Anbei finden Sie unsere monatlich erscheinenden Einschätzungen zur Wirtschaft und Börse: Für unsere mittelständisches Klientel aus dem produzierenden Gewerbe ist für die Kapazitätsplanung ein fundierter Ausblick in die Zukunft wichtig und für alle Kunden im Rahmen ihrer Vermögensplanung eine Einschätzung der Kapitalmärkte, denn sie nehmen zunehmend die Strukturierung ihrer Altersversorgung selber in die Hand und sind hierbei auf neutrale Informationen angewiesen.

Börsentipps September 2017

Kaufen, halten, verkaufen? Wer erfolgreich investieren will, muss das Umfeld beobachten und verstehen. Die Lehman-Krise, die 2008 unser Bankensystem erschütterte, ist bis heute nicht überwunden. Seitdem wird weltweit mit Anleihekäufen das Zinsniveau niedrig gehalten mit der Folge, dass eine Marktbereinigung mit Marktzinsen verhindert wird; man spricht deshalb von einer Zombifizierung. Zombifizierung ist ein Prozess, der einen lebendigen, bewusst lebenden Menschen in einen geistigen Dämmerzustand versetzt. Bezogen auf die Wirtschaft bedeutet das, dass faule Kredite ständig verlängert wurden, so dass die Zombifizierung der Banken die Zombifizierung der Realwirtschaft nach sich gezogen hat. Insolvenzen von Unternehmen und Banken, die eigentlich nicht überlebensfähig sind, sollen auf Teufel komm raus vermieden werden. Ein sinkendes Produktivitätswachstum ist die Folge, weshalb auch nur geringe Lohnerhöhungen möglich sind. Ein geringeres Produktivitätswachstum und nur geringe Lohnerhöhungen können auch in den Vereinigten Staaten und in Europa beobachtet werden. Die amerikanische Zentralbank will aktuell die Zinsen nur soweit erhöhen, dass die Konjunktur im Lande nicht gefährdet wird. Die Staatsschulden sollen finanzierbar bleiben. Kredite an Unternehmen sollen nicht so teuer werden, dass die Konjunktur abgewürgt wird. Die Börse soll nicht unter Druck geraten. Die Fed will die Zinsen aber erhöhen, weil sie sonst beim nächsten Anzeichen eines Konjunktureinbruchs keine Möglichkeiten zur Zinssenkung hat. Da aufgrund der Null- und Negativzinsen in den USA, Japan und Europa jedoch weder Staaten noch die Finanz- und die Realwirtschaft gezwungen sind, schmerzhafte Bereinigungen durchzuführen, werden Probleme weltweit weiter verschleppt. Die EZB stößt mit ihren Anleihekäufen zusehends auf rechtliche Probleme, so dass eine Reduzierung absehbar ist. Das Bundesverfassungsgericht und der Europäische Gerichtshof haben die Anleihekäufe nur unter dem Vorbehalt genehmigt, dass die EZB die selbstgesetzten Begrenzungen des Kaufprogramms einhält. Besonders wichtig ist, dass die EZB nicht mehr als ein Drittel der Anleihen einzelner Staaten kauft, um nicht dominanter Gläubiger der Staaten zu werden. Wenn die EZB jeden Monat weiter Anleihen in Höhe von 60 Milliarden Euro kauft, würde sie vermutlich im Frühjahr nächsten Jahres bei Bundesanleihen die Grenze von 33 Prozent verletzen; sie müsste das Kaufprogramm dann einstellen, gegen die Auflagen der Gerichte verstoßen oder zwischen den Staaten umschichten. Per Saldo bleibt der EZB wohl nichts anderes übrig, als die rechtlichen Grenzen zu akzeptieren und die Käufe im kommenden Jahr schrittweise einzustellen. Die Zinsen werden damit künftig steigen und diese schränken weitere Kurssteigerung ein, sei es über steigenden Zinsaufwand oder steigenden Kapitalisierungszinsfuß der künftigen Gewinne, die den Börsenkurs bestimmen. Wie sieht es mit den aktuellen Konjunkturerwartungen aus? Der ZEW-Index sinkt. Ein schwächeres deutsches Exportwachstum und die Affären in der Autobranche lassen die Börsianer vorsichtig werden. Der ZEW-Index präsentiert sich im August schwächer als erwartet. Die Börsenprofis blicken überraschend skeptisch auf die deutsche Wirtschaft. Das Barometer für ihre Konjunkturerwartungen im kommenden halben Jahr fiel im August unerwartet deutlich um 7,5 auf 10,0 Punkte und damit den dritten Monat in Folge, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zu seiner monatlichen Umfrage unter 213 Analysten und Anlegern mitteilte. Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang auf 15,0 Punkte gerechnet. Die Deutsche Bundesbank geht davon aus, dass die Wirtschaft auch im laufenden dritten Quartal schwungvoll zulegt. Im ersten Quartal war sie um 0,7 Prozent gewachsen und zwischen April und Juni dann um 0,6 Prozent. Es liegt auf der Hand, dass der starke Euro die Erlöse aus den USA sinken lässt, wobei Trump an einem stärkeren Dollar wenig Interesse bekundet. Die Bundesbank hat im letzten Monat festgestellt, dass sich Sparen trotz Niedrigzins lohnt und es zu einer durchschnittlichen Anlagerendite von 1,9 Prozent kommt. Abgestellt wird hierbei auf eine Gesamtrendite aller Anlagen der Deutschen trotz der Niedrigzinsen auf Einlagen. Auch nach Abzug der zuletzt gestiegenen Inflation komme noch ein positiver Ertrag heraus. Die reale Gesamtrendite sei zwar niedrig, aber positiv. Im ersten Quartal 2017 habe sie 1,9 Prozent betragen. Damit lag sie zwar unter dem langfristigen Mittel seit dem Jahr 1991 in Höhe von 2,8 Prozent, gleichzeitig überstieg sie aber geringfügig den Mittelwert seit dem Jahr 2008 von 1,7 Prozent. Die realen Renditen auf Bankeinlagen und Versicherungsansprüche haben zuletzt spürbar nachgegeben, weil die gestiegene Inflationsrate — im ersten Quartal kurzzeitig gut 2 Prozent — von den geringen Erträgen mehr wegnahm. Die Einlagenzinsen sanken dadurch real sogar deutlich unter null. Dagegen seien die Renditen auf Aktienanlagen dank steigender Kurse zuletzt deutlich gestiegen. Wertpapiere machen am Geldvermögen der Deutschen aber nur weniger als ein Viertel aus, daher haben die mit Aktien zu erzielenden hohen Renditen nur einen begrenzten Effekt auf die Gesamtrendite. Knapp 40 Prozent des gesamten Geldvermögens von fast 6 Billionen Euro halten die Deutschen als Bankeinlagen oder Bargeld. Wie die Bundesbank hervorhebt, haben die privaten Haushalte die Zusammensetzung ihrer Finanzportfolios trotz der unterschiedlichen erzielbaren Renditen nur wenig geändert. Interessant in diesem Zusammenhang ist eine aktuell veröffentliche Studie des Bonner Ökonomen Schularick über die Renditen von Immobilienanlagen seit dem 19. Jahrhundert mit dem Ergebnis, dass auch sichere Anlagen Verlustrisiken unterliegen und Immobilien etwas mehr bringen als Aktien, obgleich Aktien höhere Preisrisiken haben. Schularick hat mit seinen Kollegen und der Hilfe einer einzigartigen Da-tenfülle die Renditen der wichtigsten Kapitalanlagen für 16 Industrienationen seit dem 19. Jahrhundert zusammengetragen und verglichen. Die Studie endet mit den Daten für das Jahr 2015. Die Ergebnisse sind spektakulär und verdeutlichen ein weiteres Mal die erhebliche Bedeutung der Streuung von Vermögen. Die Resultate sind hoch interessant, auch wenn sich aus früheren Renditen keine sicheren Prognosen für künftige Renditen ableiten. Wichtig vorab: Die Arbeit behandelt ausschließlich reale, also um die Inflationsrate bereinigte Renditen. Der langjährige Durchschnitt der Renditen in den Industrienationen beträgt für Anleihen 2,5 Prozent und für Geldmarktanlagen 1 Prozent. „In einer langfristigen Betrachtung lässt sich sagen, dass der sichere reale Zins um seinen heutigen Wert schwankt“, heißt es in der Untersuchung. Eine weitere bemerkenswerte Beobachtung ist die in den vergangenen Jahrzehnten entstandene große Differenz zwischen den kurzfristigen und den langfristigen Zinsen. Während der kurzfristige Zins stark von der Geldpolitik kontrolliert wird, haben die Notenbanken offenbar Einfluss auf die langfristigen Zinsen verloren. Immobilien rentieren sich wie Aktien. Riskante Kapitalanlagen sollten zumindest auf längere Sicht höhere Renditen bringen als sichere Anlagen. Das ist in einem beeindruckenden Maße auch so gewesen in der Vergangenheit. Nach den Berechnungen von Schularick & Co. haben im langfristigen Durchschnitt für die 16 betrachteten Länder seit rund 150 Jahren Aktien eine reale Rendite von 7 und Wohnimmobilien eine Rendite von knapp 8 Prozent gebracht. Damit befinden sie sich in etwa auf einem Niveau. Diese Zahlen belegen, was jeder bessere Anlageberater seinen Kunden sagt: Auf lange Sicht ist eine allein auf Zinseinnahmen basierende Kapitalanlage eine unattraktive Anlagestrategie. Eine Streuung des Vermögens unter Einbeziehung riskanterer Anlagen zahlt sich auf die lange Sicht aus. Als riskante Anlagen betrachten die Autoren Aktien und Immobilien. Interessant ist nicht nur, wie deutlich besser Aktien und Immobilien im Vergleich zu sicheren Zinsanlagen abschneiden. Bemerkenswert ist vor allem, dass Immobilien in etwa so hohe Renditen gebracht haben wie Aktien, weil dies zumindest auf den ersten Blick jeder wirtschaftlichen Logik widerspricht. Denn hinter der durchschnittlichen Aktienrendite verbergen sich starke jährliche Unterschiede. In manchen Jahren lassen sich mit Aktien Renditen im zweistelligen Prozentbereich erzielen, während in einem Börsenkrach Jahre mit zweistelligen Verlusten im Prozentbereich vorkommen. Hingegen sind die jährlichen Renditeschwankungen der Immobilien sehr viel geringer. Eigentlich müssten Aktien wegen des höheren Risikos von Renditeschwankungen auf lange Sicht höhere Renditen bringen als Immobilien, aber dies ist offenbar in den vergangenen eineinhalb Jahrhunderten nicht der Fall gewesen. Natürlich sind Aktien und Immobilien nur eingeschränkt vergleichbar, weil die meisten Aktien, anders als Immobilien, an liquiden Märkten gehandelt werden, die jederzeitige Käufe und Verkäufe gestatten. Überdies erfordert der Kauf von Immobilien in der Regel einen zumindest für viele Privatpersonen hohen Kapitaleinsatz, während Aktien auch mit einem kleineren Budget erworben werden können. „Es ist einfacher, ein Vermögen mit Aktien als mit Immobilien zu diversifizieren“, schreiben Schularick & Co. Da sich in den vergangenen Jahrzehnten die Ren- diten von Aktien und Immobilien zunehmend unabhängig voneinander entwickelt haben, besteht eine optimale Streuung eines Vermögens im gleichzeitigen Halten von Aktien und Immobilien — so Risiko bringt stabilere Renditen. Hoch interessant ist der anschließende Vergleich von Renditen sicherer und riskanter Anlagen. Hierzu fügen die Autoren die Renditen für Geldmarktpapiere und Staatsanleihen zu einer Rendite für sichere Anlagen zusammen, während sich aus der Zusammenführung der Renditen von Aktien und Wohnimmobilien eine Rendite für riskante Anlagen ergibt. Nicht erstaunlich ist der Befund, dass die reale Rendite auf riskante Anlagen die reale Rendite auf sichere Anlagen über die vergangenen eineinhalb Jahrhunderte übertroffen hat. Das war zu erwarten; schließlich sollten riskante Anlagen auf lange Sicht als Kompensation für das Risiko eine höhere Rendite abwerfen. Erstaunlich ist vielmehr, dass die Rendite für riskante Anlagen im Zeitablauf sehr viel weniger geschwankt hat als die Rendite für sichere Anlagen. Das führt zu starken Schwankungen des Abstands der beiden Renditen, der in der Fachsprache gewöhnlich als Risikoprämie bezeichnet wird. Je größer der Abstand ist, umso mehr Renditeaufschlag erwarten Anleger von einem Wechsel von sicheren in riskante Anlagen. Die starke Nachfrage nach Wohnungen und Häusern lässt die Preise vielerorts immer weiter steigen. Nicht nur in Metropolen, auch in kleineren Städten verteuert sich Eigentum stark. Die Preise für Immobilien in Deutschland steigen trotz der oft rasanten Zuwächse der vergangenen Jahre vielerorts weiter. Eigentumswohnungen etwa haben sich im Zeitraum von Juli 2016 bis Juni 2017 im Schnitt um gut 6,5 Prozent verteuert, wie der Immobilienverband IVD in Berlin mitteilte. Damit werden obige Zahlen bestätigt. Zum Vermögensaufbau ist zu beachten, dass die Transaktionskosten von Immobilien (Makler, Grunderwerbsteuer, Notar) von rd. 10 % ungleich höher sind als die von Aktien, die bei einem geeigneten Anbieter nahe Null liegen und die Transaktionszeiten bei Immobilien Monate betragen und bei Aktien Millisekunden, auch die Stückelung ist sehr unterschiedlich. Per Saldo gehören alle Anlageformen in ein Portefeuille des Vermögens. Die Anteile hängen von den Umständen des Einzelfalles ab (Alter, Einkommen, Vermögen, etc.). Per Saldo tut sich an der Zinsfront in Bälde was, aber nur in kleinen Dosen. Man will ja Staat, Banken und Unternehmen (vgl. Italien) nicht ruinieren, lieber schiebt man die Probleme weiter vor sich her mit niedrigen Zinsen. Was tun? Insbesondere bei älteren Zeitgenossen, die durch Arbeit nicht mehr verlorenes Kapital wiedergewinnen können, sollten durch Liquiditätspositionen Preisverfällen vorbeugen. Jüngere Spekulanten oder solche mit viel Geld mögen weiter setzen.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien:

  • 1% Glück ist oft mehr wert als 10% Dividende.
  • Abends sollte man eine Idee haben, morgens muss man sie kritisch hinterfragen und mittags eine Entscheidung treffen.
  • Aktienkurse werden nicht nur von Erwartungen in der Zukunft beeinflusst, sondern auch von den Erwartungen an diese Erwartungen.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Börsentipps August 2017

Kaufen, halten, verkaufen? Wer sich den 5-Jahres-Chart des DAX anschaut kommt nicht umher festzustellen, dass die Kurse seit Mai nicht mehr steigen und ab Mitte Juni einen Rückwärtsgang eingelegt haben. Was sind die Ursachen? Der Wirtschaftszweig der Automobilindustrie hat bundesweit insgesamt rd. 817.000 Beschäftigte und ist damit hinter dem Maschinenbau und vor der Chemischen Industrie eine tragen Säule des Wirtschaftsstandortes Deutschland. Die Dieselkrise und die Eurostärke haben hier erhebliche Flurschäden angerichtet. "Der Autosektor droht zum Finanzsektor 2.0 zu werden und drückt dank seiner Gewichtung gewaltig auf den Index", wird bereits kolportiert. War zunächst nur VW im Fokus, so ist es mittlerweile die ganze Branche, die wohl auch gemerkt hat, was Hayek unter der „Eiseskälte des Wettbewerbs“ wohl verstand und regelmäßig wettbewerbsverhindernde Absprachen vorgenommen hat. So ist die schöne Daimler-Aktie von 73 auf knapp 60 heruntergezogen worden. Ist die Industrie schuld? Als 2007 die EU auch mit Deutscher Unterstützung die Emissionsgrenzwerte festlegte, hielt die Industrie fest, dass die Werte technologisch nicht zu erreichen seien. Die ganze Industrie hat ihr Glück durch feingestellte Software korrigiert und steht beim Diesel nunmehr vor dem Dilemma, dass die Software wohl nicht ausreicht, so dass auch die Hardware, also der Motor vieler Millionen Autos überarbeitet werden muss, was finanziell nicht zu stemmen ist, da das liebe Geld für den offensichtlich vernachlässigten Bereich der Elektromobilität benötigt wird. Die Länderchefs der regionalen Branchenschwerpunkte Baden-Württemberg und Bayern wollen mit Kaufprämien die Industrie am Laufen halten. Wer kauft sich aber jetzt einen Diesel, von dem er nicht weiß, ob er ihn je wieder verkaufen kann. Umweltministerin Hendricks will hier offenbar die Belastbarkeit der Industrie testen und fordert eine zusätzlich Kontrollbehörde außerhalb des Bundesverkehrsministeriums. Wer auf der anderen Seite sieht, dass Tesla für sein neues Modell 3 eine halbe Million Vorbestellungen abarbeiten muss, dem schwant etwas Böses auf den Industriestandort Deutschland zukommen, denn die Industrien sind ja alle über Lieferketten verbunden, am Automobilbau hängen zum Teil der Maschinenbau und auch die Chemische Industrie. Warten wir die Berichtssaison ab, denn in den nächsten Tagen wird die Hälfte der DAX-Konzerne vorläufige oder endgültige Zahlen für 2016 vorlegen. Auch Druck bekommt die Deutsche Industrie vom starken Euro. Seit Jahresbeginn hat der Euro gegenüber dem Dollar 13 US-Cent gewonnen, die sicherlich teilweise auch auf die Führungsschwäche des amerikanischen Präsidenten zurückzuführen ist. Die EZB wird hier gegenhalten, denn neben den Industrieinteressen an einer schwachen Gemeinschaftswährung haben insbesondere die Südländer kein Interesse, die Zinslasten ihrer Haushalte zu erhöhen. Die EZB wird daher die Geldpolitik nicht zügig straffen, obwohl dieses aus anderen Gründen notwendig ist, auch die FED wird sich mit dem Abbau ihrer Bilanz Zeit lassen, um die amerikanische Wirtschaft nicht zu bremsen. Die monatliche Umfrage der Bank of America unter Fondsmanagern zeigt eine wachsende Sorge über Fehler der amerikanischen Notenbank und einen daraus folgenden Kurseinbruch am Anleihemarkt. Es werden Kursverluste bei den zu erwartenden Verkäufen bzw. nicht weiter praktizierten Käufen erwartet. „Zu viele Investoren sehen die FED als Auslöser von Kursverluste am Anleihemarkt“, heißt es in der Bank of America. Interessant ist, dass der Anteil amerikanischer Aktien in den Fonds der befragten Manager auf weniger als 20 Prozent gefallen ist. Das ist der niedrigste Stand seit dem Jahre 2008 und verdeutlicht, dass die Zweifel an der Dauerhaftigkeit des Konjunkturaufschwungs in den Vereinigten Staaten zunehmen. Dementsprechend befinden sich auch die Erwartungen weiter steigender Gewinne der Unternehmen in den Vereinigten Staaten auf ihrem niedrigsten Stand seit der Präsidentenwahl. Für eine angenehme Überraschung am Markt sorgt der Ifo-Index: Statt des erwarteten Rückgangs steigt der viel beachtete Konjunkturfrühindikator auf ein neues Allzeithoch bei 116,0 Punkten. Zuvor hatte der Geschäftsklimaindex bereits im Juni mit 115,1 Punkten ein Rekordhoch markiert, nachdem er davor schon fünf Monate in Folge gestiegen war. Es gibt aber auch andere Stimmen: Der Einkaufs-managerindex des britischen Analyseinstituts Markit, der die Stimmung unter rund 700 Unternehmen in der deutschen Industrie und Dienstlei- stungsbranche erfasst, fiel im Juli gegen über dem Vormonat um 1,3 auf 55,1 Punkte. Die Lehman Krise aus 2007, die die Kurse weltweit auf Talfahrt schickte, ist weiterhin nicht ausgestanden. Die expansive und zinsvernichtende Geldpolitik der EZB birgt gewaltige Nebenwirkungen. Auf 4,2 Billionen Euro ist die Bilanzsumme der Zentralbank mittlerweile angeschwollen, das entspricht fast 40 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung der Euro-Zone. Die EZB ist damit längst zur größten Gläubigerin der Währungsunion geworden. Und je länger die EZB kauft, desto stärker gewöhnen sich Finanzminister und Finanzmärkte an die Wohltaten, was einen Ausstieg aus der Politik des ultrabilligen Geldes umso schwieriger macht. „Draghi hat mit dieser Therapie die Symptome zwar erfolgreich betäubt, aber die dahinter stehende Krankheit nicht ausreichend behandelt“, sagt Commerzbank-Chefökonom Jörg Krämer. Das gelte insbesondere für Italien, das dank der jahrelangen Krisenpolitik der EZB – allen voran Anleihekäufe und Negativzinsen – überhaupt keinen Anreiz mehr habe, um Reformen durchzuführen und Schulden abzubauen. Tatsächlich liegt z. B. die Staatsverschuldung in Italien mittlerweile bei über 130 Prozent des BIP, fast zehn Prozentpunkte mehr als noch vor fünf Jahren. Trotz des extrem niedrigen Zinsumfelds durch die Krisenpolitik der EZB. In Frankreich, das seit Jahren einen Berg unerledigter Reformen vor sich herschiebt, sieht es ähnlich aus. Doch die fehlenden Reformanreize in der Politik sind nur eine der vielen Nebenwirkungen. „Die Krisenpolitik der EZB schürt auch das Risiko von Blasen, wie man an den rasant steigenden Immobilienpreisen in Deutschland sieht“, warnt Krämer. Die niedrigen EZB-Zinsen trügen außerdem dazu bei, ineffiziente Unternehmen gerade im Süden der Währungsunion am Leben zu erhalten. Tatsächlich warnt eine wachsende Zahl von Ökonomen vor der sogenannten „Zombifizierung“. Gemeint sind damit Unternehmen, die im Grunde nur deshalb noch existieren, weil das Zinsumfeld derart günstig ist und sie dadurch künstlich am Leben gehalten werden. Nach einer Studie der Bank of Amerika finden sich vor allem im Süden der Euro-Zone überproportional viele solcher Unternehmens-Zombies, insbesondere kleinere Firmen mit schwachem Wachstum und geringen Erträgen seien gefährdet. Hier kämpfen die Banken in Südeuropa, insbesondere in Italien, gegen ihre hohen Berge an faulen Krediten an. Erst kürzlich ge- nehmigte die FU-Kommission für drei italienische Banken wieder staatliche Hilfen. Die größten Bedenken äußert die Sachverständige Schnabel mit Blick auf die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. „Sie gefährdet die Geschäftsmodelle von Banken und Versicherungen und trägt zum Aufbau neuer Risiken im Finanzsystem bei.“ Stabilitätsgefährdend seien vor allem die hohen Zinsänderungs-risiken für die Bankbilanzen. .„Ein abrupter Zinsanstieg könnte die Solvenz der Banken bedrohen“, warnt Schnabel. Was tun? Auf die bekannten globalen und europäischen Risiken haben wir hier regelmäßig hingewiesen. Sorgen über die Kreditvergabe in China die Angst vor einem Auseinanderdriften Europas werden als größte aktuelle Marktrisiken genannt und vor allem sind die Kurse weltweit sehr hoch. Also weiterhin Vorsicht walten lassen wegen den hohen Bewertungen, insbesondere bei älteren Zeitgenossen, die durch Arbeit nicht mehr verlorenes Kapital wiedergewinnen können. Jüngere Spekulanten oder solche mit viel Geld mögen weiter setzen.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien:

  • „Geben Sie mir eine gute Regierung, und wir haben eine gesunde Börse“ (Abs),
  • „Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank (Brecht)“,
  • „Sparsamkeit ist die beste Einnahme“ (Cicero).

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.


Börsentipps Juli 2017

Kaufen, halten, verkaufen? Mark Faber, „Dr. Doom“, ein bekannter Schweizer Fondsmanager, der die Märkte auch in Boomzeiten hinterfragt, warnt die Anleger vor einer düsteren Zukunft und konstatiert, dass der Markt um 40 % fallen könnte, wir also vor einem gewaltigen Crash stehen. Er begründet seine Auffassung mit der hohen Volatilität und damit, dass wenn die Kurse fallen, sie tief fallen werden. Klar, jeder will dann seine restlichen noch nicht realisierten Gewinne retten und steigt aus. Vor allem bei den Technologiewerten, die in den vergangenen Wochen immer wieder unter Druck gerieten, sieht Dr. Doom Abwärtssignale. "Wir hatten für mehr als acht Jahre einen Bullenmarkt. Der NASDAQ wird von sehr wenigen Aktien getrieben", so Faber. "Aus technischer Sicht ist das kein gesundes Zeichen, und die Bewertungen sind hoch". Mit seiner Warnung vor einem gewaltigen Kurssturz steht Marc Faber nicht alleine da. Auch Hedgefondsmanager Jim Rogers warnte jüngst davor, dass die überdurchschnittlich hohen Kurse, die wir derzeit sehen, die Weltwirtschaft besonders anfällig machen und zu einem Crash führen könnten, der alle Börsenkrisen der letzten Jahrzehnte übertrifft. Die Ursache für das hohe Rückschlagpotential sieht Faber darin begründet, dass von den Vermögenspreissteigerungen nur wenige profitieren: Große Konzerne schon vermögende Menschen, die bei Kursverlusten auch reagieren. Bis es soweit ist, könnten allerdings noch einige Monate oder Jahre vergehen, in denen die Kurse weiter ansteigen, wie selbst der Crash-Guru zugeben muss: "Wir könnten genug Geld drucken, um den Dow Jones bis auf 100.000 Punkte ansteigen zu lassen", so Faber. Dass es noch einige Zeit so gut wie bisher weiter laufen könnte liegt darin, das sich kurz vor Beginn der zweiten Jahreshälfte die Stimmung an der Börse weiter aufhellt: Ein unerwartet starkes Konjunktursignal aus Deutschland lockt Anleger auf hohem Niveau zurück in den Aktienhandel. Drei starke Argumente helfen dem deutschen Aktienmarkt: Ein neu aufkommender Konjunkturoptimismus, der jüngste Anstieg bei den Ölpreisen und die energische Stützungsaktion in der italienischen Bankenbranche hätten Anleger ermutigt, heißt es aus dem Handel. Der Ifo-Index zum Geschäftsklima in Deutschland erreicht im Juni bei 115,1 Punkten ein neues Allzeithoch. Im Vorfeld befragte Experten hatten im Schnitt eine leichte Abschwächung vorhergesagt. Es stellt sich auch die Frage, wie lange die Zentralbanken mit Rücksicht auf die Inflation die Zinsen unten halten oder nur leicht erhöhen werden. In der vergangenen Woche sind die Renditen der Anleihen in den Industrienationen ein Stück weit gestiegen. So kletterte die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen von 0,24 auf 0,46 Prozent. Viele Analysten sprechen von einer bevorstehenden geldpolitischen Trendwende und meinen, diese Annahmen könnten die Anleiherenditen in den kommenden Wochen weiter nach oben ziehen und die Aktienkurse drücken. Wir wissen, dass sich die Notenbanken an der jeweils als wünschenswert erachteten Inflationsrate orientieren, die die EZB bei 2 % sieht. Es gibt gute Gründe dafür, dass die Inflation weiter niedrig und damit die Basis für weitere Kurssteigerungen gegeben ist. Die folgende Argumentation ist nicht neu, die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich weist aber aktuell auf die Zusammenhänge im Hinblick auf die erwartete Zinsentwicklung hin: Internationale Wertschöpfungsketten sorgen dafür, dass die Lieferer in den Schwellenländern kaum die Möglichkeit haben, ihre Preise zu erhöhen, denn dann werden sie gegen andere preiswertere Schwellenländer ausgetauscht. Die Nationale Inflationsraten werden daher in der Tendenz weniger von der nationalen Politik, sondern mehr durch die globalen Wirtschaftsbedingungen bestimmt. Weshalb werden dann in den USA die Leitzinsen erhöht? Die Notenbanken wollen die günstige Wirtschaftslage nutzen, um geldpolitischen Handlungsspielraum für eine künftige Rezession zu schaffen. Niedrige Inflation und hohe private und öffentliche Verschuldung werden auch künftig die Zinsen niedrig halten. Denn keine Notenbank will durch kräftige Zinserhöhungen die Wirtschaft lähmen oder in eine Rezession führen. Damit dürften die Zinsen auf lange Sicht niedrig bleiben. Wir haben also drei Lagebeurteilungen vorgestellt. Für Faber spricht, dass die Börse keine Einbahnstraße ist und der aktuelle Haussezyklus mit 8 Jahren weit über dem Durchschnitt liegt. Die deutsche Industrie hat nach eigener Einschätzung ein überdurchschnittlich gutes Geschäftsklima und die Zinsen dürften dank niedriger Inflation aufgrund der internationalen Arbeitsteilung niedrig bleiben. Was tun? Auf die bekannten globalen und europäischen Risiken haben wir hier regelmäßig hingewiesen. Sorgen über die Kreditvergabe in China die Angst vor einem Auseinanderdriften Europas werden als größte aktuelle Marktrisiken genannt und vor allem sind die Kurse weltweit sehr hoch. Also weiterhin Vorsicht walten lassen wegen den hohen Bewertungen, insbesondere bei älteren Zeitgenossen, die durch Arbeit nicht mehr verlorenes Kapital wiedergewinnen können. Jüngere Spekulanten oder solche mit viel Geld mögen weiter setzen, am besten mit Stop Loss Orders, die einige Anbieter kostenlos anbieten. Vor allem ist wichtig, auf die Kosten der Finanzpartner zu achten: Was nützen steigende Kurse, wenn die Fondskosten von 3 % bis 5 % weit über dem sicheren Zins liegen: Das kann kurzfristig gutgehen, aber langfristig stehen durch die schwer einsehbaren Spielregeln Sieger und Verlierer fest.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien, diesmal vom 1999 verstorbenen Altmeister André Kostolany:

  • „Wer viel Geld hat, kann spekulieren, wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren, wer kein Geld hat, muss spekulieren“. Da ist was dran, kann aber auch zur Privatinsolvenz führen, die man aber nach der Insolvenzrechtsreform auf 3 Jahre verkürzen kann. Eine Verkürzung auf 3 Jahre erfolgt, wenn in den ersten 36 Monaten 35% der Forderungen der Gläubiger sowie die Verfahrenskosten getragen werden.
  • „Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten“. Zu beachten: Der weltweit erfolgreichste Fonds hat nur einmal investiert und dann die Aktien liegen lassen und Insolvenzen und Verschmelzung glänzend überlebt bei Verwaltungskosten von Null.
  • „Investiere bei einem Goldrausch nicht in die Goldgräber, sondern in Schaufeln.“ Ein Beispiel ist der Internet-Boom. Um Inhalte im Netz überhaupt zu finden, braucht man eine Suchmaschine – das Geschäftsmodell von Google war geboren.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Börsentipps Juni 2017

Kaufen, halten, verkaufen? Viele Investoren fühlen sich derzeit pudelwohl. Dies spiegelt sich an den Aktienmärkten wieder. Ein Index wie der Dax hat seit Jahresbeginn rund 10 Prozent zugelegt. Auch die jüngste Umfrage von Bank of America Merril Lynch unter 213 Fondsmanagern auf der ganzen Welt, die zusammen ein Vermögen von 645 Milliarden Dollar verwalten, zeugt davon. Denn ein guter Teil dieser Investoren empfindet das aktuelle Umfeld als ein „Goldilock-Szenario“, das besser nicht sein könnte: hohe Wachstumsraten gepaart mit geringer Inflation. Im Detail tut dies ein Drittel der Befragten. Dies sei der höchste jemals in der Umfrage verzeichnete Wert, heißt es dazu von der Bank. Zudem befinden sich die Gewinnerwartungen an die Unternehmen auf dem höchsten Niveau seit drei Jahren. Netto 56 Prozent der Befragten — um diesen Wert übersteigt der Anteil der Optimisten den der Pessimisten — erwarten, dass sich diese in den kommenden zwölf Monaten verbessern dürften. Doch es gibt freilich auch dunkle Wolken am Horizont. In der jüngsten Umfrage ersetzt die Sorge über die Kreditvergabe in China die Angst vor einem Auseinanderdriften Europas als das größte aktuelle Marktrisiko. Dies sagen rund ein Drittel der Vermögensverwalter. Ihre Einschätzung zur Bewertung variiert von Region zu Region. Netto 82 Prozent der Fondsmanager halten die Vereinigten Staaten für die am meisten überbewertete Region der Welt, während der Euroraum und auch die Schwellenländer in ihren Augen unterbewertet sind. Und so setzen sie denn auch vor allem auf europäische Aktien. Hier stieg das Übergewicht im Durchschnitt von netto 48 im April auf nun 59 Prozent. Netto ein Viertel der Befragten hält den Dollar weiterhin für überbewertet. Die Barmittelbestände blieben mit durchschnittlich 4,9 Prozent im Mai unverändert, was weiterhin oberhalb des Zehn-Jahresdurchschnitts von 4,5 Prozent liege. Was machen die Zinsen? In der Eurozone fällt die Teuerungsrate im Mai auf ein Jahrestief. Die Energiepreise steigen deutlich langsamer als zuletzt. Damit wird der Druck auf die EZB geringer, einen raschen Kurswechsel in ihrer Geldpolitik einzuleiten. Der überraschend deutliche Rückgang der Inflationsrate in der Eurozone auf ein Jahrestief lässt eine baldige Straffung der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank unwahrscheinlich erscheinen. Hauptgrund: Energie verteuerte sich nicht mehr so stark wie in den Vormonaten. Im April lag die Teuerungsrate mit 1,9 Prozent noch in dem von der EZB gewünschten Rahmen, die mittelfristig Werte von knapp unter zwei Prozent anstrebt. Mit der niedrigeren Inflation sinkt der Druck auf die EZB, rasch aus ihrer extrem lockeren Geldpolitik auszusteigen. "Wir gehen davon aus, dass die Inflationsrate in den kommenden Monaten in der Tendenz sogar noch etwas nachgeben wird", sagte Commerzbank-Ökonom Christoph Weil. "Ein stärkerer unterliegender Preisauftrieb ist weiterhin nicht in Sicht, was gegen eine baldige Zinsanhebung der EZB spricht." Bei der beendeten Berichtssaison für das erste Quartal haben die Ergebnisse und die Ausblicke für 2017 größtenteils überzeugt, wobei die Unternehmen im DAX noch ein wenig besser abschnitten als diejenigen im MDAX. Folglich dürften die Analysten ihre Gewinnerwartungen für 2017 weiter anheben und damit den deutschen Aktienmarkt unterstützen. Durch die steigende Bewertung gewinnt die selektive Aktienauswahl weiter an Bedeutung. So befinden sich fünf DAX- und elf MDAX-Unternehmen momentan gemessen am Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) der letzten zehn Jahre auf oder ganz in der Nähe ihrer Bewertungshöchststände. Zudem liegt jetzt die Bewertung von 21 DAX und 38 MDAX Unternehmen über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Vor sechs Monaten waren diese Zahlen noch um einiges niedriger. Anleger an den Aktienmärkten haben derzeit die Ruhe weg. Weder der Terroranschlag in Manchester noch die jüngsten Kapriolen um den amerikanischen Präsidenten Donald Trump machen Investoren nervös. Die Sorglosigkeit zeigt sich am historisch niedrigen Niveau der einschlägigen Volatilitätsindizes. Schwankungsbarometer wie der Vix für amerikanische Aktien oder der V-Dax-New für deutsche Titel bilden die erwarteten Kursausschläge an den jeweiligen Märkten ab und sind daher eine stark beachtete Messlatte für die Stimmung der Anleger. Die bemerkenswerte Sorglosigkeit der Investoren gemessen anhand der Höhe der erwarteten Volatilität lässt Rückschlüsse auf das Absicherungsbedürfnis der Investoren ziehen. Befinden sich die Aktienmärkte in einem intakten Trendmarkt, der sich über längere Zeit ohne größere Rücksetzer nach oben bewege, dann sinkt tendenziell die Zahl der Anleger, die es für notwendig erachtetet, sich gegen fallende Kurse abzusichern. Gewinne der Vergangenheit werden gedanklich einfach fortgeschrieben. Dabei sei es wahrscheinlich, dass dies nicht so eintreten wird. Auf Sicht dürfte sich der Aufschwung an der Börse noch einige Zeit fortsetzen. Wer sich aber absichern möchte, kann dies in diesen Tagen so günstig tun wie selten zuvor. Denn die niedrige Volatilität bedeute eben nicht nur eine geringe Nachfrage nach Absicherungen. Es heiße auch, dass der Preis dafür niedrig ist. Was tun? Weiterhin Vorsicht walten lassen wegen den hohen Bewertungen, insbesondere bei älteren Zeitgenossen, die durch Arbeit nicht mehr verlorenes Kapital wiedergewinnen können. Jüngere Spekulanten oder solche mit viel Geld mögen weiter setzen, am besten mit Stop Loss Orders, die einige Anbieter kostenlos anbieten.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien, diesmal von Warren Buffet:

  • Man sollte nur in Firmen investieren, die auch ein absoluter Vollidiot leiten kann, denn eines Tages wird genau das passieren!
  • Der erste Test, wie gut das Management ist, besteht in einer hohen Eigenkapitalrendite.
  • Wenn die Preise nicht stimmen, muss man warten. Wer jünger ist als 90, wird noch genügend gute Gelegenheiten im Leben finden – und wer älter ist, ist ohnehin ein Glückspilz.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Börsentipps Mai 2017

Die erste Runde zur Wahl eines neuen französischen Präsidenten hat keine Überraschungen gebracht - ganz im Gegensatz zur Brexit-Abstimmung und der US-Wahl im vergangenen Jahr. Der Gewinner des ersten Wahldurchgangs, Emmanuel Macron, hat zwar wenig politische Erfahrung, trotzdem ist er der Favorit bei der Stichwahl am 7. Mai. Viele Kandidaten des ersten Durchgangs haben dazu aufgerufen, dem Linksliberalen ihre Stimme zu geben. Aktuell führt Macron in den Umfragen mit 20 Prozentpunkten Vorsprung. Von großer Bedeutung für die weitere Entwicklung in Europa dürften auch die französischen Parlamentswahlen am 11. und 18. Juni werden. Diese sind allerdings schwerer einzuschätzen, da der neue Präsident noch nicht gewählt worden ist. Aktuell honorieren die Börsen die Favoritenrolle des europafreundlichen Macrons. Daher stabilisiert sich der Euro. Vor allem europäische Aktien stehen bei vielen Fondsmanagern wieder auf dem Einkaufszettel, auch weil sie günstiger als US-Titel bewertet sind und zuletzt ansprechende Unternehmensergebnisse gezeigt haben. Die verbesserten wirtschaftlichen Bedingungen in der Eurozone, auch in Frankreich, sowie die Aussicht auf steigende Gewinne bei den börsennotierten Unternehmen vertreiben langsam die dunklen Wolken, die nun fast zehn Jahre lang über der Wirtschaft und den Finanzmärkten Europas gelegen haben. Auch die Bewertung ist moderat, insbesondere im Vergleich zu den US-Aktien, die derzeit mit dem 18-Fachen ihrer erwarteten Gewinne für 2017 bewertet werden. Europas Aktienbewertung liegt dagegen bei rund 15 und erst bei Kursen von 13.500 bis 14.000 wäre die Bewertung in etwa pari. Zu beachten ist, dass der langfristige Durchschnitt bei 13,5 liegt, dieses aber auch für Zeiten mit normalen Zinsen. Die Börsenampel steht daher in Europa derzeit auf grün, auch wenn die politischen Unsicherheiten im Super-Wahljahr bestehen bleiben. Schließlich findet noch im September die Bundestagswahl statt. Optimistische Anleger haben daher unterschiedliche Anlagemöglichkeiten. Wer ungern wegen des höheren Risikos auf Einzelwerte setzen möchte, dem bieten sich die preiswerten ETFs an. Nach einem neuen Rekordhoch im Dax am Dienstag und vor der US-Zinsentscheidung herrscht am Mittwoch Zurückhaltung am deutschen Aktienmarkt. Der deutsche Leitindex sank kurz nach Börsenstart um 0,07 Prozent auf 12 498,54 Punkte. Am Dienstag hatte er erstmals in seiner Geschichte die Marke von 12 500 Punkten übersprungen. Die Experten des Börsenstatistik-Magazins Index-Radar sehen innerhalb des seit Ende Januar bestehenden Aufwärtstrends für den Dax durchaus noch etwas Luft nach oben. Allerdings geben sie auch zu bedenken, dass mit weiteren Rekorden die Bereitschaft der Investoren zu Gewinnmitnahmen. Was tun? Weiterhin Vorsicht walten lassen, insbesondere bei älteren Zeitgenossen, die durch Arbeit nicht mehr verlorenes Kapital wiedergewinnen können: Der Börsenboom ab 2009 neigt sich dem Ende zu und wird alle Vermögenspreise Richtung Süden schicken. Auf die weiterhin bestehenden Einzelrisiken haben wir mit dem letzten Informationsbrief hingewiesen.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien:

  • Das Börsenbarometer schlägt auch wieder in die andere Richtung aus. Macht es das nicht immer? Man muss es nur aussitzen
  • Das Geld, das man hat, verhilft uns zu Freiheit – das Geld, dem man nachjagt, macht uns zu Knechten. (Rousseau)
  • Das Leben ist ein Spiel. Man macht keine größeren Gewinne, ohne Verluste zu riskieren.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

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Börstentipps April 2017

Die Hausse treibt die Hausse. In den nächsten Tagen könnte der DAX wieder das Rekordhoch von April 2015 erreichen. Die Konjunkturdaten aus Deutschland und den USA stimmen. Analyst Markus Reinwand von der Landesbank Helaba warnt zwar vor zunehmenden Signalen für einen Rückschlag und hält Aktien daher inzwischen für "heiße Eisen", doch vorerst dürfte der Optimismus laut Reinwand "weiter ungebrochen" sein. "Der Grundoptimismus der Aktionäre ist offenbar nicht so leicht zu erschüttern", schreibt auch Analyst Wolfgang Albrecht von der Landesbank Baden-Württemberg. "Ein kurzer Kursknick nach Trumps politischer Schlappe wurde recht schnell wieder ausgebügelt", argumentiert er unter Verweis auf die vor wenigen Tagen geplatzte Abstimmung über die US-Gesundheitsreform. Und auch Händler Ludwig Donnert von Orca Capital sieht noch weiteres Aufwärtspotenzial für den deutschen Leitindex: denn "im Verhältnis zu den amerikanischen Märkten ist der Dax relativ günstig bewertet". Darüber hinaus richten sich die Blicke auf den Auftragseingang der deutschen Industrie. An den kräftigen Schwankungen der vorangegangenen Monate sollte sich wenig geändert haben, und so wird nach dem massiven Einbruch im Januar am Donnerstag allgemein eine kräftige Erholung im Monat Februar prognostiziert. Im letzten Informationsbrief haben wir 10 Risiken benannt, die den seit 2009 laufenden Börsenboom zu Fall bringen könnten. Mit der Benennung der Risiken stehen wir nicht alleine. Nach seinem Desaster von der teilweisen Aussetzung von Obama Care knöpft sich Trump als erstes die Handelsbilanzüberschüsse der Handelspartner der USA vor und dann das Steuersystem, das mit hohen Importzöllen die heimische Wirtschaft schützen soll. Der Handelsstreit mit China und Deutschland ist schon im Gange, auch Thema sind die geringen Militärausgaben von Deutschland. Trump wirft Deutschland, China und anderen Ländern bereits seit längerem unfaire Handelspraktiken zu Lasten der USA vor. Untersucht werden sollen nun etwaige Verletzungen von Handelsverträgen. Handelsminister Wilbur Ross sprach von einem „neuen Kapitel“ in den Handelsbeziehungen der USA. Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries, die bald in die USA reisen wird, will die Amerikaner darauf hinweisen, dass die Ungleichgewichte im amerikanischen Handel auch hausgemachte Ursachen hätten. Es liegt auf der Hand, dass der für Deutschland unterbewertete Euro den deutschen Handelsbilanzüberschuss fördert auch ohne Verschulden von Deutschland; das Problem liegt in der Fehlkonstruktion der Währungsunion mit sehr unterschiedlichen Volkswirtschaften. Der Präsident des Ifo-Instituts, Clemens Fuest sagte dem Sender NDR Info: „Trump meint mit einem fairen Handel, dass die USA aus jedem Land so viel importieren, wie sie exportieren. Das ist allerdings nicht sinnvoll; der internationale Handel funktioniert nicht so.“ Steigende Militärausgaben, die für Deutschland kommen werden Verteilungsspielräume und Wahlgeschenke reduzieren. Ganz Unrecht hat Trump hier nicht: Die Amerikaner sparen bei den Sozialausgaben zu Gunsten hoher Militärausgaben, von denen wir ohne Zweifel Vorteile haben, ohne dafür zu zahlen. Ein Thema hat sich die US-Regierung bereits konkret herausgepickt: Sie sieht Dumping-Vorwürfe gegen mehrere ausländische Stahlproduzenten bestätigt - darunter auch Salzgitter und die Dillinger Hütte - und droht mit Strafzöllen. Das Handelsministerium will den Zoll- und Grenzschutz anweisen, auf Basis dieser Zahlen Barsicherheiten von den Unternehmen einzutreiben. Diese Mittel sollen einbehalten werden, bis die Bundesbehörde International Trade Commission am 15. Mai abschließend über den Fall entscheidet. Sollte das Verfahren dann eingestellt werden, würde das Geld zurückgezahlt. Mit dem Vorgehen riskieren die USA einen internationalen Handelsstreit und das ist für die Börse Gift. Die Gewinne sinken und das KGV steigt. Was tun? Weiterhin Vorsicht walten  lassen: Der Börsenboom ab 2009 neigt sich dem Ende zu und wird alle Vermögenspreise Richtung Süden schicken.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien:

  • Man kann entweder einige Investoren dauernd täuschen oder alle von ihnen kurze Zeit hinters Licht führen, aber niemals alle immerfort verdummen;  Abraham Lincoln (1809-1865), amerikanischer Präsident.
  • Zeit ist der Freund von wunderbaren Unternehmen und der Feind von mittelmäßigen Unternehmen; Warren Buffett, US-Fondsmanager.
  • Das Geheimnis des erfolgreichen Börsengeschäfts liegt darin, zu erkennen, was der Durchschnittsbürger glaubt, daß der Durchschnittsbürger tut; John Maynard Keynes (1883 - 1946), englischer Volkswirt.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Kapitalanlage in oder Finanzierung aus der Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produktanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Börstentipps März 2017

Geht die Rallye weiter oder kommt ein Dämpfer? Die deutsche Industrie schlägt sich im Januar mit dem stärksten Auftragsrückgang seit acht Jahren herum. Die Betriebe sammelten im Januar 7,4 Prozent weniger Bestellungen ein als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Ökonomen hatten nur ein Minus von 2,5 Prozent erwartet. Amerikanische Banken haben das Jahresendziel des S&P zum Jahresende angehoben. Dieser liegt aktuell bei 2.375, Banken sehen ihn nun zum Jahresende bei gut 2.500 Zählern. Die Bank of Amerika kommentierte dieses aber so: „Wir haben unsere Analyse aktualisiert, weil wir davon ausgehen, bald das Ende eines Bullenmarktes einzuläuten. An der Börse haben immer überdimensionale Renditen zu einem Crash geführt — das wird dieses Mal keine Ausnahme sein“. Ein Bullenmarkt läuft so lange, bis eine Korrektur von mindestens 20 Prozent eintritt — das gab es eben seit fast acht Jahren nicht mehr beim S&P 500. Besser gesagt: US-Aktien waren jetzt lange Zeit davon weit entfernt. Im Frühjahr 2016 ging es knapp zehn Prozent vom damaligen Hoch abwärts, als Sorgen über die chinesische Konjunktur die Runde machten. An der Wall Street in New York laufen die Märkte ohnehin seit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten rasant nach oben. Noch immer sind die Anleger zuversichtlich, dass die Pläne Trumps Früchte tragen werden. Daher warnt jetzt auch die US-Großbank Goldman Sachs vor einer Börsen-Korrektur. „Anleger haben jetzt den Punkt des maximalen Optimismus erreicht“, so die Experten der Bank. Sobald die Anleger erkennen, dass politische Maßnahmen nicht schnell spürbar werden, müssten sich die Märkte anpassen, warnt Goldman und führt weiter aus, dass die Schätzungen für die Unternehmensgewinne im Jahr 2017 seit der Wahl um ein Prozent gesunken seien — der S&P 500 allerdings seitdem um zehn Prozent gestiegen sei und dieses nicht so weiter gehen könne. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hat zudem Daten zusammengestellt, die ebenfalls den übermäßigen Optimismus belegen: Die Zuversicht der kleinen Unternehmen, das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan und auch das Vertrauen am Immobilienmarkt notieren jeweils nahe der jüngsten Höchstwerte. Doch diese Entwicklung von steigenden Aktienmärkten und gleichzeitig hohem Verbrauchervertrauen ist nicht positiv. Erst kürzlich warnte Larry Fink, der Chef von Blackrock davor, dass der beste Zeitpunkt zum Aktienkauf im Jahr 2009 war — als das Verbrauchervertrauen am Boden war. Auch Crash-Guru Marc Faber und Fondsmanager Klaus Kaldermorgen hatten zuletzt vor einer kräftigen Korrektur an den Märkten gewarnt. Der übermäßige Optimismus wird zum Problem. „Wenn alle Spieler auf eine angeblich todsichere Sache spekulieren, geht es fast immer schief“, sagte einst der legendäre Börsenexperte André Kostolany. Der Brexit und die Wahl Donald Trumps sollten dafür Bestätigung genug sein. Außerdem weist die „Welt“ auf eine Diskrepanz zum „Global Economic Policy Uncertainty Index“ hin. Der spiegelt die Unsicherheiten der großen Volkswirtschaften der Welt wieder und notiert auf dem höchsten Stand aller Zeiten. Heißt: Die Finanzwelt erwartet keine Risiken, während die weitere Wirtschaft so viel Risiken sieht wie noch nie zuvor. Blackrock-Chef Fink sieht dunkle Schatten über den Finanzmärkten. Unter anderem besorgt ihn, dass das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan und der US-Leitindex S&P 500 gleichermaßen ansteigen. „2009 waren sowohl die Aktien als auch das Verbrauchervertrauen auf einem niedrigen Niveau. Das war ein guter Zeitpunkt Aktien zu kaufen. Jetzt wäre vielleicht ein guter Zeitpunkt zum Verkauf“, erklärt Fink. Die Sorge von Larry Fink: „Der Zusammenbruch der Globalisierung kann zur Deflation führen.“ Heißt: Der vorgelebte Plan „America first“ würde genau das Gegenteil vom eigentlichen Plan bezwecken und zum Schreckgespenst aller Ökonomen führen. Bei einer Deflation fallen die Preise für Konsumenten. Dadurch schieben die Verbraucher ihre Einkäufe in Erwartung weiter fallender Preise immer weiter auf, was wiederrum für fallende Preise sorgt. Eine für die Wirtschaft tödliche Spirale beginnt, die nur schwer zu durchbrechen ist. Es sind wohl 10 Gefahren, die die Finanzwelt schon bald ins Wanken bringen könnten: Gefahr 1: Donald Trumps Banken-Deregulierung, die die Spekulation weiter anheizt. Gefahr 2: Europas Banken. Besonders in Italien ächzen die großen Institute unter faulen Krediten, die von den Konsumenten oder Unternehmen nicht mehr getilgt werden können. Gefahr 3: China. Das Wachstum wird regierungsseitig gebremst und nationale Firmen werden wie in den USA bevorzugt; die Verschuldung der Konzerne liegt bei 170 % des Bruttoinlandsprodukts und damit auf dem höchsten Wert aller großen Wirtschaftsräume. Gefahr 4: Viele Vorschusslorbeeren im Markt. Die jüngste Rallye beschränkt sich in erster Linie auf das „America first“-Modell von Donald Trump, das heißt: Die heimische Wirtschaft stärken und damit ankurbeln, was sich in den Konjunkturdaten und Jobstatistiken positiv auswirken und damit das gesamte System gesunden solle. In der Theorie klingt das nach einem kräftigen Wirtschaftswachstum und damit boomender Konjunktur. Gefahr 5: Steigende Short-Wetten. Joseph Adinolfi von der US-Finanzseite „Marketwatch“ hat bereits Mitte Januar darauf hingewiesen, dass immer mehr Wetten auf fallende Kurse im Februar getätigt werden. Das zeigt: Viele Investoren rechnen mit einem kräftigen Rücksetzer in Kürze. Ausschlaggebend sind laut Adinolfi dafür auch immer mehr politische Unsicherheiten — dabei hatten die Erwartungen an die Politik Donald Trumps jüngst die Rallye genährt. Diese Aussage passt also zur angesprochenen Gefahr Nummer vier, den Vorschusslorbeeren die erfüllt werden müssen. Gefahr 6: Steigende Zinsen. Bei einer Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung im Euroraum muss die EZB spätestens nach der Bundestagswahl im Herbst die Märkte auf das Ende ihrer ultraleichten Geldpolitik einstimmen. Damit steigen die Kapital Marktzinsen weiter, und dann kann es eng werden, für einige Staatshaushalte im Euroraum. Für Italien liegt der Zinssatz, ab dem die Schuldenquote noch weiter abhebt, bei etwa 4 Prozent. In Frankreich ist er mit etwa 3 Prozent etwas niedriger. Gefahr 7: Brexit. Wie in den USA und China sinkt hierdurch die internationale Arbeitsteilung. Kurzfristig kann das den nationalen Wohlstand heben, langfristig aber nicht. Gefahr 8: Wahlen in Frankreich. Der frühere Premierminister Alain Juppé spricht über alle Parteien von einem Schlamassel, die Rechtspopulisten stehen bereit. Gefahr 9: Erdogan setzt seine Millionen Flüchtling als Waffe ein. Gefahr 10: Europa zerbricht weiter. Was tun? Vorsicht walten lassen: Der Börsenboom ab 2009 neigt sich dem Ende zu und wird alle Vermögenspreise Richtung Süden schicken.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien, diesmal alle von Kostolany:

  • „Das wenige, was ich über Wirtschaft und Finanzen weiß, habe ich nicht an den Universitäten oder aus Fachbüchern, sondern im Dschungel gelernt. Bestimmt habe ich mehr Schulgeld bezahlt, als es mich in Harvard gekostet hätte.“
  • „Ich will unabhängig sein. Und das beste Mittel für Unabhängigkeit ist Geld.“
  • „EDV-Systeme verarbeiten, womit sie gefüttert werden. Kommt Mist rein, kommt Mist raus.“

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Kapitalanlage in oder Finanzierung aus der Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produktanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Börsentipps Februar 2017

Es bleibt nicht nur spannend, sondern die Spannung steigt, auch für den Geldsackbesitzer, der dank der Inflation von 1,7 % langsam nervös wird. Beginnen wir mit der Politik und enden mit der Ökonomie, wohl wissend nach Böhm-Bawerk, dass die ökonomische Macht der politischen die Schranken weist. Man mag die aktuellen Einwanderungsbeschränkungen von Trump für Unfug halten aber waren die unkontrollierten Grenzöffnungen 2015 besser? Merkel posaunte damals, dass die deutschen Grenzen nicht zu schützen seien, grober Unfug wie der Bundestagsabgeordnete und ehem. Grenzschützer Schuster es besser wusste. Als Unternehmer weiß Trump wie man Strukturen in Kürze niederreißt, er hatte die Regierungsgeschäfte bereits mit Twitter übernommen als Obama noch im Weißen Haus residierte. Die US-Konjunktur ist der europäischen vorgelagert und läuft mit Verweis auf die Arbeitslosenzahlen nicht schlecht und würde sich auch ohne Trump noch verbessern, so dass die mit Strafzöllen versuchte Hebung der Beschäftigung wohl gar nicht erforderlich ist. Hier dürfte Trump aber erheblichen Flurschaden anrichten, nicht in Runde 1 wohl aber in den folgenden Runden des Wirtschaftskreislaufs, denn keine Nation, auch die Mexikaner nicht, werden das ohne Gegenmaßnahmen hinnehmen. Eine rückläufige Arbeitsteilung wird die exportlastige deutsche Wirtschaft treffen, die auch noch wegen des Brexit unter Druck gerät. Zur Ökonomie für den Anleger, der entscheiden muss, ob er einsteigt oder Inflationsverluste hinnimmt: In den USA mit ihrem dem europäischen Konjunkturverlauf vorgelagertem sind für 2017 von Yellen drei Zinserhöhungen avisiert. Trump will Infrastrukturprogramme finanzieren und Wahlaussage war auch, die FED-Bilanz zur reduzieren. Nach dem wird der Dollar stärker und die gewollten Exporte werden belastet und der nicht gewollte steigende Import erleichtert; wir werden sehen. Der Anleihepapst Gross sieht die Blase am Anleihemarkt endgültig platzen bei einem Zinsniveau von 2,6 %, das bald erreicht ist. Dann werden die Anleihebesitzer spätestens aussteigen und in Aktien investieren, es beginnt die „große Rotation“ mit noch steigenden Aktienkursen und das obwohl der Dow die 20000 gerade gerissen hat. Nach aller Erfahrung kippt eine Hausse, wenn die Euphorie an der Wall Street keine Grenzen kennt und unversehens schlechte Nachrichten aus der amerikanischen Wirtschaft kommen. An diesem Punkt ist die Hausse noch nicht. Im Prinzip ist es möglich, aus steigenden Anleiherenditen die Notwendigkeit sinkender Aktienkurse herzuleiten. Denn wenn sich, wie man es gelernt hat, der Wert einer Aktie aus den diskontierten, also um den Zins bereinigten, erwarteten künftigen Zahlungen aus der Aktie errechnet, dann sorgt ein steigender Zins rein rechnerisch für einen niedrigeren Aktienkurs, denn die These, dass steigende Anleiherenditen rein rechnerisch mit sinken den Aktienkurse einhergehen sollten, gilt nur unter der Annahme, dass sich ansonsten nichts ändert. Die führenden am. Investmentbanken kommen in Analysen der vergangenen Jahrzehnte zu dem Schluss, dass Anleiherenditen und Aktien zugleich steigen können, so lange die Anleiherenditen nicht das Niveau von 5 Prozent übersteigen. Waren in der Vergangenheit die Renditen höher, wurde es an den Aktienmärkten schwierig. Die Aktien-Rally könnte mangels Alternativen noch eine Weile weiterlaufen, denn die aktuellen Renditen von 2,4 Prozent für zehnjährige amerikanische Staatsanleihen zeigen die Luft nach oben. Es sei denn, schlechte Nachrichten schlagen unverhofft auf den Markt ein. Der Börsenhändler Taleb spricht hier von schwarzen Schwänen. Der Markt hat im letzten Jahr zwei schwarze Schwäne verarbeitet, also Ereignisse, die als ausgeschlossen galten: Brexit und Trump. Neben den schwarzen Schwänen gibt es aber auch graue Schwäne, die die Märkte 2017 durchrütteln könnten. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um unwahrscheinliche Ereignisse, deren tatsächliches Eintreten jedoch nicht als ausgeschlossen gilt. Zum Landeanflug auf das Börsenparkett könnten beispielsweise ansetzen: Bremain, Militäroperationen der Russen, Ansteigen der rückläufigen am. Produktivität, Freigabe des chin. Yuan, wobei Trump ja davon ausgeht, dass der Yuan künstlich niedrig gehalten wird, er tatsächlich aber gestützt wurde, so dass eine weitere Abwertung erfolgen dürfte bei Freigabe, … Was tun? Eigenes Alter feststellen und beachten: Die jungen können Verluste in Aktien wegstecken, denn die Langfristrendite des DAX liegt bei gut 7 %, die älteren Zeitgenossen sollten ihr Portefeuille wiegen und bei Investition eine Sicherheitsreserve buchen, die einen Rückschlag der Kurse nicht auf den persönlichen Konsum durchschlagen lässt.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien:

  • „Betriebswirte, Wirtschaftsingenieure, Volkswirte und andere Experten sollten der Börse fernbleiben. Sie ist für die eine gefährliche Falle, die sich ihr mit wissenschaftlichen Methoden annähern wollen. Ich kann für sie nur Dante zitieren: „Lasst, die ihr eingeht, alle Hoffnung schwinden!“„(André Kostolany)
  • „Börse ist völlig unkompliziert, Börse macht Spaß, Börse ist spannend.“ (Michael Mross)
  • „Börsenkrach: Panikreaktion der Börse beim unerwarteten Auftauchen des Bären im Börsensaal.“ (Klaus Göppert)

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen. 

Die Koalition hat sich bei der Reform der Erbschaftsteuer geeinigt. Der geänderte Gesetzesentwurf wurde am Freitag 24. Juni 2016 vom Bundestag verabschiedet. Ob der Bundesrat am 8. Juli 2016 in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause zustimmen wird ist offen. Das Gesetz soll rückwirkend zum 1. Juli 2016 in Kraft treten. Den Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes haben wir auf unserer Home-Page veröffentlich. Die Reform der Erbschaftsteuer hat die nächste Hürde genommen. Der Bundestag stimmte mehrheitlich dem Kompromissvorschlag des Vermittlungsausschusses zu. Darauf hatten sich die Vermittler von Bundestag und Bundesrat in der Woche verständigt. Demnach sollen Firmenerben auch künftig weitgehend von der Erbschaftssteuer verschont werden, wenn sie das Unternehmen lange genug fortführen und Arbeitsplätze erhalten. So gab es Einvernehmen bei strittigen Kriterien, etwa wie Unternehmen zu bewerten seien: Künftig soll das Betriebsergebnis des Unternehmens maximal mit einem Kapitalisierungsfaktor 13,75 multipliziert werden, um die Höhe der Glossary Link Steueranzusetzen. Dieses gilt für das vereinfachte Ertragswertverfahren. Bei dem IDW S1-Verfahren kommen regelmäßig wesentlich geringere Multiplikatoren zur Anwendung, dafür ist die Berechnung aufwendiger, was sich aber in jedem Fall lohnt. Geplant ist zudem, Missbrauch zu bekämpfen. Beispielsweise sollen Cash-Gesellschaften verhindert werden. Damit soll die Möglichkeit genommen werden, mittels einer GmbH liquides Vermögen von der Besteuerung zu befreien. Freizeit- und Luxusgegenstände wie Oldtimer, Yachten und Kunstwerke sollen grundsätzlich nicht begünstigt werden. Technische und klarstellende Änderungen gibt es bei den Altersvorsorge-Deckungsmitteln und Ausnahmen für vermietete oder verpachtete Grundstücke beispielsweise von Brauereien. Auf unserer Home-Page haben wir die Grundzüge der Reform zusammengestellt. Gerne beraten wir Sie im Einzelfall.

Es bleibt nicht nur spannend, sondern die Spannung steigt, auch für den Geldsackbesitzer, der dank der Inflation von 1,7 % langsam nervös wird. Beginnen wir mit der Politik und enden mit der Ökonomie, wohl wissend nach Böhm-Bawerk, dass die ökonomische Macht der politischen die Schranken weist. Man mag die aktuellen Einwanderungsbeschränkungen von Trump für Unfug halten aber waren die unkontrollierten Grenzöffnungen 2015 besser? Merkel posaunte damals, dass die deutschen Grenzen nicht zu schützen seien, grober Unfug wie der Bundestagsabgeordnete und ehem. Grenzschützer Schuster es besser wusste. Als Unternehmer weiß Trump wie man Strukturen in Kürze niederreißt, er hatte die Regierungsgeschäfte bereits mit Twitter übernommen als Obama noch im Weißen Haus residierte. Die US-Konjunktur ist der europäischen vorgelagert und läuft mit Verweis auf die Arbeitslosenzahlen nicht schlecht und würde sich auch ohne Trump noch verbessern, so dass die mit Strafzöllen versuchte Hebung der Beschäftigung wohl gar nicht erforderlich ist. Hier dürfte Trump aber erheblichen Flurschaden anrichten, nicht in Runde 1 wohl aber in den folgenden Runden des Wirtschaftskreislaufs, denn keine Nation, auch die Mexikaner nicht, werden das ohne Gegenmaßnahmen hinnehmen. Eine rückläufige Arbeitsteilung wird die exportlastige deutsche Wirtschaft treffen, die auch noch wegen des Brexit unter Druck gerät. Zur Ökonomie für den Anleger, der entscheiden muss, ob er einsteigt oder Inflationsverluste hinnimmt: In den USA mit ihrem dem europäischen Konjunkturverlauf vorgelagertem sind für 2017 von Yellen drei Zinserhöhungen avisiert. Trump will Infrastrukturprogramme finanzieren und Wahlaussage war auch, die FED-Bilanz zur reduzieren. Nach dem wird der Dollar stärker und die gewollten Exporte werden belastet und der nicht gewollte steigende Import erleichtert; wir werden sehen. Der Anleihepapst Gross sieht die Blase am Anleihemarkt endgültig platzen bei einem Zinsniveau von 2,6 %, das bald erreicht ist. Dann werden die Anleihebesitzer spätestens aussteigen und in Aktien investieren, es beginnt die „große Rotation“ mit noch steigenden Aktienkursen und das obwohl der Dow die 20000 gerade gerissen hat. Nach aller Erfahrung kippt eine Hausse, wenn die Euphorie an der Wall Street keine Grenzen kennt und unversehens schlechte Nachrichten aus der amerikanischen Wirtschaft kommen. An diesem Punkt ist die Hausse noch nicht. Im Prinzip ist es möglich, aus steigenden Anleiherenditen die Notwendigkeit sinkender Aktienkurse herzuleiten. Denn wenn sich, wie man es gelernt hat, der Wert einer Aktie aus den diskontierten, also um den Zins bereinigten, erwarteten künftigen Zahlungen aus der Aktie errechnet, dann sorgt ein steigender Zins rein rechnerisch für einen niedrigeren Aktienkurs, denn die These, dass steigende Anleiherenditen rein rechnerisch mit sinken den Aktienkurse einhergehen sollten, gilt nur unter der Annahme, dass sich ansonsten nichts ändert. Die führenden am. Investmentbanken kommen in Analysen der vergangenen Jahrzehnte zu dem Schluss, dass Anleiherenditen und Aktien zugleich steigen können, so lange die Anleiherenditen nicht das Niveau von 5 Prozent übersteigen. Waren in der Vergangenheit die Renditen höher, wurde es an den Aktienmärkten schwierig. Die Aktien-Rally könnte mangels Alternativen noch eine Weile weiterlaufen, denn die aktuellen Renditen von 2,4 Prozent für zehnjährige amerikanische Staatsanleihen zeigen die Luft nach oben. Es sei denn, schlechte Nachrichten schlagen unverhofft auf den Markt ein. Der Börsenhändler Taleb spricht hier von schwarzen Schwänen. Der Markt hat im letzten Jahr zwei schwarze Schwäne verarbeitet, also Ereignisse, die als ausgeschlossen galten: Brexit und Trump. Neben den schwarzen Schwänen gibt es aber auch graue Schwäne, die die Märkte 2017 durchrütteln könnten. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um unwahrscheinliche Ereignisse, deren tatsächliches Eintreten jedoch nicht als ausgeschlossen gilt. Zum Landeanflug auf das Börsenparkett könnten beispielsweise ansetzen: Bremain, Militäroperationen der Russen, Ansteigen der rückläufigen am. Produktivität, Freigabe des chin. Yuan, wobei Trump ja davon ausgeht, dass der Yuan künstlich niedrig gehalten wird, er tatsächlich aber gestützt wurde, so dass eine weitere Abwertung erfolgen dürfte bei Freigabe, … Was tun? Eigenes Alter feststellen und beachten: Die jungen können Verluste in Aktien wegstecken, denn die Langfristrendite des DAX liegt bei gut 7 %, die älteren Zeitgenossen sollten ihr Portefeuille wiegen und bei Investition eine Sicherheitsreserve buchen, die einen Rückschlag der Kurse nicht auf den persönlichen Konsum durchschlagen lässt.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien:

„Betriebswirte, Wirtschaftsingenieure, Volkswirte und andere Experten sollten der Börse fernbleiben. Sie ist für die eine gefährliche Falle, die sich ihr mit wissenschaftlichen Methoden annähern wollen. Ich kann für sie nur Dante zitieren: „Lasst, die ihr eingeht, alle Hoffnung schwinden!“„(André Kostolany)
„Börse ist völlig unkompliziert, Börse macht Spaß, Börse ist spannend.“ (Michael Mross)
„Börsenkrach: Panikreaktion der Börse beim unerwarteten Auftauchen des Bären im Börsensaal.“ (Klaus Göppert)

Börstentipps Januar 2017

An der Wallstreet wurden die 20000 des Dow geknackt, die 10000 waren es 1999, es hat also 17 Jahre gedauert bis zur Verdopplung. Momentan zeigt sein Chart steil nach oben. Ein gutes Zeichen für die, die drin sind. Aber auch sie müssen sich die Frage stellen wie es weiter geht, denn auch der Anstieg über die weiteren 10000 lief ja nicht glatt. 2000 ging es runter und 2007. Wie sieht es aktuell aus? Der Shiller-KGV ist so hoch wie vor den größten Krisen der vergangenen 100 Jahre. Viele Experten nutzen das Shiller-KGV, auch CAPE genannt, um die Bewertung des Aktienmarktes in historischen Maßstäben zu analysieren. Und derzeit bereitet es vielen Marktbeobachtern Sorge. Denn es hat in den USA so extreme Werte erreicht wie 1929, im Jahr 2000 und 2007. Die Angst vor einem massiven Börseneinbruch und einer großen Krise geht um. Nach dem jüngsten sehr rasanten Anstieg des US-Aktienmarktes nämlich hat das so genannte Shiller-KGV so hohe Werte erreicht, wie lange nicht mehr. Diese Kennzahl, die auf den Nobelpreisträger Robert Schiller zurückgeht, basiert auf den durchschnittlichen Unternehmensgewinnen? der vergangenen zehn Jahre. Auf diese Weise werden die unterschiedlichen Konjunkturzyklen berücksichtigt und Zähler und Nenner werden zudem um die Inflation bereinigt. Aus diesem Grund wird dieser Kennzahl auch eine deutlich bessere Aussagekraft zugesprochen, als dem klassischen Kurs-Gewinn-Verhältnis, das durch aktuelle Entwicklungen oftmals verzerrt ist. Beängstigend ist aber der Blick auf den Langfristchart des Shiller-KGV für den US-Markt. Dieser war nur dreimal in den vergangenen 100 Jahren so extrem bewertet, wie heute. Das war 1929 der Fall. Damals folgte der tiefe Absturz des Dow Jones und eine Weltwirtschaftskrise. Dann im Jahr 2000, nachdem in den späten 1990er Jahren der Boom um das Internet insbesondere die Bewertungen der Technologie- und Telekommunikationsunternehmen massiv in die Höhe getrieben hatte. Anfang 2000 kam es dann zum dramatischen Absturz der Aktiennotierungen. Und schließlich das Jahr 2007, dem dann der Zusammenbruch des US-Immobilienmarktes, die Finanzkrise und ebenfalls eine drastische Kurskorrektur folgten. Dennoch sind auch die Unterschiede in der Bewertung wichtig: 1929 betrug das Shiller-KGV rund 30, im Jahr 2000 waren es fast 45 und 2007 war es auf dem Niveau von heute: also etwa zwischen 27 und 28. So gesehen könnte der Markt trotz der hohen Bewertung auch noch ein gutes Stück weiterlaufen, bis es tatsächlich zu einer deutlichen Kurskorrektur kommt - ähnlich wie im Jahr 2000. Für Aktienanleger, insbesondere jene, die auf die US-Rallye vielleicht noch aufspringen wollen, ist aber auch noch etwas anderes wichtig: Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge sagt das Shiller-KGV auch etwas über das künftige Ertragspotenzial eines Marktes aus. Beträgt es beispielsweise mehr als 27,6, dann wird der Aktienmarkt im Schnitt auf zehn Jahre weniger bringen, als amerikanische Staatsanleihen. Laut StarCapital Research hatte der US-Aktienmarkt bei einem Shiller-KGV von knapp 26 noch ein Ertragspotenzial von durchschnittlich 4,1 Prozent auf Sicht der kommenden 10 bis 15 Jahre. Inzwischen liegt die Kennzahl CAPE aber eben bei über 27. Der potenzielle Ertrag dürfte also noch mal ein gutes Stück gesunken sein, während zehnjährige US-Staatsanleihen inzwischen schon fast 2,5 Prozent bringen. Zwar würde eine kräftige Korrektur in den USA auch andere Aktienmärkte nicht kalt lassen. Dennoch könnte sich der Blick auf günstiger bewertete und folglich auch mit höherem Ertragspotenzial ausgestattete Märkte interessant sein. Laut StarCapital Research zählen dazu beispielsweise der spanische und italienische Aktienmarkt, sowie der Aktienmarkt Singapur. Günstig sind ferner auch die Märkte in Russland, der Türkei, Polen, Tschechien und Brasilien, wobei dabei allerdings die politischen Risiken nicht vernachlässigt werden sollten. Diese Märkte sind für den Normalanleger nicht geeignet, höchstens über ETFs mit einem engen Stopp-Loss. Mit der weiteren Zinserhöhung der amerikanischen Notenbank um 0,25 Prozentpunkte dürfte der jahrzehntelange Trend sinkender Zinsen in der westlichen Welt beendet worden sein. Die amerikanische Notenbank hat weitere Schritte für 2017 angekündigt; die Preisentwicklung ist nah bei den erwünschten 2 Prozent, und es verdichtet sich die Erwartung, dass die zukünftige Administration ein expansives Fiskalprogramm auflegen wird, das der amerikanischen Wirtschaft zumindest für eine Zeit Rückenwind gibt. Werden dann auch die Zinsen im Euroraum steigen, obwohl die EZB gerade ihr Anleihekaufprogramm bis Dezember 2017 verlängert hat? Zwei Szenarien sind denkbar: Der EZB gelingt es mit ihrer divergierenden Politik, die Anleiherenditen im Euroraum von den amerikanischen abzukoppeln. Damit würde der Zinsnachteil des Euroraums gegenüber den Vereinigten Staaten weiter steigen, ein (noch) schwächerer Euro und (noch) stärkerer Dollar wären die Folge. Auch wenn das Euro-Exporteuren zunächst hilft, sollten wir uns darüber nicht freuen. Denn je größer das amerikanische Handelsdefizit wird, desto wahrscheinlicher werden protektionistische Maßnahmen. Das Wechselkurspendel kann dann heftig zurückschwingen und schwache Unternehmen, die sich auf den niedrigen Euro verlassen haben, in ihrer Existenz gefährden. Außerdem macht eine zu schwache Währung Importe deutlich teurer: Heizöl, Gas, Rohstoffe, importierte Konsumgüter, Reisen etc.. Geld fließt ab, der Konsum wird schwächer. Das bessere Szenario wäre daher, dass höhere Zinsen in den Vereinigten Staaten auch die europäischen mitziehen und der Euro einigermaßen stabil bleibt. Damit ist durchaus zu rechnen. Denn nicht zuletzt höhere Ölpreise und eine steigende Inlandsnachfrage sorgen auch bei uns für eine Rückkehr der Inflation. Das sollte kein Anlass zu großer Besorgnis sein. Zwar werden steigende Zinsen Bewertungskorrekturen in Bankbilanzen auslösen, aber diese wären angesichts hoher stiller Reserven verkraftbar. Auch müssten hochverschuldete Länder etwas mehr für neue Kredite bezahlen. Aber dies setzte die richtigen Anreize für eine echte Haushaltskonsolidierung anstelle einer Dauersubvention durch die EZB. Die positiven Wirkungen eines Zinsanstiegs liegen beim Sparer, dessen Vermögen wieder schneller zunähme. Lücken in der betrieblichen Altersvorsorge würden zurückgehen, Unternehmen könnten einen größeren Teil ihrer Gewinne in reale Investitionen stecken. Profitieren würde auch die Finanzstabilität, weil Anleger nicht in immer engere und riskantere Marktsegmente (zum Beispiel deutsche Immobilien) gedrängt würden. Schließlich würden vor allem die Banken davon profitieren, dass die Zinskurve wieder steiler wird, also Langfristpapiere wieder mehr abwerfen als Kurzläufer. Der Zinsanstieg wäre ein Beleg dafür, dass die Konjunkturerholung stabiler geworden ist. Hoffentlich wird das auch im neuen Eurotower der EZB so gesehen. Was tun? Wenn Sie noch mit dem Verzehr des Kapitals 17 Jahre oder mehr Zeit haben drin bleiben und einen (engen) Stopp Loss setzen und diesen nachziehen, Sie wissen ja, wer nach unten nicht dabei ist, ist auch nach oben nicht dabei. Wenn Sie weniger als 17 Jahre Zeit haben: Raus oder engen Stopp Loss. 

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien:

  • „Politische Börsen haben kurze Beine“, Trump muss also ab Januar liefern.
  • „Value Investing ist simpel, aber nicht einfach.“ (Warren Buffet)
  • „Die Frage, wie man reich wird, ist leicht zu beantworten.“ (Warren Buffet)

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen. 

Die Koalition hat sich bei der Reform der Erbschaftsteuer geeinigt. Der geänderte Gesetzesentwurf wurde am Freitag 24. Juni 2016 vom Bundestag verabschiedet. Ob der Bundesrat am 8. Juli 2016 in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause zustimmen wird ist offen. Das Gesetz soll rückwirkend zum 1. Juli 2016 in Kraft treten. Den Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes haben wir auf unserer Home-Page veröffentlich. Die Reform der Erbschaftsteuer hat die nächste Hürde genommen. Der Bundestag stimmte mehrheitlich dem Kompromissvorschlag des Vermittlungsausschusses zu. Darauf hatten sich die Vermittler von Bundestag und Bundesrat in der Woche verständigt. Demnach sollen Firmenerben auch künftig weitgehend von der Erbschaftssteuer verschont werden, wenn sie das Unternehmen lange genug fortführen und Arbeitsplätze erhalten. So gab es Einvernehmen bei strittigen Kriterien, etwa wie Unternehmen zu bewerten seien: Künftig soll das Betriebsergebnis des Unternehmens maximal mit einem Kapitalisierungsfaktor 13,75 multipliziert werden, um die Höhe der Glossary Link Steuer anzusetzen. Dieses gilt für das vereinfachte Ertragswertverfahren. Bei dem IDW S1-Verfahren kommen regelmäßig wesentlich geringere Multiplikatoren zur Anwendung, dafür ist die Berechnung aufwendiger, was sich aber in jedem Fall lohnt. Geplant ist zudem, Missbrauch zu bekämpfen. Beispielsweise sollen Cash-Gesellschaften verhindert werden. Damit soll die Möglichkeit genommen werden, mittels einer GmbH liquides Vermögen von der Besteuerung zu befreien. Freizeit- und Luxusgegenstände wie Oldtimer, Yachten und Kunstwerke sollen grundsätzlich nicht begünstigt werden. Technische und klarstellende Änderungen gibt es bei den Altersvorsorge-Deckungsmitteln und Ausnahmen für vermietete oder verpachtete Grundstücke beispielsweise von Brauereien. Auf unserer Home-Page haben wir die Grundzüge der Reform zusammengestellt. Gerne beraten wir Sie im Einzelfall.

Börsentipps Dezember 2016

Die Euphorie an der deutschen Börse nach dem schief gegangen Italienreferendum ist nur schwer zu deuten, gibt das Referendum doch der europakritischen Bewegung des Komikers Beppe Grillo Aufschwung und verhindert die notwendigen Reformen, so dass der Süden der Währungsunion weiterhin am Tropf der EZB hängt mit ihrer großzügigen Geldpolitik. Anders sieht es in den USA aus. Dort sorgen die Konjunktur und die angekündigte Wirtschaftspolitik der künftigen Regierung unter Donald Trump für beste Stimmung. Die Folgen dieser Schieflage lassen sich auf den Kurszetteln ablesen: An der Wall Street eilen Indizes wie der Dow Jones Börsen-Chart zeigen oder der S&P 500 seit der Wahl Trumps von Rekord zu Rekord. In Europa dagegen lässt bestenfalls eine Stagnation der Aktienkurse beobachten, von dem unverständlichen Reflex nach oben nach dem Verfassungsreferendum in Italien abgesehen. Der Ausblick fällt zunächst auch nicht besser aus: Es spricht einiges dafür, dass sich die Schere zwischen Europa und den USA in den kommenden Wochen weiter öffnen wird. Zudem deutet vieles darauf hin, dass die künftige US-Regierung tatsächlich eine wirtschaftsfreundliche Politik betreiben wird: Trump ist gerade dabei, ein Kabinett aus Millionären, Milliardären und anderen Leuten der US-Wirtschaftselite zusammenzustellen. Kaum vorstellbar also, dass der Immobilienmogul aus New York künftig eine Politik betreibt, die den Interessen dieser Klientel zuwider läuft. Doch die Trump-Rally an der Wall Street könnte schon bald enden. Einer der prominenten Warner ist der ehemalige "Anleihekönig" Bill Gross, der nach seinem Abschied von der Fondsgesellschaft Pimco zu Janus Capital wechselte und in dieser Woche an seine Investoren einen warnenden Ausblick schrieb: Trump werde die Wachstums-Erwartungen enttäuschen, heißt es dort. Die USA seien keinesfalls in einem so großartigen Zustand, wie die Wall Street derzeit annehme, argumentiert Gross. Ein starker Dollar, mögliche Handelshemmnisse und die rasante Verschuldung dürften das Wachstum auch in den USA begrenzen und viele enttäuschen, die jetzt auf eine goldene Trump-Ära spekulierten. Zu einer Enttäuschung dürften die Zinssteigerungen in den USA werden, die erfahrungsgemäß mit sinkenden Kursen einhergeht. Der geschwächte Euro wird die europäischen Aktien beleben, denn die EZB wird ihre expansive Geldpolitik bis 2018 fortsetzen. Die Märkte steigen und steigen – Dow Jones und S&P 500 klettern von Rekordhoch zu Rekordhoch und ein wenig könnte die Party aber noch weitergehen. Insbesondere wegen den Zinssteigerungen raten wir weiter zur Vorsicht. Der amerikanische Markt erscheint ausgereizt und in Europa sind die Kurse gemessen an den durchschnittlichen KGVs für den vorsichtigen Anleger ebenfalls ausgereizt.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien:

  • „Aktionärsregel: Dividende gut, alles gut.“
  • „Als Daueranleger in Geldwerten (Festgeld, Festverzinsliche etc.) kommen Sie langfristig auf keinen grünen Zweig. Sitzfleisch zahlt sich langfristig nur bei Sachwerten für Sie aus - gerade auch an der Börse! Betrachten Sie ab sofort ihre Aktienanlage - ähnlich wie Ihre Immobilien - als Daueranlage.“ (Gottfried Heller)
  • „Alles ist vergänglich. Nichts ist auf Dauer, weder eine Hausse noch eine Baisse. Als Faustregel gilt: Eine Hausse dauert etwa dreimal länger als eine Baisse. Vergeuden Sie nicht ihre Zeit mit Timing, sondern nutzen Sie Baissen für Käufe.“ (Gottfried Heller)

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Kapitalanlage in oder Finanzierung aus der Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Die Koalition hat sich bei der Reform der Erbschaftsteuer geeinigt. Der geänderte Gesetzesentwurf wurde am Freitag 24. Juni 2016 vom Bundestag verabschiedet. Ob der Bundesrat am 8. Juli 2016 in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause zustimmen wird ist offen. Das Gesetz soll rückwirkend zum 1. Juli 2016 in Kraft treten. Den Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes haben wir auf unserer Home-Page veröffentlich. Die Reform der Erbschaftsteuer hat die nächste Hürde genommen. Der Bundestag stimmte mehrheitlich dem Kompromissvorschlag des Vermittlungsausschusses zu. Darauf hatten sich die Vermittler von Bundestag und Bundesrat in der Woche verständigt. Demnach sollen Firmenerben auch künftig weitgehend von der Erbschaftssteuer verschont werden, wenn sie das Unternehmen lange genug fortführen und Arbeitsplätze erhalten. So gab es Einvernehmen bei strittigen Kriterien, etwa wie Unternehmen zu bewerten seien: Künftig soll das Betriebsergebnis des Unternehmens maximal mit einem Kapitalisierungsfaktor 13,75 multipliziert werden, um die Höhe der Glossary Link Steuer anzusetzen. Dieses gilt für das vereinfachte Ertragswertverfahren. Bei dem IDW S1-Verfahren kommen regelmäßig wesentlich geringere Multiplikatoren zur Anwendung, dafür ist die Berechnung aufwendiger, was sich aber in jedem Fall lohnt. Geplant ist zudem, Missbrauch zu bekämpfen. Beispielsweise sollen Cash-Gesellschaften verhindert werden. Damit soll die Möglichkeit genommen werden, mittels einer GmbH liquides Vermögen von der Besteuerung zu befreien. Freizeit- und Luxusgegenstände wie Oldtimer, Yachten und Kunstwerke sollen grundsätzlich nicht begünstigt werden. Technische und klarstellende Änderungen gibt es bei den Altersvorsorge-Deckungsmitteln und Ausnahmen für vermietete oder verpachtete Grundstücke beispielsweise von Brauereien. Auf unserer Home-Page haben wir die Grundzüge der Reform zusammengestellt. Gerne beraten wir Sie im Einzelfall.

 

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