim Baden in kaltem Wasser: Hineinspringen und rasch wieder heraus!“ - Carl Meyer Rothschild.
  • “Das Geheimnis des Börsengeschäfts liegt darin, zu erkennen, was der Durchschnittsbürger glaubt, dass der Durchschnittsbürger tut.” - John Maynard Keynes.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Kapitalanlage in oder Finanzierung aus der Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Börsentipps Mai 2018

Kaufen, halten, verkaufen? Der DAX notiert aktuell bei 12.800, nicht schlecht, stand er doch vor einem Monat bei 12.000. Die Frage ist, wie es weitergeht. Die Börsianer treibt weltweit folgende Ängste um: Die Börsenkurse steigen seit 109 Monaten unentwegt. Experten befürchten einen Abschwung in naher Zukunft. Im nächsten Jahr droht eine Rezession, die den Konjunkturzyklus und damit auch die Börse durcheinanderbringen kann. Die Finanzmärkte geraten zudem durch die steigenden Ölpreise und einen drohenden Handelsstreit unter Druck. Schon 109 Monate. So lange dauert die derzeitige Party an den Finanzmärkten. Im März 2009 begann die Erholung nach der Finanzkrise, und seither geht es mehr oder weniger gleichmäßig aufwärts. Bullenmarkt nennen die Profis so etwas, eine Phase, in der die Optimisten dominieren und Recht behalten. Und dies ist nun schon der zweitlängste Bullenmarkt der Geschichte, nur die Phase zwischen September 1990 und März 2000 war mit 116 Monaten noch länger. Doch alles geht irgendwann zu Ende, auch jede Bullenparty wurde schließlich von den Bären abgewürgt, die die Kurse purzeln ließen. Und dieser Punkt dürfte schon bald eintreten, warnen immer mehr Beobachter der Szenerie. Sie sehen vor allem in den USA schwarze Wolken aufziehen, rechnen für das kommende Jahr sogar teilweise mit einer Rezession. Und wer weiß, dass Aktienmärkte den wirtschaftlichen Entwicklungen üblicherweise mindestens ein halbes Jahr vorgreifen, zieht sich jetzt schon von den Börsen zurück. Denn wenn die Bären übernehmen, wird es ungemütlich. In der Vergangenheit wurde alle Aufschwünge durch zwei Faktoren beendet: Entweder zu stark steigende Zinsen oder zu stark steigende Ölpreise. Und diesmal könnten gleich beide zuschlagen. Denn einerseits steigen die Zinsen. Noch gilt das vor allem für die USA, und noch bewegen sie sich weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Das entscheidende ist jedoch immer die Veränderung zur bisherigen Lage, und da steht gerade eine epochale Wende bevor. Fast zehn Jahre lang haben die Notenbanken die Finanzmärkte mit Geld geflutet, indem sie Anleihen kauften, und die Zinsen sogar unter Null gedrückt. Das hat die Wirtschaft aus der Krise geholt, wieder wachsen lassen und auch die Finanzmärkte bei Laune gehalten. Allerdings mit dem Nebeneffekt, dass vielerorts marktwirtschaftliche Mechanismen außer Kraft gesetzt wurden, Firmen am Leben erhalten wurden, die eigentlich nicht lebensfähig sind, und an den Finanzmärkten Blasen entstanden. Die zyklisch adjustierten Kurs-Gewinn-Verhältnisse für US-Aktien, deren Daten immerhin bis in das Jahr 1881 zurückreichen, waren zuletzt nur in der Dotcom-Blase höher. All das kann sich nun rächen, wenn die Notenbanken umschwenken, denn nun verändert sich die Rechnung plötzlich. Was bei Nullzinsen noch profitabel und attraktiv erschien, wird dann zum Verlustgeschäft. Und auch Börsenbewertungen, die derzeit angesichts der niedrigen Zinsen vielleicht noch erträglich wirken, erscheinen dann auf einmal viel zu hoch. Zusätzlich werden Unternehmen und Verbraucher derzeit aber noch durch den steigenden Ölpreis belastet. In den vergangenen zwölf Monaten ist dieser von 50 auf knapp 75 Dollar je Fass (159 Liter) gestiegen. Auch davon sind die USA weit stärker betroffen als Europa, da parallel zu den steigenden Notierungen für Rohöl auch der Euro aufgewertet hat. Dennoch kann sich auch Europa dem Trend nicht entziehen, die Euro-Aufwertung ist vorerst gestoppt. Der Euro liegt aktuell knapp und 1,2 Dollar, lag in den letzten 12 Monaten in der Spitze bei 1,25 Dollar und vor 12 Monaten bei 1,1 Dollar. Experten sahen den Euro von einem halben Jahr auf Jahresfrist schon bei 1,3 Dollar. Die Preissteigerungen beim Öl gehen dagegen unverändert weiter – und sie könnten sich sogar noch beschleunigen, wenn die USA das Iran-Abkommen aufkündigen. Aktuell notiert das Barrel bei 68 Dollar, vor 12 Monaten lag der Preis bei 47 Dollar. Sollte es tatsächlich zur Wiedereinführung der Sanktionen kommen, dürfte es angesichts des gegenwärtig sehr eingeengten Marktes zu sichtbaren Preisanstiegen kommen. Die Ölpreise könnten in der Folge um weitere zehn Dollar je Fass zulegen.“ Dann wären 100 Dollar je Barrel nicht mehr weit. So werden Konjunktur und Finanzmarkt derzeit also gerade von zwei Seiten in die Zange genommen. Und die Zeichen, dass all dies in eine Rezession mündet, werden immer deutlicher. Vor allem ein Indikator, der Rezessionen in der Vergangenheit mit großer Verlässlichkeit vorausgesagt hat, macht Sorge: Die Zinsstrukturkurve. Dabei handelt es sich um die Zinsen für Staatsanleihen mit verschiedener Laufzeit, abgetragen auf einer Kurve. Üblicherweise steigt die Kurve – je länger ein Anleger Geld verleiht, desto mehr Zins erhält er. Doch mitunter wird die Kurve invers, dann liegt die Rendite für lange Laufzeiten niedriger als für kurze. Dies ist immer dann der Fall, wenn Anleger für die Zukunft fallende Zinsen erwarten – weil die Notenbank sie aufgrund wirtschaftlicher Probleme drückt. Derzeit ist die Kurve in den USA zwar noch nicht invers, aber so flach wie selten zuvor. Die Spanne der Renditen bei Laufzeiten zwischen zwei und zehn Jahren ist so gering wie seit zehn Jahren nicht mehr, zwischen fünf und 30 Jahren liegt sie auf dem tiefsten Stand seit 2007. Experten rechnen damit, dass die Kurve schon in der zweiten Jahreshälfte invers wird und danach werden dann die Aktienkurse ihr zyklisches Hoch erreicht haben, bevor eine weltweite Rezession – wahrscheinlich ausgehend von den USA – beginnt. Daneben bricht US-Präsident Donald Trump ausgerechnet jetzt einen Handelsstreit vom Zaun, der die wirtschaftliche Entwicklung weltweit zusätzlich belasten kann. Wenn die von den USA und China angekündigten Zölle Realität werden, könnte dies messbaren Einfluss auf die globalen Wertschöpfungsketten haben. Selbst ein begrenzter Handelskrieg könnte das globale Wachstum zerstören. Vor allem aber werde dies die Finanzmärkte in Mitleidenschaft ziehen und in den Unternehmen dazu führen, dass sie Investitionen auf Eis legen. Schon jetzt erkenne man deutlich, dass sich das Geschäftsklima verschlechtere, wegen des Handelskonflikts. Noch sind das alles nur Vorzeichen, die Bullen tanzen derweil noch munter weiter auf dem Börsenparkett, getreu dem Motto: Man muss so lange tanzen, wie die Musik spielt. Doch in diese mischen sich inzwischen immer mehr Misstöne. Und schon bald könnte sie mit einem großen lauten Tusch enden und verstummen. Im Januar hatten Kleinanleger ihre Aversion gegen die Wall Street aufgegeben. Der abermalige Exodus ist jedoch nicht unbedingt ein schlechtes Indiz. Die Verunsicherung der amerikanischen Kleinanleger wächst. Der Rückschlag bei den Aktienkursen und die seit Ende Januar gestiegenen Schwankungen an den amerikanischen Börsen haben zu einem Exodus von Anlegern aus Fonds geführt, die in amerikanische Aktien investieren. Allein im Februar meldeten diese Fonds nach Angaben des Fondsverbandes ICI Nettoabflüsse von 41 Milliarden Dollar. Das war der höchste Abfluss in einem Monat seit Januar 2008, dem Jahr der Finanzkrise. Im März und April setzte sich der Exodus fort, allerdings nicht im gleichen Tempo. Im März flossen netto rund 21 Milliarden Dollar ab. Das Haus Rothschild rät zur Besonnenheit. Schlechte Börsentage böten eine gute Gelegenheit zum Einstieg. An den Finanzmärkten ist der Start in dieses Jahr etwas holprig verlaufen. Zunächst stiegen die Aktienkurse zwar. Ein Index wie der Dax kletterte im Januar bis auf ein Rekordhoch von 13.597 Punkten. Doch dann wurde es plötzlich ruppiger. Der Index fiel um bis zu 14 Prozent, um sich später wieder etwas zu erholen. Aktuell liegt der Dax noch vier Prozent tiefer als zu Jahresbeginn. Zugleich steigen die Renditen vor allem in den Vereinigten Staaten. Zinsängste und Zollängste haben bisher jedoch die Gewinne der Unternehmen nicht beeinflusst. Eine solche Unsicherheit zwar immer schlecht für einen Markt und fördere Volatilität: „Aber sie begründet keinen Bärenmarkt“, sagte der Vermögensverwalter. Zugleich biete der außergewöhnlich positive Konjunkturtrend auf der ganzen Welt genug Grund für Zuversicht. Das allgemeine Wachstum sei historisch hoch, zudem verlaufe der Aufschwung überall relativ synchron, was eher selten der Fall sei. „Und auch wenn der Aufschwung am Kapitalmarkt schon sehr lang läuft, hat er doch kein automatisches Verfallsdatum“, sagt Rothschild. Denn erst wenn es einen starken Auslöser gebe, wie in den Jahren 2007/2008 die Finanzkrise dann werde sich dies ändern. Von der Zinsseite haben Anleger vor erst nichts zu befürchten, die Inflationsrate betrage hierzulande rund 1,5 Prozent. Die amerikanische Notenbank erhöhe ihren Zins zwar, tue dies aber sehr behutsam. Und die Europäische Zentralbank habe bei jeder Gelegenheit klargemacht, dass der Zins noch sehr lang sehr niedrig bleiben dürfte. Im Dax zum Beispiel betrage das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der für 2018 erwarteten Gewinne 12,5. Zeitweise waren es im Januar zwischen 14 und 15. Doch dies werde von Anlegern viel zu wenig bedacht. Angesichts der weiterhin niedrigen Zinsen bleiben für ihn Aktien die erste Wahl. Die am. Staatsanleihen rentieren aktuell bei gut 3 %. Im Durchschnitt kommt der Dow auf eine Dividendenrendite von 2,6 Prozent. Der S&P 500 kommt auf eine Dividendenrendite von knapp 2 Prozent. Daneben haben die Aktienmärkte langfristige Kurschancen. Sorgen macht die insgesamt hohe Verschuldung bei allen Marktteilnehmern, hierauf weist der IWF hin. Aktuell summieren sich alle staatlichen und privaten Schulden (ohne Banken) auf ein Niveau von rund 240 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung. Vor der Finanzkrise 2008 lag der Wert bei 210 Prozent, zu Anfang dieses Jahrhunderts bei 190 Prozent. Mit dem Schuldenwachstum bauen sich immer größere Risiken in den Volkswirtschaften auf. In guten Zeiten nimmt man das kaum wahr. Kommt es aber zu einer Abschwächung der Konjunktur, ist es der Schuldenballast, der die Wirtschaft immer weiter herunterzieht. Viele Unternehmen und Privathaushalte müssen dann gerade im Abschwung kräftig sparen, um zahlungsfähig zu bleiben. Banken registrieren mehr ausfallgefährdete Kredite und die Staaten, die von einem hohen Schuldenniveau starten, können die Wirtschaft nicht über Steuersenkungen oder Ausgabenprogramme ankurbeln, ohne selbst in Probleme zu geraten. Dies alles hat man in früheren Schuldenkrisen erfahren müssen. Was tun? Per Saldo steigen wohl die Risiken einer Geldanlage in Aktien, eine Investition in diese ist vor dem gesamten Vermögenhintergrund des Anlegers zu bewerten. Für den Normalanleger ist auch sein Alter zu beachten. Der Nichtprofi sollte kostengünstige Indexfonds („ETFs“) beachten, die weltweit anlegen. Die Kostenquote liegt bei gut laufenden ETFs bei 0,2 % und bei gemanagten Fonds bis zu 5 %, also weit über dem sicheren Zins, so dass man nur hoffen kann, dass der Manger erfolgreich ist. Wenn die Kurse in 2019 kippen sollten, dürfte eine Depotnachschau Ende 2018 angezeigt sein: Im Zweifel dann raus.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien, diesmal von Warren Buffet, der wohl vor dem Einstieg in General Electric steht:

  • Regel eins lautet: Nie Geld verlieren. Regel zwei lautet: Vergesse nie die Regel Nummer eins.
  • Warum soll ich die zweitbeste Aktie kaufen, wenn ich die beste haben kann?
  • Der dümmste Grund eine Aktie zu kaufen, ist, weil sie steigt.
  • Buffets Anlagevehikel, die Berkshire Hathaway Inc., Oklahoma, kommt einem ETF schon nahe, ist aber nicht ganz billig: Die A-Aktie von Berkshire Hathaway wurde nie gesplittet und ist mit einem Kurs von rd. 300.000,00 Dollar die teuerste Aktie der Welt. Die Gesamte Marktkapitalisierung des Unternehmens belief sich Anfang 2017 auf 409,0 Milliarden US-Dollar.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Börsentipps April 2018

Kaufen, halten, verkaufen? Der DAX steht aktuelle knapp unter 12.000. Nicht nur die dänische SAXO Bank erwartet einen kräftigen Kursverlust von rd. 30 %. Gerade in den USA sprechen Faktoren wie ein heranwachsendes Haushaltdefizit, eine steigende Privatverschuldung, zu geringe Infrastrukturausgaben und ein drohender Handelskrieg nicht gerade für einen anhaltenden Aufschwung. Die Reform des Steuersystems von US-Präsident Donald Trump lässt zwar die Marktrenditen steigen, jedoch zeigen sich Experten zunehmend skeptisch wie sich diese Pläne auf die zukünftige Lage des US-Haushalts auswirken. Zumal nun auch noch Milliarden von US-Dollar in Infrastrukturprojekte gepumpt werden müssen. Die schon maximal ausgereizten Konsumausgaben der US-Bürger und das wahrscheinliche baldige Ende des Konjunkturzyklus werden ebenfalls für die Kurskorrektur genannt. Jim Rogers, eine Investmentlegende, führt als Grund für erwartete starke Kurskorrekturen die massive Verschuldung sowie Strafzölle und die korrespondierenden Gegenmaßnahmen an. So sei allein die USA so stark verschuldet wie noch nie ein Land in der Geschichte. Tatsächlich steht die weltweite Verschuldung, insbesondere angetrieben von der extrem niedrigen Geldpolitik, bei einem absoluten Rekordstand. Ende 2017 betrug sie rund 233 Billionen Dollar und übersteigt damit das globale BIP um etwa das Dreifache. Die US-Regierung wiederum steht aktuell mit rund 108 Prozent des BIP in der Kreide. Steigen die Zinsen oder droht eine Rezession, dann dürfte ein erheblicher Teil der ausgegebenen Kredite möglicherweise ausfallen - was eine Krise massiv verschlimmern würde. Ein drohender Handelskrieg könnte die Situation aber noch schwieriger machen. Laut dem Nachrichtensender Bloomberg sagte Rogers, dass er extrem besorgt sei. Er habe genug über Geschichte gelesen und kenne die Märkte gut genug, um zu wissen, dass Handelskriege üblicherweise ein Desaster sind. Er geht davon aus, dass China eine entsprechende Antwort finden werde. So sei das Reich der Mitte ein großer Käufer amerikanischer Agrargüter. Dort könne China Trump empfindlich treffen. Das Bad Homburger Investmenthaus Feri sieht für 2018 ebenfalls ein schwieriges Anlagejahr voraus. Die Finanzmärkte seien hoch bewertet und in den Vereinigten Staaten trete der Konjunkturaufschwung in seine Spätphase ein. Zudem erwartet Feri wegen des amerikanischen „Zwillingsdefizits“ in Staatshaushalt und Außenhandel einen schwachen Dollar, der zur Finanzierung der Verschuldung höhere Zinsen erzwinge. Dies sei eine schlechte Nachricht für den Aktienmarkt. Für das Jahr 2019 erwartet Feri eine Abschwächung der Weltkonjunktur oder sogar eine Rezession, unter anderem, weil sich das Wachstum in China deutlich verlangsamen dürfte. Dieses Szenario würden die Finanzmärkte im Laufe dieses Jahres einpreisen. Schatten auf die Weltwirtschaft werfe zudem die politische Entwicklung. Wegen des drohenden Unheils wird auch auf den sog. Alarmindex hingewiesen. Schon zweimal hat er sich als perfekter Seismograf historischer Krisen erwiesen. Im August 2007 schlug der Index vor der globalen Finanzschmelze kräftig aus, im Jahr 2011 kündete er von der Zuspitzung der europäischen Schuldenkrise. Beide Male steckten Finanzhäuser in einer Finanzierungsklemme und mussten später von den Notenbanken gerettet werden. Nun hat der Index wieder kräftig ausgeschlagen. Er ist auf den höchsten Stand seit 2012 geklettert und Experten rätseln darüber, was der Alarm-Index signalisieren will. Eines scheint klar: Er offenbart schonungslos eine zentrale Schwäche des amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Er könnte darüber hinaus aber auch für Europa Unheil anzeigen. Den Alarm-Index werden nur die wenigsten Menschen außerhalb der Wall Street kennen. Genau genommen handelt es sich um den Bankenrisikoaufschlag. Er misst, welchen Zinsaufschlag Banken am amerikanischen Geldmarkt zahlen müssen, um sich kurzfristig Dollar von anderen Instituten zu besorgen. Der Alarm-Index ist jetzt auf den höchsten Stand seit 2012 geklettert. Ganze 0,5 Prozentpunkte müssen die Banken jetzt mehr als der amerikanische Staat zahlen, wenn sie sich über Nacht Geld borgen. Das klingt nach wenig, normalerweise beträgt der Aufschlag aber lediglich 0,1 Prozentpunkte. Das Barometer steigt eigentlich nur dann, wenn sich die wirtschaftliche Lage der Banken dramatisch verschlechtert, wenn sich die Geldhäuser untereinander misstrauen und Geld nur noch mit großen Risikoaufschlägen vergeben. Dass die Banker selbst gut einschätzen können, wie sich ihre eigene Situation entwickelt, hat dem Alarm-Index einen Ruf als verlässlicher Indikator verschafft. Die meisten Experten haben Donald Trump als Hauptschuldigen für die Verspannungen am Geldmarkt ausgemacht. Nicht zufällig hat der Anstieg des Alarm-Index Anfang Februar begonnen. Damals einigte sich der US-Kongress darauf, das Schuldenlimit aufzuheben. Seither gibt das amerikanische Schatzamt Schuldtitel aus, um das Defizitprogramm des amerikanischen Präsidenten zu finanzieren. Mit Vorliebe wird der Geldmarkt über kurz laufende Titel angezapft. Die Flut trifft die Geldmärkte unvorbereitet und zeigt, welche Verwüstungen die Schuldenpolitik des US-Präsidenten schon jetzt anrichtet. Die staatliche Anleihenflut verdrängt die privaten Kreditnehmer. Das führe dazu, dass der Zins für die Banken, der Libor, nach oben geht. Aber er zeige deutlich, dass für die Privatwirtschaft Kredite deutlich teurer werden, was der US-Konjunktur schaden werde. „Auch für die US-Regierung wird es nicht einfach werden, die neuen Schulden zu finanzieren. Sie ist auf ausländische Investoren angewiesen.“ Doch die Ausländer haben sich zuletzt von der Wall Street zurückgezogen. Der Anteil nichtamerikanischer Adressen an den Bill-Auktionen ist auf einen neuen Tiefstand gefallen. Und auch langlaufende Staatsanleihen haben die ausländischen Gläubiger abgestoßen. Im Januar verkauften sie unter dem Strich US-Treasuries im Volumen von Milliarden Dollar. China erkannte allen voran amerikanische Schuldentitel aus den Portfolios. Das Reich der Mitte baute seine US-Position um knapp 17 Milliarden Dollar ab. Druck auf den Geld- und Anleihemarkt kommt aber nicht nur von den Ausländern. Auch US-Unternehmen werfen gerade US-Bills im großen Stil ab. Auch hier kommt der US-Präsident ins Spiel. Mit seiner Steuerreform hat er dafür gesorgt, dass die großen US-Multis ihr im Ausland geparktes Geld repatriieren, um mit den Milliarden eigene Aktien zurückzukaufen, Dividenden zu erhöhen oder Geld zu investieren. Doch die im Ausland verdienten und dort gebunkerten Milliarden der Firmen steckten vor allem in Geldmarkttiteln. Wenn diese nun verkauft werden, trifft das weiter steigende Angebot an US Schuldtiteln auf eine geringere Nachfrage. Nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage führt diese Knappheit zu immer weiter steigenden Zinsen. „Der steigende Alarmindex signalisiert heute keinen Bankenstress, sondern schlicht die veränderte Lage bei Geld-Angebot und Geld-Nachfrage“, so die Bank of America Merrill Lynch. Sie rechnet damit, dass sich die Lage weiter zuspitzen wird. Möglich, dass der Index vielleicht schon bald über das Niveau von 2012 klettern wird. Damals sorgte die Finanzkrise in Peripherieländern wie Italien, Spanien oder Portugal dafür, dass die Banken plötzlich Probleme bei der Dollar-Finanzierung bekamen. Da konnte auch die Europäische Zentralbank nicht helfen, weil diese nur Euro ausgeben kann. Einen Dollar-Engpass löste auch die Finanzkrise 2008 aus. Vor zehn Jahren erreichte der Alarmindex mit 3,5 Prozentpunkten seinen bisherigen Höhepunkt. Damals musste die amerikanische Notenbank Fed mit einer Feuerwehraktion aushelfen. Zwar hat die Fed bekräftigt, dass die Leitzinsen im laufenden Jahr zwei weitere Male angehoben werden sollen, woraufhin sie am Jahresende zwischen 2,0 und 2,25 Prozent liegen sollen. Anleger haben allerdings Sorge, dass die Notenbank mit weiteren Erhöhungen die Wirtschaft zusehends belastet, weshalb die Zinsen für zehnjährige US-Anleihen auf 2,86 Prozent gesunken sind und damit eine Eintrübung der Perspektiven für das langfristige Wirtschaftswachstum der USA wiederspiegeln. Für den Anleger stellt sich stets die Frage: Kaufe ich aktiv gemanagte Fonds oder ETFs? Laut der jährlichen Auswertung des Indexanbieters S&P Dow Jones Indices haben im vergangenen Jahr 63,08 Prozent der Fonds, die weitgehend den S&P500 abbilden, schlechter abgeschnitten als der Index. Damit ist der Wert gegenüber dem 2016er von 60,49 Prozent etwas gestiegen. Langfristig sieht die Lage noch viel schlechter aus. Laut der Auswertung des Indexanbieters haben im vergangenen 15-Jahres-Zeitraum 92,33 Prozent der Fonds schlechter abgeschnitten als ihre Benchmark.

Auf Basis dieser Zahlen ist es mehr als verständlich, weshalb in den vergangenen Jahren Investoren zusehends Geld aus aktiv gemanagten Fonds abgezogen haben und es in ETFs gesteckt haben. Die Zahlen für Europa sehen zwar nicht ganz so schlecht aus, sind aber dennoch ernüchternd. Der marktbreite S&P Europe 350 war im vergangenen Jahr um 10,75 Prozent geklettert. Dabei haben laut dem Indexanbieter 46,59 Prozent der Fonds schlechter abgeschnitten als der Markt. Für Europa gibt es leider noch keine Auswertung für einen 15-Jahres-Zeitraum. Auf 10-Jahres-Sicht sind aber 85,44 Prozent dem Index hinterhergehinkt. Und die Zahlen für die Euro-Zone im Speziellen? 2017 liefen 73,7 Prozent der Fonds schlechter als der Markt, auf zehn Jahre gesehen waren es 88,01 Prozent. Das sind ebenfalls mehr als ernüchternde Zahlen. Was tun? Die Bereinigung an den Aktienmärkten ist vermutlich voll im Gange. Traditionell wird in Zinserhöhungsphasen ein Großteil des Gewinnanstiegs durch eine Kontraktion der Unternehmensbewertungen aufgefressen. Durch den sich abzeichnenden Handelskrieg mit den USA werden diese Gewinne aber künftig reduziert. Sollten Sie in Immobilien ausweichen wollen, so beachten Sie, dass die Zeit der historisch niedrigen Zinsen auch in diesem Segment endet.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien, diesmal von Kostolany:

  • 4 Gs“, die zum Börsenerfolgen beitragen:

Geld, und zwar eigenes und kein geliehenes,

Gedanken, die eigenen und nicht die irgendwelcher Börsenexperten,

Geduld, denn an der Börse zählt: 2 + 2 = 5 – 1,

Glück, das leider nicht jeder hat.

  • Das wenige, was ich über Wirtschaft und Finanzen weiß, habe ich nicht an den Universitäten oder aus Fachbüchern, sondern im Dschungel gelernt. Bestimmt habe ich mehr Schulgeld bezahlt, als es mich in Harvard gekostet hätte.
  • Ich will unabhängig sein. Und das beste Mittel für Unabhängigkeit ist Geld.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.


Kontaktdaten

Unkelbach Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfer
Steuerberater

Gartenstraße 30
79098 Freiburg im Breisgau

0761/385420
info@unkelbach-treuhand.de