Anbei finden Sie unsere monatlich erscheinenden Einschätzungen zur Wirtschaft und Börse: Für unsere mittelständisches Klientel aus dem produzierenden Gewerbe ist für die Kapazitätsplanung ein fundierter Ausblick in die Zukunft wichtig und für alle Kunden im Rahmen ihrer Vermögensplanung eine Einschätzung der Kapitalmärkte, denn sie nehmen zunehmend die Strukturierung ihrer Altersversorgung selber in die Hand und sind hierbei auf neutrale Informationen angewiesen.

Börsentipps April 2018

Kaufen, halten, verkaufen? Der DAX steht aktuelle knapp unter 12.000. Nicht nur die dänische SAXO Bank erwartet einen kräftigen Kursverlust von rd. 30 %. Gerade in den USA sprechen Faktoren wie ein heranwachsendes Haushaltdefizit, eine steigende Privatverschuldung, zu geringe Infrastrukturausgaben und ein drohender Handelskrieg nicht gerade für einen anhaltenden Aufschwung. Die Reform des Steuersystems von US-Präsident Donald Trump lässt zwar die Marktrenditen steigen, jedoch zeigen sich Experten zunehmend skeptisch wie sich diese Pläne auf die zukünftige Lage des US-Haushalts auswirken. Zumal nun auch noch Milliarden von US-Dollar in Infrastrukturprojekte gepumpt werden müssen. Die schon maximal ausgereizten Konsumausgaben der US-Bürger und das wahrscheinliche baldige Ende des Konjunkturzyklus werden ebenfalls für die Kurskorrektur genannt. Jim Rogers, eine Investmentlegende, führt als Grund für erwartete starke Kurskorrekturen die massive Verschuldung sowie Strafzölle und die korrespondierenden Gegenmaßnahmen an. So sei allein die USA so stark verschuldet wie noch nie ein Land in der Geschichte. Tatsächlich steht die weltweite Verschuldung, insbesondere angetrieben von der extrem niedrigen Geldpolitik, bei einem absoluten Rekordstand. Ende 2017 betrug sie rund 233 Billionen Dollar und übersteigt damit das globale BIP um etwa das Dreifache. Die US-Regierung wiederum steht aktuell mit rund 108 Prozent des BIP in der Kreide. Steigen die Zinsen oder droht eine Rezession, dann dürfte ein erheblicher Teil der ausgegebenen Kredite möglicherweise ausfallen - was eine Krise massiv verschlimmern würde. Ein drohender Handelskrieg könnte die Situation aber noch schwieriger machen. Laut dem Nachrichtensender Bloomberg sagte Rogers, dass er extrem besorgt sei. Er habe genug über Geschichte gelesen und kenne die Märkte gut genug, um zu wissen, dass Handelskriege üblicherweise ein Desaster sind. Er geht davon aus, dass China eine entsprechende Antwort finden werde. So sei das Reich der Mitte ein großer Käufer amerikanischer Agrargüter. Dort könne China Trump empfindlich treffen. Das Bad Homburger Investmenthaus Feri sieht für 2018 ebenfalls ein schwieriges Anlagejahr voraus. Die Finanzmärkte seien hoch bewertet und in den Vereinigten Staaten trete der Konjunkturaufschwung in seine Spätphase ein. Zudem erwartet Feri wegen des amerikanischen „Zwillingsdefizits“ in Staatshaushalt und Außenhandel einen schwachen Dollar, der zur Finanzierung der Verschuldung höhere Zinsen erzwinge. Dies sei eine schlechte Nachricht für den Aktienmarkt. Für das Jahr 2019 erwartet Feri eine Abschwächung der Weltkonjunktur oder sogar eine Rezession, unter anderem, weil sich das Wachstum in China deutlich verlangsamen dürfte. Dieses Szenario würden die Finanzmärkte im Laufe dieses Jahres einpreisen. Schatten auf die Weltwirtschaft werfe zudem die politische Entwicklung. Wegen des drohenden Unheils wird auch auf den sog. Alarmindex hingewiesen. Schon zweimal hat er sich als perfekter Seismograf historischer Krisen erwiesen. Im August 2007 schlug der Index vor der globalen Finanzschmelze kräftig aus, im Jahr 2011 kündete er von der Zuspitzung der europäischen Schuldenkrise. Beide Male steckten Finanzhäuser in einer Finanzierungsklemme und mussten später von den Notenbanken gerettet werden. Nun hat der Index wieder kräftig ausgeschlagen. Er ist auf den höchsten Stand seit 2012 geklettert und Experten rätseln darüber, was der Alarm-Index signalisieren will. Eines scheint klar: Er offenbart schonungslos eine zentrale Schwäche des amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Er könnte darüber hinaus aber auch für Europa Unheil anzeigen. Den Alarm-Index werden nur die wenigsten Menschen außerhalb der Wall Street kennen. Genau genommen handelt es sich um den Bankenrisikoaufschlag. Er misst, welchen Zinsaufschlag Banken am amerikanischen Geldmarkt zahlen müssen, um sich kurzfristig Dollar von anderen Instituten zu besorgen. Der Alarm-Index ist jetzt auf den höchsten Stand seit 2012 geklettert. Ganze 0,5 Prozentpunkte müssen die Banken jetzt mehr als der amerikanische Staat zahlen, wenn sie sich über Nacht Geld borgen. Das klingt nach wenig, normalerweise beträgt der Aufschlag aber lediglich 0,1 Prozentpunkte. Das Barometer steigt eigentlich nur dann, wenn sich die wirtschaftliche Lage der Banken dramatisch verschlechtert, wenn sich die Geldhäuser untereinander misstrauen und Geld nur noch mit großen Risikoaufschlägen vergeben. Dass die Banker selbst gut einschätzen können, wie sich ihre eigene Situation entwickelt, hat dem Alarm-Index einen Ruf als verlässlicher Indikator verschafft. Die meisten Experten haben Donald Trump als Hauptschuldigen für die Verspannungen am Geldmarkt ausgemacht. Nicht zufällig hat der Anstieg des Alarm-Index Anfang Februar begonnen. Damals einigte sich der US-Kongress darauf, das Schuldenlimit aufzuheben. Seither gibt das amerikanische Schatzamt Schuldtitel aus, um das Defizitprogramm des amerikanischen Präsidenten zu finanzieren. Mit Vorliebe wird der Geldmarkt über kurz laufende Titel angezapft. Die Flut trifft die Geldmärkte unvorbereitet und zeigt, welche Verwüstungen die Schuldenpolitik des US-Präsidenten schon jetzt anrichtet. Die staatliche Anleihenflut verdrängt die privaten Kreditnehmer. Das führe dazu, dass der Zins für die Banken, der Libor, nach oben geht. Aber er zeige deutlich, dass für die Privatwirtschaft Kredite deutlich teurer werden, was der US-Konjunktur schaden werde. „Auch für die US-Regierung wird es nicht einfach werden, die neuen Schulden zu finanzieren. Sie ist auf ausländische Investoren angewiesen.“ Doch die Ausländer haben sich zuletzt von der Wall Street zurückgezogen. Der Anteil nichtamerikanischer Adressen an den Bill-Auktionen ist auf einen neuen Tiefstand gefallen. Und auch langlaufende Staatsanleihen haben die ausländischen Gläubiger abgestoßen. Im Januar verkauften sie unter dem Strich US-Treasuries im Volumen von Milliarden Dollar. China erkannte allen voran amerikanische Schuldentitel aus den Portfolios. Das Reich der Mitte baute seine US-Position um knapp 17 Milliarden Dollar ab. Druck auf den Geld- und Anleihemarkt kommt aber nicht nur von den Ausländern. Auch US-Unternehmen werfen gerade US-Bills im großen Stil ab. Auch hier kommt der US-Präsident ins Spiel. Mit seiner Steuerreform hat er dafür gesorgt, dass die großen US-Multis ihr im Ausland geparktes Geld repatriieren, um mit den Milliarden eigene Aktien zurückzukaufen, Dividenden zu erhöhen oder Geld zu investieren. Doch die im Ausland verdienten und dort gebunkerten Milliarden der Firmen steckten vor allem in Geldmarkttiteln. Wenn diese nun verkauft werden, trifft das weiter steigende Angebot an US Schuldtiteln auf eine geringere Nachfrage. Nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage führt diese Knappheit zu immer weiter steigenden Zinsen. „Der steigende Alarmindex signalisiert heute keinen Bankenstress, sondern schlicht die veränderte Lage bei Geld-Angebot und Geld-Nachfrage“, so die Bank of America Merrill Lynch. Sie rechnet damit, dass sich die Lage weiter zuspitzen wird. Möglich, dass der Index vielleicht schon bald über das Niveau von 2012 klettern wird. Damals sorgte die Finanzkrise in Peripherieländern wie Italien, Spanien oder Portugal dafür, dass die Banken plötzlich Probleme bei der Dollar-Finanzierung bekamen. Da konnte auch die Europäische Zentralbank nicht helfen, weil diese nur Euro ausgeben kann. Einen Dollar-Engpass löste auch die Finanzkrise 2008 aus. Vor zehn Jahren erreichte der Alarmindex mit 3,5 Prozentpunkten seinen bisherigen Höhepunkt. Damals musste die amerikanische Notenbank Fed mit einer Feuerwehraktion aushelfen. Zwar hat die Fed bekräftigt, dass die Leitzinsen im laufenden Jahr zwei weitere Male angehoben werden sollen, woraufhin sie am Jahresende zwischen 2,0 und 2,25 Prozent liegen sollen. Anleger haben allerdings Sorge, dass die Notenbank mit weiteren Erhöhungen die Wirtschaft zusehends belastet, weshalb die Zinsen für zehnjährige US-Anleihen auf 2,86 Prozent gesunken sind und damit eine Eintrübung der Perspektiven für das langfristige Wirtschaftswachstum der USA wiederspiegeln. Für den Anleger stellt sich stets die Frage: Kaufe ich aktiv gemanagte Fonds oder ETFs? Laut der jährlichen Auswertung des Indexanbieters S&P Dow Jones Indices haben im vergangenen Jahr 63,08 Prozent der Fonds, die weitgehend den S&P500 abbilden, schlechter abgeschnitten als der Index. Damit ist der Wert gegenüber dem 2016er von 60,49 Prozent etwas gestiegen. Langfristig sieht die Lage noch viel schlechter aus. Laut der Auswertung des Indexanbieters haben im vergangenen 15-Jahres-Zeitraum 92,33 Prozent der Fonds schlechter abgeschnitten als ihre Benchmark.

Auf Basis dieser Zahlen ist es mehr als verständlich, weshalb in den vergangenen Jahren Investoren zusehends Geld aus aktiv gemanagten Fonds abgezogen haben und es in ETFs gesteckt haben. Die Zahlen für Europa sehen zwar nicht ganz so schlecht aus, sind aber dennoch ernüchternd. Der marktbreite S&P Europe 350 war im vergangenen Jahr um 10,75 Prozent geklettert. Dabei haben laut dem Indexanbieter 46,59 Prozent der Fonds schlechter abgeschnitten als der Markt. Für Europa gibt es leider noch keine Auswertung für einen 15-Jahres-Zeitraum. Auf 10-Jahres-Sicht sind aber 85,44 Prozent dem Index hinterhergehinkt. Und die Zahlen für die Euro-Zone im Speziellen? 2017 liefen 73,7 Prozent der Fonds schlechter als der Markt, auf zehn Jahre gesehen waren es 88,01 Prozent. Das sind ebenfalls mehr als ernüchternde Zahlen. Was tun? Die Bereinigung an den Aktienmärkten ist vermutlich voll im Gange. Traditionell wird in Zinserhöhungsphasen ein Großteil des Gewinnanstiegs durch eine Kontraktion der Unternehmensbewertungen aufgefressen. Durch den sich abzeichnenden Handelskrieg mit den USA werden diese Gewinne aber künftig reduziert. Sollten Sie in Immobilien ausweichen wollen, so beachten Sie, dass die Zeit der historisch niedrigen Zinsen auch in diesem Segment endet.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien, diesmal von Kostolany:

  • 4 Gs“, die zum Börsenerfolgen beitragen:

Geld, und zwar eigenes und kein geliehenes,

Gedanken, die eigenen und nicht die irgendwelcher Börsenexperten,

Geduld, denn an der Börse zählt: 2 + 2 = 5 – 1,

Glück, das leider nicht jeder hat.

  • Das wenige, was ich über Wirtschaft und Finanzen weiß, habe ich nicht an den Universitäten oder aus Fachbüchern, sondern im Dschungel gelernt. Bestimmt habe ich mehr Schulgeld bezahlt, als es mich in Harvard gekostet hätte.
  • Ich will unabhängig sein. Und das beste Mittel für Unabhängigkeit ist Geld.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.


Börstentipps März 2018

Kaufen, halten, verkaufen? Bei einem Blick ins Depot ist nicht zu übersehen, dass der DAX von seinem Höchststand Mitte Januar von 13.550 kommend nun bei 11.900 steht. Die relevanten anderen Indizes haben ebenfalls einen Rückgang verzeichnet. Wird die Luft dünner oder stehen wir vor einer großen Korrektur? Der Ifo-Geschäftsklimaindex, das wichtigste Konjunkturbarometer des Landes, ist im Februar vom vorigen Allzeithoch etwas zurückgefallen, weil die Unternehmen die Aussichten für das nächste halbe Jahr nicht mehr so optimistisch einschätzen. Der Index fiel von 117,6 auf 115,4 Punkte. Vermutlich gab es mehrere Gründe für die leichte Eintrübung der Erwartungen: die Börsenturbulenzen Anfang Februar sorgen über eine protektionistische Handelspolitik der Amerikaner und die zähe politische Entwicklung in Berlin. In der Wirtschaft sind viele von den Plänen der Koalition nicht begeistert. Allerdings liegt der Ifo-Geschäftsklimaindex noch immer auf dem zweithöchsten Niveau seit Beginn der gesamten deutschen Umfrage 1991. Der Rückgang, isoliert betrachtet, ist daher nicht über zu bewerten. Erste Stimmen in Amerika warnen jedoch vor einer neuen Finanzkrise. Als das amerikanische Finanzministerium Mitte Februar Staatsanleihen mit einer vierwöchigen Laufzeit versteigerte, überstieg die Nachfrage der Investoren das Angebot um das Zweieinhalbfache. Eine Quote von 1 zu 2,5 sieht auf den ersten Blick unbedenklich aus, doch es war die niedrigste seit zehn Jahren. Die Vereinigten Staaten müssen ausgerechnet jetzt so viel Geld aufnehmen wie nie zuvor, um ihre Steuerreform und ihr ambitioniertes Ausgabenprogramm zu finanzieren. Gaben sie 2017 noch Anleihen in Höhe von einer Billion Dollar aus, werden es dieses Jahr nach Angaben der Deutschen Bank 1,5 Billionen und 2019 rund 2,3 Billionen Dollar sein. Die Frage ist, wer all diese Anleihen kaufen soll. Seit die Europäer aber signalisiert haben, die Geldpolitik zu straffen und das Anleihekaufprogramm zu beenden, sinkt die Nachfrage nach amerikanischen Anleihen. Das Risiko wächst, dass die Vereinigten Staaten in eine ausgewachsene Fiskalkrise vergleichbar der Euro-Krise rutschen, wenn sie nicht mehr genügend Käufer für ihre Staatspapiere finden. Die Folgen wären gravierend für Aktien, Anleihen und den Dollar. Der am. Ökonom Lachmann sieht für das kommende Jahr eine Finanzkrise, was er wie folgt begründet: Die ungewöhnlich lockere Geldpolitik auf der ganzen Welt hat zu außergewöhnlich hohen Bewertungen bei Aktien, Anleihen und anderen Vermögenswerten geführt, die nur dann auf dem hohen Niveau zu halten sind, wenn die Zinsen auf Dauer auf dem aktuell sehr niedrigen Niveau verharren. Doch spreche alles dafür, dass zumindest in der wichtigsten Volkswirtschaft der Welt, den Vereinigten Staaten, die Phase der Niedrigzinsen abrupt enden werde. Denn Amerikas Wirtschaft drohe die Überhitzung, nicht nur, weil sie mit Vollbeschäftigung auf hohen Touren laufe. Sondern auch, weil sie dank der Trumpschen Steuerreform und dem jüngst beschlossenen Ausgabenprogramm außergewöhnlich stark befeuert werde. Allen großen Kursrückgängen des Dax in den vergangenen 40 Jahren ging ein signifikanter Zinsanstieg voraus. Das trifft für den Crash 1987 zu, für das Platzen der Internetblase in den Jahren 2000 bis 2003 und auch für die Finanzkrise 2007 bis 2009. Selbst die im Rückblick eher kleinen Rücksetzer, wie der 2011 im Zeichen von Euro-Krise und Fukushima, folgen diesem Schema. Zu beachten sind auch die von Trump angekündigten Zölle, die zu einer schweren Handelsauseinandersetzung führen können. Wobei von der Sache her die am. Benachteiligung zu verstehen ist, so betragen die durchschnittlichen Einfuhrzölle in den USA 3,48 %, in der EU 5,16 % und in China 9,92 %. Fed-Chef Jerome Powell betonte letzte Woche noch einmal, trotz der Volatilität der Börsen am Zinskurs festzuhalten. Die Leitzinsen in den USA werden in diesem Jahr also mindestens drei Mal angehoben, die US-Investmentbank Goldman Sachs rechnet sogar mit bis zu fünf Anhebungen. Dann lägen die US-Leitzinsen bei 2,50 bis 2,75 Prozent. Marktbeobachter rechnen schon länger damit, dass steigende Zinsen zu einer Kapitalwanderung aus Aktien in Anleihen führen wird - mit entsprechenden Folgen nicht nur für die Wall Street, sondern für die globalen Aktienmärkte. Börsenlegende Jim Rogers, der bereits im vergangenen Jahr eindringlich vor einem Kollaps an den Märkten warnte, ist überzeugt, dass Anlegern der größte Crash in der Menschheitsgeschichte bevorsteht. Als Grund für den schlimmsten Crash in der Geschichte nennt Rogers die sich anhäufenden "Schuldenberge in der Weltwirtschaft". Diese seien seit der Finanzkrise nicht mehr so hoch gewesen wie heute, vor allem nicht in den Vereinigten Staaten. Dennoch will der Investor derzeit noch nicht von einem Bärenmarkt sprechen. Überrascht sei er jedoch nicht, dass der Ausverkauf an den US-Märkten weitergehe. Und auch in Zukunft wird dieser, laut dem Investor, noch weiter anhalten. So werde der Markt laut dem Hedgefondsmanager so lange weiter ins Stocken geraten, bis die US-Notenbank im März ihre Zinsen erhöhe. Bis dahin rechne er mit weiter fallenden Kursen. Der US-Hedgefondsmanager Paul Tudor Jones warnte zuletzt die Inflation werde „mit Wucht“ zurückkehren. Das könne die Fed dazu bewegen, die Zinsen schneller anzuheben, was den Aktienmarkt unter Druck bringen werde. Die Fed habe die Zinsen zu lange zu niedrig gehalten. Nun würde Trumps Fehltritt mit der Steuersenkung zu einem starken Anstieg der Neuverschuldung und damit einer Anleihenschwemme führen, woraufhin die Zinsen nach oben schießen würden und viele Investoren auf dem falschen Fuß erwischen würden. Aus Sicht der Aktienpessimisten ist dagegen inzwischen die Veränderung der Bilanzsummen der globalen Notenbanken der entscheidende monetäre Faktor für Aktien. Wir teilen die Sicht der Aktienbären, dass die Aktienmärkte mit dem schleichenden Ende der Anleihekäufe der Notenbanken einen wichtigen Rückenwind verloren haben. Was tun? Die Bereinigung an den Aktienmärkten ist vermutlich noch nicht abgeschlossen. Traditionell wird in Zinserhöhungsphasen ein Großteil des Gewinnanstiegs durch eine Kontraktion der Unternehmensbewertungen aufgefressen. Durch den sich abzeichnenden Handelskrieg mit den USA werden diese Gewinne aber künftig reduziert. Sollten Sie in Immobilien ausweichen wollen, so beachten Sie, dass die Zeit der historisch niedrigen Zinsen auch in diesem Segment endet.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien:

  • „Als Daueranleger in Geldwerten (Festgeld, Festverzinsliche etc.) kommen Sie langfristig auf keinen grünen Zweig. Sitzfleisch zahlt sich langfristig nur bei Sachwerten für Sie aus - gerade auch an der Börse! Betrachten Sie ab sofort ihre Aktienanlage - ähnlich wie Ihre Immobilien - als Daueranlage.“ (Gottfried Heller)
  • „An der Börse wird nicht geklingelt.“
  • „Auf die Party folgt der Kater.“

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Börsentipps Februar 2018

Kaufen, halten, verkaufen? Vorweg: Der Bitcoin notiert aktuell bei 11.000 $ verbunden mit den hier vor Monaten gegebenen Hinweisen. Mit Kredit werden wohl wenige finanziert, häufig mit Ersparnissen, die dann ggf. gemindert sind. Mit Kredit werden aber im Hinblick auf die noch nicht realisierten und erhofften weiteren Gewinne andere Güter finanziert wie Autos, etc.. Hier kann es dann künftig zum finanziellen Eklat kommen, wenn sich die Gewinne verflüchtigt haben. Der DAX notiert bei 13.500 und der Dow bei 26.200. Geht es weiter so und wo liegen die Risiken bei den momentanen Höchstständen? Die Zinsen sind wohl am unteren Wendepunkt, wer also eine Immobilie im Auge hat, sollte sich jetzt die Finanzierung sichern. Zinsen unten, Preise oben: Diese Binsenweisheit führt zu den auch hohen Preisen für Immobilien, also: Zu dem hohen Preis nun langfristig finanzieren und hoffen, dass nach Ablauf der Zinsbindung die Miete nach den dann rd. 20 % geminderten Kredit mit dem gestiegenen Zins alimentiert oder bares vorhalten, um das Liquiditätsgleichgewicht herzustellen. Der niedrige Zins hat die Weltwirtschaft belebt. Der Prozess der steigenden Zinsen hat bereits im vergangenen Jahr begonnen: Zinsanhebungen der FED, Bank of England und Bank of Canada. Die EZB beginnt zu drosseln und auch China strafft die Geldpolitik. Da die Unternehmensgewinne sich aber positiv entwickeln, können die Aktien noch eine Weile weiterlaufen, jedoch die Festverzinslichen kommen unter Druck. Ein Phänomen ist der Dollar, der zum Euro bei 1,23 notiert. Nach der Theorie müsste Dollar stärker sein, da die Zinswende eingeleitet wurde. Mit seiner "America First"-Politik setzt US-Präsident Donald Trump dem Dollar jedoch immer stärker zu. Auch glaubt man, dass in den USA der langfristige Zins durch die Zentralbankmaßnahmen nicht erhöht wird. Wo lauern die Gefahren des mittlerweile sehr langen Börsenbooms seit Beginn 2009? Die starken Gewinne gab es auch vor der historischen 2000er- und 2008er-Blase. Genannt wird auch die ungewöhnliche "Outperformance von Aktien mit niedriger Volatilität", also Gewinneraktien, wobei die Marktbreite vernachlässigt wird. Die Bank of America hat hinsichtlich des Zeitpunktes der Trendumkehr bei Aktien eine Umfrage bei Fondsmanagern durchgeführt. Aktuell sind die Fonds alle stark investiert und haben Aktien übergewichtet, der Anleiheanteil wird heruntergefahren. Uneinig sind sich die Fondsmanager allerdings, was die Frage des Höhepunkts der laufenden Aktienhausse angelangt. Der größte Anteil, in etwa ein Drittel der Befragten, setzt dafür nun auf das Jahr 2019 oder einen späteren Zeitpunkt - in der Dezember-Umfrage war es noch das Jahr 2018. Als größte Marktrisiken gelten Inflation oder ein Kursrutsch von Anleihen, gefolgt von Fehlern der großen Notenbanken - im Dezember war es umgekehrt. Genannt wird auch ein Warten auf eine Kurskorrektur. Dass eine solche vorübergehende Kurskorrektur an der US-Börse überfällig ist, steht außer Zweifel. Selten zuvor in der Geschichte des US-Aktienhandels hat es einen längeren Zeitraum gegeben, in dem die Kurse nicht wenigstens einmal zwischenzeitlich signifikant, also etwa um 5 Prozent oder mehr, gefallen wären. Gegenwärtig warten die Investoren bereits an die 400 Handelstage auf diesen Rücksetzer. Die Zeitspanne übersteigt bei weitem den Durchschnitt der vergangenen Jahrzehnte von etwa 90 Tagen. Die Chartisten stellen die Überhitzung für den Dow wie folgt dar: „So entstand ein Kurschart für den Dow Jones Börsen-Chart sowie ebenfalls für den breiter gefassten US-Index S&P 500, der sich immer steiler nach oben richtet. Erfahrene Beobachter wissen: Ein Knick nach unten kann da nur eine Frage der Zeit sein. Doch das heißt nicht, dass mit einem solchen Rückschlag gleich die komplette Aktienhausse beendet wäre. Im Gegenteil: Je früher die Korrektur kommt, desto milder dürfte sie ausfallen - und desto größer erscheint daher auch die Wahrscheinlichkeit, dass es danach wieder aufwärtsgehen kann. Schließlich sprechen die grundlegenden Faktoren, also vor allem das robuste US-Wirtschaftswachstum sowie die überzeugenden Geschäftsergebnisse und -ausblicke der meisten Konzerne, nach wie vor für mindestens stabile Aktienkurse an der US-Börse. Was tun? Insbesondere ältere Zeitgenossen, die durch Arbeit nicht mehr verlorenes Kapital wiedergewinnen können, sollten durch Liquiditätspositionen Preisverfällen vorbeugen und erst wieder setzen, wenn es über Zinssteigerungen zu einer Preisberuhigung gekommen ist. Jüngere Spekulanten oder solche mit viel Geld mögen weiter setzen und die für 2018 zu erwartenden Preissteigerungen in persönliche Gewinne umsetzen. Immobilien sind interessant: Niedrige Zinsen und künftig wird weniger Bauland erschlossen, so dass Investments in gute Lagen auch noch eine nette Chance bieten, relativ.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien, diesmal wieder von Kostolany:

  • „Von einem Fünftel der Börse leben die Spekulanten, von vier Fünfteln die Brokerfirmen.“
  • „Betriebswirtschaft und Technik sind die größten Feinde der Börsenlogik, da die Börse ihre eigene Logik hat.“
  • „Die Experten sagen's, wissen's aber nicht (über Anlageberater)“.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.


Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien, diesmal wieder von Kostolany:

„Von einem Fünftel der Börse leben die Spekulanten, von vier Fünfteln die Brokerfirmen.“
„Betriebswirtschaft und Technik sind die größten Feinde der Börsenlogik, da die Börse ihre eigene Logik hat.“
„Die Experten sagen's, wissen's aber nicht (über Anlageberater)“.
Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Börsentipps Januar 2018

Kaufen, halten, verkaufen? Eventuell Bitcoins verkaufen? Die kritischen Stimmen zu der Internetwährung mehren sich, auch die Versuche, die Kurskapriolen zu deuten. Clemens Fuest hat sich sein Urteil noch nicht abschließend gebildet, er rät zur Vorsorge, der Prüfung einer Regulierung und fragt: „Was ist mit Transaktionen, die in Bitcoin abgewickelt werden? Werden da Steuern erhoben, finden möglicherweise illegale Transaktionen statt? Und man muss natürlich genau beobachten: Entstehen da Risiken für die Finanzstabilität, sobald Institutionen beginnen in Bitcoin zu investieren?“ Ein Analyst kommt zur Anwendung des Metcalfschen Gesetzes, das besagt, dass der Wert eines Netzwerks proportional zum Quadrat der Anzahl der Benutzer im Netzwerk steht und stellt fest, dass das Quadrat des Bitcoin-Netzwerkes (Anzahl der Nutzer) 63 Prozent der Variation der Bitcoin-Preise seit 2013 erklärt. In der letzten Mandanteninformation hatten wir hier über den Bitcoin ausführlich berichtet, der Kurs stand bei gut 11.000 Dollar. Dann schoss er hoch auf fast 20.000. Ein Grund war die Einführung von Terminkontrakten durch zwei große US-Börsen und damit der Vorstoß ins klassische Finanzsystem. Danach rutschte der Kurs jedoch in Richtung 11.000 Dollar ab. Notenbanker und Experten warnen vor der Unberechenbarkeit des Bitcoins und sprechen eher von einem Spekulationsobjekt als einer Währung, da eine der wichtigsten Eigenschaften von klassischem Geld - die Wertstabilität - nicht gewährleistet sei. Gleichzeitig faszinieren Bitcoin und andere Kryptowährungen die Anleger vor allem in Asien. Wie geht die Geschichte aus? Die Staaten werden nicht zulassen, dass illegale Transaktionen steuerfrei in Kryptowährungen abgewickelt werden können. Die Initiatoren der mittlerweile 1.500 Kryptowährungen werden Kasse machen und die vielen Nachzügler unter den Kleinanlegern werden in die Röhre schauen. Nobel-Preisträger Paul Krugman hat bei dem zu erwartenden Kursabsturz einen Vergleich zu Comics gezogen. Er erwartet bei Bitcoin den "Wylie Coyote"-Moment, wenn also Wylie Coyote (ein immer hungriger und vom Pech verfolgter Kojote) über die Klippe hinausrennt, in der Luft stehen bleibt, nach unten schaut und feststellt, dass sich nichts mehr unter ihm befindet. Dann folgt der tiefe Fall. Dies könne sich bei Bitcoin laut Krugman jedoch noch eine Zeit hinziehen. Widmen wir uns wichtigeren Anlagethemen: Wie war 2017 und wie wird 2018. Das Jahr 2017 wurde für den DAX mit 12.300 prognostiziert, der DAX liegt jetzt bei rd. 13.000 und hat in 2017 15 % gut gemacht, der DOW 25. Für Ende 2018 liegt die Durchschnittsschätzung für den DAX bei 13.938 Zählern, also einem Plus von rd. 8 %. Wo liegen die Chancen und Risiken? Beginnen wir mit Risikosymptomen: Große institutionelle Anleger halten mehr liquide Mittel in ihren Portfolios. Zudem setzen sie nun stärker auf werthaltige und zyklische Aktien. Doch ihre Zuversicht ist groß. Während des vergangen Jahres haben wir hier regelmäßig die Parameter durchdekliniert: Die Weltkonjunktur stimmt, ein Wachstumsplus von 4 % wird erwartet. Hieran wird der DAX teilhaben. Die Geldpolitik für 2018 ist wohl ausgemacht: 4 Zinsschritte in den USA und Reduzierung der Bondskäufe in Europa. Wegen der Zinsdifferenzen steigt der Dollar gegenüber dem Euro, der aber wegen der steigenden Nachfrage Ende 2018 wieder stärker werden sollte. Die festverzinslichen Anleihen bergen hohe Risiken wegen des Zinsanstiegs: Kursverluste sind zu erwarten. Zu den gegenläufigen Entwicklungen der Kurse: Steigende Gewinne und steigende Zinsen werden wegen der Konjunktur zunächst die Gewinne für weiter steigenden Kurse sorgen. Was machen die Immobilien? Bei Wohnimmobilien in Ballungszentren werden bereits Höchstpreise und beginnende Blasenbildung gesehen. Wegen des Onlinehandels geraten Gewerbeimmobilien in Verkaufslagen unter Druck, wogegen Logistikimmobilien interessant bleiben. Hier sollte der Normalanleger aber nur über Fonds herantreten. Wie sagte der ehemalige US-Verteidigungsminister Rumsfeld: Problematisch sind unvorhersehbare Unvorhersehbarkeiten. Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse beschreibt ein Buch des Publizisten und Börsenhändlers Nassim Nicholas Taleb. Nach Taleb bezeichnet ein „Schwarzer Schwan“ ein Ereignis, das selten und höchst unwahrscheinlich ist. Was kommt in Frage: Überschießende Inflation, Ausuferung des Nordkoreakonfliktes, Eindämmung der Verschuldung in China mit konjunkturellen Folgen, harter Brexit, keine handlungsfähige Regierung. Was aber klar ist, die Zinsen steigen und steigende Zinsen führen zu sinkenden Preisen. Was tun? Insbesondere ältere Zeitgenossen, die durch Arbeit nicht mehr verlorenes Kapital wiedergewinnen können, sollten durch Liquiditätspositionen Preisverfällen vorbeugen und erst wieder setzen, wenn es über Zinssteigerungen zu einer Preisberuhigung gekommen ist. Jüngere Spekulanten oder solche mit viel Geld mögen weiter setzen und die für 2018 zu erwartenden Preissteigerungen in persönliche Gewinne umsetzen.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien:

  • "Die Börse wurde geschaffen, um Menschen dafür zu bestrafen, dass sie glauben aus dem Nichts etwas schöpfen zu können." (Crash-Prophet und Börsenguru Marc Faber)
  • "Wenn es um Gerüchte an der Börse geht, darf man als Spekulant nicht einmal seinem eigenen Vater trauen."
  • "Kaufe bei Gerüchten, verkaufe bei Tatsachen."

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Kaufen, halten, verkaufen? Eventuell Bitcoins verkaufen? Die kritischen Stimmen zu der Internetwährung mehren sich, auch die Versuche, die Kurskapriolen zu deuten. Clemens Fuest hat sich sein Urteil noch nicht abschließend gebildet, er rät zur Vorsorge, der Prüfung einer Regulierung und fragt: „Was ist mit Transaktionen, die in Bitcoin abgewickelt werden? Werden da Steuern erhoben, finden möglicherweise illegale Transaktionen statt? Und man muss natürlich genau beobachten: Entstehen da Risiken für die Finanzstabilität, sobald Institutionen beginnen in Bitcoin zu investieren?“ Ein Analyst kommt zur Anwendung des Metcalfschen Gesetzes, das besagt, dass der Wert eines Netzwerks proportional zum Quadrat der Anzahl der Benutzer im Netzwerk steht und stellt fest, dass das Quadrat des Bitcoin-Netzwerkes (Anzahl der Nutzer) 63 Prozent der Variation der Bitcoin-Preise seit 2013 erklärt. In der letzten Mandanteninformation hatten wir hier über den Bitcoin ausführlich berichtet, der Kurs stand bei gut 11.000 Dollar. Dann schoss er hoch auf fast 20.000. Ein Grund war die Einführung von Terminkontrakten durch zwei große US-Börsen und damit der Vorstoß ins klassische Finanzsystem. Danach rutschte der Kurs jedoch in Richtung 11.000 Dollar ab. Notenbanker und Experten warnen vor der Unberechenbarkeit des Bitcoins und sprechen eher von einem Spekulationsobjekt als einer Währung, da eine der wichtigsten Eigenschaften von klassischem Geld - die Wertstabilität - nicht gewährleistet sei. Gleichzeitig faszinieren Bitcoin und andere Kryptowährungen die Anleger vor allem in Asien. Wie geht die Geschichte aus? Die Staaten werden nicht zulassen, dass illegale Transaktionen steuerfrei in Kryptowährungen abgewickelt werden können. Die Initiatoren der mittlerweile 1.500 Kryptowährungen werden Kasse machen und die vielen Nachzügler unter den Kleinanlegern werden in die Röhre schauen. Nobel-Preisträger Paul Krugman hat bei dem zu erwartenden Kursabsturz einen Vergleich zu Comics gezogen. Er erwartet bei Bitcoin den "Wylie Coyote"-Moment, wenn also Wylie Coyote (ein immer hungriger und vom Pech verfolgter Kojote) über die Klippe hinausrennt, in der Luft stehen bleibt, nach unten schaut und feststellt, dass sich nichts mehr unter ihm befindet. Dann folgt der tiefe Fall. Dies könne sich bei Bitcoin laut Krugman jedoch noch eine Zeit hinziehen. Widmen wir uns wichtigeren Anlagethemen: Wie war 2017 und wie wird 2018. Das Jahr 2017 wurde für den DAX mit 12.300 prognostiziert, der DAX liegt jetzt bei rd. 13.000 und hat in 2017 15 % gut gemacht, der DOW 25. Für Ende 2018 liegt die Durchschnittsschätzung für den DAX bei 13.938 Zählern, also einem Plus von rd. 8 %. Wo liegen die Chancen und Risiken? Beginnen wir mit Risikosymptomen: Große institutionelle Anleger halten mehr liquide Mittel in ihren Portfolios. Zudem setzen sie nun stärker auf werthaltige und zyklische Aktien. Doch ihre Zuversicht ist groß. Während des vergangen Jahres haben wir hier regelmäßig die Parameter durchdekliniert: Die Weltkonjunktur stimmt, ein Wachstumsplus von 4 % wird erwartet. Hieran wird der DAX teilhaben. Die Geldpolitik für 2018 ist wohl ausgemacht: 4 Zinsschritte in den USA und Reduzierung der Bondskäufe in Europa. Wegen der Zinsdifferenzen steigt der Dollar gegenüber dem Euro, der aber wegen der steigenden Nachfrage Ende 2018 wieder stärker werden sollte. Die festverzinslichen Anleihen bergen hohe Risiken wegen des Zinsanstiegs: Kursverluste sind zu erwarten. Zu den gegenläufigen Entwicklungen der Kurse: Steigende Gewinne und steigende Zinsen werden wegen der Konjunktur zunächst die Gewinne für weiter steigenden Kurse sorgen. Was machen die Immobilien? Bei Wohnimmobilien in Ballungszentren werden bereits Höchstpreise und beginnende Blasenbildung gesehen. Wegen des Onlinehandels geraten Gewerbeimmobilien in Verkaufslagen unter Druck, wogegen Logistikimmobilien interessant bleiben. Hier sollte der Normalanleger aber nur über Fonds herantreten. Wie sagte der ehemalige US-Verteidigungsminister Rumsfeld: Problematisch sind unvorhersehbare Unvorhersehbarkeiten. Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse beschreibt ein Buch des Publizisten und Börsenhändlers Nassim Nicholas Taleb. Nach Taleb bezeichnet ein „Schwarzer Schwan“ ein Ereignis, das selten und höchst unwahrscheinlich ist. Was kommt in Frage: Überschießende Inflation, Ausuferung des Nordkoreakonfliktes, Eindämmung der Verschuldung in China mit konjunkturellen Folgen, harter Brexit, keine handlungsfähige Regierung. Was aber klar ist, die Zinsen steigen und steigende Zinsen führen zu sinkenden Preisen. Was tun? Insbesondere ältere Zeitgenossen, die durch Arbeit nicht mehr verlorenes Kapital wiedergewinnen können, sollten durch Liquiditätspositionen Preisverfällen vorbeugen und erst wieder setzen, wenn es über Zinssteigerungen zu einer Preisberuhigung gekommen ist. Jüngere Spekulanten oder solche mit viel Geld mögen weiter setzen und die für 2018 zu erwartenden Preissteigerungen in persönliche Gewinne umsetzen.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien:

"Die Börse wurde geschaffen, um Menschen dafür zu bestrafen, dass sie glauben aus dem Nichts etwas schöpfen zu können." (Crash-Prophet und Börsenguru Marc Faber)
"Wenn es um Gerüchte an der Börse geht, darf man als Spekulant nicht einmal seinem eigenen Vater trauen."
"Kaufe bei Gerüchten, verkaufe bei Tatsachen."
Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Börsentipps Dezember 2017

Kaufen, halten, verkaufen? Eventuell Bitcoins kaufen? Immer häufiger fragen uns Kunden an, wir sollten einen beabsichtigten Kauf beurteilen bzw. eine bereits vollzogenen Kauf gutheißen. Fachfremde haben sich in die Materie eingelesen und äußern sich (oberflächlich) kompetent. Die Digitalwährung Bitcoin reißt einen Rekord nach dem anderen. Letze Woche stieg ihr Wert erstmals über 11 000 US-Dollar. Allein seit Jahresbeginn hat er sich mehr als verzehnfacht. Wer will da an der Seitenauslinie verweilen und nicht dabei sein? Bitcoin-Freunde träumen von der Währung der Zukunft und von weiteren Wertsteigerungen. Kritiker warnen vor einer gigantischen Finanzblase. Jetzt kommen auch offizielle Regulierer, Notenbanker und sogar Religionsbehörden nicht mehr daran vorbei, sich zum Bitcoin zu äußern. Der Grundtenor: Besser die Finger davon lassen! Die deutsche Finanzaufsicht warnt gar vor einem Totalverlust. Im Internet kursiert seit einiger Zeit folgende Rechnung: 2010 hatte ein Programmierer zwei Pizzen für 10 000 Bitcoins gekauft. Heute wäre dieser Betrag rund 100 Millionen Dollar wert. Besonders seit Anfang des Jahres steigt der Wert der Digitalwährung immer rasanter. Manch einer fühlt sich gar an die berühmte Amsterdamer Tulpenmanie erinnert. Im 17. Jahrhundert schlug eine zunächst harmlose Blumen-Liebhaberei reicher Niederländer in einen irrationalen Kaufrausch um. Die Amsterdamer rissen sich um die Tulpenzwiebeln, weil sie an immer weitere Wertsteigerungen glaubten. Am Ende waren manche Zwiebeln so teuer wie ein Haus - dann kam der Preisabsturz. Es gibt nichts, was für Bitcoin spricht, außer der Hoffnung, dass man ihn an jemanden für mehr verkaufen kann, als man dafür bezahlt hat. Ein Absturz des Bitcoins bis auf 100 Dollar wäre kein Wunder. Und: Während die Amsterdamer nach dem Zusammenbruch der Tulpen-Blase wenigstens noch ein paar Blumenzwiebeln besaßen, steht hinter einer Digitalwährung gar kein materieller Wert. Der Bitcoin ist die bekannteste von inzwischen über 1000 Digitalwährungen, die auch Kryptowährungen genannt werden. Eine Figur namens Satoshi Nakamoto, deren Identität bis heute nicht eindeutig geklärt ist, soll sie 2009 in Umlauf gebracht haben. Anders als herkömmliche Währungen wird der Bitcoin nicht von Zentralbanken und Regierungen kontrolliert. Es gibt auch keine Scheine oder Münzen in den Händen, sondern nur Bits und Bytes auf Computern. Bitcoins werden durch gigantische Rechenprozesse erzeugt. Dieses sogenannte Mining wird immer komplizierter, der Stromverbrauch dafür immer größer. Der bekannteste Kritiker ist wohl Jamie Dimon: Mit der Digitalwährung wird es nicht gut ausgehen, urteilte der JP Morgan-Chef auf einer Konferenz im September. „Bitcoin ist ein einziger Betrug“, und es sei ‚schlimmer als die Tulpenblase“. Auch Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein spricht von einer Bitcoin Blase. Star-Investor Warren Buffet riet den Leuten, die Finger von Bitcoin zu lassen, da sie nur eine Illusion seien. Nun könnte man Bankern und Geschäftemachern wie Buffet, Blankfein und Dimon Geschäftsinteressen unterstellen. Doch selbst der linksliberale Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz forderte ein Verbot, da die Digitalwährung keinerlei sinnvolle soziale Funktion erfüllt. Die Bundesbank warnt vor dem spekulativen Charakter, die Finanzaufsicht Bafin vor einem Totalverlust, ähnlich wie die Europäische Zentralbank. Die chinesische Zentralbank hat den Handel in Yuan verboten. Und die amerikanische Zentralbank Fed mahnt: Bitcoin könne das Finanzsystem destabilisieren. Was spricht für eine Digitalwährung? Es sei an die freiheitlichen Ökonomen Friedrich August von Hayek und Ludwig von Mises erinnert, die gegen staatliches Geld waren und die Auffassung vertraten, jeder solle sich die Währung selber aussuchen dürfen; beide hatten die Geschichte des Geldes untersucht und den Missbrauch des staatlichen Geldmonopols angeprangert, wohl zu Recht. Der Glaube an das Bitcoin-System liegt in der Technik begründet, die dahinter steckt: der Blockchain. Über sie habe niemand Kontrolle. Einzelne Daten werden in Blöcke geschrieben und wie in einer Kette miteinander verschränkt. Versucht man einen Block zu manipulieren, bricht die Kette - daher ist sie fälschungssicher, so heißt es. Sichergestellt werden soll das von gigantischen Rechenzentren, welche die Transaktionen überprüfen. Millionen Rechner werkeln im Hintergrund, ohne dass ein einzelner Einfluss nehmen könnte. Droht jetzt der große Bitcoin Knall? Die ersten Pioniere haben sich jedenfalls abgewendet. Rick Falkvinge, der Gründer der schwedischen Piratenpartei und Vordenker der Szene, hat vor wenigen Tagen einen Text auf seine Internetseite gestellt, in dem er sich von Bitcoin lossagt. „Niemand, den ich kenne, benutzt Bitcoin noch für irgendetwas, weil es Stunden dauert, eine Transaktion zu beenden, und sie mehr als 20 Dollar kostet“, schreibt er. Ihn habe im Jahr 2011 an Bitcoin fasziniert, dass Transaktionen frei, verlässlich und unmittelbar waren. Heute sei er ein Spekulationsobjekt, das noch dazu sehr viel Strom verbraucht. Der Bitcoin-Hype hat auch Deutschland erfasst. Eine Umfrage für SPIEGEL ONLINE zeigt aber einen Generationsunterschied: Jeder Dritte der unter 40-Jährigen sieht in der Digitalwährung eine reelle Geldanlage. Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für SPIEGEL ONLINE zeigt: Der Bitcoin ist in Deutschland inzwischen fast überall bekannt. Nur vier Prozent der Bürger wussten nicht, worum es sich dabei handelt. Als Geldanlage jedoch führt der Bitcoin in Deutschland noch ein Nischendasein. Knapp 15 Prozent der Bürger planen "eher" oder "auf jeden Fall", Bitcoin zu kaufen oder haben es bereits getan. Mehr als drei Viertel der Bürger haben das jedoch nicht vor, 64 Prozent antworten sogar mit einem entschiedenen "auf keinen Fall". Noch sind Bitcoin ein Nischenprodukt. Damit spiegelt die Umfrage ziemlich genau die Vorlieben der Deutschen bei der Geldanlage wieder: Nur 14 Prozent der Bürger besitzen Umfragen zufolge überhaupt Aktien oder Aktienfonds - also Geldanlagen, die auch Verluste einbringen können. Der Rest legt sein Geld lieber ohne Risiko an - auf Sparbüchern oder Tagesgeldkonten. Die Civey-Umfrage offenbart allerdings einen erheblichen Unterschied zwischen den Generationen: Je jünger, desto Bitcoin. Bei den unter 30-Jährigen besitzt fast jeder Zehnte bereits die Kryptowährung, weitere 27,3 Prozent planen den Kauf. Damit gilt der Bitcoin in dieser Altersgruppe bei mehr als jedem dritten Befragten als sinnvolle Geldanlage. Bei den Befragten von 30 bis 39 Jahren zeigt sich ein ähnliches Bild, hier ist es exakt ein Drittel, die Bitcoins entweder bereits besitzen oder den Kauf planen. Allerdings ist in dieser Altersgruppe auch der Anteil derer wesentlich größer als bei den Jüngeren, die "auf keinen Fall" in die Kryptowährung investieren wollen (43,4 zu 33,8 Prozent). Weit zurückhaltender sind die älteren Befragten - bei den Altersgruppen über 40 Jahren steht jeweils eine deutliche absolute Mehrheit dem Bitcoin-Kauf entschieden ablehnend gegenüber. Doch auch ihnen ist die Digitalwährung ein Begriff, selbst bei den über 65-Jährigen gaben nur rund vier Prozent an, den Bitcoin nicht zu kennen. Je jünger, desto offener für Bitcoin. Kaum eine Rolle bei der Haltung zum Bitcoin scheint hingegen zu spielen, wie viel Geld man überhaupt zur Verfügung hat. Angesichts des hohen Risikos wäre es durchaus denkbar, dass vor allem Menschen mit hohen Einkommen mit einem Kauf liebäugeln - quasi als Spielgeld mit hohen Gewinnchancen, dessen Verlust aber zu verschmerzen wäre. Unterteilt man die Befragten aber anhand ihrer Kaufkraft, unterschieden sich die Antworten kaum. Auch die Schulbildung oder der Beschäftigungsstatus wirkte sich nicht auffällig auf die Antworten aus. Tatsächlich scheint es eine Frage des Alters zu sein, wie offen jemand dem Bitcoin-Kauf gegenübersteht. Bitcoin ist aber nicht nur ein Bezahlsystem, sondern auch eine Währung an sich. Er ist also nicht nur Alternative zu Bargeld und Kreditkarte, sondern auch zu Euro und Dollar. Hinter der Währung steckt das revolutionäre Blockchain-Prinzip: eine dezentrale Datenbank, die alle Bezahlvorgänge der Digitalwährung verschlüsselt und dokumentiert. Sie ist ein kollektives Buchhaltungssystem aller Bitcoin-Transaktionen, die jemals getätigt wurden. Die Datenkette verlängert sich mit jeder Transaktion um ein weiteres Datenpaket und aktualisiert sich laufend selbst. Das digitale Währungssystem von Kryptowährungen ist von Staaten und Zentralbanken unabhängig. Das bietet Anonymität. Außerdem sind Bitcoins durch die Blockchain-Technologie fälschungssicher und lassen sich auf der ganzen Welt in Sekunden einsetzen. Wo sich bisher Finanzbuchhalter bei Transaktionen von Firmengeld durch Zahlenkolonnen hangelten, laufen mit Blockchains sämtliche Transaktionen automatisch im Hintergrund. Wie werden Bitcoins hergestellt? Im Gegensatz zu herkömmlichem Geld braucht es keine Zentralbank oder Notenbank, um die Währung auszugeben. Bitcoins entstehen auf den Rechnern ihrer Nutzer. Die Computer stellen durch komplexe Software Rechenleistung bereit, durch welche neue Bitcoins "geschürft" werden. Mit einem normalen PC lohnt sich das Schürfen längst nicht mehr, denn durch die starken Kursanstiege wird immer mehr Rechenleistung benötigt, um einen Bitcoin herzustellen. Professionelle Bitcoin-Schürfer stellen deshalb ganze Armeen von Rechnern auf, um gemeinsam leistungsstarke Netzwerke zu schaffen. Weltweit laufen "Mining"-Rechner Tag und Nacht und saugen dabei riesige Mengen an Strom: laut Berechnungen mehr als die US-Großstädte Chicago und San Francisco zusammen. So undemokratisch wie Geld nur sein kann, doch Gleichheit vor dem Bitcoin hin oder her: Die Cyberwährung hat auch große Nachteile. Der irrsinnige Stromverbrauch ist einer davon. Die Produktion von und vor allem der Handel mit Bitcoins benötigt in diesem Jahr ungefähr so viel Strom wie Irland oder Marokko. Im Falle eines Crashs ist es sehr gut möglich, dass das Bitcoin-Netzwerk aufgrund der aktuellen Kapazitätsgrenze von circa fünf Transaktionen pro Sekunde komplett überlastet wird - und keiner kommt raus. Elisabeth Roegele, die Chefin der deutschen Wertpapieraufsicht, kommentierte den Hype trocken: „Im Zweifelsfall droht Anlegern ein Totalverlust.“ Der Bitcoin-Kurs wird wesentlich auch durch politische Faktoren geprägt. Chinesische Anleger und Spekulanten, die die Kontrolle in ihrer Diktatur fürchten, versuchen sich mit ihren Bitcoins dieser Kontrolle zu entziehen und haben dadurch den Kurs in den vergangenen Jahren nach oben getrieben - das macht einen großen Anteil an der gegenwärtigen Blase aus. Unsere Beurteilung? Besser als Lotto und andere staatlich überwachten Wettspiele, aber schlechter als die hier regelmäßig besprochenen Anlagen in Wertpapieren oder Immobilien. Was verbirgt sich hinter der Kryptowährung? Im Ergebnis eine Zahl, die man im x-ten Block einsehen kann, wenn man die Passwörter nicht vergessen hat. Was verbirgt sich hin dem Euro? Das zeigt ein Blick in die Bilanz der Bundesbank: Saldiert man die Forderungen mit den Verbindlichkeiten in der Bilanz verbleiben für die umlaufende Geldmenge Gold, Wertpapiere, Währungsreserven und Kredite, alle nicht ohne Risiken, aber diese sind nachvollziehbar. Riesige Wertschwankungen sind unüblich, die Wechselkurse sind relativ konstant. Die Spiegelumfrage hat des Pudels Kern aufgedeckt: Die Anleger haben das Risiko erkannt und entsprechend ihrem Alter in ihrem Anlageportefeuille gewichtet. Wer Börsenabstürze schon miterlebt hat, weiß um die Abwicklung von Verkauforders wenn alle zum Ausgang in Geld stürmen: Nur wenigen Privilegierten gelingt das, die Letzten beißen die Hunde. Was zum Systemzusammenbruch führen könnte ist die zunehmende Rechnerleistung, die beim Schürfen neuer Coins (mittlerweile gibt es rund 1000 Kryptowährungen) und bei Transaktionen benötigt wird, da immer ein neuer Block entsteht. Was systemisch bedenklich ist, ist die Kreditfinanzierung von Coins durch den Anleger. Nicht dass hier eine Bank um Kredit nachgefragt wird, aber das in Coins investierte Geld wird ja erspart für diesen Zweck und andere Investitionen, die ansonsten ohne Kredit finanziert worden wären, werden nunmehr mit Kredit finanziert. Da mittlerweile auch Hausfrauen ohne ökonomische Kenntnisse von dem Hype infiziert werden, die bisher Erfahrungen mit Schenkkreisen oder Hütchenspielen hatten, Taxifahrer fundierte Tipps geben und Kirchen Stellung beziehen, scheint es nach persönlicher Erfahrung bis zum Knall nicht mehr lange hin zu sein. Was macht die Wirtschaft? Die Deutsche Bank erwartet eine Fortsetzung des Konjunkturaufschwungs. Das eröffnet Kurschancen. Eine Welt ohne Risiken sieht sie aber nicht. Als wichtigstes wirtschaftliches Risiko nennt die Bank ein unerwartetes Anspringen der Inflation, als dessen Folge die Notenbanken ihre Geldpolitik schneller straffen würden als derzeit an den Finanzmärkten vorhergesehen. Die Deutsche Bank stellt sich auf ein solches Szenario ein, indem sie bis Ende 2018 vier Leitzinserhöhungen der Fed voraussagt, während die Mehrheitsmeinung an den Finanzmärkten von zwei Leitzinserhöhungen ausgeht. In der Eurozone könnte die Europäische Zentralbank ab der zweiten Hälfte des Jahres 2018 mehr Vertrauen in den Konjunkturaufschwung erlangen und die Finanzmärkte dadurch veranlassen, eine straffere Geldpolitik einzupreisen. An den Märkten für zehnjährige Staatsanleihen sieht die Deutsche Bank daher Renditesteigerungen voraus. Ende des Jahres 2018 könnte die zehnjährige Bundesanleihe mit 0,90 Prozent rentieren und die zehnjährige amerikanische Staatsanleihe mit 3 Prozent. Nachdem die Anleger in den vergangenen Jahren mit einer guten Performance solcher Papiere verwöhnt worden sind, können damit in Zukunft Kursverluste drohen“, warnt UIrich Stephan, der Chef-Anlagestratege der Deutschen Bank. „Nach Jahren einer expansiven Geldpolitik und niedrigen Wirtschaftswachstums sind jetzt die Unternehmensgewinne die fundamentalen Kurstreiber.“ In den Vereinigten Staaten würden zunehmend die Investitionen der Unternehmen anstelle von Aktienrückkaufprogrammen eine wichtige Quelle steigender Gewinne je Aktie sein, was positiv zu werten sei. In Europa erwartet Stephan überdurchschnittliche Steigerungen der Unternehmensgewinne je Aktie vor allem in Italien und in der Schweiz. Die DZ Bank sieht den Dax auf 14000 Punkte steigen. „Die Bewertung der Aktien ist nicht mehr günstig, aber auch nicht generell zu teuer“, stellt die Bank fest. Angesichts der erwarteten Steigerung der Unternehmensgewinne um 8 bis 10 Prozent im kommenden Jahr könnten daher auch die Aktienkurse weiter steigen, ohne dass die Bewertungen der Aktien zulegten. „Wenn es Überbewertungen gibt, finden sie sich am Anleihemarkt“, ergänzte die Bank. Es mehrten sich zwar die Gefahrenzeichen für ein Ende der Hausse, aber viele Ampeln stünden noch nicht auf Rot. Die DZ Bank nennt für Ende 2016 ein Dax-Ziel von 14 000 Punkten, aber dies heißt nicht, dass die Analysten der Bank einen linearen Anstieg der Kurse erwarten. Zwischenzeitliche Kursrückschläge sind immer möglich. In diesem Jahr habe der Dax bisher nur Kursrückgänge von maximal 4 Prozent erlebt, sagte Kahler, der dies als sehr ungewöhnlich bezeichnet, denn bei einer langfristigen Betrachtung habe der Dax bisher innerhalb eines Jahres um 17 Prozent geschwankt. Es wäre kein Beinbruch, wenn der Dax in den kommenden Monaten bis rund 11 800 Punkte nachgäbe, so die Bank. Das Musterportfolio der Bank besteht derzeit zu 41 Prozent aus Aktien und zu 59 Prozent aus Anleihen. Die Dekabank rät Anlegern, vor Neuengagements am Aktienmarkt einen Rückschlag abzuwarten. Die geldpolitische Wende in den Vereinigten Staaten, wo die Bank in den kommenden 24 Monaten sechs Leitzinserhöhungen erwartet, werde die Märkt etwas durchschütteln, solche temporären Unsicherheiten seien aber normal, eher ungewöhnlich sei dieses Jahr mit seinen geringen Aktienkursschwankungen gewesen. Letztlich werde es 2018 zu keinen Verwerfungen kommen. Zu erwarten sei eine Zwischenkorrektur, die den Dax von derzeit 13 000 auf 11 000 Punkte drücken könnte. „Das wäre dann eine Einstiegsgelegenheit in Europa und auch an den Börsen der Schwellenländer“, so die Bank zu Journalisten. Immobilien werden trotz Höchstpreisen nicht in einer Blase gesehen, denn für eine Spekulationsblase fehle dem Boom ein wesentliches Element: eine deutlich wachsende private Verschuldung zur Finanzierung der Immobilien. Die Privatkunden von Julius Bär halten nach wie vor relativ viel Kasse in ihren Portfolios, der Barmittelanteil habe zuletzt bei 21 Prozent gelegen. Was tun? Insbesondere bei älteren Zeitgenossen, die durch Arbeit nicht mehr verlorenes Kapital wiedergewinnen können, sollten durch Liquiditätspositionen Preisverfällen vorbeugen und dann gegebenenfalls setzen. Jüngere Spekulanten oder solche mit viel Geld mögen weiter setzen. In Kryptowährungen jedoch nur, wenn sie zu weit von Baden-Baden entfernt wohnen.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien:

  • „Investiere nur in eine Aktie, deren Geschäft du auch verstehst.” - Waren Buffett - (soweit um Bitcoin)
  • „Die beiden schwersten Sachen an der Börse sind, einen Verlust hinzunehmen und einen kleinen Profit nicht zu realisieren.” - André Kostolany -
  • Es ist bei weitem besser, ein herausragendes Unternehmen zu einem anständigen Preis zu kaufen, als ein anständiges Unternehmen zu einem herausragenden Preis.” — Waren Buffett —

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Kapitalanlage in oder Finanzierung aus der Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Börsentipps November 2017

Kaufen, halten, verkaufen? Das weltweite Wachstum läuft auf Hochtouren und die Indikatoren zur Konjunkturzuversicht verbessern sich immer weiter bzw. stabilisieren sich auf sehr hohem Niveau. In diesem dynamischen Umfeld denken die Zentralbanken über eine etwaige Änderung ihres geldpolitischen Kurses nach. Unter Berücksichtigung der konjunkturellen Situation in den betreffenden Regionen scheinen einige Zentralbanken zu Zinsveränderungen bereit zu sein, während andere lieber noch abwarten. Diese unterschiedlichen Entwicklungen haben Auswirkungen auf die Währungen und Anleihen an den jeweiligen Finanzmärkten. Die Geldpolitik ist natürlich nicht der einzige Faktor, der den Preis von Finanzinstrumenten bestimmt – auch die Politik spielt eine entscheidende Rolle. In den USA werden die Aktienmärkte davon beeinflusst, ob die Regierung ihre versprochene Steuerreform doch noch umsetzen wird. In Japan macht der klare Wahlsieg von Premierminister Abe, durch den er im Amt bestätigt wurde, den Weg für eine weitere Welle expansiver Maßnahmen und die Fortsetzung der lockeren Geldpolitik der Bank of Japan frei. In Europa drosselt die Europäische Zentralbank ihre expansive Geldpolitik etwas, will aber die Zügel insgesamt weiter locker lassen. In China schrieb Präsident Xi Jinping Geschichte, weil er sich und seine Wirtschaftsstrategie in die Verfassung aufnehmen ließ. Insgesamt hat das starke Wirtschaftswachstum die Aktienmärkte beflügelt und zu einem Rückgang der Risikoprämien bei Anleihen auf historische Tiefstände geführt. Nach unserer Einschätzung dürfte der Kurs des US-Dollars demnächst zulegen, wodurch umgekehrt die Schwellenländerwährungen unter Druck geraten könnten. Wie lange und wie intensiv wird die Übergangsphase weg von einer expansiven hin zu einer strafferen Geldpolitik sein? Diese Frage ist vor allem für die US-Notenbank FED interessant, die einen Abbau ihrer Bilanz und weitere Zinsanhebungen plant. Die Märkte haben einen weiteren Zinsschritt im Dezember eingepreist, aber längst noch nicht eine Serie von mehreren Zinsanhebungen im nächsten Jahr. Das könnte sich aber schnell ändern. In der Eurozone zeigen sich die Währungshüter der EZB nach ihrer letzten Sitzung immer noch expansiv. Die EZB gab zwar das allmähliche Auslaufen ihres Anleihekaufprogramms über einen Zeitraum von neun Monaten über die Reduzierung ihrer Käufe auf 30 Mrd. Euro bekannt. Gleichzeitig aber versicherte die EZB, dass die Anleiheerlöse nach Abschluss der Drosselung neu investiert würden. Das überzeugte die Märkte, dass eine erste Zinsanhebung in der Eurozone noch weit entfernt ist, was wiederum den Kursrückgang des Euro gegenüber dem Dollar erklärt. Die Anleger machen sich darüber momentan keine allzu großen Gedanken, denn fast täglich erreichen die marktbreiten US-Aktienindizes neue Rekordstände. Eine gewisse Sorge könnte höchstens die Tendenz von Gier und Übertreibung bereiten. Nicht jeder ist von den höheren Aktienbewertungen begeistert. Die Industrieproduktion in Deutschland ist zwar im September überraschend deutlich um 1,6 % gegenüber dem Vormonat zurückgegangen. Immerhin legte die Produktion im 3. Quartal aber immer noch um 0,9 % gg. Vq. zu, so dass weiter stützende Effekte auf das BIP generiert werden. Presseberichten zu Folge wird der Sachverständigenrat der Bundesregierung in seinem neuen Jahresgutachten sogar vor einer Überhitzung der Volkswirtschaft warnen. Die Experten erwarten dabei wohl einen Anstieg des BIP von 2,0 % in 2017 und 2,2 % in 2018. Per Saldo erkennt man eine Euphorie mit schlechtem Gewissen. Die Finanzmärkte begeben sich mehr und mehr in einen schizophrenen Gemütszustand. Die Aktienmärkte hangeln sich von Rekord zu Rekord. Neue Unternehmen strömen an die Börse, alte Firmen werden im Doppelpack übernommen. An den Anleihemärkten wird nahezu jeder Staat und jedes Geschäftsmodell für kleinsten Zinsfinanziert. Die Immobilienmärkte boomen weiter. Und über allem liegt mehr als ein Hauch von Angst - jeder Aktienkauf wird durch eine Verkaufsoption versichert. Die Ursachen sind offen sichtlich. Die vielfältigen politischen Bedrohungen des Börsenfriedens haben sich aufgelöst, zumindest für dieses Jahr. Die Konjunktur ist zu Beginn des Jahres krass fehl eingeschätzt worden, die Aufwärtsrevisionen nehmen kein Ende, und der weltwirtschaftliche Aufschwung findet in ungewöhnlicher Breite statt. Vor diesem Hintergrund steigen die Unternehmensgewinne auf breiter Front. Gleichzeitig bleiben die Notenbanken bei ihrem Schildkrötentempo, mit dem sie dem Ausgang aus der ultraexpansiven Geldpolitik entgegenstreben. Darüber hinaus wissen die Marktteilnehmer, dass wegen eines hohen Kapitalangebots die Zinslandschaft wahrscheinlich auf viele Jahre sehr flach bleiben sollte. Das alles bildet jede Menge Treibstoff für eine Aufwärtsspirale, die noch anhalten kann. Gleichzeitig weiß jeder Marktteilnehmer, was die Stunde geschlagen hat. Die Volkswirtschaften laufen auf Hochtouren und stoßen an Kapazitätsgrenzen, wodurch die Wachstumsraten wieder sinken und Verspannungen, wie etwa die Inflation, zunehmen werden. Politische Risiken können so schnell wieder aufschlagen, wie es braucht, eine Twitter-Mitteilung zu schreiben. Die Architektur der Finanzmärkte hat sich komplett geändert, so dass niemand sagen kann, wo bei den nächsten Belastungen, geschweige denn Krisen, die Sollbruchstellen liegen. Und schließlich ist die Erinnerung an die Finanzkrise noch frisch, insbesondere da ihre Ursache mit der weiterhin zu hohen Verschuldung nicht beseitigt ist. Es muss deswegen nicht alles gleich wieder zum Schlimmsten kommen. Zwischenzeitliche Übertreibungen können auch in eine normale Aktienmarktkorrektur münden. Im kommenden Jahr sind einige Augenblicke der Wahrheit vorprogrammiert, insbesondere wenn die amerikanische Zentralbank die Zinsen mehrfach erhöhen, und damit die Markterwartungen nach oben korrigieren wird. Ein lang anhaltender Absturz ist trotzdem nicht vorprogrammiert. Selbst wenn die globale Konjunktur nicht mehr positive Überraschungen am laufenden Band liefert, bleibt sie im kommenden Jahr weiterhin kräftig. Die Anleihemärkte haben zwar gerade das Ende eines jahrzehntelangen Trends sinkender Renditen erlebt. Allerdings ist auch hier nicht mit einer kompletten Umkehrung der Entwicklung zu rechnen. Zwischen Goldilocks und Apokalypse gibt es einen Mittelweg. Was tun? Insbesondere bei älteren Zeitgenossen, die durch Arbeit nicht mehr verlorenes Kapital wiedergewinnen können, sollten durch Liquiditätspositionen Preisverfällen vorbeugen. Jüngere Spekulanten oder solche mit viel Geld mögen weiter setzen.

 Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien:

  • „Gier frisst Hirn.” (Anmerkung: Einer der wichtigsten Börsensprüche. Denn Gewinn-Gier hat schon viele Anleger in starke Verluste getrieben, vgl. obige Ausführungen)
  • “Jeder Anleger kann mit Aktien reich werden, wenn er seine Hausaufgaben macht!” - Peter Lynch -
  • “Wenn ein Unternehmen gut läuft, wird die Aktie letztendlich folgen.” - Waren Buffett - (Anmerkung: Ein Börsenzitat, das vor allem zur Value-Strategie passt)

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Kapitalanlage in oder Finanzierung aus der Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Börsentipps Oktober 2017

Kaufen, halten, verkaufen? Ist der Optimismus zu groß? Der deutsche Aktienindex Dax liegt heute knapp unter 13.000 und hat in diesem Jahr 12 Prozent zugelegt. Seit Anfang 2009, nach der Korrektur aus 2008, hat sich der Dax verdreieinhalbfacht. Der aktuelle Börsenzyklus ist einer der längsten in der deutschen Börsengeschichte. Was tun? Auf einen Crash warten oder erkennen, dass es in der Wirtschaft rund läuft? Amerikanische Aktien sind hoch bewertet, so dass von Marktteilnehmern europäische Aktien favorisiert werden. Trotz Euroaufwertung verzeichnen europäische Unternehmen hohes Gewinnwachstum, auch für das folgende Jahr. Das KGV liegt bei aktuell 13, der langfristige Durchschnitt bei 13,5. Risiken werden in einer Rezession der Weltwirtschaft gesehen. Die kommende Zinswende wird weniger als Gefahr gesehen, denn ein Zinsanstieg wird nur langsam möglich sein, da die öffentlichen Haushalte weiter gestützt werden müssen. Anders formuliert: Bei der Unternehmensbewertung, also der Kursbewertung, werden weiter steigende Gewinne mit einem schwächer steigenden Zins abdiskontiert, so dass steigende Kurse resultieren. Die EZB wird sich im Oktober zu den Zinsen äußern. Der Schwenk der EZB hin zu einer geplanten Rückführung der ultralockeren Geldpolitik dürfte maßgeblich den Höhenflug des Euro in den vergangenen Monaten getrieben haben. In der Eurozone bestätigte die finale Veröffentlichung der Einkaufsmanagerindizes das Bild eines anhaltenden Aufschwungs. So zog der Composite-PMI im September um einen Indexpunkt auf 56,7 Punkte an und liegt damit in Schlagweite zu dem im April bzw. Mai verzeichneten zyklischen Hoch von 56,8 Punkten. Besonders in Frankreich hat sich die Stimmung bei den Unternehmen zuletzt deutlich aufgehellt. Als Grund für die Notwendigkeit steigender Zinsen wird die Preisblasenbildung auf den Märkten gesehen („Zinsen unten, Preise hoch und umgekehrt“). Als Alternativen zu Aktien kommen Kunst und Immobilien in Frage. Wegen der notwendigen hohen Sachkunde bei Kunst bleiben Immobilien, über die hier bei den letzten News berichtet wurde, wobei die Preissteigerungen in Ballungszentren mit 20 % genannt werden, was ja wegen des Schweinezyklus bei Immobilien bald in die andere Richtung gehen wird. Die Angst vor einer spekulativen Blase ist angesichts der schweren Kursverluste Anfang der 2000er Jahre und im Jahr 2008 verständlich. Die Frage‚ wann die Blase platzt, wird schon seit 2012 gestellt. 2008 verbuchten die Fonds vor dem Platzen der Blase hohe Zuflüsse, das ist heute genau umgekehrt. Das Umschichten in den USA ging dank der steigenden Zinsen in Rentenfonds. Käufer amerikanischer Aktien sind die Unternehmen selbst, auch ausländische Anleger haben in den Markt investiert, so dass eine scharfe Kurskorrektur nicht gesehen wird. Was die Fachwelt aber beobachtet ist, dass Zeiten mit außergewöhnlich hohen Schuldenständen und Zeiten mit hohen staatlichen Budget-Defiziten mit Phasen häufigerer Krisen einhergehen. Über die aktuelle sog. Zombifizierung haben wir hier bereits berichtet, so dass hier eine latente Gefahr lauert. Was als Anlageklasse gelaufen ist, sind des Deutschen liebstes Kind, die Lebensversicherungen. Alle wollen sie nicht mehr: Versicherer und Versicherte. Wer Zeit hat mag mal prüfen, ob er in seine Police ein ewiges Widerrufsrecht („Policenmodell“) hat oder hatte, denn hiervon sind auch bereits ausbezahlte Policen betroffen. Betroffen sind Verträge, die zwischen dem 29. Juli 1994 und dem 31. Dezember 2007 abgeschlossen wurden; der Marktwert dieser rd. 108 Mio. Policen beläuft sich auf rd. 400 Mrd. Euro. Vor 2008 war es üblich, den Versicherungskunden erst nach der Unterschrift unter den Antrag zu erklären, was sie da eigentlich unterschrieben hatten. Die Versicherer verschickten die entscheidenden Bedingungen oder eine Verbraucherinformation erst Tage später. Oft kamen die Police und das Vertragswerk in einem Paket, daher der Namen „Policenmodell“. Das Widerspruchsrecht war zunächst begrenzt auf 14, später auf 30 Tage, noch später auf ein Jahr nach Zahlung der ersten Prämie. So nicht, urteilte der Bundesgerichtshof nach einer entsprechenden Stellungnahme des Europäischen Gerichtshofs EuGH im Mai 2014. Die merkwürdige Jahresfrist gilt seitdem nicht mehr: Ohne richtige Belehrung über den Inhalt des Vertrags, ihr Recht auf Widerspruch, den Fristbeginn und die Dauer des Widerspruchs haben die Versicherten seitdem eine Art „ewiges“ Widerspruchsrecht. Nun werden seit geraumer Zeit die Erträge der Versicherungen durch die Kosten neutralisiert oder aufgezehrt. Versicherte, die die geringen Erträge erkannt haben, haben bisher ihre Verträge gekündigt und sich den Rückkaufswert auszahlen lassen. Bei dem „ewigen“ Widerrufsrecht kommt es aber zu einer Rückabwicklung. Alle wird zurückgedreht, als ob der Vertrag nicht bestanden hätte: Provisionen, Verwaltungskosten, etc., Zinsen werden aber gutgeschrieben. Die Rechtsdurchsetzung ist nach gemachten Erfahrungen nicht immer einfach, denn für die Unternehmen steht ja viel auf dem Spiel. Es ist also verständlich wenn z. B. Generali ihr Lebensversicherungsgeschäft einstellt und die Verträge verkauft an einen Abwickler. Was tun im Bereich Vermögensverwaltung? Insbesondere bei älteren Zeitgenossen, die durch Arbeit nicht mehr verlorenes Kapital wiedergewinnen können, sollten durch Liquiditätspositionen Preisverfällen vorbeugen. Jüngere Spekulanten oder solche mit viel Geld mögen weiter setzen; es ist ja offensichtlich noch etwas Luft nach oben.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien, diesmal wieder von Kostolany:

  • „Wer die Aktien nicht hat, wenn sie fallen, der hat sie auch nicht, wenn sie steigen.“ Diese Börsenweisheit geht insbesondere an die Adresse der Nicht-Investoren, die jahrelang ängstlich an der Seitenlinie stehen und auf noch weiter sinkende Kurse warten.
  • „Spekulieren kann jeder. Es zur richtigen Zeit zu tun – das ist die Kunst.“, sagte Kostolany einmal. Timing ist alles, meinte der Börsenguru, wenn es um spekulative Finanzanlagen geht.
  • „Anfangs war ich der festen Überzeugung, die Börse sei die größte Erfindung der Welt. Ich bin noch derselben Auffassung.“ Auch nach Jahrzehnten an der Börse glaubte André Kostolany weiterhin an den Sinn und den Erfolg der Institution Börse.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Börsentipps September 2017

Kaufen, halten, verkaufen? Wer erfolgreich investieren will, muss das Umfeld beobachten und verstehen. Die Lehman-Krise, die 2008 unser Bankensystem erschütterte, ist bis heute nicht überwunden. Seitdem wird weltweit mit Anleihekäufen das Zinsniveau niedrig gehalten mit der Folge, dass eine Marktbereinigung mit Marktzinsen verhindert wird; man spricht deshalb von einer Zombifizierung. Zombifizierung ist ein Prozess, der einen lebendigen, bewusst lebenden Menschen in einen geistigen Dämmerzustand versetzt. Bezogen auf die Wirtschaft bedeutet das, dass faule Kredite ständig verlängert wurden, so dass die Zombifizierung der Banken die Zombifizierung der Realwirtschaft nach sich gezogen hat. Insolvenzen von Unternehmen und Banken, die eigentlich nicht überlebensfähig sind, sollen auf Teufel komm raus vermieden werden. Ein sinkendes Produktivitätswachstum ist die Folge, weshalb auch nur geringe Lohnerhöhungen möglich sind. Ein geringeres Produktivitätswachstum und nur geringe Lohnerhöhungen können auch in den Vereinigten Staaten und in Europa beobachtet werden. Die amerikanische Zentralbank will aktuell die Zinsen nur soweit erhöhen, dass die Konjunktur im Lande nicht gefährdet wird. Die Staatsschulden sollen finanzierbar bleiben. Kredite an Unternehmen sollen nicht so teuer werden, dass die Konjunktur abgewürgt wird. Die Börse soll nicht unter Druck geraten. Die Fed will die Zinsen aber erhöhen, weil sie sonst beim nächsten Anzeichen eines Konjunktureinbruchs keine Möglichkeiten zur Zinssenkung hat. Da aufgrund der Null- und Negativzinsen in den USA, Japan und Europa jedoch weder Staaten noch die Finanz- und die Realwirtschaft gezwungen sind, schmerzhafte Bereinigungen durchzuführen, werden Probleme weltweit weiter verschleppt. Die EZB stößt mit ihren Anleihekäufen zusehends auf rechtliche Probleme, so dass eine Reduzierung absehbar ist. Das Bundesverfassungsgericht und der Europäische Gerichtshof haben die Anleihekäufe nur unter dem Vorbehalt genehmigt, dass die EZB die selbstgesetzten Begrenzungen des Kaufprogramms einhält. Besonders wichtig ist, dass die EZB nicht mehr als ein Drittel der Anleihen einzelner Staaten kauft, um nicht dominanter Gläubiger der Staaten zu werden. Wenn die EZB jeden Monat weiter Anleihen in Höhe von 60 Milliarden Euro kauft, würde sie vermutlich im Frühjahr nächsten Jahres bei Bundesanleihen die Grenze von 33 Prozent verletzen; sie müsste das Kaufprogramm dann einstellen, gegen die Auflagen der Gerichte verstoßen oder zwischen den Staaten umschichten. Per Saldo bleibt der EZB wohl nichts anderes übrig, als die rechtlichen Grenzen zu akzeptieren und die Käufe im kommenden Jahr schrittweise einzustellen. Die Zinsen werden damit künftig steigen und diese schränken weitere Kurssteigerung ein, sei es über steigenden Zinsaufwand oder steigenden Kapitalisierungszinsfuß der künftigen Gewinne, die den Börsenkurs bestimmen. Wie sieht es mit den aktuellen Konjunkturerwartungen aus? Der ZEW-Index sinkt. Ein schwächeres deutsches Exportwachstum und die Affären in der Autobranche lassen die Börsianer vorsichtig werden. Der ZEW-Index präsentiert sich im August schwächer als erwartet. Die Börsenprofis blicken überraschend skeptisch auf die deutsche Wirtschaft. Das Barometer für ihre Konjunkturerwartungen im kommenden halben Jahr fiel im August unerwartet deutlich um 7,5 auf 10,0 Punkte und damit den dritten Monat in Folge, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zu seiner monatlichen Umfrage unter 213 Analysten und Anlegern mitteilte. Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang auf 15,0 Punkte gerechnet. Die Deutsche Bundesbank geht davon aus, dass die Wirtschaft auch im laufenden dritten Quartal schwungvoll zulegt. Im ersten Quartal war sie um 0,7 Prozent gewachsen und zwischen April und Juni dann um 0,6 Prozent. Es liegt auf der Hand, dass der starke Euro die Erlöse aus den USA sinken lässt, wobei Trump an einem stärkeren Dollar wenig Interesse bekundet. Die Bundesbank hat im letzten Monat festgestellt, dass sich Sparen trotz Niedrigzins lohnt und es zu einer durchschnittlichen Anlagerendite von 1,9 Prozent kommt. Abgestellt wird hierbei auf eine Gesamtrendite aller Anlagen der Deutschen trotz der Niedrigzinsen auf Einlagen. Auch nach Abzug der zuletzt gestiegenen Inflation komme noch ein positiver Ertrag heraus. Die reale Gesamtrendite sei zwar niedrig, aber positiv. Im ersten Quartal 2017 habe sie 1,9 Prozent betragen. Damit lag sie zwar unter dem langfristigen Mittel seit dem Jahr 1991 in Höhe von 2,8 Prozent, gleichzeitig überstieg sie aber geringfügig den Mittelwert seit dem Jahr 2008 von 1,7 Prozent. Die realen Renditen auf Bankeinlagen und Versicherungsansprüche haben zuletzt spürbar nachgegeben, weil die gestiegene Inflationsrate — im ersten Quartal kurzzeitig gut 2 Prozent — von den geringen Erträgen mehr wegnahm. Die Einlagenzinsen sanken dadurch real sogar deutlich unter null. Dagegen seien die Renditen auf Aktienanlagen dank steigender Kurse zuletzt deutlich gestiegen. Wertpapiere machen am Geldvermögen der Deutschen aber nur weniger als ein Viertel aus, daher haben die mit Aktien zu erzielenden hohen Renditen nur einen begrenzten Effekt auf die Gesamtrendite. Knapp 40 Prozent des gesamten Geldvermögens von fast 6 Billionen Euro halten die Deutschen als Bankeinlagen oder Bargeld. Wie die Bundesbank hervorhebt, haben die privaten Haushalte die Zusammensetzung ihrer Finanzportfolios trotz der unterschiedlichen erzielbaren Renditen nur wenig geändert. Interessant in diesem Zusammenhang ist eine aktuell veröffentliche Studie des Bonner Ökonomen Schularick über die Renditen von Immobilienanlagen seit dem 19. Jahrhundert mit dem Ergebnis, dass auch sichere Anlagen Verlustrisiken unterliegen und Immobilien etwas mehr bringen als Aktien, obgleich Aktien höhere Preisrisiken haben. Schularick hat mit seinen Kollegen und der Hilfe einer einzigartigen Da-tenfülle die Renditen der wichtigsten Kapitalanlagen für 16 Industrienationen seit dem 19. Jahrhundert zusammengetragen und verglichen. Die Studie endet mit den Daten für das Jahr 2015. Die Ergebnisse sind spektakulär und verdeutlichen ein weiteres Mal die erhebliche Bedeutung der Streuung von Vermögen. Die Resultate sind hoch interessant, auch wenn sich aus früheren Renditen keine sicheren Prognosen für künftige Renditen ableiten. Wichtig vorab: Die Arbeit behandelt ausschließlich reale, also um die Inflationsrate bereinigte Renditen. Der langjährige Durchschnitt der Renditen in den Industrienationen beträgt für Anleihen 2,5 Prozent und für Geldmarktanlagen 1 Prozent. „In einer langfristigen Betrachtung lässt sich sagen, dass der sichere reale Zins um seinen heutigen Wert schwankt“, heißt es in der Untersuchung. Eine weitere bemerkenswerte Beobachtung ist die in den vergangenen Jahrzehnten entstandene große Differenz zwischen den kurzfristigen und den langfristigen Zinsen. Während der kurzfristige Zins stark von der Geldpolitik kontrolliert wird, haben die Notenbanken offenbar Einfluss auf die langfristigen Zinsen verloren. Immobilien rentieren sich wie Aktien. Riskante Kapitalanlagen sollten zumindest auf längere Sicht höhere Renditen bringen als sichere Anlagen. Das ist in einem beeindruckenden Maße auch so gewesen in der Vergangenheit. Nach den Berechnungen von Schularick & Co. haben im langfristigen Durchschnitt für die 16 betrachteten Länder seit rund 150 Jahren Aktien eine reale Rendite von 7 und Wohnimmobilien eine Rendite von knapp 8 Prozent gebracht. Damit befinden sie sich in etwa auf einem Niveau. Diese Zahlen belegen, was jeder bessere Anlageberater seinen Kunden sagt: Auf lange Sicht ist eine allein auf Zinseinnahmen basierende Kapitalanlage eine unattraktive Anlagestrategie. Eine Streuung des Vermögens unter Einbeziehung riskanterer Anlagen zahlt sich auf die lange Sicht aus. Als riskante Anlagen betrachten die Autoren Aktien und Immobilien. Interessant ist nicht nur, wie deutlich besser Aktien und Immobilien im Vergleich zu sicheren Zinsanlagen abschneiden. Bemerkenswert ist vor allem, dass Immobilien in etwa so hohe Renditen gebracht haben wie Aktien, weil dies zumindest auf den ersten Blick jeder wirtschaftlichen Logik widerspricht. Denn hinter der durchschnittlichen Aktienrendite verbergen sich starke jährliche Unterschiede. In manchen Jahren lassen sich mit Aktien Renditen im zweistelligen Prozentbereich erzielen, während in einem Börsenkrach Jahre mit zweistelligen Verlusten im Prozentbereich vorkommen. Hingegen sind die jährlichen Renditeschwankungen der Immobilien sehr viel geringer. Eigentlich müssten Aktien wegen des höheren Risikos von Renditeschwankungen auf lange Sicht höhere Renditen bringen als Immobilien, aber dies ist offenbar in den vergangenen eineinhalb Jahrhunderten nicht der Fall gewesen. Natürlich sind Aktien und Immobilien nur eingeschränkt vergleichbar, weil die meisten Aktien, anders als Immobilien, an liquiden Märkten gehandelt werden, die jederzeitige Käufe und Verkäufe gestatten. Überdies erfordert der Kauf von Immobilien in der Regel einen zumindest für viele Privatpersonen hohen Kapitaleinsatz, während Aktien auch mit einem kleineren Budget erworben werden können. „Es ist einfacher, ein Vermögen mit Aktien als mit Immobilien zu diversifizieren“, schreiben Schularick & Co. Da sich in den vergangenen Jahrzehnten die Ren- diten von Aktien und Immobilien zunehmend unabhängig voneinander entwickelt haben, besteht eine optimale Streuung eines Vermögens im gleichzeitigen Halten von Aktien und Immobilien — so Risiko bringt stabilere Renditen. Hoch interessant ist der anschließende Vergleich von Renditen sicherer und riskanter Anlagen. Hierzu fügen die Autoren die Renditen für Geldmarktpapiere und Staatsanleihen zu einer Rendite für sichere Anlagen zusammen, während sich aus der Zusammenführung der Renditen von Aktien und Wohnimmobilien eine Rendite für riskante Anlagen ergibt. Nicht erstaunlich ist der Befund, dass die reale Rendite auf riskante Anlagen die reale Rendite auf sichere Anlagen über die vergangenen eineinhalb Jahrhunderte übertroffen hat. Das war zu erwarten; schließlich sollten riskante Anlagen auf lange Sicht als Kompensation für das Risiko eine höhere Rendite abwerfen. Erstaunlich ist vielmehr, dass die Rendite für riskante Anlagen im Zeitablauf sehr viel weniger geschwankt hat als die Rendite für sichere Anlagen. Das führt zu starken Schwankungen des Abstands der beiden Renditen, der in der Fachsprache gewöhnlich als Risikoprämie bezeichnet wird. Je größer der Abstand ist, umso mehr Renditeaufschlag erwarten Anleger von einem Wechsel von sicheren in riskante Anlagen. Die starke Nachfrage nach Wohnungen und Häusern lässt die Preise vielerorts immer weiter steigen. Nicht nur in Metropolen, auch in kleineren Städten verteuert sich Eigentum stark. Die Preise für Immobilien in Deutschland steigen trotz der oft rasanten Zuwächse der vergangenen Jahre vielerorts weiter. Eigentumswohnungen etwa haben sich im Zeitraum von Juli 2016 bis Juni 2017 im Schnitt um gut 6,5 Prozent verteuert, wie der Immobilienverband IVD in Berlin mitteilte. Damit werden obige Zahlen bestätigt. Zum Vermögensaufbau ist zu beachten, dass die Transaktionskosten von Immobilien (Makler, Grunderwerbsteuer, Notar) von rd. 10 % ungleich höher sind als die von Aktien, die bei einem geeigneten Anbieter nahe Null liegen und die Transaktionszeiten bei Immobilien Monate betragen und bei Aktien Millisekunden, auch die Stückelung ist sehr unterschiedlich. Per Saldo gehören alle Anlageformen in ein Portefeuille des Vermögens. Die Anteile hängen von den Umständen des Einzelfalles ab (Alter, Einkommen, Vermögen, etc.). Per Saldo tut sich an der Zinsfront in Bälde was, aber nur in kleinen Dosen. Man will ja Staat, Banken und Unternehmen (vgl. Italien) nicht ruinieren, lieber schiebt man die Probleme weiter vor sich her mit niedrigen Zinsen. Was tun? Insbesondere bei älteren Zeitgenossen, die durch Arbeit nicht mehr verlorenes Kapital wiedergewinnen können, sollten durch Liquiditätspositionen Preisverfällen vorbeugen. Jüngere Spekulanten oder solche mit viel Geld mögen weiter setzen.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien:

  • 1% Glück ist oft mehr wert als 10% Dividende.
  • Abends sollte man eine Idee haben, morgens muss man sie kritisch hinterfragen und mittags eine Entscheidung treffen.
  • Aktienkurse werden nicht nur von Erwartungen in der Zukunft beeinflusst, sondern auch von den Erwartungen an diese Erwartungen.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

Börsentipps August 2017

Kaufen, halten, verkaufen? Wer sich den 5-Jahres-Chart des DAX anschaut kommt nicht umher festzustellen, dass die Kurse seit Mai nicht mehr steigen und ab Mitte Juni einen Rückwärtsgang eingelegt haben. Was sind die Ursachen? Der Wirtschaftszweig der Automobilindustrie hat bundesweit insgesamt rd. 817.000 Beschäftigte und ist damit hinter dem Maschinenbau und vor der Chemischen Industrie eine tragen Säule des Wirtschaftsstandortes Deutschland. Die Dieselkrise und die Eurostärke haben hier erhebliche Flurschäden angerichtet. "Der Autosektor droht zum Finanzsektor 2.0 zu werden und drückt dank seiner Gewichtung gewaltig auf den Index", wird bereits kolportiert. War zunächst nur VW im Fokus, so ist es mittlerweile die ganze Branche, die wohl auch gemerkt hat, was Hayek unter der „Eiseskälte des Wettbewerbs“ wohl verstand und regelmäßig wettbewerbsverhindernde Absprachen vorgenommen hat. So ist die schöne Daimler-Aktie von 73 auf knapp 60 heruntergezogen worden. Ist die Industrie schuld? Als 2007 die EU auch mit Deutscher Unterstützung die Emissionsgrenzwerte festlegte, hielt die Industrie fest, dass die Werte technologisch nicht zu erreichen seien. Die ganze Industrie hat ihr Glück durch feingestellte Software korrigiert und steht beim Diesel nunmehr vor dem Dilemma, dass die Software wohl nicht ausreicht, so dass auch die Hardware, also der Motor vieler Millionen Autos überarbeitet werden muss, was finanziell nicht zu stemmen ist, da das liebe Geld für den offensichtlich vernachlässigten Bereich der Elektromobilität benötigt wird. Die Länderchefs der regionalen Branchenschwerpunkte Baden-Württemberg und Bayern wollen mit Kaufprämien die Industrie am Laufen halten. Wer kauft sich aber jetzt einen Diesel, von dem er nicht weiß, ob er ihn je wieder verkaufen kann. Umweltministerin Hendricks will hier offenbar die Belastbarkeit der Industrie testen und fordert eine zusätzlich Kontrollbehörde außerhalb des Bundesverkehrsministeriums. Wer auf der anderen Seite sieht, dass Tesla für sein neues Modell 3 eine halbe Million Vorbestellungen abarbeiten muss, dem schwant etwas Böses auf den Industriestandort Deutschland zukommen, denn die Industrien sind ja alle über Lieferketten verbunden, am Automobilbau hängen zum Teil der Maschinenbau und auch die Chemische Industrie. Warten wir die Berichtssaison ab, denn in den nächsten Tagen wird die Hälfte der DAX-Konzerne vorläufige oder endgültige Zahlen für 2016 vorlegen. Auch Druck bekommt die Deutsche Industrie vom starken Euro. Seit Jahresbeginn hat der Euro gegenüber dem Dollar 13 US-Cent gewonnen, die sicherlich teilweise auch auf die Führungsschwäche des amerikanischen Präsidenten zurückzuführen ist. Die EZB wird hier gegenhalten, denn neben den Industrieinteressen an einer schwachen Gemeinschaftswährung haben insbesondere die Südländer kein Interesse, die Zinslasten ihrer Haushalte zu erhöhen. Die EZB wird daher die Geldpolitik nicht zügig straffen, obwohl dieses aus anderen Gründen notwendig ist, auch die FED wird sich mit dem Abbau ihrer Bilanz Zeit lassen, um die amerikanische Wirtschaft nicht zu bremsen. Die monatliche Umfrage der Bank of America unter Fondsmanagern zeigt eine wachsende Sorge über Fehler der amerikanischen Notenbank und einen daraus folgenden Kurseinbruch am Anleihemarkt. Es werden Kursverluste bei den zu erwartenden Verkäufen bzw. nicht weiter praktizierten Käufen erwartet. „Zu viele Investoren sehen die FED als Auslöser von Kursverluste am Anleihemarkt“, heißt es in der Bank of America. Interessant ist, dass der Anteil amerikanischer Aktien in den Fonds der befragten Manager auf weniger als 20 Prozent gefallen ist. Das ist der niedrigste Stand seit dem Jahre 2008 und verdeutlicht, dass die Zweifel an der Dauerhaftigkeit des Konjunkturaufschwungs in den Vereinigten Staaten zunehmen. Dementsprechend befinden sich auch die Erwartungen weiter steigender Gewinne der Unternehmen in den Vereinigten Staaten auf ihrem niedrigsten Stand seit der Präsidentenwahl. Für eine angenehme Überraschung am Markt sorgt der Ifo-Index: Statt des erwarteten Rückgangs steigt der viel beachtete Konjunkturfrühindikator auf ein neues Allzeithoch bei 116,0 Punkten. Zuvor hatte der Geschäftsklimaindex bereits im Juni mit 115,1 Punkten ein Rekordhoch markiert, nachdem er davor schon fünf Monate in Folge gestiegen war. Es gibt aber auch andere Stimmen: Der Einkaufs-managerindex des britischen Analyseinstituts Markit, der die Stimmung unter rund 700 Unternehmen in der deutschen Industrie und Dienstlei- stungsbranche erfasst, fiel im Juli gegen über dem Vormonat um 1,3 auf 55,1 Punkte. Die Lehman Krise aus 2007, die die Kurse weltweit auf Talfahrt schickte, ist weiterhin nicht ausgestanden. Die expansive und zinsvernichtende Geldpolitik der EZB birgt gewaltige Nebenwirkungen. Auf 4,2 Billionen Euro ist die Bilanzsumme der Zentralbank mittlerweile angeschwollen, das entspricht fast 40 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung der Euro-Zone. Die EZB ist damit längst zur größten Gläubigerin der Währungsunion geworden. Und je länger die EZB kauft, desto stärker gewöhnen sich Finanzminister und Finanzmärkte an die Wohltaten, was einen Ausstieg aus der Politik des ultrabilligen Geldes umso schwieriger macht. „Draghi hat mit dieser Therapie die Symptome zwar erfolgreich betäubt, aber die dahinter stehende Krankheit nicht ausreichend behandelt“, sagt Commerzbank-Chefökonom Jörg Krämer. Das gelte insbesondere für Italien, das dank der jahrelangen Krisenpolitik der EZB – allen voran Anleihekäufe und Negativzinsen – überhaupt keinen Anreiz mehr habe, um Reformen durchzuführen und Schulden abzubauen. Tatsächlich liegt z. B. die Staatsverschuldung in Italien mittlerweile bei über 130 Prozent des BIP, fast zehn Prozentpunkte mehr als noch vor fünf Jahren. Trotz des extrem niedrigen Zinsumfelds durch die Krisenpolitik der EZB. In Frankreich, das seit Jahren einen Berg unerledigter Reformen vor sich herschiebt, sieht es ähnlich aus. Doch die fehlenden Reformanreize in der Politik sind nur eine der vielen Nebenwirkungen. „Die Krisenpolitik der EZB schürt auch das Risiko von Blasen, wie man an den rasant steigenden Immobilienpreisen in Deutschland sieht“, warnt Krämer. Die niedrigen EZB-Zinsen trügen außerdem dazu bei, ineffiziente Unternehmen gerade im Süden der Währungsunion am Leben zu erhalten. Tatsächlich warnt eine wachsende Zahl von Ökonomen vor der sogenannten „Zombifizierung“. Gemeint sind damit Unternehmen, die im Grunde nur deshalb noch existieren, weil das Zinsumfeld derart günstig ist und sie dadurch künstlich am Leben gehalten werden. Nach einer Studie der Bank of Amerika finden sich vor allem im Süden der Euro-Zone überproportional viele solcher Unternehmens-Zombies, insbesondere kleinere Firmen mit schwachem Wachstum und geringen Erträgen seien gefährdet. Hier kämpfen die Banken in Südeuropa, insbesondere in Italien, gegen ihre hohen Berge an faulen Krediten an. Erst kürzlich ge- nehmigte die FU-Kommission für drei italienische Banken wieder staatliche Hilfen. Die größten Bedenken äußert die Sachverständige Schnabel mit Blick auf die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. „Sie gefährdet die Geschäftsmodelle von Banken und Versicherungen und trägt zum Aufbau neuer Risiken im Finanzsystem bei.“ Stabilitätsgefährdend seien vor allem die hohen Zinsänderungs-risiken für die Bankbilanzen. .„Ein abrupter Zinsanstieg könnte die Solvenz der Banken bedrohen“, warnt Schnabel. Was tun? Auf die bekannten globalen und europäischen Risiken haben wir hier regelmäßig hingewiesen. Sorgen über die Kreditvergabe in China die Angst vor einem Auseinanderdriften Europas werden als größte aktuelle Marktrisiken genannt und vor allem sind die Kurse weltweit sehr hoch. Also weiterhin Vorsicht walten lassen wegen den hohen Bewertungen, insbesondere bei älteren Zeitgenossen, die durch Arbeit nicht mehr verlorenes Kapital wiedergewinnen können. Jüngere Spekulanten oder solche mit viel Geld mögen weiter setzen.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien:

  • „Geben Sie mir eine gute Regierung, und wir haben eine gesunde Börse“ (Abs),
  • „Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank (Brecht)“,
  • „Sparsamkeit ist die beste Einnahme“ (Cicero).

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.


Börsentipps Juli 2017

Kaufen, halten, verkaufen? Mark Faber, „Dr. Doom“, ein bekannter Schweizer Fondsmanager, der die Märkte auch in Boomzeiten hinterfragt, warnt die Anleger vor einer düsteren Zukunft und konstatiert, dass der Markt um 40 % fallen könnte, wir also vor einem gewaltigen Crash stehen. Er begründet seine Auffassung mit der hohen Volatilität und damit, dass wenn die Kurse fallen, sie tief fallen werden. Klar, jeder will dann seine restlichen noch nicht realisierten Gewinne retten und steigt aus. Vor allem bei den Technologiewerten, die in den vergangenen Wochen immer wieder unter Druck gerieten, sieht Dr. Doom Abwärtssignale. "Wir hatten für mehr als acht Jahre einen Bullenmarkt. Der NASDAQ wird von sehr wenigen Aktien getrieben", so Faber. "Aus technischer Sicht ist das kein gesundes Zeichen, und die Bewertungen sind hoch". Mit seiner Warnung vor einem gewaltigen Kurssturz steht Marc Faber nicht alleine da. Auch Hedgefondsmanager Jim Rogers warnte jüngst davor, dass die überdurchschnittlich hohen Kurse, die wir derzeit sehen, die Weltwirtschaft besonders anfällig machen und zu einem Crash führen könnten, der alle Börsenkrisen der letzten Jahrzehnte übertrifft. Die Ursache für das hohe Rückschlagpotential sieht Faber darin begründet, dass von den Vermögenspreissteigerungen nur wenige profitieren: Große Konzerne schon vermögende Menschen, die bei Kursverlusten auch reagieren. Bis es soweit ist, könnten allerdings noch einige Monate oder Jahre vergehen, in denen die Kurse weiter ansteigen, wie selbst der Crash-Guru zugeben muss: "Wir könnten genug Geld drucken, um den Dow Jones bis auf 100.000 Punkte ansteigen zu lassen", so Faber. Dass es noch einige Zeit so gut wie bisher weiter laufen könnte liegt darin, das sich kurz vor Beginn der zweiten Jahreshälfte die Stimmung an der Börse weiter aufhellt: Ein unerwartet starkes Konjunktursignal aus Deutschland lockt Anleger auf hohem Niveau zurück in den Aktienhandel. Drei starke Argumente helfen dem deutschen Aktienmarkt: Ein neu aufkommender Konjunkturoptimismus, der jüngste Anstieg bei den Ölpreisen und die energische Stützungsaktion in der italienischen Bankenbranche hätten Anleger ermutigt, heißt es aus dem Handel. Der Ifo-Index zum Geschäftsklima in Deutschland erreicht im Juni bei 115,1 Punkten ein neues Allzeithoch. Im Vorfeld befragte Experten hatten im Schnitt eine leichte Abschwächung vorhergesagt. Es stellt sich auch die Frage, wie lange die Zentralbanken mit Rücksicht auf die Inflation die Zinsen unten halten oder nur leicht erhöhen werden. In der vergangenen Woche sind die Renditen der Anleihen in den Industrienationen ein Stück weit gestiegen. So kletterte die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen von 0,24 auf 0,46 Prozent. Viele Analysten sprechen von einer bevorstehenden geldpolitischen Trendwende und meinen, diese Annahmen könnten die Anleiherenditen in den kommenden Wochen weiter nach oben ziehen und die Aktienkurse drücken. Wir wissen, dass sich die Notenbanken an der jeweils als wünschenswert erachteten Inflationsrate orientieren, die die EZB bei 2 % sieht. Es gibt gute Gründe dafür, dass die Inflation weiter niedrig und damit die Basis für weitere Kurssteigerungen gegeben ist. Die folgende Argumentation ist nicht neu, die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich weist aber aktuell auf die Zusammenhänge im Hinblick auf die erwartete Zinsentwicklung hin: Internationale Wertschöpfungsketten sorgen dafür, dass die Lieferer in den Schwellenländern kaum die Möglichkeit haben, ihre Preise zu erhöhen, denn dann werden sie gegen andere preiswertere Schwellenländer ausgetauscht. Die Nationale Inflationsraten werden daher in der Tendenz weniger von der nationalen Politik, sondern mehr durch die globalen Wirtschaftsbedingungen bestimmt. Weshalb werden dann in den USA die Leitzinsen erhöht? Die Notenbanken wollen die günstige Wirtschaftslage nutzen, um geldpolitischen Handlungsspielraum für eine künftige Rezession zu schaffen. Niedrige Inflation und hohe private und öffentliche Verschuldung werden auch künftig die Zinsen niedrig halten. Denn keine Notenbank will durch kräftige Zinserhöhungen die Wirtschaft lähmen oder in eine Rezession führen. Damit dürften die Zinsen auf lange Sicht niedrig bleiben. Wir haben also drei Lagebeurteilungen vorgestellt. Für Faber spricht, dass die Börse keine Einbahnstraße ist und der aktuelle Haussezyklus mit 8 Jahren weit über dem Durchschnitt liegt. Die deutsche Industrie hat nach eigener Einschätzung ein überdurchschnittlich gutes Geschäftsklima und die Zinsen dürften dank niedriger Inflation aufgrund der internationalen Arbeitsteilung niedrig bleiben. Was tun? Auf die bekannten globalen und europäischen Risiken haben wir hier regelmäßig hingewiesen. Sorgen über die Kreditvergabe in China die Angst vor einem Auseinanderdriften Europas werden als größte aktuelle Marktrisiken genannt und vor allem sind die Kurse weltweit sehr hoch. Also weiterhin Vorsicht walten lassen wegen den hohen Bewertungen, insbesondere bei älteren Zeitgenossen, die durch Arbeit nicht mehr verlorenes Kapital wiedergewinnen können. Jüngere Spekulanten oder solche mit viel Geld mögen weiter setzen, am besten mit Stop Loss Orders, die einige Anbieter kostenlos anbieten. Vor allem ist wichtig, auf die Kosten der Finanzpartner zu achten: Was nützen steigende Kurse, wenn die Fondskosten von 3 % bis 5 % weit über dem sicheren Zins liegen: Das kann kurzfristig gutgehen, aber langfristig stehen durch die schwer einsehbaren Spielregeln Sieger und Verlierer fest.

Wie immer an dieser Stelle ein paar Bonmots zu Aktienmarktstrategien, diesmal vom 1999 verstorbenen Altmeister André Kostolany:

  • „Wer viel Geld hat, kann spekulieren, wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren, wer kein Geld hat, muss spekulieren“. Da ist was dran, kann aber auch zur Privatinsolvenz führen, die man aber nach der Insolvenzrechtsreform auf 3 Jahre verkürzen kann. Eine Verkürzung auf 3 Jahre erfolgt, wenn in den ersten 36 Monaten 35% der Forderungen der Gläubiger sowie die Verfahrenskosten getragen werden.
  • „Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten“. Zu beachten: Der weltweit erfolgreichste Fonds hat nur einmal investiert und dann die Aktien liegen lassen und Insolvenzen und Verschmelzung glänzend überlebt bei Verwaltungskosten von Null.
  • „Investiere bei einem Goldrausch nicht in die Goldgräber, sondern in Schaufeln.“ Ein Beispiel ist der Internet-Boom. Um Inhalte im Netz überhaupt zu finden, braucht man eine Suchmaschine – das Geschäftsmodell von Google war geboren.

Haben Sie Rentabilitätsprobleme, sei es mit dem Hintergrund Schweiz oder der geringen Höhe aufgrund der Bankenhonorare oder sind Sie hinsichtlich Ihrer Vermögensdispositionen und Altersvorsorge unsicher, lassen Sie sich von uns beraten. Für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten gegen Honorar und ohne Fixkosten, insbesondere behalten Sie hierbei die Verfügungsmacht und ihr Vermögen in der Hand und wir werden nicht von dem Produkteanbieter bezahlt.

Wollen Sie Ihr Unternehmen gegen die weiterhin instabile Konjunktur und die anhaltende Systemkrise sturmfest machen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir checken Ihr Geschäftsmodell und unterstützen Sie bei der strategischen Adjustierung.

Wir organisieren für Sie die Unternehmensnachfolge und nehmen im Vorfeld gerne eine indikative Unternehmensbewertung vor, damit Sie überschlägig eine Markteinschätzung ihres Unternehmens gewinnen.

AddThis Social Bookmark Button

Kontaktdaten

Unkelbach Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfer
Steuerberater

Gartenstraße 30
79098 Freiburg im Breisgau

0761/385420
info@unkelbach-treuhand.de