Anbei finden Sie unsere monatlich erscheinenden Einschätzungen zur Wirtschaft und Börse: Für unsere mittelständisches Klientel aus dem produzierenden Gewerbe ist für die Kapazitätsplanung ein fundierter Ausblick in die Zukunft wichtig und für alle Kunden im Rahmen ihrer Vermögensplanung eine Einschätzung der Kapitalmärkte, denn sie nehmen zunehmend die Strukturierung ihrer Altersversorgung selber in die Hand und sind hierbei auf neutrale Informationen angewiesen.

Börsentipps März 2019

Kaufen, halten, verkaufen? Wie immer schwierig. Aber der Reihe nach: Alle sitzen auf einem Sack voller Geld und sehen, dass die Konjunktur abgleitet und die Notenbanken kaum Möglichkeiten zum Handeln haben. Diese Aussagen lassen sich leicht auffächern: So berichtet die Anlagebranche anlässlich der Veranstaltung „Super Return“, dass sie auf nicht investierten Mitteln von gut einer Billion Dollar sitzt und Anlagemöglichkeiten sucht. Auch Waffen Buffet geht es nicht anders. Ende 2018 hatte seine Anlagegesellschaft Berkshire Hathaway ein Aktienportfolio von 173 Mrd. Dollar und eine Cash-Position von 112 Mrd. Dollar. Zu beachten ist, dass Buffet seine Positionen hebelt, so dass sein Portfolio genügend Chancen und Risiken birgt, so hatte er im letzten Quartal einen Nettoverlust (dank Appel und Kraft Heinz) von 25 Mrd. Dollar, wobei zu beachten ist, dass das gesamt Konglomerat einen Bilanzwert von 500 Mrd. Dollar hat, was das Ganze und die täglichen Kursschwankungen von 2 Mrd. Dollar relativiert. Was macht die Konjunktur? Hier kann man auf international stark verflochtene deutsche Wirtschaft abstellen: Das ifo-Geschäftsklima hat sich in den vergangenen Monaten deutlich abgeschwächt und macht damit bisher wenig Hoffnung auf eine Belebung der deutschen Konjunktur in der ersten Jahreshälfte 2019. Auch der Einkaufmanagerindex (PMI) für das Verarbeitende Gewerbe gab mit 47,6 Punkten für Februar sogar auf den tiefsten Stand seit sechs Jahren nach. Lediglich die Erholung des PMI für den Dienstleistungssektor von 53,0 auf 55,1 Punkte im Februar ist ein Hoffnungsschimmer. Den Index der Verbraucherpreise hat man modifiziert indem das Basisjahr von 2010 auf 2015 hochgesetzt wurde mit der Folge, dass für Januar die Inflation von 1,6 % auf 1,4 % zurückgegangen ist; insgesamt bleibt der Preisdruck in der Währungsunion weiter niedrig. Was macht das geopolitisch relevante Umfeld? Den Brexit mag man nicht mehr kommentieren, es zeigen sich aber Vernunftaspekte im spleenigen Britannien. Die US-Wirtschaft brummt. Die Zollverhandlungen USA/China kommen wohl zu einem verträglichen Ende, was wohl auch für die Zölle der USA im Verhältnis zu Europa gelten dürfte. In China steuert die Regierung mit Konjunkturprogrammen gegen. Gut möglich ist, dass es nicht zum Ärgsten kommt. Einiges deutet auf eine sanfte wirtschaftliche Landung hin. So sind etwa die Energiepreise vergleichsweise moderat – für sich genommen ist dies eine konjunkturelle Unterstützung. Wichtiger aber wohl noch: Vom Finanzzyklus scheint derzeit keine Gefahr auszugehen. Untersuchungen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zufolge ist in der Breite, das heißt über eine Vielzahl an Industrie- und Schwellenländer hinweg, die Stärke des Finanzbooms ein verlässlicherer Maßstab dafür, wie stark Rezessionen ausfallen können. Kam es in der Vergangenheit zu Phänomenen wie einer exzessiven Kreditaufnahme und Preisblasen an den Finanzmärkten, so folgten regelmäßig stärkere Konjunktureinbrüche. Eine aktuell gute Nachricht ist daher: Auch, wenn sich global die Verschuldung seit der Großen Finanzkrise 2008 erhöht hat, ist der Finanzzyklus noch weit von einem Boom entfernt. Auf Sicht der kommenden zwei bis drei Jahre steht dies zwar nicht im Widerspruch zu einer Verlangsamung. Mit Blick auf den Härtegrad der Landung ist aber zunächst einmal Aufatmen angesagt. Dennoch gebietet das Vorsichtsprinzip, sich auf schlechtere Zeiten einzustellen. Naturgemäß fällt dabei der Blick schnell auf die Möglichkeiten von Fiskal- und Geldpolitik zum Gegensteuern. Und hier stimmt die in vielen Ländern gestiegene Staatsverschuldung bedenklich. Dies lässt kaum Spielraum für antizyklische Ausgabenprogramme. Und die Geldpolitik? Nun, hier fällt auf, dass sich die EZB trotz jahrelang robuster Konjunktur noch nicht vom Krisenmodus verabschiedet hat. In einem ausdauernden Kampf um und für Inflation hat sie sich erst kürzlich entschlossen, ihr außerordentliches Anleihenkaufprogramm zurückzufahren; und die Leitzinsen stehen weiter bei null. Sprich: Es wurde kein „Zinsvorrat“ angehäuft, um mit dem klassischen Instrument – Zinssenkung – gegensteuern zu können. Bei der US-Fed sieht es etwas anders aus: Hier ist die Notenbankbilanz bereits wieder geschrumpft und mit neun Zinserhöhungen hat die Bank nach dem „Modell Eichhörnchen“ für den konjunkturellen Winter vorgesorgt. Gleichwohl liegt auch hier das Leitzinsniveau mit 2,25, bis 2,50 Prozent nach traditioneller Einordnung immer noch unter dem sogenannten natürlichen Zinsniveau, das die Wirtschaftsaktivität weder anregt noch drosselt. Offenbar sollen die Märkte auf die – eigentlich unerträgliche – Alltäglichkeit von Negativzinsen vorbereitet werden. Zusammen mit anderen Überlegungen, die aus der akademischen Welt und Notenbankzirkeln ventiliert werden, um den Möglichkeitenraum im Bereich negativer Zinsen zu erhöhen – etwa die Vermeidung erhöhter Bargeldhaltung zwecks Umgehung – impliziert dies zwei schlechte Nachrichten: Erstens für Anleger: Der Wert einer ganzen Anlageklasse, nämlich zinstragende Aktiva, bleibt verzerrt. Investoren werden daher weiter gezwungen, stärker ins Risiko zu gehen als sie möglichweise können. Zweitens ist dies aber auch eine schlechte Nachricht für die Währungen selbst. Denn wenn der Emittent einer Währung mit Ideen zu Schwundgeld selber aktiv gegen eine der Grundfunktionen – gemeint ist die Eigenschaft der Wertaufbewahrung – vorgeht, dann spielt er mit Blick auf das überlebensnotwendige Vertrauen in Institution und Geld letztlich mit dem Feuer. Die Notenbanken sollten sich genau überlegen, was eine weitere Lockerung ihrer Geldpolitik überhaupt noch bringt und ob mögliche positive Effekte die negativen Nebenwirkungen wirklich übersteigen. Zweifelhaft ist, ob eine weitere Lockerung der Geldpolitik noch konjunkturelle Vorzieheffekte auslösen kann. In der vorherrschenden ökonomischen Theorie sollen niedrige Zinsen die Menschen dazu bringen, heute weniger zu sparen, stattdessen Konsum in die Gegenwart vorzuziehen und so die Konjunktur anzuschieben. Aber wenn die Zinsen schon viele Jahre sehr niedrig sind, könnten solche Vorzieheffekte ausgereizt sein. Man kann nicht unbegrenzt Konsum in die Gegenwart vorziehen, wenn man in der Zukunft nicht in die Röhre schauen will. Das gilt erst recht, wenn dauerhaft niedrige Zinsen die Zinseinnahmen der Bürger so drücken, dass ihre Altersvorsorge gefährdet ist und sie heute sogar mehr sparen und weniger konsumieren müssen, um im Alter genügend Einkommen zu haben. Im Extremfall können negative EZB-Zinsen die Konjunktur sogar dämpfen. Außerdem sind die negativen Nebenwirkungen der Politik des billigen Geldes bereits jetzt sichtbar. So schläfert sie Reformanreize in Ländern wie Italien ein, hält eigentlich unprofitable Unternehmen auf Kosten gesunder Firmen über Wasser und leistet dem Entstehen gefährlicher Übertreibungen an den Immobilienmärkten etwa in Deutschland Vorschub. Die Anhänger einer weiteren Lockerung der Geldpolitik übersehen zudem die Ursache der gegenwärtigen konjunkturellen Schwäche. Sie liegt nämlich kaum an der Binnennachfrage, die - wenn überhaupt - von der Geldpolitik angeschoben werden könnte. Stattdessen kommen die Probleme vom Export. So hat das Nachfragewachstum aus China in den zurückliegenden zwölf Monaten deutlich nachgelassen - auch wegen des Handelskriegs mit den Vereinigten Staaten. Aber daran kann die EZB mit einer noch lockereren Geldpolitik nichts ändern. Nicht zu übersehen ist, dass die Börsen seit Jahresbeginn angezogen haben. Ist der Börsenabschwung also endgültig passé? Lohnt sich vielleicht sogar wieder der Einstieg in Aktien? Wie oben erwähnt, sind die großen makroökonomischen Themen noch nicht vom Tisch, aber von der Tendenz her läuft der Hase so: Die Unternehmensgewinne dürften (weiter) sinken, die Zinsen bleiben unten und alternative relevante sichere Anlagemöglichkeiten fehlen. 2019 wird durch hohe Volatilität und überschaubare Renditepotentiale gekennzeichnet sein, so sollte die Erholungsrally ein guter Zeitpunkt sein, um seine Risikopositionen im Portfolio herunterzufahren und sich robuste Titel oder Fonds zu suchen. Es kann sein, dass die Märkte (leicht) weiter durchsacken, aber ein Ausverkauf ist nicht in Sicht. Nun wird ja bekanntermaßen an der Börse zum Einstieg nicht geklingelt. Man kann es beispielsweise wie Buffet halten: Positionen halten bzw. aufbauen und genügend Cash halten, um bei Rückgängen nachzukaufen. Dem Normalanleger seien breit streuende ETF empfohlen, wobei diese kostengünstigen Anlagevehikel mittlerweile auch stark fokussiert angeboten werden. Im Trend liegen ETF mit dem Fokus Digitalisierung/Automatisierung/KI. Interessant war in diesem Zusammenhang die Feststellung, dass die neben den geringen Kosten der ETF zu beachtende Differenz zwischen An- und Verkaufskurs um die Mittagszeit am geringsten ist; eher relevant für Trader und nicht den Langfristanleger aber gleichwohl beachtenswert, denn die Kosten sind mit schlachtentscheidend für den Anlageerfolg.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zum Aktienmarkt, diesmal alle von Karl Lagerfeld, kein Aktienexperte, hat eine halbe Mrd. Euro hinterlassen, wusste somit wie der Hase läuft:

  • „Ich glaube an zwei Sachen: Ganz teuer oder ganz billig“. Relevant hier für die Firmenstrategien, Luxus läuft und Billigketten mehr oder minder auch.
  • „Man muss das Geld zum Fenster rauswerfen, damit es zur Tür wieder reinkommt.“ Gruß von Keynes mit seinem makroökonomischen Deficit Spending. Ansonsten dürfte das nur Gültigkeit haben für Selbstdarsteller wie KL, also für uns Normalos wird das mikroökonomisch voll danebengehen.
  • „Zukunft ist die Zeit, die übrig bleibt“. Äußerst relevant: Wenn Sie Ihren Anlagehorizont definieren, denken Sie künftig an KL, schauen Sie hierfür in Ihren Personalausweis, Ihr letztes Blutbild und in die aktuelle Sterbetafel.

Der Tod von Karl lag bei einer Aktion seiner Zeichnungen am Samstag vor seinem Tod schon in der Luft: Die für seine Modeskizzen aufgerufenen Preise schossen urplötzlich in die Höhe von einem RIZZI. Der Autor hat sich für RIZZI entschieden. Warten wir ab. Bei Lagerfeld waren es schwarze Unikate, bei RIZZI signierte bunte Kopien, was wohl besser für die liebe Seele ist.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Börsentipps Februar 2019

Kaufen, halten, verkaufen? Schwierig. Zu beachten ist, dass sich diese Kommentierung und Beurteilung an den Normalanleger richtet, also unseren Normalkunden, der sein Geld im Wesentlichen erarbeitet hat und darauf achten muss, dass es erhalten bleibt, um die letzte Lebensphase mit zu finanzieren. Er weiß, dass eine höhere Rendite mit einem höheren Risiko verbunden ist. Wir haben an dieser Stelle frühzeitig empfohlen, aus Aktien auszusteigen, richtig gewesen? Der mittlere erwartete Schlusskurs des Dax für das Jahr 2018 lag Ende 2017 ermittelt durch 24 Banken, bei heute irrwitzig anmutenden 13 938 Punkten, heraus kamen zum Jahresende 10.560. Die Banken rechnen nunmehr für Ende 2019 mit einem DAX-Stand von 12.431 Zählern. Es erhebt sich daher für denjenigen, der investiert geblieben ist die Frage nach der Wiedergewinnungszeit, also wie viele Jahre wird es dauern wird, bis Anleger allein die Verluste von 2018 wieder aufgeholt haben? 18,26 % hat der Deutsche Aktienindex Dax im vergangenen Jahr verloren - 11,06 % der sogar noch viel breiter gefasste globale Index MSCI World. Wer zum Jahresanfang 2018 beispielsweise 10 000 Euro in einen börsengehandelten Indexfonds („Exchange Traded Fund“, ETF) auf den Dax investiert hatte, musste im Jahresverlauf zusätzlich zu den Gebühren also fast 2000 Euro Wertverlust verbuchen - im Vergleich zu demjenigen, der die 10 000 Euro einfach auf dem Girokonto hat stehenlassen. Wer sein Geld in einen ETF auf den globalen Index gesteckt hatte, verlor zusätzlich zu den Gebühren immerhin noch mehr als 1000 Euro. Nun kann man sich damit trösten, dass Aktien langfristig eine gute Geldanlage sind und dass schlechte Jahre am Aktienmarkt irgendwann immer durch gute ausgeglichen werden. Aktienfachleute belegen das recht überzeugend mit dem sogenannten Renditedreieck, das die langfristige Rendite von Aktieninvestments gemessen am Start- und am Zieljahr der Anlage zeigt. Aktien sind da immer ein gutes Geschäft - man muss einfach nur lang genug warten. Aber wer jetzt auf das Jahr 2018 zurückblickt und sich überlegt, ob sein Geld gut dort aufgehoben war, wo es steckte, wird sich über die Verluste wo möglich doch ärgern und im Nachhinein vielleicht denken, man hätte ja auch mal ein Jahr mit der Aktienanlage aussetzen können; wenn - ja, wenn man das alles vorher gewusst hätte. Wie viele Jahre wird es nun dauern, bis jemand mit seinen ehemals 10 000 Euro im Dax-ETF die fast 2000 Euro Verlust aus dem vorigen Jahr wieder ausgeglichen haben wird? Die Prognosen der Aktienfachleute sind sehr unterschiedlich. Genau weiß das natürlich niemand. Die Allianz rechnet in ihrem eher optimistischen Basisszenario (,‚Soft landing“) mit anderthalb bis zwei Jahren, die der Dax brauche, um auf seinen Stand von Anfang 2018 zu kommen. Wenn es aber ungünstig laufe und beispielsweise die Folgen des Brexit unerwartet hart ausfielen oder der Handelsstreit eskaliere („Forced landing“), könnte es auch vier oder sogar fünf Jahre dauern. Fünf Jahre also, in denen ein Dax-Anleger darauf wartet, dass er sein Geld zumindest nach Abzug der Kosten wieder herausbekommt, das er Anfang 2018 auf den Index gesetzt hatte. Die Deutsche Bank geht von einer Normalrendite der Aktien von 8 bis 10 Prozent aus. Nach dieser Rechnung müssten wir in einem ‚normalen‘ Marktumfeld noch rund zweieinhalb Jahre warten, bis die Dax-Verluste komplett aufgeholt sind. Die Aktienmärkte seien aber eben nicht immer „normal“. Die extrem schlechte Anlegerstimmung habe zu Verlusten geführt, die im Vergleich zu den Fundamentaldaten vielleicht etwas zu hoch ausgefallen seien. Die Verluste könnten beispielsweise durch Fortschritte beim Handelskonflikt deutlich schneller ausgeglichen werden in diesem Jahr, was die Bank aber per Saldo nicht erwartet. Die Bethmann-Bank kalkuliert in der Theorie langfristig mit 6 Prozent Rendite im Jahr für Aktien. Damit käme man auf ungefähr drei Jahre, die der Dax zum Aufholen brauche. Allerdings sei dies ausdrücklich eine Rechnung für Zeiträume von zehn Jahren und länger. „In der Vergangenheit war noch nahezu jeder Zehn-Jahres-Zeitraum positiv. Davon geht die Bank auch weiterhin aus. Aber was passiert auf drei Jahre, wenn in diesen Jahren wo möglich eine Rezession kommt? Das Bankhaus Berenberg rechnete mit einer Wiedergewinnungszeit von 2 Jahren, was aber nur gelten soll, wenn der Handelskrieg eingestellt werde und China seine Konjunktur stabilisiere und Großbritannien eine harten Brexit vermeide. Hinter den Kommentierungen steckt Warren Buffets ebenso bahnbrechende wie triviale Erkenntnis: Verluste vermeiden, Gewinne kommen von allein, oder die alte Kaufmannweisheit „Der Gewinn liegt im Einkauf“. Zum relevanten Brexit hat sich Jürgen Klopp geäußert, er fürchtet, dass ihm die Felle wegschwimmen. Der bevorstehende Brexit bedroht offenbar auch die englische Fußballliga. Das große Problem für Klubs und Stars: Die Arbeitnehmerfreizügigkeit wird wohl bei einem harten Ausscheiden der Briten aus der EU außer Kraft gesetzt. Für Fußballer würde das bedeuten: Wollen sie auch künftig in England gültige Arbeitsverträge unterschreiben, brauchen sie eine Aufenthaltserlaubnis. Und die ist an ziemlich strenge Auflagen geknüpft. Die Premier League wird daher durch den Brexit an Attraktivität verlieren. Europäische Stars und Top-Talente werden künftig daher nicht mehr im englischen Fußball zuhause sein. 58 Prozent aller Spieler, die bis zum Ende der vergangenen Saison aus dem EU-Ausland in die höchste englische Liga gewechselt sind, wäre niemals spielberechtigt gewesen wenn man die neue Regelung zugrunde legt. Die Engländer sind von ihrer Mentalität etwas spleenig und in jedem Fall fußballverrückt, so dass bei einer Neuabstimmung über den Brexit das Fussballargument den Ausschlag bei einer knappen Entscheidung geben könnte. In Großbritannien ist die Produktion von Autos bereits vor dem von der Branche gefürchteten Brexit eingebrochen und die Aussichten sind düster. Die Zahl der produzierten Fahrzeuge ist in GB im vergangenen Jahr um 9,1 Prozent auf 1,52 Millionen Stück gefallen. Noch größere Sorgen bereitet der Einbruch der Investitionen um 46,5 Prozent auf 588,6 Millionen britische Pfund (673,51 Mio Euro) und die Furcht vor einem ungeordneten Austritt des Landes aus der EU. Zum großen Ganzen, den Zinsen: Powell der FED-Chef wurde von Trump ja mehrfach runtergeputzt, das zeigt nun offenbar Wirkung. Noch im Dezember zeigte sich US-Notenbankchef Jerome Powell unnachgiebig. Doch auf der ersten Sitzung im neuen Jahr vollzog er einen bemerkenswerten Schwenk. Und der dürfte Donald Trump gefallen. Was für einen Unterschied sechs Wochen doch machen können: noch auf der vorherigen Sitzung im Dezember gerierte sich der Präsident der US-Notenbank als regelrechter Märkteschreck. Powell sprach – und die Kurse stürzten in den Keller. Gut 1,5 Prozent verlor der amerikanische Börsenindex Dow Jones damals binnen weniger Stunden. Damals hatte der Fed-Chef klargestellt, dass die Fed sich in ihrer Politik nicht von den Finanzmärkten treiben lasse und also mit ihrem Zinserhöhungskurs durchaus noch fortfahren könnte. Die durch die Krise aufgeblähte Bilanzsumme der Fed werde man im Autopilot-Modus weiter abschmelzen. Doch diesmal ist alles anders. Auf der ersten Sitzung im neuen Jahr gab sich Powell plötzlich überraschend handzahm. Für weitere Zinserhöhungen bestehe vorerst kein Anlass, und selbst eine Zinssenkung als nächsten Schritt wollte er auf Nachfrage nicht kategorisch ausschließen. Und auch bei der Normalisierung der Bilanz könne man den Autopilot-Modus verlassen und flexibel reagieren. Die Investoren feierten damit auch, dass Powell sich scheinbar den Forderungen der Märkte und nicht zuletzt von US-Präsident Donald Trump zu beugen schien. Dieser hatte im Dezember seinen Unmut über die harte Haltung der Fed kundgetan und damit gedroht, er wolle den von ihm ernannten Powell aus dem Amt werfen. Von einem sogenannten „Powell Put“ sprachen die Experten der amerikanischen Großbank Citi in Anspielung auf den „Greenspan Put“. Gemeint ist damit das implizite Versprechen, dass der oberste Dollar-Hüter im Zweifelsfall den Märkten zur Hilfe eilen wird, wenn diese in Turbulenzen geraten. Der frühere Fed-Chef Alan Greenspan hatte diese Politik im Jahr 1987 nach dem Börsencrash im Oktober erstmals eingeführt. Die Märkte gehen davon aus, dass die Fed Funds-Rate nach einer Zykluspause bis zum September im Herbst 2019 mit einem letzten Zinsschritt ihren zyklischen Hochstand bei 2,50-2,75 % erreichen wird. Wie geht es weiter, soll man einsteigen? Die amerikanische Volkswirtschaft ist wegen der Steuerreform und durch Deregulierungsmaßnahmen weiterhin Konjunkturmotor. Der von Donald Trump angestoßene Protektionismus drosselt zwar das Wachstum, dürfte aber die amerikanische Konjunktur nur wenig beeinträchtigen. Gesamt sind die Analysten vorsichtig bei der Bewertung der Lage. Es ist noch nicht sicher, dass an den internationalen Aktienbörsen die Tiefpunkte bereits erreicht sind. Gerade politische Prozesse zeichneten sich in den letzten Jahren durch eine stark zunehmende Unkalkulierbarkeit aus und hatten gleichzeitig teils massive Auswirkungen auf das Börsengeschehen. Es ist daher sinnvoll, zunächst eine hoffentlich im Laufe der kommenden Monate einsetzende Beruhigung der unübersichtlichen Lage abzuwarten. Die aktuellen Signale: Seit Ende 2017 gehen im ökonomisch weltweit vernetzten Deutschland die Geschäftserwartungen fast kontinuierlich zurück, auf einen Ifo-Indexwert von 97,3 im Dezember (der Wert 100 markiert das Niveau des Jahres 2015) - und damit so niedrig wie zuletzt vor vier Jahren. Die vom Ifo-Institut mitgelieferte "Konjunkturampel" steht auf Rot, schaltet aber öfter mal um. Die ebenfalls im Paket enthaltene "Konjunkturuhr" steht noch auf "Boom", aber kurz vor "Abschwung" - und durch diesen Quadranten wandert der Zeiger meist schnell, entweder in die Rezession, oder gleich zurück zum Boom. Man kann den Ifo-Index als bedrohlich deuten, muss man aber nicht. Doch wenn die Aktienindizes ihre Dezember-Tiefs, etwa der Dax bei rund 10 300 Punkten, noch einmal deutlich unterschreiten sollten, wird es an der Börse schnell brandgefährlich. Als Verkäufer von Aktien werden dann Inhaber von Indexfonds erwartet, die Kasse machen müssten und die Abwärtswelle verstärken. Im letzten Informationsbrief haben wie hier ausgeführt: „Per Saldo ist der Normalanleger aktuell gut beraten, im Geld zu bleiben und nicht in ein fallendes Messer zu greifen. Wenn er dann setzt, dann in weltweit anlegende kostengünstige ETF. Eine auf Sie passende Anlagestrategie muss aber formuliert werden.“ Da eine klare Bodenbildung charttechnisch und realwirtschaftlich nicht gegeben ist, haben diese Aussagen weiterhin Bestand.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien: 

  • „Das Geheimnis des Börsengeschäfts liegt darin, zu erkennen, was der Durchschnittsbürger glaubt, dass der Durchschnittsbürger tut.” — John Maynard Keynes, ein großer Ökonom und Spekulant —
  • „Konzentrieren Sie Ihre Investments. Wenn Sie über einen Harem mit vierzig Frauen verfügen, lernen Sie keine richtig kennen.” — Waren Buffett — (Anmerkung: Dieses humorgespickte Börsenzitat mahnt zu Recht, dass man nicht zu viele Aktien in seinem Depot haben sollte)
  • „Es ist gewinnbringender, einen Tag im Monat über Geld nachzudenken, als 30 Tage dafür hart zu arbeiten.” — Amerikanischer Großindustrieller J.D. Rockefeller — Der Mann hat Recht. In unserer Beratungspraxis erleben wir laufend Fälle, dass Unternehmer ihre ganze Kraft dem Betrieb widmen und ihre Anlageentscheidungen zwischen Tür und Angel treffen, so dass das, was durch Arbeit vorne auf den Teller kommt, hinten wieder herunter rutscht, vgl. Fall Middelhoff, der den Maurer Esch als Vermögenswalter einsetzte, der wiederum im Ponyhof bei Oberstaufen nach wie vor den großen Max spielt wenn es in seinem Bunker in Steibis zu langweilig wird, wogegen Middelhoff alles verloren hat, Geld, Familie, Gesundheit, alles.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Börsentipps Januar 2019

Kaufen, halten, verkaufen? Als vor einem Monat diese Kolumne geschrieben wurde stand der Dow-Jones-Index der Standardwerte bei 25.366 Punkten, der breiter gefasste S&P 500 bei 2.743 Zählern und der Index der Technologiebörse Nasdaq bei 7.291. Die aktuellen Zahlen lauten 23.139, 2.489 und 6.579, trotz der Kursgewinne nach dem Trump-Aufruf, doch wieder Aktien zu kaufen. Momentan steigen die Kurse wieder, alles vorbei? Der DAX kommt von 13.500 und liegt heute 3.000 Zähler niedriger. Kann man wieder kaufen oder ist die Talsohle der Indices noch nicht erreicht? 2018 gab es gewichtige Gründe für das Absacken der Kurse: Trump und seine Unberechenbarkeit gg. China, die steigenden Zinsen in den USA, so dass die dortigen Staatsanleihen mit einer Rendite von sicheren 3 % in Konkurrenz zu den Aktien treten, der Brexit ist weiter ungewiss, die italienischen Staatsschulden und ein drohender weiterer Austritt aus der EU, die diese zerstören würde, der franz. Reflex auf die Gelbwesten, der mit weiteren Staatsschulden erkauft wurde und die Gewinnwarnungen vieler Unternehmen, was in Einklang mit dem Rückgang des Ifo-Geschäftsklimaindexes seht. Die genannten negativen Einflussgrößen werden sich 2019 fortsetzen. Die Kurse werden gemacht durch die Gewinnentwicklungen und die Zinsen. In den USA werden Zinssteigerungen auf 3 % bis 3,5 % erwartet und die positiven Effekte der Steuersenkungen werden auslaufen. Aber es gibt auch Lichtblicke für steigende Kurse: Das weltweite Wirtschaftswachstum wird mit 2,5 % erwartet, die Arbeitslosenzahlen in den wichtigsten Industriestaaten sind niedrig, was den Konsum steigen lässt. Trotz USA/China wird der weltweite Handel steigen, die KGVs beim DAX sind günstig, im Schnitt liegt es aktuell bei 12,5, im langfristigen Durchschnitt bei 13,5. Vor der Finanzkrise im Jahr 2008 lag das KGV bei rund 17. Auch dürfte es sich bei der Künstlichen Intelligenz um einen Megatrend handeln, der breite Produktivitätsfortschritte generiert. Blackrock, der weltweit größte Vermögensverwalter warnt vor europäischen Aktien. Der Vermögensverwalter wendet sich aus den oben genannten Gründen von Europa ab und wendet sich verstärkt den USA, China und den Schwellenländern zu, so führt er aus: “Die Vereinigten Staaten und China ringen gerade um die Vorherrschaft in der Welt. Europa steht am Spielfeldrand und beschäftigt sich mit sich selbst“. Wohl wahr, alle alten niedergehenden Industrien befinden sich in Europa; Deutschland ist gerade dabei seine Automobilindustrie mit Erfolg selber zu ruinieren und die neuen Industrien befinden sich in Übersee, vgl. die Schwergewichte im MSCI. Der Verwalter weist zu Recht darauf hin, dass die Schutzschilder der Aktienmärkte, das starke Wirtschaftswachstum und die niedrigen Zinsen nunmehr geschwächt sind. In den USA dürften auch die Aktienrückkaufprogramme sinken, die mit rd. 650 Mrd. Dollar in 2018 die Kurse getrieben haben und Ausfluss der Steuerreform sind. Auch in 2007, also im Jahr vor Krisenbeginn waren die Aktienrückkäufe auf einem Höchststand. So ist beispielsweise die Zahl der ausstehenden möglichen Apple-Aktien etwa zwischen 0ktober 2014 und Oktober 2018 um fast 20 Prozent gesunken, was den Kursanstieg von Apple mit erklärt. Andererseits sind die Rückkäufe ein Indiz für fehlende interne Wachstumsfinanzierungen, es fehlt an Innovation. So sind bei Apple die Ausgaben für Innovation gesunken. Die britische Großbank HSBC sieht den Aktienmarkt positiv: Der niedrige Ölpreis wird als Wachstumsmotor gesehen und die geringe Inflation wird eine restriktivere Geldpolitik verhindern. Für die USA rechnet die Bank für 2019 mit einem Gewinnwachstum von fünf bis acht Prozent, in der Eurozone mit rund fünf Prozent bei anhaltend niedrigen Zinsen. Die Société Générale sieht den US-Leitindex S&P 500 Ende 2019 bei 2.400 Punkte, also niedriger als jetzt. Den EuroStoxx 50 erwarten sie bei 2.800 Punkten, ebenfalls niedriger als aktuell. Der von Trump verbal malträtierte FED-Chef Powell setzt sich zur wehr und verursachte so wohl den Kursrutsch der vergangen Tage, als er sich mit der Aussage positioniert, die FED bemesse den Zins an den Finanzierungsbedingungen der Unternehmen und nicht an Wünschen der Anleger der Wall Street. Mit einem Powell-Put, ähnlich dem Greenspan-Put von 1987 oder den Bernake-Put von 2008 ist somit nicht zu rechnen, was der Golfer Trump mit den Worten quittierte, Powells Zinspolitik sei miserabel, er könne einfach nicht putten. Ein Blick auf die Bewertungen am amerikanischen Aktienmarkt belegt, wie hoch mittlerweile die Ansprüche des Marktes an die Geldpolitik geworden sind. Als Indikator kann das von dem Nobelpreisträger Robert Shiller entwickelte „Shiller-KGV“ dienen. Es beruht wie ein traditionelles Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf dem Verhältnis von Aktienkursen und den Unternehmensgewinnen je Aktie, aber es wird nicht nur für ein Jahr berechnet, sondern als Durchschnitt für die vergangenen zehn Jahre, um eine langfristige Perspektive zu liefern. Der Blick auf das Shiller-KGV für den amerikanischen Aktienmarkt belegt, dass dort die Bewertungen im historischen Vergleich sehr hoch gewesen sind und durch die Kursverluste der vergangenen Wochen bereits ein Stück, aber nicht dramatisch zurückgegangen sind. Der amerikanische Aktienmarkt befindet sich in einer deutlichen Abwärtsbewegung, aber nicht in einem die Stabilität des Finanzsystems gefährdenden Crash. Für die Fed besteht mit Blick auf die Wall Street kein Anlass, die Börse zu stützen. Wer Aktien kauft, muss nach jahrelangen Kursgewinnen auch einmal mit Verlusten rechnen. Investments in den DAX sind aktuell zu hinterfragen, da sich die deutsche Innovationsschwäche bei den Gewinnen zeigt: Der Gewinntrend im DAX ist so schwach wie lange nicht mehr. 21 der 30 Werte sind im sinkenden Gewinntrend, 12 sogar im stark sinkenden Gewinntrend. Die meisten Dax-Konzerne hängen mit ihrem Geschäftserfolg eng an der Weltkonjunktur. Wie weit sich die EZB unter Draghi hinsichtlich einer künftigen stimulierenden Zinspolitik bei einer konjunkturellen Dämpfung bereits verrannt hat wird bei dem Nullzins sichtbar, denn hierfür hat sie 2,6 Billionen Euro in die Märkte gepumpt, indem sie Anleihen von Staaten und Unternehmen kaufte. Das ist nicht wenig Geld. Alle Dax-Unternehmen sind zusammen 1,1 Billionen Euro wert. Aktien hat die EZB nicht direkt gekauft, aber durch ihre Käufe am Anleihemarkt kam es zu Verdrängungseffekten. Das Geld privater Anleger floss zu einem Gutteil nicht mehr in die Anleihen, sondern in Aktien und den Kursen hat das genutzt. Just in der aktuellen konjunkturellen Abkühlung will die EZB ihren Anleihebestand nicht weiter aufstocken. Alte Anleihen, die auslaufen, will sie aber weiter durch Käufe neuer Anleihen ersetzen: Die Zinspolitik läuft hier in die falsche Richtung. Die Prognosen für die erste Zinserhöhung verschieben sich angesichts der konjunkturellen Eintrübung eher in das Jahr 2020. Zinssenkungen zur Konjunkturstimulierung sind kaum noch vorstellbar. Was sagen die Marktstrategen in den USA zu 2019? Im Durchschnitt rechnen die Aktienfachleute der großen Banken und Wertpapierhäuser aber immer noch mit kräftigen Kursgewinnen bis zum Ende des kommenden Jahres. Auf Basis von 21 aktuellen Prognosen beträgt die durchschnittliche Kurserwartung für den breitgefassten Aktienindex S&P 500 derzeit 2990 Punkte. Nur die oben zitierte franz. Société Générale sieht das anders. Vorsicht ist geboten, denn die Aktienstrategen sind generell eine optimistische Spezies, die von dem Geld anderer Leute leben. Von der seit fast zehn Jahren anhaltenden Hausse wird solch eine Einstellung noch gestützt. Die jüngste Kurskorrektur — die den langfristigen Aufwärtstrend allerdings noch nicht unterbrochen hat — hat allerdings auch die Wall-Street-Seher überrascht. Analysten an der Wall Street rechnen für 2019 derzeit mit einem Wachstum der Unternehmensgewinne im S&P 500 um rund 8 Prozent. Für das laufende Jahr lagen die Prognosen zuletzt bei mehr als 20 Prozent. Was tun? Der der Damenwelt nicht abgeneigt Kostolany weist bei seiner G-Punktsuche auf die nötige Geduld des Anlegers hin. Wer rechtzeitig ausgestiegen ist und hohe Verluste vermieden hat, ist nicht unter Zugzwang, er kann die für den Wiedereinstieg notwendige Bodenbildung abwarten, die zu Zeit noch nicht zu erkennen ist. Die Volatilität der Märkte wird bleiben, das hat nicht nur wirtschaftliche, sondern auch politische Gründe. Wer auch nur gelegentlich Nachrichten aufnimmt kommt nicht an der Feststellung vorbei, dass es bei den großen Regierenden dieser Welt um egomanische Idioten handelt, die nur ihren persönlichen Vorteil suchen. Im kleinteiligen Europa sieht es nicht anders aus, May, erst gegen den Brexit, nun dafür, treibt ihr Land über die Klippen von Dover, Macron fehlte wochenlang die Courage, sich mit den Gelbwesten auseinander zu setzen, Merkel schüttet alle Probleme mit Geld zu, so dass die Sozialausgaben 1/3 aller Staatsausgaben betragen, … . Per Saldo ist der Normalanleger aktuell gut beraten, im Geld zu bleiben und nicht in ein fallendes Messer zu greifen. Wenn er dann setzt, dann in weltweit anlegende kostengünstige ETF. Eine auf Sie passende Anlagestrategie muss aber formuliert werden. Hierbei helfen wir Ihnen.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zum Aktienmarkt, wiederum vom Altmeister Kostolany persönlich.

  • „Börsengurus empfehlen oft genau die Aktien, die sie selbst zu einem günstigen Kurs loswerden wollen“.
  • „Das wenige, was ich über Wirtschaft und Finanzen weiß, habe ich nicht an den Universitäten oder aus Fachbüchern, sondern im Dschungel gelernt. Bestimmt habe ich mehr Schulgeld bezahlt, als es mich in Harvard gekostet hätte.“
  • „Der Tag, an dem der sonst hartnäckige Optimist zum Pessimisten wird, ist höchstwahrscheinlich der Wendepunkt in der Kurstendenz. Und natürlich auch umgekehrt. Wenn der eingefleischte Pessimist zum Optimisten wird, muss man so schnell wie möglich aus der Börse aussteigen.“

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Kapitalanlage in oder Finanzierung aus der Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt. 

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Börsentipps Dezember 2018

Kaufen, halten, verkaufen? Zunächst eine Reminiszenz an den lieben Bitcoin. Als er bei 11.000 Zählern stand haben wir unserem Summa Summarum im Januar dieses Jahres im Hinblick auf Investitionen zur Vermögensbildung mit folgenden Worten geschlossen: „In Kryptowährungen jedoch nur, wenn sie zu weit von Baden-Baden entfernt wohnen.“ Aktuell liegt er bei 3.700 €. Das Ausmaß der ökonomischen Tragödie der Anleger wird durch folgende Zahlen deutlich: Heute beträgt die Marktkapitalisierung alle Kryptowährungen 128 Mrd. €, vor einem Jahr waren es noch 800 Mrd. €. Was ist der Grund für den ruinösen Preisverfall? Es sind im Wesentlichen die Marktkräfte. Anleger fürchten, dass sich dadurch der Gesamtmarkt für Kryptoanlagen destabilisiert. Auch sinkt so das Vertrauen, was wiederum einen Verkaufsdruck auslöst, der dann auch an Eigendynamik gewinnt. Diese Marktkräfte sorgen dafür, dass sich der Preis von dem inneren Wert entfernt. Steigt der Preis, folgt ein Hype, der die Nachfrage und damit das Plus verstärkt, fällt der Preis aber, sinkt die spekulative Nachfrage und die Rutschpartie beginnt. Spekulative Nachfrage beim Bitcoin? Gibt es da eine nichtspekulative Nachfrage überhaupt? Wohl kaum. Was tun? Schnell zum Ausgang bevor nichts übrigbleibt. Das Dilemma war absehbar: Protagonisten kaufen und reden den Markt schön, wenn Otto Normalverbraucher das dann verinnerlicht (ohne es zu verstehen) hat und auf den fahrenden Zug aufspringt kauft er die Coins der Protagonisten, die dann sein Geld haben. Und um das geht es bei den Kryptowährungen. Wie sieht es bei den Börsen aus? Sollte man wieder einsteigen? Nachdem der Fed-Chef Powell von Trump mehrfach öffentlich in den Senkel gestellt wurde, bewertete er am 28. d. M. die US-Zinsen nur noch knapp unter dem neutralen Niveau. Anfang Oktober hatte er die Geldpolitik der Fed von diesem neutralen Punkt noch weit entfernt gesehen. Prompt reagierten die US-Börsen. Schwindende Sorgen vor einer zu straffen US-Geldpolitik und Hoffnungen auf eine Lösung im Handelsstreit zwischen den USA und China haben die Wall Street am Mittwoch beflügelt. US-Notenbankchef Jerome Powell hatte zuvor in New York erklärt, seine Politik der stufenweisen Zinserhöhungen sei so angelegt, dass Gefahren ausbalanciert würden. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Plus von 2,5 Prozent auf 25.366 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 erhöhte sich um 2,3 Prozent auf 2743 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte knapp drei Prozent auf 7291 Stellen vor. Einen Tag vor der Powell-Äußerung hatte Trump den Armen in seiner bekannten Manier ganz massiv unter Druck gesetzt: "Bislang macht mich meine Wahl von Jay noch nicht einmal ein kleines bisschen glücklich", hatte Trump der "Washington Post" erst am Vortag erklärt. "Noch nicht einmal ein bisschen. Ich werfe das niemandem vor, aber ich sage Ihnen, ich denke, dass die Fed mit dem was sie tut, ganz falsch liegt." Da in der Ökonomie alles mit allem zusammenhängt wurden nicht nur die Kurse beflügelt. Der US-Dollar geriet nach den Aussagen unter Druck. Der Euro stieg zum Dollar auf ein Tageshoch von 1,1388 Dollar. Die Kurse der US-Staatsanleihen legten zu. Einen Blick zwischendurch nach Deutschland und auf die EZB. Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist überraschend stark gefallen. Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich weiter eingetrübt, was vor allem an schlechteren Aussichten der Industrie liegt. Im November fiel der auf einer Umfrage unter 9000 Managern beruhende Ifo-Geschäftsklimaindex von 102,9 auf 102 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag mitteilte. „Dies ist der dritte Rückgang in Folge. Die Unternehmen schätzten die aktuelle Lage schlechter ein, wenn auch ausgehend von einem noch hohen Niveau. Ihre Erwartungen trübten sich ebenfalls ein“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die deutsche Konjunktur kühlt ab“, fügte er hinzu. Die sogenannte Ifo-Konjunkturampel hat sich damit weiter verschlechtert und steht nun im roten Bereich. Damit wird die Wahrscheinlichkeit einer weiter wachsenden Wirtschaft als niedrig angesehen. Kein Wunder: Nachdem Industrieferne, also solche, die ihr Geld durch Zeitablauf verdienen, bereits die einstigen deutschen Domänen wie Energie, Stahl, Chemie erfolgreich ruiniert oder in die grünen Schranken verwiesen haben, wir nun erfolgreich an der Automobilindustrie gesägt, dem letzten in der Kohlschen Terminoligie industriellen Kern Deutschlands. EZB-Chef Draghi will es sich mit seinem Heimatland kurz vor der Rente nicht verderben. Die Europäische Zentralbank (EZB) erwägt offenbar, den Banken im Euroraum im Rahmen sogenannter langfristiger Tender wieder Liquidität für mehrere Jahre anzubieten. Auf den ersten Blick geht diese Nachricht nur Geldmarktdisponenten an. Aber das stimmt nicht. Neue langfristige Tender ständen vielmehr für eine verkappte Hilfspolitik der EZB. Während die EZB den Banken vor der Finanzkrise Geld üblicherweise nur für eine Woche lieh, weitete sie die Laufzeit solcher Geschäfte in der Staatsschuldenkrise auf bis zu vier Jahre aus. Einer dieser Kredite mit einem gewaltigen Volumen von fast 400 Milliarden Euro wird im Juni 2020 fällig; aus regulatorischen Gründen müssen einige Banken das geliehene Geld bereits ein Jahr vorher zurückzahlen. Damit die Institute bei den Anschlussfinanzierungen keine Probleme bekommen, denken einige EZB-Vertreter Agenturberichten zufolge über neue mehrjährige Kredite für Banken nach. Das alles hört sich nach einer technischen Operation an, um Liquiditätsströme zu glätten. Aber das ist nicht die ganze Wahrheit. Denn es waren vor allem Banken aus Südeuropa, die sich für mehrere Jahre Geld bei der EZB geliehen hatten. Allein ein Drittel der Mittel floss nach Italien, obwohl es nicht einmal ein Fünftel zur Wirtschaftsleistung des Euroraums beisteuert. Laufen diese Kredite aus, sollten sich italienische Banken Ersatz normalerweise von privaten Geldgebern besorgen. Aber zumindest in Italien ist die Lage nicht normal. Denn die italienischen Banken haben auf Druck der Regierung seit der Staatsschuldenkrise Unmengen italienischer Staatsanleihen. gekauft, die wegen der verantwortungslosen Haushaltspolitik nun weniger wert sind und das Eigenkapital der Banken angreifen. So geschwächt, fällt es ihnen schwer, sich bei privaten Anlegern viele Milliarden für mehrere Jahre zu leihen. In dieser Situation kämen ihnen neue langfristige Kredite der EZB gelegen. Wie sagte doch der ehem. Fed-Chef Greenspan vor der Euroeinführung: „Der Euro wird kommen, aber er wird keinen Bestand haben“. Per Saldo müssen alle aus dem Bargeld raus in Anlagen, Frage nur, wann? Lassen wir mal drei renommierte Marktteilnehmer zu Wort kommen: Dirk Müller warnt in einem Interview vor einer massiven Gegenbewegung an den Aktienmärkten. Er spricht zudem über den Kampf zwischen China und den USA, den Dollar und den Goldpreis. Vordergründig sieht nach Müller die Welt ja gar nicht mal so schlecht aus, vor allem bei uns in Deutschland: Die Wirtschaft brummt, die Auftragsbücher sind voll, die Arbeitslosenquote ist auf einem Tiefstand. Aber der Blick in die Zukunft ist für ihn entscheidender als die Gegenwartsbeschreibung. Wir sind bei den Märkten schon ziemlich weit oben am Gipfel angekommen. Auf der anderen Seite muss es in absehbarer Zeit wieder nach unten gehen; diese Zyklen laufen seit Jahrhunderten ähnlich ab. Die Crashgefahr ist aus seiner Sicht eklatant, er bewerte diese so stark wie beispielsweise im Frühjahr 2008. Aber in dieser verrückten Welt können sich die Dinge natürlich auch wieder schnell drehen: Ein "Waffenstillstand" beim Zollthema zwischen China und den USA oder eine kurzzeitige Entspannung bei den Zinsen könne die Crashgefahren wieder abflauen lassen und den Märkten für Monate oder sogar Jahre Luft verschaffen. Aber er könne nur das mit in die Bewertung einbeziehen, was momentan auf dem Tisch liegt: Und diese Gemengelage bewertet er als fatal. Sein Rat an Privatanleger: Auf jeden Fall sollten allzu große Risikopositionen vermieden werden, eine stärkere Konzentration auf Liquidität mache Sinn, auch wenn dabei natürlich die Gefahr der Inflationierung von Spareinlagen nicht verschwiegen werden dürfe. Milliardär und Bridgewater-Gründer Ray Dalio vergleicht den aktuellen Markt mit den späten 1930er Jahren. Gegenüber "Bloomberg" gab Ray Dalio, der im Jahr 1975 den inzwischen größten Hedgefonds der Welt Bridgewater Associates gründete, eine düstere Einschätzung zur aktuellen Marktlage ab, indem er Parallelen zu den späten 1930er Jahren zog. Wie vor über 80 Jahren befinde sich der Markt auch jetzt in einer späten Phase eines Zyklus. Dalio verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass die US-Fed ihre Geldpolitik strafft und die Kurse von US-Aktien Rekordniveaus erreichen. Außerdem sieht Dalio eine zunehmende politische Polarisierung und eine Erstarkung populistischer Kandidaten. Und schließlich sei die Welt wie schon damals auch jetzt von Schulden regelrecht überflutet. Für dieses langfristige Problem gebe es auch keine einfache Lösung, meint Dalio. Schließlich blieben die Zinsniveaus in vielen Industriestaaten nahezu auf einem Rekordtief, während die Zentralbanken bereits für Billionen von Dollars Anleihen aufgekauft haben. Was bedeutet das für die Anleger? Die niedrigen Leitzinsen und die Liquidität, die die Fed in den Markt gepumpt hat, hätten zu zahlreichen Fusionen und Aktienrückkäufen geführt, was die Aktienkurse in die Höhe getrieben hätte, erklärt Dalio. Doch diese Wirkung laufe nun aus. Deshalb stimmt der Hedgefondsmanager die Anleger darauf ein, dass sie nun für eine lange Zeit mit niedrigeren Renditen rechnen müssen. Die Kurse am US-Aktienmarkt hätten ein Niveau erreicht, bei dem es schwierig sei, noch mehr herauszuquetschen. Die einzige Antwort auf diese Entwicklung sei, sein Portfolio gut auszubalancieren. Goldman Sachs schreibt seinen Kunden: „Das Risiko eines nachhaltigen Abwärtstrends bei US-Aktien war fast nie größer“. Während viele Finanzprofis versuchen, Zuversicht zu verbreiten, sind die Analysten von Goldman Sachs skeptisch. „Die offensichtliche Frage ist, ob das den Beginn eines Bärenmarktes insgesamt bedeutet, oder ob es eine weniger etablierte, allerdings scharfe Korrektur ist, von der sich die Märkte schnell erholen werden“, schrieb Peter Oppenheimer, Chefaktienstratege bei Goldman Sachs. Goldman hatte zuletzt einen Bärenmarkt-Indikator entwickelt. Das können Sie in dem Beitrag vom September „Goldmans Indikator sendet stärkere Warnsignale als vor den Crashes 2000 und 2007“ nachlesen. Der Indikator setzt sich aus fünf Faktoren zusammen, wie Wirtschaftswachstum, der Bewertung am Aktienmarkt, der Zinsstrukturkurve und der Inflationsrate. Der Indikator lag zuletzt bei 73 Prozent und damit höher als selten zuvor. „Wenn der Indikator historisch betrachtet auf mehr als 60 Prozent steigt, ist es für Investoren ein gutes Signal, vorsichtig zu werden, oder um zumindest festzustellen, dass es wahrscheinlicher ist, dass auf eine Korrektur nach einer Rally eher ein Bärenmarkt folgt, als wenn dieser Indikator niedrig ist. Wenn (hingegen) dieser Indikator sehr niedrig ist, unter 40 Prozent, wie es 1975, 1982 und 2009 der Fall war, sollten Investoren jede Marktschwäche als eine Kaufgelegenheit betrachten. Das Risiko für einen Bärenmarkt war fast niemals größer (als derzeit)“, schrieb Oppenheimer. „Das Signal ist Rot.“ Diesem Satz ist hier nichts hinzuzufügen. Die paar Euro Inflationsverluste können sie locker aussitzen, nachhaltige Kursverluste sind nur langfristig wieder einzufahren. Eine auf Sie passende Anlagestrategie muss aber formuliert werden. Hierbei helfen wir Ihnen.

 Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zum Aktienmarkt, diesmal vom Altmeister Kostolany persönlich, den der Autor Ende der 80iger Jahre in Hamburg persönlich erleben durfte, als er schon fast durchsichtig war:

  •  „Oft kann man durch Zufall die glücklichsten Dummheiten begehen.“
  • „Wirtschaft kann man nicht dozieren, man muß sie selbst erleben - und überleben.“
  • „Wäre ich erst 70, also noch jung genug, würde ich die Hoffnung hegen, über die Berufspessimisten wahrhaft zu triumphieren.“

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

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Börsentipps November 2018

Kaufen, halten, verkaufen? Für den Vormonat haben wir hier als Normstrategie empfohlen zu verkaufen. Nicht wenige regelmäßige Leser haben sich bedankt und fragen nun, ob man wieder einsteigen solle. Klar, die Leute sitzen auf ihrem Geldsack und fahren wegen der strammen Inflation von 2,5 % Realverluste von mehr oder weniger der gleichen Höhe ein, denn die Zinsen sind vernachlässigbar bei einer Anlage im Festgeld. Einige Auguren rechnen nach den Kursgewinnen der letzten Woche mit einer Jahresendrally auf 12.000 beim DAX. Auch sehen einige, dass der DAX von knapp 13.500 Zählern kommend nun bei aktuell 11.500 wohl die Talsohle erreicht sein sollte. Die EZB lässt eine mittelfristig straffere Zinspolitik erkennen, zur Zeit bleibt der Zins aber unten, anders in den USA, wo die Inflationsrate dank Zinsen bei langfristigen Staatsanleihen von über 3 % schon wieder sinkt, von im Sommer 2,9 % auf nunmehr 2,3 %. Das konjunkturelle Umfeld ist immer noch weitgehend intakt. Zwar hat die Wachstumsdynamik etwas nachgelassen. Aber der Internationale Währungsfonds hat seine Prognose für das Wirtschaftswachstum für dieses und kommendes Jahr gerade einmal um 0,2 auf jeweils 3,7 Prozent gesenkt. Eine Rezession sieht anders aus. Aber die Politik lastet auf den Aktienmärkten, die bekannten Themen hier in Stichworten: Handelskonflikt USA mit China, Brexit, Italien, wieder Griechenland, Iran, Fortsetzung der Große Koalition oder Neuwahlen, etc.. Nicht zu vergessen: Die Hausse läuft seit 2009 und das ist ein außergewöhnlich langer Zeitraum. Die Korrektur an den Aktienmärkten hat auch eine gute Seite: Aktien werden wieder vernünftig bewertet. Das gilt vor allem für deutsche Titel. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) des Dax auf Basis der geschätzten Gewinne für 2019 liegt bei weniger als elf. Das entspricht dem typischen Rezessions-Niveau, nur dass derzeit keine Rezession herrscht. Der historische KGV-Durchschnitt beläuft sich in etwa auf 14. Wenn man sich das Renditedreieck des Aktieninstituts ansieht, so stellt man fest, dass Kursrücksetzer in der Vergangenheit nicht in wenigen Wochen ausgestanden waren, so dass die Flaute am Aktienmarkt noch 6 bis 12 Monate anhalten kann. Wer also an der Jahresendrally teilnehmen will, sollte mit Stop-Loss-Orders sein Verlustrisiko begrenzen. Das Zusammentreffen eines Anziehens der Geldpolitik und einer Abkühlung des Wachstums der Weltwirtschaft sorgen per Saldo weiter für Druck auf die Aktienmärkte. Geht man von einer längerfristigen Korrektur der Aktienmärkte aus, stellt sich die Frage der Handlungsalternativen: a) Schulden machen um den Bargeldbestand zu hedgen; z. B. durch Immobilienkauf mit hohem Kreditanteil, in der Hoffnung, dass die Preise weiter steigen. b) Amerikanische Staatsanleihen kaufen mit der 3%-Rendite; der Dollar ist aber schon kräftig gestiegen und Wechselkursvorhersagen sind kaum möglich. c) Festgeld im Ausland mit höheren Zinssätzen als bei uns; Problem, die höheren Zinsen sind ein Ausdruck höheren Risikos. Das gilt auch für d) inflationsgeschützte Unternehmensanleihen. Was tun? Wenn Sie seit 2009 an den Kurssteigerungen partizipiert haben, können Sie getrost mal ein Jahr zuschauen und absehbare Verluste vermeiden. Es kommt auf den Einzelfall an. Eine auf Sie passende Anlagestrategie muss aber formuliert werden. Hierbei helfen wir Ihnen.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zum Aktienmarkt:

  • Was ist ein Spekulant? Ein Mann, der ohne einen Pfennig Geld in der Tasche Austern bestellt, in der Hoffnung, mit einer darin gefundenen Perle zahlen zu können.
  • Kaufen Sie, wenn die Aktienpreise tief sind, und geben Sie die Papiere nicht aus der Hand. Eine große Schar von Menschen scheint diesen einfachen Grundsatz nicht zu erfassen. Sie fürchten sich vor Gelegenheitskäufen. Sie kaufen erst, wenn sie meinen. Jedes Risiko vermieden zu haben. Meistens kaufen sie zu spät. ( J. Paul Getty )
  • Kein Geld ist vorteilhafter angewandt als das, um welches wir uns haben prellen lassen; denn wir haben dafür unmittelbar Klugheit eingehandelt.( Arthur Schopenhauer )

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Kapitalanlage in oder Finanzierung aus der Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Börsentipps Oktober 2018

Kaufen, halten, verkaufen? (Wohl) (bald) Verkaufen! Die US-Notenbank Fed bleibt trotz Kritik von US-Präsident Trump ihrem geldpolitischen Kurs treu und erhöhte den Leitzins zum dritten Mal in diesem Jahr. Wie erwartet hob die Fed den Leitzins ein weiteres Mal um 0,25 Punkte auf nun 2,0 bis 2,25 Prozent an. Der Schritt war von den Anlegern erwartet worden. Dennoch macht sich an der Wall Street Ernüchterung breit. Die Währungshüter bekräftigten in ihrer Erklärung zum Zinsentscheid ihre positive Einschätzung zur wirtschaftlichen Lage. Besorgt zeigte sich Fed-Chef Jerome Powell hingegen über die Folgen einer protektionistischen Handelspolitik, wie sie gegenwärtig von den USA ausgeht. Sowohl die Währungshüter als auch die Märkte gingen zwar mehrheitlich von einem weiteren Zinsschritt im Dezember aus. Und damit ist noch längst nicht Schluss mit der Zinsspirale. Bis Ende des kommenden Jahres stellt die Notenbank vier weitere Zinsschritte in Aussicht. Ob im Dezember die nächste Anhebung folgt, ließ sie aber offen. Die Schätzung für den langfristigen Zinssatz hob die Fed minimal von bisher 2,9 auf nun 3,0 Prozent an. Trumps Wirtschaft brummt: Die Politik der Steuersenkungen lässt das Wachstum und die Lohnforderungen steigen, so dass die Zinsanhebung passt und damit wieder Luft nach unten schafft, wenn die US-Wirtschaft wieder mal lahmen sollte. Ganz anders in Deutschland: Die vier führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute korrigieren ihre Wachstumsprognose 2018 von 2,2 auf 1,7 Prozent. Die Exporte leiden. Die EZB lässt die Zinsen auch Sicht unten: Hier fehlt die Luft nach unten, wenn die Wirtschaft mal nicht läuft und die Geldpolitik unterstützen muss. Die Warnung aus der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich klingen alarmierend: Die Finanzwelt, heißt es, steht vor neuen, heftigen Erschütterungen. Sorgen bereiten der Zentralbank der Zentralbanken nicht nur der US-Präsident und die Leitzinsen. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) warnt vor neuen Turbulenzen an den Finanzmärkten. Die Ursachen für das derzeitige Risikopotenzial sehen die BIZ-Experten unter anderem in einer Überbewertung der Märkte in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften. An der Wall Street zum Beispiel bewegen sich die großen Börsenbarometer seit Monaten weiter aufwärts, obwohl die Perspektiven mit der laufenden Zinswende im Dollarraum, den Währungsschwierigkeiten aufstrebender Schwellenländer und den wachsenden protektionistischen Hürden im Welthandel von erheblichen Unsicherheitsfaktoren überschattet werden. Dazu kommen aus der Sicht der BIZ weitere gewichtige Punkte: Die Finanzierungsbedingungen seien in vielen Teilen der Welt weiterhin zu locker und die globalen Schuldenstände insgesamt zu hoch. Zuletzt hatten Währungsturbulenzen in zahlreichen Schwellenländern für Aufregung an den Finanzmärkten gesorgt. Als eine der Ursachen für den heftigen Währungsverfall in Ländern wie Indien, der Türkei oder Brasilien gilt der erstarkende Dollar in Verbindung mit steigenden Zinsen in den USA. Geld, das in den vergangenen Jahren aus den USA in die Schwellenländer geflossen war, fließt derzeit wieder zurück in die Vereinigten Staaten und bringt die dortigen Firmen an den Rand des Ruins. Als weitere Gründe für Kursturbulenzen nannte die BIZ ausdrücklich auch die angespannten Handelsbeziehungen führender Volkswirtschaften. Ausgehend von einer populistisch motivierten US-Politik kam es zuletzt zu immer neuen Eskalationsstufen im Handelskonflikt zwischen den USA und China, den beiden führenden Volkswirtschaften der Welt. Konfliktlinien hatten sich aber auch zwischen den USA und der Türkei gezeigt. Außerdem habe eine schwächere Konjunktur in China belastet, heißt es in der BIZ-Analyse. Europa ist auch von dem BREXIT-Chaos betroffen. Die jüngste Umfrage des ifo-Instituts in den Topetagen lässt erahnen, dass da womöglich bald was auf die Konjunktur zukommt. Der ifo-Geschäftsklimaindex sinkt im September leicht auf 103,7 Punkte. Die Anleger fassen die Nachricht verhalten auf. Nach Auffassung der EZB haben steigende Immobilienpreise das Potenzial, die nächste Finanzkrise in Europa auszulösen. Auch in der Vergangenheit seien viele Krisen mit dem Immobilienmarkt verknüpft gewesen. Auch die Bundesbank warnt vor Preisübertreibungen bei Immobilien. Infolge der niedrigen Kreditzinsen als Folge der langanhaltenden lockeren Geldpolitik der EZB wächst bei vielen Menschen der Wunsch nach einer eigenen Immobilie. Doch die steigende Nachfrage hat auch zur Folge, dass die Preise für Wohnimmobilien kräftig anziehen. Deshalb warnte auch die deutsche Bundesbank schon seit einiger Zeit, dass sie Eigentumswohnungen und Häuser in deutschen Städten für zu teuer hält: „Die expansive Geldpolitik drückt sich auch in einer niedrigen Verzinsung auf Bankeinlagen aus, welche viele private Haushalte dazu veranlasste, einen Teil ihrer Ersparnisse in Wohneigentum zu investieren. Dies trug zu einem kräftigen Aufschwung am Immobilienmarkt bei, bei dem es – zumindest in einigen Regionen – auch zu preislichen Übertreibungen und zu einem Übermaß an Neubauten gekommen sein dürfte“, ist im Monatsbericht für Juli 2018 zu lesen. Ähnlich hatte sie sich auch schon in vorangegangenen Berichten geäußert. Einer früheren Schätzung der Bundesbank vom Februar zufolge beliefen sich diese Preisübertreibungen im Jahr 2017 auf 15 bis 30 Prozent. Noch stärker überteuert seien Wohnimmobilien in Großstädten wie Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt am Main, Köln, München oder Stuttgart. Dort dürften die Preisabweichungen sogar bei 35 Prozent liegen. Nachdem sich die Preise für Wohneigentum in Deutschland bereits seit Jahren verteuerten, setzte sich dieser Trend laut der Bundesbank auch 2017 fort, und zwar um kräftige rund 9 Prozent. Nach dem Crashpropheten Roubini könnte es bis 2020 zu einer Finanzkrise kommen. Auch zehn Jahre nach dem Lehman-Crash scheinen die Nebenwirkungen nicht ganz aus der Welt zu sein. Der Starökonom nennt dabei zehn Gründe für eine weitere Finanzkrise ab 2020. Die derzeit noch einwirkenden fiskalpolitischen Stimulierungsmaßnahmen seien auf Dauer nicht tragfähig und würden mit einem fiskalischen Rückgang bis 2020 auslaufen. Weiterhin führt der Ökonom den Trump´schen Protektionismus, den Handelsstreit und dessen wahrscheinliche Eskalation, die Verlangsamung des Wachstums der Weltwirtschaft, eine überhitzende US-Wirtschaft und der damit einhergehende Anstieg der Inflation als weitere Gründe für ein solches Szenario auf. Die jetzt schon massiven Staatsschulden würden zudem in den nächsten Jahren den Spielraum der fiskalischen Maßnahmen weiterhin massiv begrenzen. Die nächste Krise könnte laut Roubini schlimmer und länger dauern als die letzte, vor allem da die Gesamtverschuldung beträchtlich höher sei als beim letzten Mal. Experten der US-amerikanischen Bank JPMorgan sind ebenfalls der Meinung, dass es 2020 zu einer weiteren Finanzkrise kommen könnte. Jedoch gehen die Analysten im Gegensatz zu Roubini von einem Crash aus, der die Finanzwelt nicht so stark treffen werde wie es 2008 der Fall gewesen sei. Nach "Bloomberg"-Angaben gebe es jedoch eine Wildcart, welche schwer zu spielen sei - die verminderte Finanzliquidität seit dem Crash 2008. Die Länge der wirtschaftlichen Expansion, der Grad der Verschuldung, das Niveau der Deregulierung, die Bewertungen der Vermögenswerte, die finanzielle Innovation vor der Krise und die potenzielle Dauer der nächsten Rezession würden die Grundlage für die Berechnungen des Modells der US-Bank liefern. Ben Bernanke, ehemaliger Präsident des Federal Reserve Board, warnt ebenfalls nach Angaben des Informations-Dienstleisters vor einem Wendepunkt im Jahr 2020 - viele der Stimulus-Programme nach der Finanzkrise würden in diesem Jahr auslaufen. Das Jahr 2020 könnte, in Anbetracht der Präsidentschaftswahlen, die Wirtschaft auf eine gewaltige Probe stellen. Die US-Leitzinserhöhungen sind eine schlechte Nachricht für viele Schwellenländer. Denn sie sind meist hoch in Dollar verschuldet, für neue Kredite müssen sie nicht nur höhere Zinsen aufbringen. Erschwerend kommt hinzu, dass ihre Währungen in jüngster Zeit stark abgewertet haben und damit die Dollar-Schuldenlast umgerechnet in heimischer Währung noch schwerer wiegt. Seit längerem Sorgenkinder an den Devisenmärkten sind die türkische Lira und der argentinische Peso. Die Dollar-Auslandsverschuldung Südafrikas und seiner Unternehmen beträgt fast 55 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Nur die Türkei hat noch eine höhere Dollar-Auslandsverschuldung. Die türkische Lira hat seit Jahresanfang 40 Prozent zu Euro und Dollar verloren. Auch die Türkei leidet unter den Handelssanktionen der Vereinigten Staaten, außerdem muss auch sie Energie im Ausland in Dollar einkaufen. Zudem übt Präsident Erdogan Druck auf die Notenbank aus, indem er sich niedrigere Zinsen wünscht. Wenn internationale Anleger aber trotz Zinsen von 16 Prozent und mehr ihr Kapital aus der Türkei abziehen, werden sie von Erdogan beschimpft. Doch auch Inländer ziehen Geld aus Lira-Anlagen ab, und das mit gutem Grund: Die Inflationsrate in der Türkei betrug im August 17,9 Prozent. Angemessen wären also nicht niedrigere, sondern höhere Leitzinsen. Die Allianz weist aktuell darauf hin, dass die Deutschen im internationalen Rahmen falsch sparen, da sie auf Geldvermögen, konkret Bankguthaben setzen, die sich seit Jahren nicht verzinsen, so dass hier reale Vermögensverluste nach Inflation entstehen. Der in Bonn lehrende Volkswirt Moritz Schularick zeigt, was Finanzkrisen auslöst und warum Reiche immer reicher werden - dafür erhielt er den diesjährigen Gossen-Preis. Große Finanzkrisen brechen häufig nach Perioden starken Kreditwachstums auf, oft befeuert durch eine lockere Geldpolitik. Diese Aussage ist mittlerweile ein Gemeinplatz unter Ökonomen. Ein starkes Kreditwachstum liegt zur Zeit, vgl. oben, vor. Viel beachtet wird auch seine Studie über die durchschnittlichen Real-Renditen von Aktien, Immobilien, Anleihen und Sparguthaben in sechzehn Ländern von 1870 bis 2015. Sein erstaunliches Ergebnis: Die langfristige Rendite auf Wohneigentum sei mit mehr als 7 Prozent der langfristigen Aktienrendite durchaus vergleichbar - bei geringerem Risiko allerdings. Besonders seit den 1970er Jahren haben die Immobilienpreise in den meisten Ländern kräftig angezogen. Anleihen kommen real langfristig nur auf 1,5 Prozent, Bankeinlagen bloß auf mickrige 0,3 Prozent Rendite nach Inflation. Auch zur Ungleichheitsforschung hat Schularick damit wichtige Beiträge geleistet. Die Oberschicht besitzt laut Schularick vor allem Aktien, also Beteiligungen an Unternehmen, und Immobilienbesitz, die Mittelschicht hat Eigenheime, die Unterschicht nur kleine Sparguthaben. Weil die Renditen auf Aktien und Häuser mit 8 oder 7 Prozent langfristig so viel höher sind als die Zinsen auf Sparguthaben, driften die Vermögenspositionen auseinander. „Die Sparbuch-Kultur ist gerade für Haushalte mit niedrigem Vermögen problematisch“, mahnt Schularick. Was tun? Vgl. oben! Wenn Sie Verluste durch andere Einkünfte nicht mehr ausgleichen können, raus. Wenn Sie jung sind oder andere kompensierende Einkünfte haben, können Sie noch etwas warten. Immer gilt nach Warren Buffet: Verluste vermeiden, der Rest kommt von selbst. Eine auf Sie passende Anlagestrategie muss aber formuliert werden. Hierbei helfen wir Ihnen.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien, alle von Altmeister Kostolany:

  • „Wer die Aktien nicht hat, wenn sie fallen, der hat sie auch nicht, wenn sie steigen.“ Diese Börsenweisheit geht insbesondere an die Adresse der Nicht-Investoren, die jahrelang ängstlich an der Seitenlinie stehen und auf noch weiter sinkende Kurse warten, vgl. aber obige Ausführungen.
  • „Spekulieren kann jeder. Es zur richtigen Zeit zu tun – das ist die Kunst.”, sagte Kostolany einmal. Timing ist alles, meinte der Börsenguru, wenn es um spekulative Finanzanlagen geht, vgl. oben.
  • „Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten“, gehört wohl zu den bekanntesten Börsenweisheiten von Kostolany. Damit wollte der im Jahre 1999 verstorbene Börsenaltmeister sagen, dass sich Geduld am Aktienmarkt langfristig auszahlt, aber Vorsicht, die individuelle Anlagesituation ist stets zu beachten.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Börsentipps September 2018

Kaufen, halten, verkaufen? Gemäß Bundesbank ist das Vermögen der Deutschen im ersten Quartal 2018 um 0,8 % gesunken. Ursachen: Keine Zinsen und keine Kursgewinne bei Aktien, die bisher hier für eine Kompensation gesorgt hatten. Das gab es vor sechs Jahren das letzte Mal. Sichere und unsichere Kapitalanlagen zu mischen erscheint somit sinnvoll und entspricht auch der Kapitalmarkttheorie. Relativ sicher sind Aktienanlagen, die breit streuen, wenig eigene Kompetenz und Zeit benötigen und kostengünstig sind. In Frage kommen somit Indexfonds die den MSCI World abbilden. Mit denen kann man auch kurzfristig mal Verluste einfahren, langfristig nach den obigen Ausführungen kaum. Den eigenen Vermögensaufbau in der konkreten Situation zu strukturieren bedarf im allgemeinen der Beratung, da die eigene Kompetenz hier im Allgemeinen nicht für ausreicht. Wie sieht der Aktienmarkt aus? Der breit gefasste amerikanische Aktienindex S&P 500 hat ein Rekordhoch erreicht. Warum hinken Dow und Dax noch hinterher? Der technologieorientierte S&P 500 wird von den Gewinnern der Digitalisierung wie Apple oder Amazon geprägt. Dow und DAX beinhalten die klassischen Werte der Industrie; der Dow liegt bei rd. 800 Zähler und der DAX rd. 1.200 Zähler unter dem jeweiligen Höchstwert. Das kommt nicht von ungefähr: Die USA haben die klassischen Industrien hinter sich gelassen und sind in der Informationstechnologie führend, die alten Industrien sind im langsamen Europa zu Hause. Amerika hat wegen oder trotz Trump eine gute Konjunktur und die langfristigen Zinsen sind noch immer akzeptabel niedrig. Dank steigender Zinsen in den USA kommen die Schwellenländer aber unter Druck, die sich im Dollar verschuldet haben wie beispielsweise die Türkei, die ja noch andere aktuelle Baustellen hat. Dollar fließen so in den US-Kapitalmarkt zurück und halten dort die Zinsen in vertretbaren Höhen und befeuern den Aktienmarkt. Die US-Konjunktur brummt, die Arbeitslosigkeit ist niedrig, die Inflation liegt nahe am Zielwert: Laut Protokoll des jüngsten Treffens sieht der geldpolitische Ausschuss der Fed den Zeitpunkt für den nächsten Zinsschritt bald gekommen - auch wenn der Präsident dagegen ist. Die Währungshüter haben den Leitzins bereits zwei Mal in diesem Jahr hochgesetzt. Zuletzt hoben sie im Juni den Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld auf die aktuell gültige Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent an. An der US-Börse wird mit einem weiteren Schritt im September gerechnet. Die Währungskrise der Türkei nur als Einzelfall zu betrachten, greift zu kurz. Sie ist vielmehr eine Folge des rückläufigen Kreditzyklus in der Weltwirtschaft, der von einem stärkeren Dollar begleitet wird. Eine wachsende Anzahl von Anlegern stellt sich auf eine neue Asien- oder Liquiditätskrise ein. Die Macht des Dollars wird zum Ärgernis. Außenminister Maas will mehr Unabhängigkeit von den Vereinigten Staaten. Deshalb fordert er eine Alternative zum Zahlungssystem Swift. Die Rolle des Dollars als Handels- und Finanzierungswährung stützt in Verbindung mit dem Ruf der Vereinigten Staaten, in Krisenzeiten ein sicherer Hafen für Kapitalanleger zu sein, die Bedeutung als Anlagewährung. Denn viele Exporteure außerhalb der Vereinigten Staaten erhalten Einnahmen in Dollar, die sie zumindest zum Teil anlegen wollen. Auf diese Weise sind in einigen ölexportierenden Staaten — zum Beispiel in Norwegen, Abu Dhabi und Saudi-Arabien — riesige Staatsfonds entstanden, die große Bestände an amerikanischen Wertpapieren halten. Außerdem halten viele Zentralbanken einen großen Teil ihrer Reserven in Dollar. Durch die hohe Bedeutung des Dollars für die Weltwirtschaft wird die Geldpolitik der amerikanischen Notenbank Federal Reserve zu einem wichtigen Einflussfaktor für die internationalen Finanzmärkte. China, die zweitgrößte Wirtschaft der Welt, träumt schon lange davon, dass seine Währung Yuan (Renminbi) den Dollar einmal als Reservewährung ablöst, der in den Augen der Chinesen Amerika einen unfairen Vorteil bringt. Solange China seinen Kapitalverkehr nicht öffnet, dürfte das aber noch dauern. Gegenüber der Zeit vor 2015, als die Regierung begann, mit insgesamt 1 Billion Dollar an Devisenverkäufen den Yuan vor massivem Wertverfall zu retten, ist die Nutzung des Yuans in der Welt sogar zurückgegangen: von einst knapp 3 Prozent Anteil an den internationalen Zahlungen auf nur noch 1,8 Prozent im Juni. Sollte das Reich der Mitte mehr und mehr den Welthandel dominieren, wird der Dollar an Dominanz stark verlieren. Auch seine Importe will China nutzen, um den Dollar anzugreifen. Im März legte Schanghais Internationale Energiebörse zum ersten Mal in Yuan notierte Öl-Terminkontrakte auf. Der Kursverlust des Yuans in den Folgemonaten von rund 10 Prozent zeigt indes, wie riskant es ist, Wetten in - chinesischer Währung abzuschließen. Quintessenz: Wenn Sie sich für einen internationalen Fonds entscheiden, sollte der neben anderen Kriterien in Dollar handeln. Was tun? Hängt von der individuellen Situation ab. Einzeltitel sind vor dem Hintergrund steigender Zinsen etwas für Könner mit viel Zeit und viel Geld. Wenn Sie dazu nicht gehören, ist ein weltweit anlegender ETF wohl das richtige. Schauen Sie sich doch mal folgenden ETF an: ISHARES CORE MSCI WORLD UCITS ETF USD (ACC) SHARE CLASS, WKN: A0RPWH / ISIN: IE00B4L5Y983, 0,20 Kosten, thesaurierend, USD, BlackRock, ein Riesendampfer. Vergessen Sie aber auch hier das Timing nicht. Eine auf Sie passende Anlagestrategie muss aber formuliert werden. Hierbei helfen wir Ihnen.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien:

  • “Ich habe wohl nicht mehr als in der Hälfte der Fälle Recht, aber ich verdiene einfach sehr viel Geld, wenn ich richtig liege und ich verliere so wenig Geld wie möglich, wenn ich unrecht habe.” — George Soros —
  • “Seien Sie ängstlich, wenn die Welt gierig ist und seien Sie gierig, wenn die Welt ängstlich ist.” — Waren Buffett –-
  • „Konzentrieren Sie Ihre Investments. Wenn Sie über einen Harem mit vierzig Frauen verfügen, lernen Sie keine richtig kennen.” — Waren Buffett — (Anmerkung: Dieses humorgespickte Börsenzitat mahnt zu Recht, dass man nicht zu viele Aktien in seinem Depot haben sollte, wenn Sie aber ETFs kaufen haben Sie das Problem nicht, entscheidend ist aber regelmäßig das Kaufdatum.)

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Börsentipps August 2018

Kaufen, halten, verkaufen? Trump wird zwar immer als Depp dargestellt aber seine Wirtschaft brummt und das trotz der Handelsstreitigkeiten und einem starken Dollar gegenüber einem immer schwächer werdenden chin. Huan. Die US-Wirtschaft ist im Frühjahr so stark gewachsen wie fast vier Jahren nicht mehr. Zwischen April und Juni stieg das Bruttoinlandsprodukt mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 4,1 Prozent. Es wächst aber auch die Sorge, dass die US-Ökonomie überhitzen könnte. Um dieses Risiko zu verringern, ist die Notenbank Fed zugleich entschlossen, die Zinszügel weiter zu straffen. Ökonomen gehen davon aus, dass die Währungshüter um Fed-Chef Jerome Powell in diesem Jahr noch zwei Mal nachlegen. Derzeit liegen die Leitzinsen in einer Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent. Jüngst hatte Trump mit der Tradition von US-Präsidenten gebrochen und die politisch unabhängige Fed wegen der Zinsschritte öffentlich kritisiert. Die Schelte Trumps kommt für die Fed zur Unzeit. Denn für die Notenbank rücke nun die schwierige Frage in den Mittelpunkt, wo der Gipfel sei. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat seine Prognose für 2018 gesenkt. Gründe sind der Handelskonflikt mit den USA und die Schuldenkrise in Italien. Die Ökonomen des Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung haben ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland gesenkt. In diesem Jahr wird die deutsche Wirtschaft den Einschätzungen nach um 1,9 Prozent wachsen. Vor drei Monaten hatte das DIW noch ein Wachstum von 2,4 Prozent prognostiziert. Die Probleme mit den USA und Italien führten laut DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner zu sinkenden Investitionen der deutschen Unternehmen und geringeren Exporten. Vor allem im Handelskonflikt mit den USA hat Deutschland als exportstarke Wirtschaft sehr viel zu verlieren. Beunruhigend ist auch, dass sich die Stimmung in der Industrie in Deutschland und Frankreich im Mai deutlicher eingetrübt hat. Normalisierung statt Boom – das signalisiert auch das Geschäftsklima für den deutschen Mittelstand. Im Mai verschlechterte es sich laut KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zum vierten Mal in Folge und gab um einen Zähler auf 13,9 Saldenpunkte nach. Hauptursache für den Rückgang waren wohl der protektionistische Kurs der US-Regierung und Nachrichten über die Formierung einer euro-kritischen Regierung in Italien – beides ein Risiko für die exportorientierte deutsche Wirtschaft. Insbesondere die Geschäftserwartungen haben sich abgeschwächt. Nach einem Rückgang um 1,4 Zähler liegen sie bei den kleinen und mittleren Unternehmen mit 2,1 Saldenpunkten nur noch knapp über dem langfristigen Durchschnitt. Die divergierende Konjunkturentwicklung in den USA und Europa spiegelt sich in den Anleiherenditen wider. Schwellenländer-Staatsanleihen sind zuletzt unter Druck geraten. Drohende Handelskriege, die ungelöste Migrationsfrage in Europa oder der neue Brandherd Italien mit einer euroskeptischen Regierung, die von Haushaltsdisziplin wenig hält: Insbesondere die Anleger an den europäischen Rentenmärkten steuern wieder verstärkt den sicheren Hafen bonitätsstarker Anleihen an. So hat sich die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen seit Mitte Mai zwischenzeitlich mehr als halbiert und notierte zuletzt kaum höher um 0,3 %. Keine Impulse für einen Anstieg der laufenden Verzinsung kamen im Juni von der EZB. Europas Währungshüter wollen die quantitative Lockerung ihrer Geldpolitik zwar noch 2018 beenden. Mit einer ersten Leitzinsanhebung ist aber nicht vor September 2019 zu rechnen. Die Deutsche Bank hat aufgrund der verhaltenen Aussichten für die Zinsen in der Eurozone ihre Jahresendprognose für 10-jährige Bundesanleihen von 1,25 auf 0,9% herabgesetzt. Ein ganz anderes Bild zeigt sich in den USA. Kräftiges Wirtschaftswachstum, optimis-tische Unternehmen: Die Notenbank Federal Reserve ist für die US-Konjunktur positiv gestimmt. Bis Ende 2019 wurden von Notenbankchef Jerome Powell fünf weitere Zinsschritte in Aussicht gestellt, die Deutsche Bank geht sogar von sechs Erhöhungen aus. Die Zinsstrukturkurve dürfte sich entsprechend nach oben verschieben. Die Prognose für die laufende Verzinsung 2-jähriger US-Staatsanleihen wurde auf 3%, die für Titel mit 10 Jahren Laufzeit auf 3,5% angehoben. Die Wertentwicklung von Rentenpapieren dürfte im Jahresverlauf weiter unter Druck geraten. Insbesondere die suk-zessive Abkehr der Notenbanken von ihrer expansiven Geldpolitik könnte die Kurse belasten. Die aktuellen Schwankungen an den Akti-enmärkten könnten sich über die Sommermonaten noch verstärken. Ein Handelskrieg könnte vor allem die exportorientierten Anlageregionen Europa und Japan belasten. So bleibt die Deutsche Bank aber bei ihrer grundsätzlich positiven Markteinschätzung. Aktien aus den Schwellenländern, den USA und Asien erscheinen dabei als besonders aussichtsreiche Investments für entsprechend risikobereite Anleger. Die weltweiten Immobilienmärkte dürften weiter von einer gut laufenden Konjunktur gestützt werden. Am europäischen Wohnimmobilienmarkt übertrifft insbesondere in Deutschland die Nachfrage das Angebot deutlich. Dementsprechend dürften die Preise für Wohn- und Gewerbeimmobilien weiter steigen. Die aktuellen Schätzungen des BIP-Wachstums betragen gem. Deutscher Bank:

BIP-Wachstum

in %

2017

2018

2019

Welt

3,8

3,9

3,9

USA

2,3

3,0

2,8

Euroland

2,6

2,1

1,7

Deutschland

2,2

2,0

1,8

Japan

1,7

0,8

0,5

China

6,9

6,6

6,3

Auch danach spricht vieles für die Normstrategie, in ETFs mit MSCI World-Abbildung zu investieren, die mit geringen Kosten das Risiko und damit die Chancen breit streuen. So hat beispielsweise der ComStage MSCI World TRN UCITS ETF folgende aktuelle Anlagestruktur:

Name

Anteil

USA

59,24%

Japan

9,01%

Großbritannien

6,51%

Frankreich

4,00%

Deutschland

3,69%

Kanada

3,55%

Schweiz

2,97%

Australien

2,55%

Niederlande

1,33%

Hong Kong

1,32%

Sonstige

5,83%


Was tun? Hängt von der individuellen Situation ab. Einzeltitel sind vor dem Hintergrund steigender Zinsen etwas für Könner mit viel Zeit. Wenn Sie dazu nicht gehören, ist ein weltweit anlegender ETF wohl das richtige. Eine Anlagestrategie muss aber formuliert werden. Hierbei helfen wir Ihnen.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien:

  • „Frage: Was ist der Unterschied zwischen der Börse und einer Straßenbahn? Antwort: An der Börse wird zum Ein- und Aussteigen nicht geklingelt.“
  • „Was ist ein Spekulant? Ein Mann, der ohne einen Pfennig Geld in der Tasche Austern bestellt, in der Hoffnung, mit einer darin gefundenen Perle zahlen zu können.“
  • „Fürstenberg, in der Berliner Börse nach den Toiletten gefragt: "Hier gibt es keine Toiletten. Hier besch... einer den anderen."“

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.


Börsentipps Juli 2018

Kaufen, halten, verkaufen? Stellen wir zunächst auf die deutsche Wirtschaft ab. Die Bundesbank führt in ihrem letzten Monatsbericht über die Perspektiven der deutschen Wirtschaft für die Jahre 2018 und 2019 mit einem Ausblick auf das Jahr 2020 aus, dass die Hochkonjunktur anhalten dürfte. Das Wachstum wird wegen des erreichten hohen Niveaus und des Fachkräftemangels jedoch geringer ausfallen. Die Wachstumsraten für das Bruttoinlandsprodukt werden für das laufende Jahr um 2,0%, im kommenden Jahr um 1,9% und im Jahr 2020 um 1,6% zulegen. Damit würde sich der Nutzungsgrad der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten, der bereits im ver€gangenen Jahr erheblich über dem Normalmaß lag, weiter spürbar erhöhen. Die Inflationsrate dürfte gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) im laufenden Jahr geringfügig auf 1,8% steigen und dann in den kommenden Jahren etwa auf diesem Niveau verharren. Im Vergleich zur Projektion vom Dezember 2017 wird jetzt für 2018 ein spürbar niedrigeres, für die Jahre 2019 und 2020 dagegen ein leicht höheres Wirtschaftswachstum erwartet. Im Einklang mit der Entwicklung der Weltwirtschaft wird für den Welthandel über den Projektionszeitraum eine leicht nachlassende Dynamik erwartet. Nach einer Steigerung um 5% im laufenden Jahr wird für den internationalen Handel (ohne den Euroraum) mit einem Plus von 4½% im kommenden Jahr und 4% im Jahr 2020 gerechnet. Die inzwischen unter anderem auf die EU ausgeweiteten Zollverpflichtungen der USA dürften zwar isoliert betrachtet kaum Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland haben. Zusammen mit den Ankündigungen weiterer protektionistischer Maßnahmen haben sie aber das Risiko zusätzlicher Handelshemmnisse mit negativen Auswirkungen auf die Entwicklung des Welthandels und der Weltwirtschaft erhöht. Der DAX befindet sich in den Fängen der internationalen Politik. Selten war die direkte Bindung zwischen dem DAX und den Entscheidungen auf der großen politischen Bühne so eindeutig, wie in diesen Tagen. Der Handelskonflikt dominiert das Geschehen und gibt dem deutschen Leitindex die Richtung vor. US-Präsident Donald Trump wird aktuell vorerst auf härtere Investitionsbeschränkungen für chinesische Firmen verzichten. Kurzfristig könnte dieser Impuls den deutschen Leitindex noch Schwung bis zum ersten Widerstand bei 12.600 Punkten verleihen. Mittelfristig dürften hingegen die Unsicherheiten im Ausgang in den Zoll-Fragen zwischen den USA, China und der EU, sowie die Sommer-Schwäche an den Aktienmärkten überwiegen. Somit ist spätestens im Bereich von 12.600 Punkten mit einer Kehrtwende zu rechnen, die den DAX erneut in Richtung 12.000 Punkte drückt. Die Äußerungen von Donald Trump zu den chinesischen Investitionen in den USA hat kurzfristig für Entspannung an den Börsen gesorgt. Dieser Impuls könnte der Beginn einer stärkeren Gegenbewegung werden, die den Index zuerst auf 12.600 Punkten führt und anschließend weitere Kursanstiege ermöglicht. Für die Eurozone ist nicht vor Mitte 2019 mit dem Ende der Nullzins-Politik zu rechnen. In den USA könnte die FED dagegen dieses Jahr noch dreimal an der Zinsschraube drehen. Trotz schwächerer Inflation geht die EZB davon aus, dass sich die Preissteigerungsrate weiter der Zielgröße von knapp 2% annähert. Verbraucherpreise und Einzelhan-delsumsätze signalisieren aktuell keine starke Beschleu€nigung der US-Inflation. Für die US-Notenbank gibt es keinen Grund, ihren geldpolitischen Pfad zu verlassen. Es wird damit gerechnet, dass die FED die Zinsen um 25 Basis€punkte auf die Spanne von 1,75-2,00% anheben wird. In der zweiten Jahreshälfte könnten zwei weitere Leit-zinsschritte in Höhe von jeweils 25 Basispunkten folgen. Was tun? Das hängt vom Alter und von der Höhe des Vermögens ab. Offensichtlich kommt der aktuelle sehr lange Börsenboom seit 2009 in Bälde zum Erliegen, die Negativvorzeichen sind zu ausgeprägt. Es mag sein, dass die Wirtschaft noch einige Zeit rund läuft, aber die Börse nimmt die Entwicklungen der Realwirtschaft vorweg und diese ist nachhaltig belastet: Steigende Zinsen, die EU droht auseinanderzufallen, Zollkrieg, die USA entfernen sich zunehmend von Europa und greifen in die dortige Politik ein, wie die angedrohten und berechtigten Sanktionen gegen North-Stream zeigen, der ungeklärte BREXIT, etc.. Die Börse braucht Ruhe an den Märkten und diese fehlt, das einzige was treibt, ist die Liquidität und fehlende Alternativen. Jetzt noch zu setzen ist nichts für Amateure, wenn schon, dann in ETFs mit MSCI World-Abbildung, die mit geringen Kosten das Risiko und damit die Chancen breit streuen.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien, diesmal von Warren Buffet, der wohl vor dem Einstieg in General Electric steht:

  • „Die Börsenspekulation ist wie eine Skatpartie. Man muss mit guten Karten mehr gewinnen als man mit schlechten Karten verliert“ (André Kostolany).
  • „Ein Bankier ist ein Kerl, der Ihnen bei schönem Wetter einen Regenschirm leiht und ihn zurückverlangt, sobald es regnet“ (Mark Twain).
  • „Geld allein macht nicht glücklich. Es gehören auch noch Aktien, Beteiligungen, Gold und Grundstücke dazu“ (Danny Kaye).

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Kaufen, halten, verkaufen? Stellen wir zunächst auf die deutsche Wirtschaft ab. Die Bundesbank führt in ihrem letzten Monatsbericht über die Perspektiven der deutschen Wirtschaft für die Jahre 2018 und 2019 mit einem Ausblick auf das Jahr 2020 aus, dass die Hochkonjunktur anhalten dürfte. Das Wachstum wird wegen des erreichten hohen Niveaus und des Fachkräftemangels jedoch geringer ausfallen. Die Wachstumsraten für das Bruttoinlandsprodukt werden für das laufende Jahr um 2,0%, im kommenden Jahr um 1,9% und im Jahr 2020 um 1,6% zulegen. Damit würde sich der Nutzungsgrad der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten, der bereits im ver€gangenen Jahr erheblich über dem Normalmaß lag, weiter spürbar erhöhen. Die Inflationsrate dürfte gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) im laufenden Jahr geringfügig auf 1,8% steigen und dann in den kommenden Jahren etwa auf diesem Niveau verharren. Im Vergleich zur Projektion vom Dezember 2017 wird jetzt für 2018 ein spürbar niedrigeres, für die Jahre 2019 und 2020 dagegen ein leicht höheres Wirtschaftswachstum erwartet. Im Einklang mit der Entwicklung der Weltwirtschaft wird für den Welthandel über den Projektionszeitraum eine leicht nachlassende Dynamik erwartet. Nach einer Steigerung um 5% im laufenden Jahr wird für den internationalen Handel (ohne den Euroraum) mit einem Plus von 4½% im kommenden Jahr und 4% im Jahr 2020 gerechnet. Die inzwischen unter anderem auf die EU ausgeweiteten Zollverpflichtungen der USA dürften zwar isoliert betrachtet kaum Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland haben. Zusammen mit den Ankündigungen weiterer protektionistischer Maßnahmen haben sie aber das Risiko zusätzlicher Handelshemmnisse mit negativen Auswirkungen auf die Entwicklung des Welthandels und der Weltwirtschaft erhöht. Der DAX befindet sich in den Fängen der internationalen Politik. Selten war die direkte Bindung zwischen dem DAX und den Entscheidungen auf der großen politischen Bühne so eindeutig, wie in diesen Tagen. Der Handelskonflikt dominiert das Geschehen und gibt dem deutschen Leitindex die Richtung vor. US-Präsident Donald Trump wird aktuell vorerst auf härtere Investitionsbeschränkungen für chinesische Firmen verzichten. Kurzfristig könnte dieser Impuls den deutschen Leitindex noch Schwung bis zum ersten Widerstand bei 12.600 Punkten verleihen. Mittelfristig dürften hingegen die Unsicherheiten im Ausgang in den Zoll-Fragen zwischen den USA, China und der EU, sowie die Sommer-Schwäche an den Aktienmärkten überwiegen. Somit ist spätestens im Bereich von 12.600 Punkten mit einer Kehrtwende zu rechnen, die den DAX erneut in Richtung 12.000 Punkte drückt. Die Äußerungen von Donald Trump zu den chinesischen Investitionen in den USA hat kurzfristig für Entspannung an den Börsen gesorgt. Dieser Impuls könnte der Beginn einer stärkeren Gegenbewegung werden, die den Index zuerst auf 12.600 Punkten führt und anschließend weitere Kursanstiege ermöglicht. Für die Eurozone ist nicht vor Mitte 2019 mit dem Ende der Nullzins-Politik zu rechnen. In den USA könnte die FED dagegen dieses Jahr noch dreimal an der Zinsschraube drehen. Trotz schwächerer Inflation geht die EZB davon aus, dass sich die Preissteigerungsrate weiter der Zielgröße von knapp 2% annähert. Verbraucherpreise und Einzelhan-delsumsätze signalisieren aktuell keine starke Beschleu€nigung der US-Inflation. Für die US-Notenbank gibt es keinen Grund, ihren geldpolitischen Pfad zu verlassen. Es wird damit gerechnet, dass die FED die Zinsen um 25 Basis€punkte auf die Spanne von 1,75-2,00% anheben wird. In der zweiten Jahreshälfte könnten zwei weitere Leit-zinsschritte in Höhe von jeweils 25 Basispunkten folgen. Was tun? Das hängt vom Alter und von der Höhe des Vermögens ab. Offensichtlich kommt der aktuelle sehr lange Börsenboom seit 2009 in Bälde zum Erliegen, die Negativvorzeichen sind zu ausgeprägt. Es mag sein, dass die Wirtschaft noch einige Zeit rund läuft, aber die Börse nimmt die Entwicklungen der Realwirtschaft vorweg und diese ist nachhaltig belastet: Steigende Zinsen, die EU droht auseinanderzufallen, Zollkrieg, die USA entfernen sich zunehmend von Europa und greifen in die dortige Politik ein, wie die angedrohten und berechtigten Sanktionen gegen North-Stream zeigen, der ungeklärte BREXIT, etc.. Die Börse braucht Ruhe an den Märkten und diese fehlt, das einzige was treibt, ist die Liquidität und fehlende Alternativen. Jetzt noch zu setzen ist nichts für Amateure, wenn schon, dann in ETFs mit MSCI World-Abbildung, die mit geringen Kosten das Risiko und damit die Chancen breit streuen.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien, diesmal von Warren Buffet, der wohl vor dem Einstieg in General Electric steht:

  • „Die Börsenspekulation ist wie eine Skatpartie. Man muss mit guten Karten mehr gewinnen als man mit schlechten Karten verliert“ (André Kostolany).
  • „Ein Bankier ist ein Kerl, der Ihnen bei schönem Wetter einen Regenschirm leiht und ihn zurückverlangt, sobald es regnet“ (Mark Twain).
  • „Geld allein macht nicht glücklich. Es gehören auch noch Aktien, Beteiligungen, Gold und Grundstücke dazu“ (Danny Kaye).

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Börsentipps Juni 2018

Kaufen, halten, verkaufen? Es wird unruhiger. Der Handelskrieg mit den USA spitzt sich zu mit negativen Vorzeichen für die Wirtschaften diesseits und jenseits des Atlantiks, was selbst von Trump-Beratern so gesehen wird. Nächste Baustelle Italien. Völlig offen ist, wer die Wahlversprechen zahlen soll. Am besten wohl aus italienischer Sicht die EU, die auf 250 Mrd. verzichten soll, um den Wirtschaftsverbund zu erhalten. In Spanien regieren nunmehr die Sozialisten, das Parteienbündnis, das den bisherigen Ministerpräsidenten stürzte, hat kein gemeinsames politisches Konzept. Daneben haben wir noch die Brennpunkte Korea und die Türkei mit ihrem Währungsverlust und schlechten Wirtschaftszahlen. Die Konjunkturaussichten in der Euro-Zone ist so schlecht wie seit fast sechs Jahre nicht mehr. Das entsprechende Barometer fiel im Juni um 11,3 auf minus 13,3 Punkte, wie die Investmentberatung Sentix zu ihrer Umfrage unter 920 Investoren mitteilte. Das ist bereits der fünfte Rückgang in Folge. Auch für Europas größte Volkswirtschaft Deutschland trübt sich die Stimmung der Investoren den fünften Monat in Folge ein. Hier fiel das Barometer für die Konjunkturerwartungen um 6,0 auf minus 13,8 Zähler und damit ebenfalls auf den niedrigsten Wert seit knapp sechs Jahren. Die steigenden amerikanischen Leitzinsen sind ein Belastungsfaktor: Unternehmen und Verbraucher werden belastet, die Investitionsneigung geht zurück, der Diskontsatz für Bewertungen steigt mit der Folge geringerer Preise. Es ist daher kein Wunder, dass sich die Aktienindizes in einer Seitwärtsbewegung befinden. Die wichtigen Aktienindizes der Welt befinden sich seit März 2009 unverändert in einem technischen Hausse-Zyklus. Nach den Jahren 2016 und 2017 mit zum Teil sehr ausgeprägten Kursgewinnen haben sich bei vielen Aktienindizes im bisherigen Jahresverlauf 2018 Seitwärtspendelbewegungen herausgebildet. Innerhalb dieser Seitwärtspendelbewegung entstehen kurzfristige Auf- oder Abwärtstrends. Bei dem DAX hat sich eine mittelfristige Unterstützungszone von rd. 11.700 Punkte und eine Widerstandszone bei 13.600 gebildet, in denen die Pendelbewegungen stattfinden. Sinkende Zinsen führen zu stärkeren Investments in Aktien. Steigen die Zinsen aber, werden Anleihen attraktiver und Aktien unattraktiver - so lautet die Regel. Empirische Untersuchungen für die USA zeigen, dass der Markt nicht sofort kippt, sondern erst ab Renditen zwischen 4,3 und 6,1 %. Aktuell liegen wir dort aber erst bei 3 %. Die deutsche Wirtschaft hat deutlich an Schwung verloren. Der Einkaufsmanagerindex – Industrie und Dienstleister zusammen – fiel um 1,5 auf 53,1 Punkte. Das ist der schlechteste Wert seit mehr als anderthalb Jahren, wie das Institut IHS Markit zu seiner Umfrage unter 800 Firmen mitteilte. Ökonomen hatten mit einem leichten Anstieg auf 54,7 Zähler gerechnet. Das Barometer hielt sich aber über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Wenn einsteigen, dann kommen die kostengünstigen ETF für Privatanleger in die engere Wahl. Für Privatanleger sind sie interessant, weil sie mit den Indexfonds auf größere Verdienste setzen können als mit herkömmlichen Fonds. Die Indizes, die Anleger mit Hilfe der ETF nachbilden, liefern höhere Renditen als die meisten herkömmlichen Fondsmanager, die Aktien analysieren und dann ihre Anlageentscheidung treffen. Eine Studie der Universität Berkeley kommt zum Ergebnis, dass sich ETF vor allem für Investoren lohnen, die Wert auf Sicherheit legen und nicht übermäßig viel Vermögen haben - also für die klassischen Privatanleger. Professionelle Anleger sollten dieser Studie zufolge eher auf eine professionelle Fondsauswahl setzen. Eine andere deutsche Untersuchung kommt zu folgendem Ergebnis: „In den Vereinigten Staaten sehen wir für Aktien eine jährliche Rendite zwischen 3 und 5 Prozent voraus. In Europa und Japan dürfte sie zwischen 6 und 8 Prozent liegen.“ Weniger Rendite werden von Immobilien erwartet: „Das Umfeld hat sich auch für Wohnimmobilien verschlechtert. Hier erwarten wir jährliche Renditen zwischen 3 und 4 Prozent.“ Und während er für europäische Aktien zuversichtlich ist, wird vom Anleihemarkt von europäischen Papieren dringend abgeraten. „Damit kann man auf Sicht von zehn Jahren bei realer Betrachtung ein Sechstel seiner Kapitalanlage verlieren. In den Vereinigten Staaten kann man bei einer Rendite von 3 Prozent über den Kauf von Staatsanleihen nachdenken.“ Was tun? Das hängt vom Alter und von der Höhe des Vermögens ab. Offensichtlich kommt der aktuelle sehr lange Börsenboom seit 2009 in Bälde zum Erliegen, die Negativvorzeichen sind zu ausgeprägt.


Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien, diesmal von Warren Buffet, der wohl vor dem Einstieg in General Electric steht:

  • “Gier frisst Hirn.” (Anmerkung: Einer der wichtigsten Börsensprüche. Denn Gewinn-Gier hat schon viele Anleger in starke Verluste getrieben)
  • “An der Börse muss man sich verhalten wie beim Baden in kaltem Wasser: Hineinspringen und rasch wieder heraus!“ - Carl Meyer Rothschild.
  • “Das Geheimnis des Börsengeschäfts liegt darin, zu erkennen, was der Durchschnittsbürger glaubt, dass der Durchschnittsbürger tut.” - John Maynard Keynes.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Kapitalanlage in oder Finanzierung aus der Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

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